England

Sehenswertes Noch mehr Sehenswertes     Drucken Bildergalerie Karte

Sehenswertes

London

Londons augenfälligstes Merkmal sind seine Gegensätze: die Vielfalt der Kulturen, die Welten von Luxuslimousinen und Bettlern, das Nebeneinander sorgsam gepflegter Tradition und schriller Avantgarde. Vieles in London wirkt zufällig und schmuddelig, doch gerade das macht oft seinen Reiz aus. Die Stadt ist so ausgedehnt, dass Besucher gerne und häufig die U-Bahn nutzen werden - auch wenn auf diese Weise der Überblick fehlt und sich die Einzelteile nur allmählich zu einem Ganzen zusammensetzen.

Canterbury Cathedral

Die imposanteste und beeindruckendste, und vielleicht auch die schönste Kathedrale Englands ist der Sitz des Erzbischofs von Canterbury, des Primas von ganz England. Wie die meisten Kathedralen entstand sie in mehreren Bauphasen und vereint eine ganze Reihe von architektonischen Stilrichtungen, aber das Resultat ist eines der großartigsten Bauwerke der Welt. Die Geister von Heiligen, Soldaten und Pilgern füllen die heiligen Hallen, und nicht einmal kreischende französische Schulklassen können die Atmosphäre völlig zerstören. Nach dem Martyrium des Erzbischofs Thomas Becket 1170 wurde die Kathedrale zum Mittelpunkt einer der bedeutendsten mittelalterlichen Pilgerfahrten in Europa - eine Pilgerfahrt, die durch Geoffrey Chaucers Canterbury Tales unsterblich wurde. Canterbury selbst wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerbombt und später zum Teil ohne jedes Feingefühl wieder aufgebaut. Dennoch zieht die Stadt - wie schon seit 800 Jahren - immer noch Scharen von Touristen an, obwohl die Besucherzahlen möglicherweise durch das neuerdings erhobene Eintrittsgeld dezimiert wurden.

Stonehenge

Das fünftausend Jahre alte Stonehenge ist die berühmteste prähistorische Stätte Europas und sowohl ein faszinierendes Mysterium als auch eine abgedroschene Touristenfalle. Stonehenge besteht aus einem Ring von riesigen Steinblöcken, auf denen Stürze liegen, einem inneren Hufeisen, einem äußeren Kreis und einem Graben. Die Steinblöcke sind auf die Bewegungen der Himmelskörper ausgerichtet, aber über den Zweck dieser Stätte weiß man nur sehr wenig. Was die meisten Besucher sprachlos macht, ist nicht die religiöse Bedeutung von Stonehenge, sondern die Hartnäckigkeit der Menschen, die manche dieser Steine aus South Wales hierher brachten. Man schätzt, dass 600 Leute nötig waren, um einen dieser 50-Tonnen-Kolosse mehr als nur einen Zentimeter zu bewegen. Die Schattenseiten von Stonehenge: Es ist umzäunt wie ein Hundezwinger, zwei Hauptverkehrsstraßen schlängeln sich an der Stätte vorbei, und der Eingang führt durch eine hässliche Unterführung. Außerdem sind Zusammenstöße zwischen New Age-Hippies und der Polizei zum Fest der Sommersonnenwende durch New Age-Druiden zu einem festen Termin im britischen Kalender geworden. An anderen Tagen ist der Zugang streng begrenzt.

Bath

Berühmt für ihre römischen Bäder und ihre elegante, honigfarbene georgianische Architektur ist die Stadt sowohl eine Weltkulturerbestätte als auch ein Touristenmekka. Bath war im 18. Jahrhundert Treffpunkt der feinen Gesellschaft, aber die hedonistischen Aristokraten, die sich hier zum Spielen, Tratschen und Flirten trafen, brachten auch brilliante Architekten mit, die die runden und quadratischen Plätze und die halbrund geschwungenen Häuserreihen der Crescents, die die Stadt prägen, schufen. Berühmte Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die fantastisch gelegene Bath Abbey, die Römischen Bäder, das elegante Badehaus Pump Rooms und die oft fotografierte, von Geschäften gesäumte Pultney Bridge. Bath ist eine kompakte, kleine, kultivierte Stadt, die wie dafür geschaffen ist, durch kleine Gässchen zu bummeln, die herrlichen Wohnhäuser und die Preise in den Läden zu bestaunen. Im Sommer sind die Straßen voll von Straßenmusikanten und Besuchern, aber man kann zum idyllischen Avon fliehen und friedlich durch die Stadt rudern.

Die Cotswolds

Knapp 30 km nordöstlich von Bristol begrenzt ein Kalkstein-Steilhang das Severn Vale. Die jenseits gelegene Hochlandregion der Cotswolds lockt mit ausgesprochen hübschen Dörfern und einzigartigen Ausblicken. Leider haben das weiche Gestein und der pittoreske Agatha-Christie-Charme dafür gesorgt, dass einige der Dörfer von Bustouristen und Kommerz überflutet werden. Zu den bekannteren Dörfern zählen Bibury (von dem es heißt, es sei das schönste Dorf in England), das Zuckerbäckerstädtchen Bourton-on-the-Water und das atemberaubend hübsche Chipping Camden. Die beste Art, die Cotswolds zu erkunden ist zu Fuß: Der rund 150 km lange Cotswold Way ist ein Juwel unter den Wanderwegen - voller Geschichte und interessanter Landschaften, die die Überdosis an Malerischem leichter verdaulich machen.

Oxford

Die wohl berühmteste Universitätsstadt der Welt glänzt durch eine einzigartige College-Architektur und brummt vor jugendlichem Wissensdurst, Gelehrtheit und bizarrer Ausgelassenheit. Der Blick über grüne Wiesen auf die goldenen Turmspitzen der Stadt erscheint garantiert in drei von zehn englischen Geschichtsdramen, ist aber dennoch nach wie vor unübertrefflich schön und bezaubernd. Kehrt man zurück in die wirkliche Welt, stellt man fest, dass Oxford nicht nur das Terrain der Neunmalklugen ist. Bis zum hoffnungslosen Niedergang der britischen Automobilindustrie war die Stadt ein bedeutender Standort der Fahrzeugproduktion und ist jetzt ein blühendes Zentrum der Dienstleistungsindustrie. Die schönsten Colleges sind Christ Church, Merton und Magdalen, aber beinahe alle Universitäten der Stadt strahlen Atmosphäre, Geschichte, Privilegiertheit und Tradition aus. Man sollte sich jedoch nicht der Illusion hingeben, dass man das eigene Studium in solch ehrwürdiger Umgebung mit mehr Fleiß absolviert hätte.

York

Diese stolze Stadt zieht Millionen von Besuchern an, aber sie ist zu alt, zu beeindruckend und zu überzeugt von ihrer eigenen Bedeutung, um sich von bloßen Touristen erschüttern zu lassen. Beinahe 2000 Jahre lang war sie die Hauptstadt des Nordens und spielte eine zentrale Rolle in der britischen Geschichte unter Römern, Sachsen und Wikingern. Ihre eindrucksvolle gotische Kathedrale, die mittelalterlichen Stadtmauern, ihr Gewirr von historischen Straßen und das Überangebot an Teerooms und Pubs machen sie zu einer Stadt, in der es sich fantastisch umherbummeln lässt. Die Kathedrale ist die größte Europas und kann sich mit den großartigsten Bauwerken der Welt messen. Die Museum Gardens zählen zu den schönsten Gärten Großbritanniens; auch ein paar malerische Ruinen und Gebäude sind hier zu sehen.

Lake District

Die schönste und grünste Ecke eines schönen und grünen Landes - die Landschaft des Lake District ist beinahe zu perfekt und hat sich damit einiges eingebrockt: Zehn Millionen Besucher können nicht irren, aber sie können mit Sicherheit ein paar Verkehrsstaus verursachen. Die Gegend ist eine Kombination aus üppigen grünen Tälern, nicht sehr hohen, aber steilen und zerklüfteten Bergen und zahllosen Seen. Jeder der Seen des Lake District hat seinen eigenen unverwechselbaren Charakter. Man sagt, dass Ullswater, Grasmere und Windermere die hübschesten sind, aber Wast Water, Crummock Water und Buttermere sind ebenso eindrucksvoll und weit weniger überfüllt. Wer Wordsworth nacheifern und einsam wie eine Wolke wandern möchte, muss schon ein gutes Stück in die Berge wandern oder zumindest an einem Wochentag außerhalb der Hauptsaison kommen.

Durham

Durham ist die eindrucksvollste englische Kathedralenstadt. Sie erstreckt sich über einen schroffen Felsen, der auf drei Seiten vom Fluss Wear umgeben ist, und wird von einer imposanten normannischen Kathedrale auf dem Gipfel eines bewaldeten Berges dominiert. Die Kathedrale hat mehr Ähnlichkeit mit einem Kliff, an dem die Zeit genagt hat, als mit einem Gotteshaus. Sie ist nicht so detailliert ausgearbeitet wie manch andere, aber keine britische Kathedrale ist so wirkungsvoll wie diese. Die Kathedrale teilt die spektakuläre Spitze der Felskuppe mit einer normannischen Burg und dem Universitätsgebäude, während der Rest des malerischen Städtchens (38 000 Einwohner) sich auf den übrigen Teil des tränenförmigen Felsens schmiegt.

Noch mehr Sehenswertes

Isles of Scilly

Die sanften Isles of Scilly, 45 km südwestlich von Land's End, bestehen aus 140 felsigen Inseln inmitten des warmen Golfstroms. Das milde Klima lässt Pflanzen und Bäume gedeihen, die sonst nirgendwo in Großbritannien wachsen, und die Blumenzucht für das britische Festland ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Lebensrhythmus auf den fünf bewohnten Inseln ist gemächlich, und Autos sind hier überflüssig, denn die größte Insel (St. Mary's) ist nur rund drei mal fünf Kilometer groß. Auf fast allen Inseln gibt es weiße Sandstrände, kristallklares Wasser und eine Menge Schiffswracks, die das Gebiet für Taucher attraktiv machen. Die Haupt-Touristenattraktion sind die subtropischen Gärten beim Tresco Abbey auf Tresco. St. Martin's hat die schönsten Strände, aber den überwältigendsten Anblick bietet Bryher's Hell Bay inmitten eines Atlantiksturms. Flüge nach St. Mary's starten von Land's End, Exeter, Mewquay, Plymouth und Bristol; von Penzance aus verkehren auch Boote.

New Forest

Dieser 230 qkm große Fleck Wald in der Urlaubsregion South Coast zwischen Southhampton und Bournemouth ist das größte Gebiet ursprünglicher Vegetation, das in England noch erhalten ist. Seit Wilhelm der Eroberer diesem Gebiet 1079 seinen Namen gab, hat sich praktisch nichts verändert. So haben in diesem Wald auch eine Reihe uralter Traditionen überlebt, unter anderem das Recht der Bürger, ihre Herden zu weiden. Etwa 5000 wilde Ponys und Rinder grasen im Wald, und zahllose Hirsche, Dachse und Füchse leben unter den großartigen Beständen von Eichen, Buchen und Stechpalmen. New Forest ist eine hübsche Gegend, um hindurchzufahren, aber noch wesentlich schöner, wenn man die Straße verlässt und die Wander- und Fahrradwege benutzt.

Shropshire

Die "blauen" Hügel von Shropshire bilden eine der schönsten, friedlichsten und unterbewertetsten Landschaften Großbritanniens. Ihre sanften Hügel und die niedrige Bevölkerungsdichte sind ideal zum Radfahren oder Wandern. Die Hauptstadt der Grafschaft, Shrewsbury, ist die wohl schönste Tudor-Stadt Englands; sie ist berühmt für ihre holzverkleideten Gebäude und gewundenen mittelalterlichen Straßen. Im nahe gelegenen Wroxeter stehen die Ruinen von Viroconium, der viertgrößten Stadt des römischen Britanniens. Ironbridge, südlich von Telford, war das Silicon Valley der Industriellen Revolution, und das Ironbridge Gorge Museum ist Englands bestes Museum für Industriegeschichte.

Northumberland

Dies ist eine der unberührtesten und unverdorbensten Grafschaften Englands. In Northumberland gibt es wahrscheinlich mehr Burgen und Schlachtfeld-Stätten als in jeder anderen englischen Region - Zeugen des langen, blutigen Kampfes gegen die Schotten. Das interessanteste und berühmteste Relikt ist der Hadrianswall. Der Northumberland National Park besitzt eine Rauheit und Weite, die eindeutig unenglisch ist. Mit den grünen Wiesen der Cheviot Hills bietet der Park eine menschenleere, wunderschöne und anspruchsvolle Wandergegend. Die größte Stadt in dieser Gegend ist Berwick-upon-Tweed, die nördlichste Stadt von England; die hübschesten Dörfer sind Brampton und Corbridge.

Weitere Regionen

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: £3-10
  • Restaurant mittlerer Preisklasse: £10-20
  • Luxusrestaurant: ab £45

Übernachtung

  • Billigunterkunft: £10-30
  • Hotel mittlerer Preisklasse: £30-50
  • Luxushotel: ab £120

Währung

Pfund Sterling (GBP)


  Top Copyright © 2002 Lonely Planet Publications   Drucken Bildergalerie Karte
© 2006 Lonely Planet Publications. Alle Rechte vorbehalten. Ohne schriftliche Genehmigung ist es nicht gestattet, die ganze oder auch nur Teile dieser Webseite zu nutzen.