Kenia

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Sehenswertes

Nairobi

Kenias Hauptstadt ist kosmopolitisch, dynamisch, faszinierend und der rechte Ort, um organisatorische Belange zu regeln. In 20 Minuten lässt sich das Hauptgeschäftsviertel durchqueren, das einen guten Eindruck vom Leben einer modernen afrikanischen Großstadt vermittelt. Leider ist gerade hier die Gefahr, ausgeraubt zu werden besonders groß. Vor allem nachts ist Sicherheit ein großes Problem und viele Reisende meiden Nairobi deswegen. Nicht umsonst wird die Stadt von den Einheimischen "Nairobbery" genannt.

Nairobi entstand im Zuge der Bauarbeiten an der Eisenbahnlinie von Mombasa nach Uganda. Aus einem sumpfigen Areal an der Stelle, wo sich die Gebiete der Masai, Kikuyu und Kamba trafen, war im Jahr 1900 eine ansehnliche Stadt geworden, die fünf Jahre später Mombasa als Hauptstadt des britischen Protektorats ablöste. Mit einer Einwohnerzahl von 2,5 Millionen ist Nairobi heute die größte Stadt zwischen Kairo und Johannesburg.

Strukturiert ist Nairobi genau so, wie man es von anderen Großstädten kennt: dicht bevölkerte Marktviertel, Vororte, in denen die Mittelschicht lebt, und weitläufige, blumengeschmückte Villenviertel für die Reichen und Mächtigen des Landes. In der belebten Marktgegend um die zentral gelegene River Road spürt man Energie, Ehrgeiz und Opportunismus; hier treffen Handwerker, erschöpfte matatu- (Minibus)-Fahrer, Arbeitslose, zwielichtige Gestalten, Ausgegrenzte und Orientierungslose mit Rucksacktouristen, Huren, Ladenbesitzern, Studenten, Straßenverkäufern, gelangweilten Sicherheitsbeamten und kleinen Drogenverkäufern zusammen. Lohnenswert ist die schwierige Suche nach einer Unterkunft in einer ruhigen Seitenstraße oder einem Restaurant in der Innenstadt von Nairobi in jedem Fall. Sehenswert und leicht zu erreichen sind das National Museum, das Snake Museum und die National Archives, in denen nicht nur wie üblich Dokumente aufbewahrt, sondern auch Gemälde- und Kunsthandwerkausstellungen präsentiert werden. Gleich vor den Toren der Hauptstadt liegt der sehenswerte Nairobi National Park. Für Reisende mit Kindern ist der nahe gelegene Ostrich Park mit seinen Straußenvögeln ein lohnenswertes Ziel.

Mombasa

Mombasa, tropisch-schwül und geschichtsträchtig, besitzt den größten Hafen an der Ostküste Afrikas. Die Ursprünge dieser Stadt mit etwa einer halben Million Einwohner reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Jahrhundertelang war Mombasa Hochburg der Moslems, bis die Portugiesen es 1505 in Schutt und Asche legten. Mombasa wurde rasch wieder aufgebaut, nur um während des langen Kampfes gegen die Portugiesen erneut zerstört zu werden. Die Altstadt legt von dieser bewegten Vergangenheit beredtes Zeugnis ab. Kunstvoll geschnitzte Ladenfronten und Balkone entzücken das Auge. Die Hauptattraktion der Stadt ist das die Hafeneinfahrt beherrschende Fort Jesus. 1593 von den Portugiesen erbaut, wechselte es zwischen 1631 und 1875 neunmal den Besitzer. Die in einer Mischung aus italienischem, portugiesischem und arabischem Stil erbaute Festung beherbergt heute ein Museum.

Die Stadt selbst liegt auf Mombasa Island, die im Norden und Süden über Brücken mit dem Festland verbunden ist. In der Nähe des Bahnhofs im Zentrum der Insel gibt es zahlreiche gute Hotels, Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten. Direkt südlich der Stadt breiten sich eine Reihe herrlicher Strände aus. Zwischen Mombasa und Nairobi gibt es täglich zahlreiche Flug-, Zug- und Busverbindungen. Busse und Fähren verkehren regelmäßig auch zwischen Mombasa und Tansania.

Marsabit National Park and Reserve

In diesem im Norden des Landes gelegenen Park sind Großsäuger wie Löwen, Leoparden, Geparde, Elefanten, Nashörner, Büffel, Warzenschweine, Zebras, Giraffen, Hyänen und Gazellen beheimatet. Der Park ist dicht bewaldet, und man braucht viel Zeit und Geduld, um die Tiere zu entdecken. Am Besten quartiert man sich auf dem Campingplatz Lake Paradise ein, dessen Name dank der idyllischen Lage an einem ehemaligen Kratersee nicht zu viel verspricht und der an landschaftlicher Schönheit und Ruhe von kaum einem anderen Campingplatz in Kenia übertroffen wird.

Zwischen der nächstgelegenen Stadt Marsabit und der im Zentrum Kenias gelegenen Stadt Isiolo am Mount Kenya verkehren Busse.

Lamu

Das verträumte Lamu ist ein Ort, der nicht von dieser Welt scheint, versehen mit einem beinahe mittelalterlich anmutenden Erscheinungsbild. Kenias älteste, beinahe ausschließlich von Moslems bewohnte Siedlung hat ihr Aussehen und ihren Charakter über Jahrhunderte hinweg nur wenig verändert. In dieser abgelegenen, einstigen blühenden Hafenstadt herrscht heute eine wunderbar entspannte und entspannende Atmosphäre. In keiner anderen Suaheli-Stadt außer Sansibar haben sich traditionelle Lebensart und Bauweise so unversehrt erhalten wie in Lamu - wenn man von den Fernsehantennen einmal absieht. Der Besuch im am Meer gelegenen Lamu Museum ist ein hervorragender Einstieg in die Kulturgeschichte der Stadt. Wer noch mehr über die Lebensweise der Suaheli erfahren möchte, dem sei das wunderbar restaurierte, nahe gelegene Swahili House Museum empfohlen. Eine von Lamus kurioseren Attraktionen ist das Donkey Sanctuary für alte und lahme Esel, die hier ihr Gnadenbrot erhalten. Die Fahrt mit einer Dhau, einem der uralten Segelschiffe der einheimischen Fischer, ist fast schon ein Muss.

Lamu liegt im Norden von Kenias Ostküste auf Lamu Island und ist von Mokowe auf dem Festland mit Motorbooten erreichbar. Auf der nahe gelegenen Manda Island gibt es einen Flughafen.

Masai Mara National Reserve

Der Mara, wie die Eingeweihten dieses Reservat zu nennen pflegen, ist der meistbesuchte Wildtierpark Kenias. In dem Reservat, das 320 qkm abwechslungsreichster Landschaft und einen Großteil der Serengeti umfasst, lebt eine unglaubliche Vielzahl an Tieren. Nur wenige Besucher Kenias lassen es sich entgehen, wenigstens einen Teil des weiten, offenen Graslands zu durchstreifen oder die jährliche Wanderung der Gnus zu beobachten. Die westliche Grenze des Parks bildet das einzigartige Esoit Olooloo (Siria) Escarpment mit der höchsten Populationsdichte an Wildtieren. Überall sind große Löwenrudel zu sehen, die man manchmal sogar bei der Jagd beobachten kann. Auch Elefanten, Büffel, Zebras und Nilpferde leben hier in großer Zahl. Der Mara ist eher ein Reservat als ein Nationalpark, da es den Masai gestattet ist, auf dem Gelände ihre Tiere weiden zu lassen und zu jagen; auf dem Gebiet liegt eine Masaisiedlung, die von Touristen besucht werden kann.

Zweimal täglich gibt es eine Flugverbindung zwischen Nairobi und dem Masai Mara, wo man auch genügend Unterkunftsmöglichkeiten findet. Die Hauptzufahrt zum Park führt durch die kleine Provinzstadt Narok, ein paar Stunden Fahrt von Nairobi in Richtung Westen.

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Kakamega Forest Reserve

Kakamega ist ein Landstrich herrlichen, unberührten tropischen Regenwalds inmitten einer intensiv landwirtschaftlich genutzten Region im Westen Kenias. Das Reservat ist Heimat einer unglaublich vielfältigen Tier- und Vogelwelt und auf jeden Fall einen Abstecher wert. In den Wäldern leben zahlreiche Primatenarten, darunter die Dunkle Weißnasenmeerkatze, der Schwarz-weiße Stummelaffe und die Diademmeerkatze. Am Besten lernt man den Urwald auf einer Wanderung kennen. Die Forststationen sind Ausgangspunkt zahlreicher Wanderpfade, und Unterkunft bietet ein hervorragendes staatliches Resthouse.

Hyrax Hill

Diese prähistorische Fundstätte in der Nähe von Nakuru, etwa 200 km nordwestlich an der Straße nach Nairobi gelegen, ist seit 1937 bekannt. In jenem Jahr begab sich der Archäologe Louis Leakey mit seinem Team auf die Suche nach Spuren urgeschichtlichen Lebens. Die Ausgrabungen, die bis in die 80er Jahre andauerten, belegten, dass es an dieser Stelle drei Siedlungen gegeben hat - die älteste vor ca. 3000 Jahren und die jüngste vor etwa 200 bis 300 Jahren. Unter den Fundstücken, die in den Grabkammern auf und rund um den Hügel gefunden wurden, sind sechs indianische Münzen, von denen eine rätselhafterweise 500 Jahre alt ist, während zwei andere aus den Jahren 1918 und 1919 datieren.

Amboseli National Park

Mit 392 qkm gehört dieser Nationalpark zwar nicht zu den größten seiner Art, doch hat man hier die besten Chancen, das vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashorn zu sehen. Riesige Elefantenherden ziehen bedächtig über die Savanne - mit dem zu Tansania gehörenden Kilimandscharo im Hintergrund ein gerne fotografiertes Klischee, dessen Anblick jedoch einen unauslöschlichen Eindruck hinterlässt. Beliebt sind Flüge mit Ultraleichtflugzeugen, bei denen man das beeindruckende Panorama dieser einzigartigen Region im Süden Kenias genießen kann. Die meisten Besucher kommen über Namanga, den wichtigsten Grenzposten zwischen Kenia und Tansania, in den Nationalpark. Von Nairobi aus gibt es täglich Flugverbindungen.

Aberdare National Park

Die Landschaft dieses Nationalparks besteht hauptsächlich aus den Hochmooren und Hochwäldern des 60 km langen Kinangop-Plateaus. Nur selten steht dieser Park auf dem Programm der Safari-Veranstalter und noch weniger wird er von Individualreisenden besucht. Wer jedoch dem unwirtlichen Klima zu trotzen gewillt ist, dem bietet dieses abgelegene und dichte Waldgebiet eine vielfältige Flora und Fauna und eine einzigartige Landschaft, die nur mit der Gegend am Mount Kenya zu vergleichen ist. Sehenswert sind auch die spektakulären, 300 m tief hinabstürzenden Gura-Wasserfälle sowie die alpinen Hochmoore; mit etwas Glück lassen sich Panther, Elefanten, Nashörner oder Bongos (seltene Antilopenart mit gedrehten Hörnern) beobachten.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 80-550 KSh
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 550-880 KSh
  • Luxusrestaurant: ab 2400 KSh

Übernachtung

  • Billigunterkunft: 300-700 KSh
  • Hotel mittlerer Kategorie: 700-2700 KSh
  • Luxushotel: ab 32 000 KSh

Währung

Kenianischer Shilling (KSh), unterteilt in 100 Cent


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