Vietnam

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Sehenswertes

Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon)

Ho-Chi-Minh-Stadt ist das Herz und die Seele Vietnams - eine geschäftige, dynamische und umtriebige Metropole, die größte Stadt, wirtschaftlich und kulturell tonangebend. Die Straßen, auf denen sich ein großer Teil des Lebens abspielt, sind ein Wirrwarr aus Geschäften, Ständen, Verkaufswagen und auf Bürgersteigen ausgebreiteten Waren. Die Stadt brodelt, dampft, gärt und qualmt. Und doch findet man in der wogenden Metropole die zeitlosen Traditionen und die überlieferte Schönheit einer uralten Kultur. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Giac-Lam-Pagode, die neoromanische Kathedrale Notre Dame, der Wiedervereinigungspalast, der Cho-Binh-Tay-Markt im quirligen Chinesenviertel Cholon und die ehemalige Botschaft der Vereinigten Staaten, wo es während des überstürzten Abzugs der Amerikaner im Jahre 1975 zu tumultartigen Szenen kam.

An Sonntagabenden und Feiertagen trifft sich alles im Zentrum von Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Straßen sind zum Bersten gefüllt mit Jugendlichen, die auf Fahrrädern und Motorrädern durch die Stadt brausen, um zu sehen und gesehen zu werden. Um das Stadttheater herum treffen sich die Hipsters. In den größeren Hotels gibt es Diskos und Karaoke, in Bars wie dem Hard Rock Café gibt es laute westliche Musik, im Rex Hotel finden Tanzveranstaltungen statt, und im Musikkonservatorium kann man traditionelle vietnamesische Musik hören. Die Unterhaltungsszene konzentriert sich an der Mac-Thi-Buoi-Straße im Zentrum von Ho-Chi-Minh-Stadt.

Da Lat

Die Stadt Da Lat ist das Zentrum des Südlichen Hochlandes. In der Vergangenheit war sie als kühle, grüne Stadt in einer parkähnlichen Landschaft bekannt. Dieses Bild gehört jedoch zunehmend der Vergangenheit an, da die Wirtschaft boomt und das Leben hektischer wird. Trotzdem lohnt Da Lat auf jeden Fall einen Besuch und ist ein guter Ausgangspunkt für Touren in das umliegende Hochland, wo es immer noch recht ruhig ist. In Da Lat sollte man auf jeden Fall dem Hang Nga Guesthouse & Art Gallery einen Besuch abstatten, einer knallig bunten, mit Spinnennetzen aus Draht überzogenen Villa. Es handelt sich hierbei um ein Juwel der Subkultur, geschaffen von der Künstlerin und Architektin Dang Viet Nga, die unter dem Namen Hang Nga bekannt ist.

Der Sommerpalast des Kaisers Bao Dai ist mit interessanten Kunst- und Alltagsgegenständen angefüllt und lohnt sicherlich einen Besuch. Außerdem bietet sich auch ein Spaziergang durch das alte französische Viertel an. Das Tal der Liebe, 5 km nördlich vom Stadtzentrum, ist ein recht bizarrer, rummeliger Ort, an dem man ein Paddelboot oder ein Pferd von einem der Da-Lat-Cowboys leihen kann, die tatsächlich wie Cowboys gekleidet sind.

In der Umgebung der Stadt gibt es einige Möglichkeiten zu netten Spaziergängen, Radtouren oder Ausritten, jedoch sollte man daran denken, dass Gebiete, die mit einem C beschildert sind, für Ausländer verboten sind. In größerer Entfernung von der Stadt kann man einige Dörfer von Bergstämmen besuchen wie etwa das Dorf Lat oder das "Hühnerdorf", in dem es eine riesige Statue von einem Huhn gibt.

Da Lat ist berühmt für seine Cafés und äußerst beliebt bei einheimischen Touristen und Paaren auf Hochzeitsreise. Es gibt viele Unterkünfte, aber viele sind eben auch immer ausgebucht. Man kann von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Da Lat fliegen; der Flughafen liegt allerdings 30 km außerhalb. Zwischen den beiden Städten verkehren auch Expressbusse.

Nha Trang

Obwohl es das Potenzial hat, eine Touristenhochburg wie das thailändische Pattaya zu werden, ist Nha Trang noch immer recht ruhig. Doch die Entwicklung schreitet voran, also sollte man es sich ansehen, solange es noch nicht voll erschlossen ist. Wegen der klaren türkisfarbenen Gewässer sind Schnorcheln und Tauchen die beliebtesten Aktivitäten, aber einfach nur am Strand der Stadt zu liegen ist schon ein Erlebnis. Hier wird einem alles geboten, vom Mittagessen bis hin zur Maniküre.

Hat man davon genug, gibt es in der Umgebung einige interessante Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, wie zum Beispiel die Tempeltürme des Cham-Tempels Po Nagar, die zwischen dem 7. und 12. Jahrhundert an einer Stelle errichtet wurden, die schon seit dem 2. Jahrhundert für hinduistische Gottesdienste genutzt worden war.

Anders als in Ho-Chi-Minh-Stadt dauert die Trockenzeit in Nha Trang von Juni bis September. In der Vergangenheit waren die Unterkünfte hier zumeist ausgebucht, aber es werden zur Zeit viele neue Hotels gebaut. Wenn alle Strandhotels voll sind, kann man es mit denen beim Bahnhof versuchen. Nha Trang ist auch ein wichtiger Fischereihafen, sodass es gutes Seafood gibt. Die besten Restaurants findet man in der Innenstadt. Die exotische Frucht Grüner Drache (thanh long) wächst nur in der Gegend von Nha Trang. Sie hat die Größe und Form einer kleinen Ananas, schmeckt aber mehr wie eine Kiwi. Sie ist von Mai bis September erhältlich und wird dann auch oft als Getränk serviert.

Zwischen Nha Trang und Ho-Chi-Minh-Stadt verkehren Expressbusse und normale Busse; mit dem Expressbus dauert die Fahrt etwa zwölf Stunden. Außerdem gibt es Schnellzüge von und nach Ho-Chi-Minh-Stadt und Hanoi sowie tägliche Flüge nach Ho-Chi-Minh-Stadt.

Hué

Hué, die schönste Stadt Vietnams, war von 1802 bis 1945 Hauptstadt des Landes und ist traditionell das kulturelle, religiöse und Bildungszentrum Vietnams. Die Thien Mu Pagode ist im ganzen Land berühmt. Die Überreste der riesigen, mit einem Wassergraben umgebenen Zitadelle, die 1804 vom Kaiser Gia Long errichtet wurde, beherbergen viel Sehenswertes wie zum Beispiel die neun heiligen Kanonen, den Kaiserpalast, die Halle der höchsten Harmonie und die Pavillons der Mandarine. Die faszinierende purpurfarbene Verbotene Stadt wurde leider während des Vietnamkrieges zum größten Teil zerstört. Ungefähr 15 km südlich von Hué liegen die Kaisergräber. Hué verfügt über eine ganze Reihe weiterer bedeutender religiöser und dynastischer Sehenswürdigkeiten und über einige gute Museen.

Wenn man aus der Stadt heraus möchte, um ein bisschen zu baden, dann bietet sich der 13 km nordöstlich gelegene Strand von Thuan An an, wo es eine Lagune und ein Hotel sowie Gelegenheiten zu Sampan-Fahrten auf dem Huong Giang (Parfümfluss oder Fluss der Wohlgerüche) gibt. Von Hués Busstation gibt es Verbindungen hierher.

Zahlreiche Unterkünfte jeder Preisklasse sowie einige gute Restaurants stehen zur Verfügung. Vegetarisches Essen, das in Hué eine lange Tradition besitzt, wird bei den Pagoden für die Mönche zubereitet. Manchmal laden die Mönche kleine Besuchergruppen zum Essen ein. Essenstände auf den Märkten bieten am ersten und fünfzehnten Tag des Mondkalenders vegetarische Gerichte an, und es gibt mehrere Restaurants, die sie immer im Angebot haben.

Hué liegt etwa 700 km von Hanoi und 1100 km von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt. Der zwischen diesen beiden Städten verkehrende 'Wiedervereinigungsexpress' hält hier, und außerdem gibt es regelmäßige Bus- und Flugverbindungen mit beiden Städten.

Ha-Long-Bucht

Die grandiose Ha-Long-Bucht ist mit ihren 3000 aus den smaragdgrünen Wassern des Golfes von Tonking aufragenden Inseln ein echtes Juwel. Auf den winzigen Inseln gibt es unzählige Strände und von Wind und Wasser geschaffene Grotten. Die beeindruckendste dieser Grotten ist Hang Dau Go, eine riesige Höhle mit drei Kammern. Der Name Ha Long bedeutet "wo der Drache ins Meer abgestiegen ist" und bezieht sich auf die Legende vom Drachen, der die Buchten und Inseln schuf, als er mit seinem Schwanz um sich schlug. Es gibt sogar ein modernes Legendenwesen, den Tarasque, der die Gegend angeblich heimsucht.

Eine Rundfahrt durch die Bucht unternehmen die meisten Touristen. Wenn man möglichst viel sehen will, sollte man ein Schnellboot nehmen. Wer lieber etwas Romantischeres möchte und dafür in Kauf nimmt, sich vielleicht kaum von der Stelle zu bewegen, der halte nach einer der alten Dschunken Ausschau. Man muss das ganze Boot mieten, aber zumeist sind genügend Reisende zur Stelle, sodass man die Kosten teilen kann.

Die wichtigste Stadt der Region ist Ha Long City, die aus zwei Teilen besteht, einem auf dem Festland und einem auf einer benachbarten Insel gelegenen. Die auf der Insel gelegene Ha Long City West ist der schönere Teil. Wenn man es ganz eilig hat kann man versuchen, die Bucht auf einer Tagestour von Hanoi aus zu sehen, aber die meisten Reisenden nehmen eine Fähre von Hanoi nach Haiphong und von dort eine weitere Fähre nach Ha Long City East, wo sie mindestens eine Nacht verbringen. Es gibt genügend preiswerte Hotels, zumeist in oder in der Nähe von Ha Long West.

Hanoi

Hanoi, die Hauptstadt des Landes, ist kleiner, ruhiger, grüner und ehrwürdige Boulevards, grüne Parks und bunte Märkte, aber auch erstaunlich moderne Wolkenkratzer, glitzerndes Nachtleben und Gourmetrestaurants machen die Stadt zu einem faszinierenden Cocktail aus neu und alt.

An ehrwürdigen Sehenswürdigkeiten gibt es den faszinierenden Literaturtempel aus dem 11. Jahrhundert, wo sich auch die erste Universität Vietnams befand, die engen Gässchen der Altstadt aus dem 15. Jahrhundert, einige reizende Seen und Tempel und das Ho-Chi-Minh-Mausoleum. Aber es mangelt auch nicht an Strassencafés, in den Hanois Schickeria Cappucino schlürfend ihre Handys vergleicht.

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Ha Tien

Die Umgebung der 8 km von der kambodschanischen Grenze im Golf von Thailand entfernten Stadt Ha Tien ist für weiße Sandstrände mit warmem Wasser und für ihre Fischerdörfer bekannt. Erwähnenswert sind außerdem das gute Seafood, Pfefferbaumplantagen und steil aufragende Kalksteinformationen. In den Felsformationen um die Stadt herum gibt es ein Netz von Höhlen, von denen viele in Höhlentempel umgebaut wurden. Ha Tien liegt zehn Stunden mit dem Bus von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt. Wegen nicht geräumter Landminen und Bomben sollte man man sich im Bereich der kambodschanischen Grenze nicht abseits der üblichen Wege begeben.

Nui Sam (Sam-Berg)

Das im Mekongdelta liegende Gebiet, 3 km vom Flusshandelszentrum Chau Doc und nicht weit von der kambodschanischen Grenze entfernt, ist mit Dutzenden von Pagoden und Höhlentempeln bestückt. Die bei chinesischen Pilgern und Touristen beliebten Schreine enthalten Gräber und schöne Beispiele für traditionelle vietnamesische Ornamentik und traditionelles Kunsthandwerk.

Zentrales Hochland

Nur wenige Reisende statten dem westlichen Teil des zentralen Hochlandes an der Grenze zu Kambodscha und Laos einen Besuch ab. Die vielfältige landwirtschaftliche Nutzung und die bis zu 31 verschiedenen ethnischen Gruppen, die hier vertreten sind, machen die Region jedoch zu einem faszinierenden Reiseziel. Städte wie Buon Ma Thuot, Pleiku (Play Cu) und Kontum werden von ethnischen Minderheitsgruppen bevölkert; die Gemeinschaften in Tua und Ban Don sind matriarchalisch geprägt.

Hoi An

Hoi An, ein wichtiger Binnenhafen 30 km südlich von Da Nang, ist reich an Geschichte und weist einen einzigartigen Charakter auf. Zur selben Zeit wie Macau zog es niederländische, portugiesische und japanische Handelsschiffe an und hat noch immer etwas von dem Charme vergangener Jahrhunderte bewahrt. Die großartige Ansammlung von 850 älteren Gebäuden und intakten Straßenzügen bietet sich für faszinierende Erkundungstouren an. Zu sehen gibt es unter anderem Kaufmannshäuser, Pagoden, öffentliche Gebäude und einen ganzen Häuserblock mit französischen Kolonialhäusern, die mit Säulengängen versehen sind.

Sa Pa

Das im abgelegenen nordwestlichen Hochland auf 1600 m Höhe gelegene Sa Pa zieht Besucher unweigerlich in seinen Bann. Es wurde 1922 als Hill Station für die Franzosen gebaut, dann für lange Zeit dem Verfall überlassen und erst vom Tourismus wieder entdeckt, was zu einem erneuten Aufschwung führte. Immer mehr Reisende nehmen die Mühsal schlechter Straßen auf sich und kommen wegen des Klimas hierher - im Winter ist es hier kalt! - sowie um die Bergstämme der Region, zumeist Hmong, Dao und Kinh, zu besuchen. Kunsthandwerkliche Produkte kann man am Besten auf dem Samstagsmarkt kaufen. Unterkünfte können rar sein, besonders an Wochenenden wenn die Reisegruppen kommen. Nur 9 km von Sa Pa entfernt liegt der Phan Si Pan, mit 3143 Metern der höchste Berg Vietnams. Die Wanderung zum Gipfel und zurück nimmt etwa vier Tage in Anspruch, und man benötigt einen Führer und gute Ausrüstung, da es am Berg normalerweise kalt und feucht ist. Von Hanoi kann man mit dem Zug bis Lao Cai fahren, die letzten 30 km bis Sa Pa geht es per Bus weiter.

Dien Bien Phu

Dien Bien Phu im herzförmigen Muong-Thanh-Tal in der Nähe der Grenze zu Laos ist einer der abgelegensten Teile von Vietnam. Das Tal ist von steilen, dicht bewaldeten Bergen umgeben und von Bergstämmen bewohnt, vor allem den Thai und Hmong. Dien Bien Phu war der Schauplatz eines sehr seltenen militärischen Ereignisses, nämlich einer Schlacht, die tatsächlich entscheidend war. Hier überrannten Viet-Minh-Streitkräfte 1954 die französische Garnison nach 57-tägiger Belagerung und machten so den Versuch der Franzosen, erneut koloniale Kontrolle über Indochina zu etablieren, zunichte. Der Schauplatz der Schlacht ist durch ein kleines Museum markiert, das sehr anschaulich von der Entschlossenheit der Vietnamesen erzählt, die koloniale Herrschaft abzuschütteln.

Man kann von Hanoi nach Dien Bien Phu fliegen, aber über Land zu der Stadt zu gelangen macht angesichts der herrlichen umgebenden Berge einen Teil des Reizes aus. Die Busse sind normalerweise zu voll, als dass man die Schönheit der Landschaft wirklich genießen könnte, also sollte man sich selbst einen Gefallen tun und einen Jeep mieten. Für die Anfahrt (420 km) von Hanoi sollte man zwei Tage einplanen und den Jeep für fünf Tage mieten.

Nationalparks

Im Cuc Phuong, 140 km von Hanoi, sind etwa 220 Quadratkilometer tropischen Primärwaldes geschützt. Im Dschungel ist eine wirklich vielfältige Fauna zu Hause, darunter Bären- und Rhesusmakaken und Tüpfelhirsche. In einer der zahlreichen Grotten wurden prähistorische Steinwerkzeuge gefunden.

Schöner ist jedoch die Insel Cat Ba, 30 km östlich von Haiphong. Zu den unterschiedlichen Ökosystemen und landschaftlichen Highlights zählen immergrüne tropische Wälder, Süßwassersumpfwälder, Küstenmangroven, Süßwasserseen und Wasserfälle, Grotten, Höhlen, Sandstrände und vor der Küste Korallenriffs. Hier leben Affen, Wildschweine, Wild, Eichhörnchen und Igel, und in den Küstengewässern gibt es Fische, Weichtiere, Gliederfüßer, Robben und Delfine. Zum Schutz der einzigartigen Naturlandschaften Vietnams kann man nur hoffen, dass die Pläne, große Teile des Landes als Nationalparks auszuweisen, wirklich umgesetzt werden.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 15 000-30 000 Dong
  • Mittelteure Restaurantmahlzeit: 30 000-50 000 Dong
  • Luxusrestaurant: ab 100 000 Dong

Übernachtung

  • Hotel der unteren Preisklasse: 3-10 US-Dollar
  • Hotel der mittleren Preisklasse: 10-20 US-Dollar
  • Luxushotel: ab 50 US-Dollar

Währung

Dong (D)


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