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Vollständige Version anzeigen : Peru



Katha79
07.03.2007, 19:28
Hola

fahre im September für 3 Wochen nach Peru. Geplant ist vor allem der Süden. Was muss ich mir unbedingt anschauen? :) Was sollte ich lieber lassen? :( Wo kann es gefährlich werden? :eek:

Muchas garcias.

taitetu
20.03.2007, 10:57
In drei Wochen kannst schon einiges sehen - je nachdem wie schnell und geplant du reisen möchtest. Ein Tipp: wenn du den Inkatrail (egal ob 2 oder 4 Tage) gehen möchtest, buche bald schon von hier aus noch. Denn pro Tag dürfen nur 500 Leute (inkl. Träger, Guides usw.) drauf. Alternativ kommt noch der Larestrek in Frage... ich finds auf jeden Fall schöner zu Fuß ein Stück richtung Machu Picchu zu gehen.

Der Titicacasee ist auf alle Fälle auch ein Muss - würde ich verbinden mit einem Ausflug nach La Paz und dann von Copacabana auf die Isla del Sol, dort übernachten und einmal über die Insel gehen.

Auch der Colca Canyon bei Arequipa ist toll, auch nicht auslassen! Und wenn du genug Zeit hast und nicht allein bist: in den Canyon runter, dort übernachten und am nächsten Morgen wieder hoch.

Die Nazcalinien fand ich persönlich nicht so beeindruckend, dass man sie unbedingt gesehen haben muss - aber bei Ica die Oase Huacachina und dort Sandboarding, das ist sehr nett.

Gefährlich fand ich es jetzt nirgends im speziellen - natürlich musst immer bisschen auf deine Sachen achten, aber das versteht sich von selbst. Und bei den öffentlichen Bussen lieber ein paar Soles mehr bezahlen und dafür bequemer und zuverlässiger fahren.

ianda
07.05.2007, 10:18
Hallo Katha79
na ja, was die Sicherheit angeht, kann es einen immer mal blöd erwischen; insbesondere in Südamerika häufen sich in letzter Zeit Berichte über Raubüberfälle an Touristen.
Wir waren im Oktober in Peru unterwegs, und zwar mit einer Reiseagentur aus Cuzco auf dem Weg in den Manu Nationalpark, als der von der Agentur gecharterte Bus auf offener Strecke im Tiefland von schwer bewaffneten und vermummten Personen angehalten und gestürmt wurde. Wir wurden ein Stück in den Urwald entführt, unter Todesandrohung ausgeraubt und gefesselt im Wald zurückgelassen. Bis wir uns selbst und den Bus aus dem Sumpf befreien konnten, waren die Täter natürlich über alle Berge und die polizeilichen Behörden sowieso nicht sonderlich an dem Vorfall interessiert. Zum Glück wurde niemand ernsthaft körperlich verletzt. Die Reiseagentur Pantiacolla war leider auch nicht gerade hilfsbereit, da sie primär an der Fortsetzung der Tour und ihrem finanziellen Profit interessiert war. Das Deutsche Konsulat in Cuzco und der Repräsentant des BKA an der Botschaft in Lima waren hoch motiviert, die Behörden dazu zu bringen, sich ernsthaft mit dem Fall zu beschäftigen, aber angesichts der in Peru herrschenden politischen Situation leider letztendlich auch nicht erfolgreich. Vermutet wird die Wiederbelebung des Leuchtenden Pfades oder die Aktivität von Banden der Coca-Mafia.
Im Süden Perus und im Norden Boliviens beliebt ist die sog. Taxi-Taktik. In mit Touristen besetzten Langstrecken-Taxis steigen plötzlich weitere zweifelhafte Personen zu, oder Taxis werden von unechten Polizisten angehalten, Pässe der Touristen einbehalten oder unter irgendeinem Vorwand dazu gebracht, ihnen aufs Revier zu folgen. Dies endet in einer Entführung, bei der der Tourist dann täglich dazu gezwungen wird, Geld in Höhe der maximalen Auszahlungssumme von seiner Kreditkarte o.ä. abzuheben. Zwei Österreicher und ein Spanier kamen letztes Jahr auf diese Art und Weise im Raum La Paz - Copacabana ums Leben.

Das soll natürlich kein Grund sein, nicht dort zu reisen, auch das Auswärtige Amt gibt deshalb keine explizite Warnung heraus. Aber es empfiehlt sich, einige Vorkehrungen zu treffen falls so etwas dann doch eintritt.
Meine Empfehlungen:
1. Kopien aller möglichen Dokumente und der geplanten Reiseroute bei Vertrauenspersonen in Deutschland lassen, Pässe, Kreditkarten und Tickets auch als Datei zwecks unkompliziertem e-mail-Versand
2. Verlust von Reisegepäck und vor allem wertvolleren Gegenständen wie z.B. Fotoausrüstung ist über die normale Reisegepäckversicherung nicht ausreichend abgedeckt. Jede Hausratversicherung beinhaltet jedoch eine sog. Außenklausel in Höhe von 10% der Versicherungssumme, die bei Raub zutrifft.
3. Regelmäßige Kontakte mit Vertrauenspersonen vereinbaren, sodaß diese alarmiert sind und die Behörden einschalten können, wenn keine vereinbarten Kontakte mehr stattfinden.
4. Den Vertrauenspersonen eine Kontovollmacht erteilen, damit sie die Kontobewegungen kontrollieren können. Werden täglich größere Mengen Geld abgehoben, liegt Entführungsverdacht vor. Der Ort der Geldabhebung ist ein Hinweis auf den ungefähren Aufenthaltsort.
5. Lieber mit dem ganz normalen öffentlichen Bus fahren als ein Taxi anheuern.

Statistisch gesehen ist das Reisen in Südamerika wohl sicher; wir reisen seit 20 Jahren ansonsten unbeeinträchtigt durchs Land und würden auch wieder dort reisen.

roli_b
06.06.2007, 15:22
die obigen Tipps tönen gut, ich habe diese Route auch schon gemacht, falls Eindrücke / Photos dazu anschauen möchtest, kannst dies auf meiner Homepage tun. Gruss Roli