Indien

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Reiseinfos

Einreiseformalitäten: Fast alle Ausländer, darunter auch deutsche Staatsangehörige, benötigen ein Visum für Indien. Es gibt Visa in allen Variationen, von 15 Tagen bis zu einem Jahr, mit einmaliger oder mehrmaliger Einreiseerlaubnis. Nur die sechsmonatigen Touristenvisa sind verlängerbar. Man sollte darauf achten, ob das Visum ab Einreisetag oder ab Ausstellungsdatum gültig ist.
Zeit: Mitteleuropäische Zeit plus 4 1/2 Stunden, in der Sommerzeit plus 3 1/2 Stunden
Elektrizität: 230-240V, 50 Hz
Maße und Gewichte: Metrisches System
Tourismus: 2 Millionen Besucher jährlich
Gesundheitsrisiken: Cholera, Denguefieber, Dysenterie (Ruhr), Hepatitis, Malaria, Meningitis (nur in Trekkinggebieten) und Typhus. In vielen indischen Großstädten ist die Luftverschmutzung sehr hoch. Reisende mit Erkrankungen der Atemwege sollten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Rund ums Geld

Wer in billigen Hotels absteigt, im Zug stets 2. Klasse reist und lernt, sich mit dhal (Linsen) und Reis zu begnügen, kann in Indien mit nur 10 Euro pro Tag auskommen. Wer Wert auf etwas mehr Komfort legt, wie ein einfaches eigenes Zimmer mit Bad, eine abwechslungsreiche Kost und hin und wieder einen 1.-Klasse-Zug auf langen Fahrten, sollte mit etwa 20-25 Euro pro Tag rechnen. Eine Unterkunft in Mittelklassehotels, Essen in gehobenen Restaurants und gelegentlich ein Mietwagen mit Fahrer schlagen mit etwa 30-35 Euro pro Tag zu Buche. Wer sich nur in umgemodelten Maharadscha-Palästen und internationalen Fünf-Sterne-Hotels wohl fühlt, sollte genau so viel Geld wie für eine bequeme Reise in einem westlichen Land einplanen.

Indische Währung darf weder ein- noch ausgeführt werden. Die Rupie ist voll konvertierbar, weshalb so gut wie kein Bedarf an Schwarzmarkt ist, obwohl Ausländern ständig Geldwechselangebote gemacht werden. In Städten kann man die meisten ausländischen Währungen und Reiseschecksorten eintauschen, sollte sich jedoch am besten an US-Dollars oder Euro sowie entweder American Express, Visa oder EuroCard Reiseschecks halten.

Das Geldwechseln bei einer Bank erfordert viel Geduld, besonders in kleineren Städten, daher ist es ratsam, möglichst selten möglichst größere Summen, vorzugsweise gleich nach Ankunft am Flughafen oder bei renommierten Banken in Großstädten zu wechseln und sich eine Quittung geben zu lassen. Einige Hotels bestehen auf der Vorlage eines solchen Umtauschbelegs, bevor sie die Zahlung in indischen Rupien akzeptieren. Wer sich länger als vier Monate in Indien aufhält, muss ein paar solcher Quittungen aufbewahren, um bei der Ausreise nicht mit Einkommensteuer belegt zu werden (income tax clearance).

Kreditkarten werden in indischen (Groß-) Städten weithin akzeptiert, insbesondere American Express, Diners Club und Eurocard. Auf Kreditkarte bekommt man eventuell auch Bargeldvorschüsse in Rupien. Die Bank of Baroda scheint solche Transaktionen am zuverlässigsten zu erledigen.

Indische Geldscheine sind weitaus länger im Umlauf als in westlichen Ländern üblich und besonders die kleinen Scheine werden sehr schmuddelig. Manchmal wird ein eingerissener oder schmutziger Schein nicht angenommen. Alte Scheine kann man bei den meisten Banken gegen neue umtauschen oder sie für Trinkgelder aufbewahren. In Geschäften sollte man sich als Wechselgeld keine "lumpigen Lappen" andrehen lassen, sondern diese mit einem freundlichen Kopfschütteln zurückreichen, dann bekommt man i.A. geringfügig bessere.

Trinkgeld in unserem Sinne ist in Indien weitgehend unüblich, außer in exklusiven Großstadtetablissements. Bakschisch hingegen, ein Ausdruck, der weit mehr als Trinkgelder umfasst, ist weit verbreitet - in Indien gibt man weniger ein "Trinkgeld" für guten Service, sondern damit bestimmte Dinge für einen erledigt werden. Wohl überlegt eingesetztes Bakschisch öffnet verschlossene Türen, zaubert verschwundene Briefe herbei und vollführt andere kleine Wunder. In Touristenrestaurants oder Hotels wird oft eine so genannte "service charge" von 10% auf die Rechnung aufgeschlagen. In kleineren Lokalen, wo Trinkgelder nicht zwingend sind, braucht man nur ein paar Rupien zu geben (weniger als ein Prozent der Rechnung).

Reisewarnungen

In verschiedenen indischen Regionen kann es kurzfristig zu Unruhen kommen. Die Konflikte um Jammu und Kaschmir bringen Indien und Pakistan immer wieder an den Rand des Krieges. Von einer Reise in diese beiden Unruheherde wird abgeraten und die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sind unbedingt zu beachten.

Auch vor Reisen in die Grenzregionen zwischen Indien und Pakistan, Rajasthan, Punjab und Gujarat sollte Rücksprache mit der Botschaft gehalten werden. Denken Sie daran, dass entsprechende Hinweise zwar über den neuesten Stand informieren, Terroristenangriffe aber willkürlich sind und ohne jede Vorwarnung geschehen.

Innere Unruhen beeinträchtigen auch die Region Kulla in Himachal Pradesh, Karnataka und mehrere Staaten im Nordosten Indiens: Assam, Nagaland, Tripura und Manipur. Militante Gruppen operieren sporadisch in einigen ländlichen Gebieten von Bihar, Jharkhand, Chhattisgarh, Westbengalen und Orissa.

Weitere Regionen

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Preiswerte Mahlzeit: 45 Rs
  • Essen in einem Restaurant der Mittelklasse: 45-120 Rs
  • Essen in einem Luxusrestaurant: ab 230 Rs

Übernachtung

  • Zimmer im Budgethotel: 140-460 Rs
  • Mittelklassehotel: 460-4600 Rs
  • Luxushotel: ab 9000 Rs

Währung

Indische Rupie (Rs)


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