Laos
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Das Land war lange in der Hand von wandernden Thai-Stämmen (aber auch von Shan, Siamesen und Laoten) sowie von Brandrodungslandwirtschaft betreibenden Hmong- und Mien-Bergstämmen. Die ersten Fürstentümer der Laoten wurden im 13. Jahrhundert nach der mongolischen Invasion unter Kublai Khans in Südchina eingerichtet. Mitte des 14. Jahrhunderts fasste der von den Khmer gestützte Kriegsherr Fa Ngum mehrere kleine Fürstentümer um Luang Prabang zu einem eigenen Königreich namens Lan Xang ("eine Million Elefanten") zusammen. Das Reich blühte auf, doch Spaltungen und Druck aus den Nachbarländern bewirkten im 17. Jahrhundert die Aufsplitterung in drei sich befehdende Königreiche, deren Zentren Luang Prabang, Wieng Chan (Vientiane) und Champasak waren.
Ende des 18. Jahrhunderts geriet der größte Teil von Laos unter siamesische (thailändische) Oberhoheit, doch auch Vietnam erhob Anspruch auf das Gebiet. Unfähig oder unwillig, zwei Herren zu dienen, zog das Land in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts gegen Siam in den Krieg - mit dem Ergebnis, dass alle drei Königreiche unter siamesische Kontrolle gerieten. Im späten 19. Jahrhundert rief Frankreich in den vietnamesischen Provinzen Tonkin und Annam den Staat Französisch-Indochina aus, und nach einiger Zeit traten die Siamesen ganz Laos an die Franzosen ab, die das Territorium in erster Linie als Pufferzone zwischen ihren Kolonialgebieten und Siam betrachteten.
Nachdem Japan im Zweiten Weltkrieg Indochina besetzt hatte, wurde die laotische Widerstandsorganisation Lao Issara ins Leben gerufen, deren Ziel es war, die Rückkehr der Franzosen zu verhindern. 1953 wurde das Land in die Unabhängigkeit entlassen, doch die Konflikte zwischen den royalistischen, neutralistischen und kommunistischen Fraktionen dauerten an. 1964 begannen die Amerikaner nordvietnamesische Truppen auf dem durch Laos' Osten verlaufenden Ho-Chi-Minh-Pfad zu bombardieren, was den Konflikt zwischen der royalistischen Regierung und den kommunistischen Pathet Lao, die an der Seite Nordvietnams kämpften, zuspitzte. Als 1973 endlich ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen wurde, stand Laos in dem traurigen Ruf, das am stärksten bombardierte Land der Kriegsgeschichte zu sein.
Es bildete sich eine Koalitionsregierung, doch als Saigon 1975 fiel, gingen die meisten Royalisten ins Exil nach Frankreich. Die Pathet Lao übernahmen auf friedliche Weise die Kontrolle über das Land, und im Dezember 1975 wurde die Demokratische Volksrepublik Laos ins Leben gerufen. In den 80er Jahren blieb Laos eng mit den vietnamesischen Kommunisten verbündet. Nach 1975 wurden viele private Betriebe geschlossen, doch seit 1989 sind viele staatliche Regulierungsmaßnahmen gelockert worden. Seitdem hat eine Hinwendung zur Marktwirtschaft zu einer allmählich spürbaren wirtschaftlichen Wiederbelebung geführt, und 1997 festigte Laos die Beziehungen zu den Nachbarstaaten durch den Beitritt in die südostasiatische Gemeinschaft ASEAN. 1998 wurde der frühere Premier Khamtai Präsident.
Am Ende der 90er Jahre war die Wirtschaftslage nach einer Inflation von über 100% und der Abwertung des Kip um mehr als 500% so desolat, dass das sozialistische Land einen außergewöhnlichen Schritt tat. In der Hoffnung, den Touristendollar ins Land zu bringen, wurde die Kampagne "Visit Laos" ins Leben gerufen. Zwar war der Aktion nur begrenzter Erfolg beschieden, doch der Kip konnte sich einigermaßen erholen und die Inflation wurde eingedämmt. Mehr Tragweite besitzen womöglich inoffizielle Berichte, denen zufolge unzufriedene Laoten an der Macht des Politbüros und der laotischen Revolutionären Volkspartei rütteln.
Im Juni 2003 verkündete eine in den USA ansässige Gruppen von Exilanten, dass in den Provinzen eine Revolution begonnen habe, was von der Regierung umgehend dementiert wurde. Zwei europäische Journalisten, die Kontakt zur ethnischen Gruppe der Hmong hatten, wurden kurz eingesperrt, und gelegentliche Bombenanschläge in Vientiane - wie etwa im Juni 2004 - waren die sichtbarsten Zeichen für die Unzufriedenheit mit den Verhältnissen.
Preisniveau
Mahlzeiten
- Einfache Mahlzeit: 0,5-1 US$
- Restaurant-Mahlzeit: 1-2 US$
- Luxusrestaurant: ab 3 US$
Übernachtung
- Preiswertes Hotel: 2,5-10 US$
- Mittelklassehotel: 10-20 US$
- Luxushotel: ab 40 US$
Währung
Kip (KN)








