Maldives

    Drucken Bildergalerie Karte

Die Malediven bestehen aus einer Kette von 26 Korallenatollen südwestlich von Sri Lanka, die sich über den Equator erstrecken: von Nord nach Süd über 754 km Länge und in Ost-West-Richtung über 118 km. Da die 1192 flachen Koralleninseln nur über eine sehr kleine Fläche verfügen, sind lediglich 4% des Staatsgebietes trockenes Land. Einige unbewohnte Inseln bestehen aus nichts weiter als Sandbänken mit etwas Buschland, andere dagegen sind einige Kilometer breit und weisen eine recht üppige Vegetation auf.

Die Lagunen präsentieren sich die meiste Zeit über in schillerndem Blau mit atemberaubenden Korallenriffen und einer reichen Meeresflora und -fauna. Zwar gelang es, den nahezu unberührten Zustand der Meeresumwelt durch strenge Vorschriften für Fischerei und kommerzielle Nutzung zu bewahren, im Jahre 1998 allerdings bekamen die Riffe die Auswirkungen von El Ninõ zu spüren. Ein zwei Wochen andauernder Anstieg der Meerestemperatur hatte das Absterben einer symbiotischen Alge zur Folge, was wiederum das Bleichen' der Korallenpolypen verursachte. Obwohl das Bleichen vernichtende Auswirkungen haben kann, kamen die meisten maledivischen Korallenriffe unbeschadet davon, und es scheint, als habe der Prozess auch keinem anderen Meereslebewesen geschadet. Meeresbiologen und Riffbeobachter gehen davon aus, dass der Prozess zyklisch verläuft, und mit lebhaftem Interesse verfolgen sie das Wachstum der neuen Korallen. Kurz gesagt bleiben die Riffs nach wie vor eine Wunderwelt für Sporttaucher und Schnorchler, auch wenn sie vorübergehend etwas von ihrer leuchtenden Pracht eingebüßt haben.

Obwohl viele der größeren Inseln wie malerische, von Palmen gesäumte tropische Fantasielandschaften anmuten, haben die meisten davon mit nährstoffarmem, sandigem Boden zu kämpfen, auf dem nur eine geringe Auswahl von Pflanzen gedeiht - Bambus, Pandanuspalmen, Bananen, Mangrovenbäume, Brotfruchtbäume, bengalische Feigen, tropische Weinreben und zahlreiche Kokosnusspalmen. Die größeren, feuchteren Inseln verfügen über kleine Regenwaldgebiete. Die Haupternten beschränken sich auf Süßkartoffeln, Yamswurzeln, Taro, Hirse und Wassermelonen. Auf einigen wenigen fruchtbareren Inseln gibt es jedoch auch Zitrusfrüchte und Ananas.

An Land ist die natürliche Fauna eher beschränkt - neben farbenfrohen Echsen und kleinen Ratten lebt hier der Maledivische Flughund. Zu den Haustieren zählen Katzen, Hühner, Ziegen und Kaninchen. Das aufregendste Tierleben spielt sich unter Wasser ab. Mit Taucherbrille und Schnorchel entdeckt man Schmetterlingsfische, Meerengel, Papageifische, Zackenbarsche, Einhorndorsche, Trompetenfische, blaugestreifte Schnapper, Halfterfische, orientalische Süßlippenfische usw. Zu den größeren, von Sporttauchern eifrig gesuchten Lebensformen gehören Haie, Stechrochen, Teufelsrochen, Schildkröten und Delphine.

In der Regel ist das Jahr in zwei Monsunperioden unterteilt: der Nordost-Monsun oder ruvai umfasst die trockeneren Monate von Dezember bis März; der Südwest-Monsun oder ulhangu dagegen dauert von April bis November - er ist feuchter, bringt mehr Stürme und gelegentlich starke Winde. Die Tagestemperaturen liegen das ganze Jahr über bei 28°C. Die Luftfeuchtigkeit ist in der trockenen Zeit nur etwas niedriger, an den meisten Tagen herrscht allerdings eine kühle Meeresbrise.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 7-12 Rf
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 12-25 Rf
  • Luxusrestaurant: ab 65 Rf

Übernachtung

  • Preiswerte Unterkunft: 30-160 US-Dollar
  • Durchschnittliches Hotel: 160-500 US-Dollar
  • Luxushotel: 800 US-Dollar

Währung

Rufiyaa (Rf)


  Top Copyright © 2002 Lonely Planet Publications   Drucken Bildergalerie Karte
© 2006 Lonely Planet Publications. Alle Rechte vorbehalten. Ohne schriftliche Genehmigung ist es nicht gestattet, die ganze oder auch nur Teile dieser Webseite zu nutzen.