Senegal

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Wie zahlreiche andere afrikanische Stämme, so zeichnen sich auch die Wolof, die wichtigste einheimische Bevölkerungsgruppe in Senegal, durch eine vielschichtige Gesellschaftsstruktur aus, in der der Status von Geburt an bestimmt ist. An der Spitze der Gesellschaft stehen die traditionsreichen Adels- und Kriegerfamilien, gefolgt von Bauern, Händlern und Mitgliedern bestimmter Kasten - Schmieden, Leder verarbeitenden Handwerkern, Holzarbeitern, Webern und den Griots, den Musikern. Die Griots bilden die niedrigste aller Kasten, sind aber sehr hoch angesehen, weil sie dafür verantwortlich sind, die Traditionen des Landes mündlich weiterzutragen und in der Regel als Einzige in der Lage sind, die Geschichte einer Familie oder eines Dorfes zu überliefern. Früher war es ihre Aufgabe, für die Unterhaltung der königlichen Familien zu sorgen. Wer heutzutage das Glück hat, noch jemanden auf der kora spielen zu hören, wird so gut wie sicher einen Musiker aus einer Griot-Familie vor sich haben. Sklaven stehen auf der untersten Sprosse der sozialen Leiter. Zwar wurde die Sklaverei offiziell längst abgeschafft, doch arbeiten heute noch viele Nachfahren ehemaliger Sklaven als kleine Pachtbauern für die früheren Herren.

Über 80% der Bevölkerung Senegals sind Moslems, einschließlich der Wolof, Toucouleur und Mandingo. (Die Fulani, oder Peul, und die Diola haben eine animistische Tradition, während es unter den Sérèr zahlreiche Katholiken gibt.) Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem orthodoxen Islam und der senegalesischen Variante besteht darin, dass Letztere ihre Großen Kalifen bzw. Marabuts (religiöse Führer) verehren, die als Bindeglied zwischen ihren Schülern und Allah gelten. Kaum ein Senegalese würde eine Entscheidung von großer Tragweite treffen, ohne vorher den Großen Marabut des Ortes um Rat gefragt zu haben.

Französisch ist die offizielle Landessprache, Wolof die am weitesten verbreitete afrikanische Sprache. Die Toucouleur und Fulani sprechen Pulaar (Fula), die Sérèr sprechen Sérèr. Arabische Ausdrücke sind ebenfalls weit verbreitet und können für den Reisenden in bestimmten Situationen sehr nützlich sein.

Das Essen ist in Senegal im Allgemeinen recht schmackhaft. Zu den regionalen Spezialitäten zählen poulet oder poisson yassa (Hühnchen oder Fisch mariniert und gegrillt), maffé (ein Eintopf auf Erdnussbasis) und tié-bou-dienne (Reis mit Fisch und Gemüsesoße). Das senegalesische Bier ist ebenfalls von guter Qualität. Bekannte Marken sind Gazelle und Flag.

Die senegalesische Musik lässt sich grob in zwei Kategorien einteilen: traditionell und modern. Die Musik der Popstars von heute, die zu den berühmtesten Afrikas zählen, basiert auf traditionellen Sounds und Rhythmen. Der Vater der modernen senegalesischen Musik ist Ibra Kassé, der in den frühen 60er Jahren die Star Band de Dakar gründete. An der Spitze der Rangliste der heutigen Stars steht Youssou N'Dour, der die traditionelle Mbalax-Musik mit westlichem Pop, Rock und Soul kombiniert und von einer internationalen Fangemeinde verehrt wird. Touré Kunda ist ein weiterer international bekannter Vertreter der Mbalax-Musik, während Baaba Maal, ein Peul aus dem nördlichen Senegal, in seiner Muttersprache singt und sich einem traditionelleren "afrikanischen" Sound verschrieben hat.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 2-8 US-Dollar
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 8-15 US-Dollar
  • Luxusrestaurant: ab 30 US-Dollar

Übernachtung

  • Einfache Unterkunft: 6-15 US-Dollar
  • Hotel mittlerer Kategorie: 15-50 US-Dollar
  • Luxushotel: ab 100 US-Dollar

Währung

Communaute Financière Africaine Franc (CFA-Franc)


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