Botsuana

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Botsuanas frühe Stammesreligionen waren in erster Linie Kulte, in denen die Geister der Vorfahren die Geschicke der Familien lenkten. Aus dem Jenseits nahmen sie über die Familienoberhäupter Kontakt mit den jeweilig betroffenen Personen auf. Zu den religiösen Riten gehörten Initiationszeremonien für Mädchen und Jungen sowie Regenmacher-Rituale. Polygamie war üblich und die Vererbung verlief über die weibliche Linie, d. h. der Besitz des Mannes wurde an die Kinder seiner Hauptfrau vererbt. Die Geisteswelt der San ist sehr vielfältig und bringt natürliche Ereignisse häufig mit Übernatürlichem in Verbindung, mit Nodima, dem guten Geist, und Gcawama, dem bösen und übel wollenden Geist, deren Handlungen alles bestimmen. Diese Naturreligionen werden zwar nach wie vor praktiziert, aber der christliche Glaube ist gegenwärtig das vorherrschende Glaubenssystem im Land. Englisch ist die offizielle Amtssprache in Botsuana, am häufigsten hört man aber Setswana. Sie ist ein Abkömmling der Bantusprachen und wird von 90% der Bevölkerung verstanden.

Ursprünglich war ein Künstler in Botsuana jemand, der Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs auf kunstvolle Weise herstellte, darunter Töpferwaren, Stoffe, Werkzeuge und Flechtarbeiten. Besonders die in Botsuana fabrizierten Körbe gelten als exquisit; ihre Designs tragen so malerische Namen wie "Tränen der Giraffe", "Urinspur des Bullen" oder "Anführer der Zebras". Weil einheimische Sprachen erst mit Ankunft der Missionare den Weg auf das Papier gefunden haben, besteht in Botsuana praktisch keine literarische Tradition. All das, was heute von den Mythen bekannt ist und an religiöser Dichtung existiert, wurde über Jahrhunderte von Generation zu Generation mündlich weitergegeben und viel später aufgeschrieben. Die bekannteste Person des modernen literarischen Lebens in Botsuana war die in Südafrika geborene Bessie Head, die sich in Serowe niederließ und über das raue, aber wunderschöne Dorfleben schrieb.

In der Vergangenheit waren die Männer für die Herden zuständig. Sie lebten draußen im Busch mit den Tieren und ernährten sich vornehmlich von Fleisch und Milch. Die Frauen blieben im Dorf, sammelten Feldfrüchte und bauten Gemüse an. Das Rückgrat vieler heutiger Mahlzeiten bilden Rispenhirse und Sorgum (Mohrenhirse), die man zu Brei verarbeitet. Sie werden allerdings zunehmend vom billigen, aus Südafrika importierten Mais ersetzt. In abgelegenen Gegenden bessern die Menschen ihren Speiseplan mit moramaauf, einem Knollengewächs, und mit einem durchaus genießbaren Pilz, der als Kalahari-Trüffel bezeichnet wird. Manchmal findet man auf der Speisekarte auch Mopane-Würmer, eine Art Raupe vom gleichnamigen Baum, die in heißer Asche gebraten, in Salzwasser gekocht oder in getrockneter Form in sehr heißem Öl gebacken wird. Traditionelle Getränke sind Palmwein, ein Getränk, mit dem man äußerst durchschlagende Effekte erzielt, und kgadi, aus braunem Zucker oder Pilzen destilliert. Ganz legal darf man zu Hause ein billiges Bier aus Sorgum namens bojalwa brauen.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 1-5 US-Dollar
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 5-10 US-Dollar
  • Luxusrestaurant: ab 15 US-Dollar

Übernachtung

  • Günstiges Zimmer: 7-30 US-Dollar
  • Hotel mittlerer Kategorie: 30-40 US-Dollar
  • Luxushotel: ab 65 US-Dollar

Währung

Pula (P)


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