Japan
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Japan schwebt wie ein zerstückeltes Seepferdchen am östlichen Rand des asiatischen Kontinents. Vor etwa 10 000 Jahren, während der letzten großen Eisschmelze, wurde die Landbrücke zwischen Japan und dem Festland überflutet. Heute besteht Japan aus einer Kette von Inseln (vier großen und etwa 1000 kleinen), die sich über eine 3000 km lange Gipfelreihe erstreckt, der größte darunter der vollkommen symmetrische Mt Fuji (3776 m). Viele dieser Berge sind Vulkane, die den Inseln zahlreiche heiße Quellen und atemberaubende Landschaften beschert haben, zugleich aber auch die Gefahr von Erdbeben und Tsunami (Flutwellen) bergen. Japan hat die zweifelhafte Ehre, eine der seismisch aktivsten Regionen der Welt zu sein. Es wird geschätzt, dass das Land jedes Jahr etwa 1000 Erdbeben erlebt, die meisten allerdings zu schwach, um ohne hoch entwickeltes seismisches Gerät bemerkt zu werden.
Japans weiter Ausdehnung vom subtropischen Süden bis zum subarktischen Norden ist die Vielfalt der Flora und Fauna zu verdanken, die sich jedoch im Laufe der Zeit merklich verändert hat. Das liegt nicht nur daran, dass bei Japans unbekümmertem Sprung in die Moderne viel von seiner ursprünglichen Natur zerstört wurde (durch Abholzung, Luftverschmutzung und sauren Regen), sondern auch an einem relativ jungen Pflanzenimport in großem Maßstab aus Europa und den USA. Glücklicherweise hat die Unzugänglichkeit weiter Teile des bergigen Japans Gebiete landschaftlicher Schönheit erhalten - insbesondere die alpinen Regionen in Zentral-Honshu und die Naturparks von Hokkaido. Japans größte Fleisch fressende Säugetiere sind Bären - ein Braunbär (in Hokkaido zu finden) kann eine Größe von 2 m erreichen und bis zu 400 kg schwer werden. Zu Lebewesen, die nur in Japan vorkommen, zählt der Rotgesichtsmakak, ein mittelgroßer Affe, und der Riesensalamander. Die Iriomote-Wildkatze, die auf der Ryukyu-Inselgruppe heimisch ist, wird als "lebendes Fossil" eingestuft.
Japan wird oft als ein großer Umweltsünder dargestellt, der Wale und Delfine abschlachtet, Regenwälder abholzt, den Ozean und die Atmosphäre verschmutzt - alles im Namen des steigenden Yen. Darin steckt mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit. Japans geringes Umweltbewusstsein bedeutet, dass immer noch mit Treibnetzen gefischt wird, Waren in verschwenderischer Weise doppelt und dreifach verpackt sind, Geräte mit erschreckender Hemmungslosigkeit weggeworfen werden, und die Nachfrage nach Tropenhölzern, überwiegend aus Malaysia, unvermindert stark ist. Die Regierung geht entschlossener vor, wenn die japanische Umwelt direkt betroffen ist (wen wundert's?). So ist die Luft- und Wasserverschmutzung durch die Industrie seit Mitte der 70er Jahre gedrosselt worden, dennoch bleibt Smog in Tokio und anderen Großstädten ein Problem.
Bestimmende Faktoren für das komplexe Klima sind Japans Bergregionen, die Länge des Archipels und seine Nähe zur kontinentalen Landmasse. Der Norden erlebt kurze Sommer und lange Winter mit starken Schneefällen, während die südlichen Inseln ein milderes und dunstigeres Wetter kennzeichnet. In den Wintermonaten (Dezember bis Februar) trifft kalte, trockene Luft aus Sibirien auf die feuchten Luftmassen vom Pazifik und verursacht so heftige Schneefälle im Westen Japans. Die Sommermonate (Juni bis August) werden von der warmen, feuchten Luft vom Pazifik beherrscht, die hohe Temperaturen und Feuchtigkeit in ganz Japan verursacht. Der Spätsommer ist die Taifunzeit, die sintflutartige Regenfälle und starke Winde bringt, besonders in Küstenregionen.
Preisniveau
Mahlzeiten
- Einfache Mahlzeit: 550-880 Yen
- Restaurant der mitteleren Kategorie: 880-2700 Yen
- Luxusrestaurant: ab 5000 Yen
Übernachtung
- Zimmer im Budgethotel: 2800-3850 Yen
- Mittelklassehotel: 3850-7700 Yen
- Luxushotel: ab 20 000 Yen
Währung
Yen (¥)








