Kambodscha

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Sehenswertes

Phnom Penh

Trotz der unruhigen Vergangenheit, die oft von Gewalt geprägt war, hat die Hauptstadt ihren unbestreitbaren Charme bewahrt. Die verwitterte Kolonialarchitektur bildet einen angenehmen Kontrast zu den belebten Straßencafés und den neuerschlossenen Flussufern - besonders an Wochenenden. Zu den beeindruckenden Wat (Tempelanlagen und Klöster) gehören Wat Ounalom (Sitz des Patricharchen), Wat Phnom (welcher der Stadt den Namen gab) und der frisch gestrichene Wat Lang Ka. Eine andere herausragende Sehenswürdigkeit ist die spektakuläre Silberpagode, die zu den wenigen Anlagen Kambodschas zählt, in denen Kunstwerke die Brillanz und Vielfalt der Khmer-Kultur noch eindringlich veranschaulichen. Kunstwerke der Khmer sind auch im Nationalmuseum und im Königspalast, der offiziellen Residenz des Königs Norodom Sihanouk, ausgestellt.

Die Killing Fields in Choeung Ek, 15 km südwestlich des Stadtzentrums, sind ein schauriges Zeugnis der Gräueltaten der Roten Khmer. Über 17 000 Menschen wurden dort ermordet. Hinter den Glasscheiben eines 1988 erbauten Gedächtnisturms sind - nach Geschlecht und Alter getrennt - über 8000 Schädel aufgeschichtet.

In der Stadt bieten zahlreiche Speiselokale Nudeln und andere Gerichte an, und im Angebot der Geschäfte des Central Market findet man Schmuck, Antiquitäten und die allgegenwärtigen Krama (karierte Baumwolltücher). Die École des Beaux Arts verkauft Produkte des traditionellen Kunsthandwerks. Budgetreisende treffen sich in der Umgebung des Central Market und vor allem in den zahlreichen preiswerten Unterkünften und Speiselokalen am Monirong Boulevard.

Angkor

Die berühmten Tempelanlagen von Angkor sind Kambodschas herausragende Sehenswürdigkeit. Die wohl über hundert Bauwerke sind die Überreste eines einst wesentlich größeren politischen und religiösen Zentrums. Die Tempel wurden zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert zur Verherrlichung der Khmer-Könige errichtet. Nachdem Angkor im 15. Jahrhundert größtenteils aufgegeben wurde, überwuchterte dichter Urwald die Tempelgebäude. Erst im späten 19. Jahrhundert, nachdem der französische Naturforscher Henri Mouhot sein Werk Voyage à Siam et dans le Cambodge veröffentlicht hatte, wurde die Stätte zum Gegenstand wissenschaftlichen Interesses. Mit großem Aufwand wurde die Dschungelvegetation, welche die Monumente endgültig zu vernichten drohte, gerodet und zurückgedrängt. Die Restaurationsarbeiten dauern noch heute an.

Abgesehen von Angkor Wat lohnt sich vor allem der Besuch der großartigen Tempel Bayon und Ta Prohm. Unterkunft und Verpflegung findet man in der nur wenige Kilometer entfernten Stadt Siem Reap.

Sihanoukville

Kambodschas einzige Hafenstadt Sihanoukville (auch: Kompong Som) wird als neues Touristenziel erschlossen, und auf Naga Island ist der Bau eines Kasinos geplant. Bislang bilden die Schnorchel- und Tauchgebiete in der Umgebung der vorgelagerten Insel die touristische Hauptattraktion der Stadt. Einige Gästehäuser übernehmen die Organisation für Bootsfahrten mit Tauchgängen. Bester Strand in Stadtnähe ist Ochatial Beach, doch es lohnt sich, mit dem Rad zum Independence Beach zu fahren und das dortige Independence Hotel anzuschauen, in dem es angeblich spukt.

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Phnom Udong

Das 40 km nördlich von Phnom Penh gelegene Udong war von 1618 bis 1866 die Hauptstadt des Landes. Es ist dort gewöhnlich sehr ruhig, sodass man die Stupas der Stadt oft ganz für sich allein hat (natürlich abgesehen vom bewaffneten Wächter, der sich höchstwahrscheinlich als Begleiter aufdrängt). Die Ruinen liegen über zwei Hügel verstreut. Auf dem kleineren Hügel stehen mehrere Stupas und die Moschee Ta San (oder zumindest, was von ihr übrig ist: von Kugeln beschädigte Mauern). Von der Moschee aus sind ein Vihara, eine Pagode und ein von Pol Pot als Gefängnis genutztes Gebäude zu sehen.

Einen verborgenen Schatz aus dem 16. Jahrhundert vermutet man unter dem größeren Hügel, der von den Ruinen eines großen Vihara mit einer nur noch bruchstückhaft erhaltenen Buddhastatue gekrönt wird. Die Roten Khmer richteten 1977 durch Sprengungen große Schäden an. In der näheren Umgebung befinden sich mehrere gut erhaltene kleine Vihara sowie einige Stupa und Buddhabildnisse. Am Fuße der Hügel erinnert eine Gedenkstätte mit Knochen von Hunderten Menschen, die in einem nahen Massengrab entdeckt wurden, an die Opfer des Pol Pot Regimes.

Ratanakiri

Die gebirgige Provinz Ratanakiri ist vor allem wegen der dort isoliert lebenden Bergstämme berühmt. Die Provinz ist weder von Landminen noch von Khmer-Aktivitäten belastet, sodass man die Umgebung relativ sicher erforschen und manche Bergstämme besuchen kann. Man sollte sich jedoch unbedingt vor den illegalen Holzfällern hüten, die gewöhnlich bewaffnet und nicht besonders erpicht auf unerwartete Besucher sind. Auch in der Regenzeit sollte man das Gebiet am Besten meiden, denn die Straßen werden unpassierbar und das Risiko einer Malaria- oder Denguefieberinfektion steigt.

Die Hauptstadt der Provinz ist Ban Lung. Sie ist ein guter Ausgangspunkt fürs Trekking, doch ansonsten ist dort nicht viel los. Nur 4 km östlich von Ban Lung liegt der fast kreisrunde, von Wald umgebene Vulkansee Yak Lom, der zu den bekannten Sehenswürdigkeiten der Region zählt. Westlich von Ban Lung laden Wasserfälle zu einem Ausflug ein.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 2-5 US-Dollar
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 5-8 US-Dollar
  • Luxusrestaurant: ab 15 US-Dollar

Übernachtung

  • Einfache Unterkunft: 2-10 US-Dollar
  • Mittelklassehotel: 10-45 US-Dollar
  • Luxushotel: ab 70 US-Dollar

Währung

Riel (CR)


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