Botsuana

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Mitten im Herzen des südlichen Afrika erstreckt sich das Binnenland Botsuana über 1100 km von Nord nach Süd und 960 km von Ost nach West. Seine Größe kann mit der Frankreichs verglichen werden. Der südliche Nachbar des Landes, jenseits der Flüsse Limpopo und Molopo, ist Südafrika; im Nordosten grenzt Botsuana an Zimbabwe; Namibia schmiegt sich an seine westliche und nördliche Grenze. Bei Kazungula im hohen Norden treffen inmitten des Flusses Zambezi vier Staaten aufeinander: Botsuana, Zambia, Zimbabwe und Namibia. Das Land ist größtenteils flach; die zentralen und südwestlichen Regionen werden von der Kalahari eingenommen, die fast 85% der Landesfläche ausmacht. Im Nordwesten fließt der Okavango aus Namibia kommend ins Land und versickert mitten in Botsuana im Sand - das Okavango-Delta bedeckt 15 000 km2 und umfasst eine einzigartige Landschaft aus Kanälen, Flussläufen und Inseln.

Auf Botsuanas trockenen Böden leben über 70 Schlangenarten, alleine drei von ihnen sind den Speikobras zuzurechnen. Giftige boomslangs (Afrikaans für "Baumschlangen") und Kletterschlangen sind im Okavango-Delta häufig, greifen aber nur äußerst selten Menschen an. Die Vogelwelt im Okavango-Delta ist Legende, zu den beeindruckendsten Arten gehören die Kronenkraniche, die Graulärmvögel mit ihren nervtötenden Rufen, die Gabelracke und der mürrische Sekretärsvogel, dessen Name sich angeblich von seiner Eigenheit ableitet, Schlangen durch dauerndes Hüpfen und Picken zu töten - was manche Menschen an Sekretärinnen erinnern soll, die ihre Tastaturen bearbeiten. Botsuanas wundervolle Nationalparks und Reservate sind die Heimat einer erstaunlichen Anzahl von Elefanten, Geparden, Wildhunden, Leoparden, Löwen, Hyänen, Giraffen, Flusspferden und Zebras.

Der größte Teil Botsuanas besteht aus Savanne - entweder bewachsen mit Akazien oder niedrigem Dornbusch. Die einzigen Laubwälder des Landes, vornehmlich Mopane, liegen im Nordosten. Dort wird Forstwirtschaft betrieben und dort wachsen auch mongonga- und marula-Bäume, deren Nüsse den San einst als Nahrung dienten und die über lange Zeit haltbar waren. Das weiche Holz des Marula-Baums lässt sich gut verarbeiten und wird deshalb gerne von den Holzschnitzern verwendet; aus der Frucht des Baums braut man ein Bier.

Obwohl der Wendekreis des Steinbocks quer durchs Land geht, muss Botsuana mit extremen Temperaturschwankungen zurechtkommen. Die Tage sind normalerweise klar, warm und sonnig, die Nächte aber sind kühl oder sogar bitterlich kalt. In der Kalahari werden im Juni und Juli nicht selten Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts erreicht; wo genügend Feuchtigkeit in der Luft ist, bildet sich auf Boden und Pflanzen manchmal Reif. Botsuana ist in erster Linie ein trockenes Land (insbesondere zwischen Mai und August), aber im Sommer (November bis März) öffnet der Himmel seine Schleusen und macht der Regenzeit im südlichen Afrika alle Ehre.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 1-5 US-Dollar
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 5-10 US-Dollar
  • Luxusrestaurant: ab 15 US-Dollar

Übernachtung

  • Günstiges Zimmer: 7-30 US-Dollar
  • Hotel mittlerer Kategorie: 30-40 US-Dollar
  • Luxushotel: ab 65 US-Dollar

Währung

Pula (P)


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