Frankreich

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Sehenswertes

Paris

Sie sind ausgesprochen hartnäckig, die Klischees von der Stadt der Liebe, der Künstler und Lebenskünstler. Wer hat sie nicht im Kopf, die Bilder von romantischen Spaziergängen an der Seine, von überdimensionalen Landschaftsbildern, von Bohémiens und intellektuellen Typen, die in den Cafés Gedichte verfassen oder philosophische Ansätze diskutieren. In der Tat findet man meistens, was man erwartet oder zu entdecken hofft. Doch Paris lässt sich auch von einem anderen Blickwinkel aus erkunden. Man lasse sich einfach frei von vorgefassten Meinungen und Klischees durch Prachtstraßen und Seitengassen treiben und nicht davon irritieren, dass die Spitze des Eiffelturms oder die Türme von Notre Dame ab und zu ins Blickfeld kommen.

Saint Malo

Die Hafenstadt Saint Malo an der bretonischen Nordküste war früher ein berüchtigtes Piratennest; heutige Besucher bestaunen die alten Stadtmauern und die stadtnahen Strände. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Stadt einer der bedeutendsten Häfen Frankreichs, der sowohl von Privat- als auch von Handelsschiffen angesteuert wurde. Zu jener Zeit entstanden die Mauern und Befestigungsanlagen, die hauptsächlich englische Plünderer abschrecken sollten - was angesichts der verlockend reichen Beute selten gelang. Nach der Bombardierung durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg wurde das alte Saint Malo originalgetreu wieder aufgebaut; heute gehört sie zu den beliebtesten Anziehungspunkten in der Region.

Im Zentrum der Altstadt steht die Kathedrale Saint Vincent aus dem 11. Jahrhundert mit herrlichen mittelalterlichen Buntglasfenstern. Im Juli und August werden in der Kirche klassische Konzerte veranstaltet. Der Stadtwall (remparts), auf dem man einen Rundgang unternehmen kann, ist meist von Touristen bevölkert, die den herrlichen Blick auf Saint Malo auf ihre Videogeräte zu bannen suchen.

Südlich der Altstadt steht das Fort de la Cité aus dem 18. Jahrhundert, das den Deutschen im Zweiten Weltkrieg als Stützpunkt diente. Die Mauern des Bollwerks sind von Stahlbunkern flankiert, deren Wände noch die Granateneinschläge der Alliierten aufweisen. Heute wird die Anlage von Campern genutzt und Besucher haben eigentlich keinen Zutritt - wenngleich einen niemand am Betreten hindern wird.

Die Strände von Saint Malo südlich der Altstadt und entlang der Küste Richtung Nordosten sind sehr attraktiv. Bei Ebbe muss man sich auf einen längeren Marsch Richtung Wasser einstellen, da die Gezeitenschwankungen an diesem Küstenabschnitt zu den größten der Welt gehören. Nicht selten liegt der Wasserstand bei Flut 13 m über demjenigen bei Ebbe. Von Saint Malo aus lassen sich schöne Ausflüge an die Côte d'Émeraude (Smaragdküste) und zur berühmten Abtei Mont Saint-Michel unternehmen.

Château de Chambord

Vom 15. bis zum 18. Jahrhundert war das Loiretal Tummelplatz des französischen Adels, der hier eine Vielzahl von luxuriösen Schlössern erbauen ließ. Nach den ersten als Befestigungen konzipierten Anlagen entstanden im Laufe der Zeit immer fantasievollere Lustschlösser, die nun auch nicht mehr auf strategisch günstigen Hügeln, sondern an Flüssen oder in Tälern errichtet wurden, wo sie sich harmonisch in die Landschaft einfügen.

Das größte und prächtigste der Loireschlösser ist das Château de Chambord. Der 1519 begonnene Bau wurde in seinem Renaissancedekor wohl von Leonardo da Vinci geprägt, der ab 1516 bis zu seinem Tod drei Jahre später in der Nähe lebte. Das Schloss geht auf den größenwahnsinnigen König Franz I. zurück, der sich weigerte, seine beiden in Spanien gefangen gehaltenen Söhne freizukaufen und auf eigensüchtige Weise das Geld seiner Untertanen verprasste. Insgesamt ließ er 1800 Arbeiter und Künstler 15 Jahre lang für sein Werk arbeiten und er plante sogar, die Loire umzuleiten, um die Wirkung des Schlosses zu steigern. (Letztendlich wurde der Lauf des kleineren Flusses Cosson verlegt.) Der König starb in geistiger Umnachtung, bevor sein Bauwerk vollendet war - was seine Söhne sicherlich für eine gerechte Strafe hielten.

Erwähnenswert ist die berühmte doppelte Wendeltreppe, wo sich einst dralle Maitressen und lüsterne Prinzen hinauf- und hinunterjagten, wenn sie nicht von der Dachterrasse aus exerzierende Soldaten, Turniere und von der Jagd zurückkehrende Hundemeuten und Jäger beobachteten. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf all die Türme, Kuppeln, Kamine, gemusterten Schieferdächer und Blitzableiter, die die imposante Schlosskulisse bilden.

Biarritz

Der Aufstieg dieser Küstenstadt im französischen Baskenland zum Seebad des europäischen Adels, dem später auch wohlhabende Briten folgten, begann im Jahr 1854. Heute locken die feinen Sandstrände, Casinos und Surfplätze Publikum aus aller Welt an.

Was die Sehenswürdigkeiten der Stadt anbelangt, droht kaum Gefahr, dass sich der Besucher allzu lange vom sonnigen Strand entfernt. Zu Besichtigen gibt eine russisch-orthodoxe Kirche mit blauer Kuppel, Hotellobbys von der Größe eines Eisstadions und das kürzlich neu gestaltete Musée de la Mer mit mehreren Seewasseraquarien und einem Museum, das den kommerziellen Fisch- und Walfischfang der Region zum Thema hat. In den Bassins im Freien tummeln sich Robben und Haie.

Die viel besuchten, mondänen Strände von Biarritz sind im Sommer von leuchtend bunt gestreiften Zelten gesäumt. Nach einem langen Tag in der Sonne kann man Golf oder cesta punta spielen, das schnellste Spiel der Welt, für das man einen Ball und einen schaufelartigen Schläger benötigt; abends stehen Folklorevorführungen sowie Darbietungen baskischer Musik und regionalen Kunsthandwerks auf dem Programm.

Sarlat-La-Canéda

Sarlat ist eine hübsche Renaissancestadt im Périgord (das dem Département Dordogne entspricht), die um eine im 9. Jahrhundert gegründete Benediktinerabtei entstand. An der Grenze zwischen französischem und englischem Territorium gelegen, wurde die Stadt während des Hundertjährigen Kriegs und erneut in den Religionskriegen nahezu dem Erdboden gleichgemacht. Dennoch hat sie sich mit ihren ockerfarbenen Sandsteinhäusern und den hübschen Straßen ein ausgesprochen mittelalterliches Gepräge bewahrt. Wer nicht im Strom des Massentourismus untergehen möchte, sollte nicht gerade im Hochsommer hierher kommen.

Zu den architektonischen Schätzen des Orts zählt die Kathedrale Saint Sacerdos, die ursprünglich zur Benediktinerabtei gehörte und heute mit einer bunten Mischung unterschiedlicher Stile aufwartet. Der größte Teil des Gotteshauses stammt aus dem 17. Jahrhundert. Hinter der Kathedrale liegt der erste Friedhof der Stadt mit der Laterne der Toten, einem Turm aus dem 12. Jahrhundert zu Ehren des heiligen Bernhard, der 1147 die Stadt besuchte und dessen Reliquien in der Abtei aufbewahrt werden. Unbedingt sehenswert ist auch der samstägliche Markt. Je nach Saison werden Leberpasteten, Pilze, Trüffel, Stopfgänse und Schafsköpfe mit trüben Augen von einer Heerschar von Händlern feilgeboten.

Von Sarlat aus kann man schöne Ausflüge ins nahe gelegene Vézère-Tal unternehmen, das mit über 200 bedeutenden prähistorischen Stätten aufwartet.

Chamonix

Chamonix liegt in einem von den höchsten Gipfeln der französischen Alpen umgebenen Tal. Das Gesicht dieser Landschaft wird von Gletschern mit tiefen Spalten und dem wolkenverhangenen Gipfel des Montblanc geprägt. Besonders im Spätfrühling und im Sommer - der besten Wanderzeit - stellen die Wiesen und Berghänge voller Wildblumen, Buschwerk und Bäumen einen reizvollen Kontrast zu Gletschern und Schnee in der Hochgebirgsregion dar. Im Winter stehen den Urlaubern über 200 km Skipisten und Langlaufloipen zur Verfügung.

Ungedingt sehenswert ist die Aiguille du Midi, eine einzelne Felsspitze, die hoch über die Gletscher, Schneefelder und Felsklippen des Montblanc-Gipfels hinausragt. Ihre Besteigung ist relativ einfach, und der Blick von oben unglaublich. Erlebnisreich ist auch eine Fahrt über die Gletscher mit der höchsten téléphérique (Seilbahn) der Welt, die unterwegs mehrmals hält, um Skifahrer und Wanderer ein- oder aussteigen zu lassen. Das Mer de Glace, der zweitgrößte Gletscher der Alpen, ist 14 km lang, 1800 m breit und bis zu 400 m dick. Wer den Gletscher gerne von innen erkunden möchte, kann eine Eishöhle besuchen, die im Frühling jedes Jahr von neuem aus dem Eis gehauen wird. Bis zu einer Höhe von 1915 m kann man mit dem Zug fahren oder einen der vielen Wanderwege benutzen. Das Überqueren des Gletschers allerdings ist gefährlich und sollte nur mit guter Ausrüstung und mit einem Führer unternommen werden.

In und um Chamonix herum gibt es Gelegenheit zum Mountainbikefahren und Eislaufen; kreischend die blank polierte Sommerrodelbahn hinunterzusausen, macht ebenfalls viel Spaß. Die Schweizer Stadt Martigny liegt nur 40 km nördlich von Chamonix und bietet sich für einen Abstecher zum Schokoladenkauf an.

Arles

Nachdem der siegreiche Julius Cäsar das nahe gelegene Marseille erobert und geplündert hatte, erlebte die reizende Provencestadt Arles an der Rhône zwischen 49 und 46 v.Chr. einen ungeahnten Aufschwung. Sie entwickelte sich rasch zum Handelszentrum der Region und zu einer bedeutenden römischen Provinzhauptstadt mit weitläufigen öffentlichen Anlagen, die auch heute existieren. Im späten 19. Jahrhundert lebte Vincent van Gogh in der Stadt; hier schuf er hunderte von Zeichnungen und Gemälden, und hier schnitt er sich auch in einem ersten Anfall von Geisteskrankheit sein Ohr ab. An heißen Sommertagen flimmert die Luft über der Ebene - genau so, wie es wohl auch van Gogh vor einem Jahrhundert beobachtet hat. Olivenhaine und Weingärten, die er ebenfalls häufig gemalt hat, ziehen sich heute noch die Kalksteinhügel empor. Arles ist außerdem berühmt für seine Häuser mit den leuchtend roten, halbrunden Dachziegeln und für seine schattigen, schmalen Gassen, die zu eng zum Umdrehen sind (ehrlich).

Sehenswert sind Les Arènes, ein riesiges römisches Amphitheater aus dem ausgehenden 1. Jahrhundert n.Chr. Zehntausende von Männern und Tieren fielen in diesem Rund der jener nobelsten aller Beschäftigungen zum Opfer - dem Sport. Bei Wagenrennen und Mann-gegen-Mann-Kämpfen wurde mehr Wert auf Brutalität gelegt als auf Kunstfertigkeit - dem Publikum gefiel es. Später wurde die Anlage in eine Festung und sogar in einen Wohnkomplex umgewandelt. An seine blutrünstigen Anfänge wurde mit viel besuchten Stierkämpfen wieder angeknüpft. Das Théâtre Antique ist ebenfalls ein römisches Relikt, das eine herrliche Open-air-Kulisse für sommerliche Tanz-, Film- und Musikfestivals im Freien abgibt.

Die ruhige Innenstadt von Arles bietet friedliche Plätze und Straßencafés, wo man genüsslich seinen Pastis schlürfen und den Franzosen beim Pétanque spielen zuschauen kann.

Cannes

Dieser Ferienort an der weltberühmten Côte d'Azur ist seit eh und je Treffpunkt der reichen Vertreter des Jet-Set, die über das nötige Kleingeld für grenzenlosen Konsum verfügen. Während der Internationalen Filmfestspiele im Mai sieht man in Cannes das meiste Geld, den meisten Champagner, die meisten Handys und die meisten Dekolletés der Welt. Neben todschicken Boutiquen, Hotels und Restaurants gibt es auch Strände mit exquisiter Versorgung, an denen bleichhäutige Besucher größtes Aufsehen erregen würden.

Wer nicht selbst auf der Flucht vor den Paparazzi ist, kann beim Flanieren auf dem Boulevard de la Croisette das Treiben einer illustren Gesellschaft beobachten: die Starlets der vergangenen Jahre in knappen Bikinis, Franzosen mit Handtäschchen, ausladende Amerikanerinnen, die ihren Schmuck auch im Pool tragen, und zu guter Letzt schnurrbärtige Bauern in groben Jacken und Stiefeln, die sich fragen, was der ganze Trubel soll. Nach dem Rundgang kann man sich in einem der zahllosen Cafés und Restaurants, deren Leuchtreklamen den Abendhimmel erhellen und wo eine Kreditkarte goldender ist als die andere, gemütlich in seinem Stuhl zurücklehnen.

Direkt vor der Küste liegt die von Pinien und Eukalytusbäumen bestandene Île Sainte Marguerite, die Alexandre Dumas zu seinem Klassiker Der Graf von Monte Christo inspirierte. Die kleine Insel ist von Wanderwegen durchzogen, und ihre Strände sind weit weniger überlaufen als die auf dem Festland. Auf der kleineren Nachbarinsel Saint Honorat wurde im 5. Jahrhundert ein angesehenes und mächtiges Kloster gegründet; heute ist hier ein Zisterzienserorden ansässig. Beide Inseln sind mit der Fähre erreichbar.

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Île d'Ouessant

Diese wilde, schöne Insel ist in ihrer Schroffheit der Inbegriff der rauen bretonischen Küste. Das in der Region weit verbreitete Sprichwort "Qui voit Ouessant voit son sang" ("Wer Ouessant sieht, sieht sein Blut") macht auf drastische Weise klar, wie gefährlich die starken Strömungen und tückischen Felsen sind und welche Angst sie Seefahrern zu allen Zeiten eingeflößt haben. Die Insel von den Form einer Krebsschere ist etwa 8 km lang, und ihr Leuchtturm aus dem Jahr 1926 dient den über 50 000 Schiffen, die jährlich den Ärmelkanal befahren, zur Orientierung.

Obwohl die Inselbewohner längst nicht mehr vom Rest der Welt abgeschnitten sind, haben sie sich ihre jahrhundertealten Traditionen bewahrt: Die Häuser sind zu Ehren der Jungfrau Maria blau-weiß oder als Zeichen der Hoffnung grün-weiß gestrichen, das Mobiliar ist aus Treibholz hergestellt; gebeugte alte Frauen fertigen Kreuze aus Spitze, die die Seelen ihrer auf See vermissten Männer darstellen; kleine schwarze Schafe streifen frei über die Insel; und ragoût de mouton (Lammragout mit Wurzelgemüse und Kräutern) kommt überall auf den Tisch. In Ouessant informieren sehenswerte Museen über die Inselgeschichte und Wanderwege locken mit herrlichen Aussichten.

Die Insel liegt 20 km vom Festland entfernt und ist von den Häfen Brest oder Le Conquet an der Nordwestküste der Bretagne aus erreichbar.

Parc National des Pyrénées

Der 1967 eingerichtete Nationalpark Pyrenäen erstreckt sich über 100 km entlang der französisch-spanischen Grenze und umfasst hunderte von Hochgebirgsseen und den höchsten Gipfel der französischen Pyrenäen, den 3300 m hohen Sommet du Vignemale.

Nur 12% des Parks sind bewaldet. Er wird von zahlreichen Bächen und Rinnsalen durchzogen, die sich aus Quellen und den üppigen Niederschlägen speisen: Mehr als 2000 mm pro Jahr werden gemessen, die meist als Schnee fallen. Hier leben geschützte Tiere wie Braunbär (nur noch etwa 15 Exemplare), Luchs, Gämse, Murmeltier und vom Aussterben bedrohte Raubvogelarten wie Bartgeier und Steinadler.

Der Park ist bei Bergsteigern und Wanderern sehr beliebt, die 350 km Wanderwege, von denen einige mit spanischen Wanderrouten verbunden sind, sowie zahlreiche, das ganze Jahr über geöffnete refuges (Unterkunftshütten) vorfinden. Im nahe gelegenen Pau bieten Veranstalter geführte Wanderungen für kleine Gruppen sowie organisatorische Unterstützung für Einzelwanderer und Radfahrer an. Von Cauterets, im östlichen Teil des Parks 30 km südlich von Lourdes gelegen, ist der Zugang zum Park am einfachsten.

Vézelay

Die kleine Festungsstadt Vézelay liegt inmitten der herrlichen Landschaft Burgunds - ein Flickenteppich aus Weingärten, Sonnenblumenfeldern, Äckern und Heumieten, der an die Gemälde der französischen Impressionisten erinnert. Die einst zum Schutz vor Feinden auf einem Hügel errichtete Stadt entwickelte sich im 10. Jahrhundert zu einem bedeutenden Wallfahrtsort und war später Treffpunkt von gekrönten Häuptern und Fürsten, die von hier aus zu den Kreuzzügen aufbrachen.

Vézelays Mittelpunkt stellt die Basilika Sainte Madeleine dar, eine ehemalige Klosterkirche aus dem 9. Jahrhundert. Sie birgt Reliquien der heiligen Maria Magdalena, was im Mittelalter alljährlich an ihrem Namenstag, dem 22. Juli, zu einem großen Ansturm von Pilgern führte. Diese Tradition wird heute mit einer Prozession fortgeführt, bei der die Reliquien durch die Stadt getragen werden. Die hervorragend restaurierte Kirche ist besonders bemerkenswert durch das Giebelfeld im Portal, das zu den Meisterwerken burgundischer Romanik zählt, die grotesken Skulpturen, die figurenreichen Kapitelle und das riesige Kirchenschiff. Hinter der Basilika liegt ein Park, von dem aus man einen herrlichen Blick auf das Curé-Tal und die umliegenden Dörfer hat. Wanderwege in alle Richtungen führen durch wunderschöne ländliche Idylle.

Vézelay liegt 15 km von Avalon und 51 km von Auxerre entfernt im Parc Naturel Régional du Morvan.

Grasse

Grasse, an den Ausläufern der Voralpen 17 km nördlich von Cannes gelegen, ist seit Jahrhunderten eines der Hauptzentren der französischen Parfümindustrie. Hier perfektionieren Meisterparfümeure - auch 'nez' ('Nasen') genannt - ihr natürliches Talent, bis sie nach jahrelangem Studium in der Lage sind 6000 Düfte zu erschnuppern. Die Stadt mit ihren dicht gedrängten, leuchtend rot gedeckten Häusern ist auch ein Zentrum der französischen Blumenproduktion, wo Jasmin, Centifolia-Rosen, Lavendel, Mimosen, Orangenblüten und die betäubend duftenden Narzissen gezüchtet werden.

Von den 40 Parfümfabriken kann man nur drei besichtigen. Die günstig gelegene Parfümerie Fragonard ist in einer ehemaligen Gerberei aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. Der Rundgang führt durch Keller mit Stapeln von Seifen, Ballen von duftendem Leder und Körben und Kästen voller Gewürze. Man erhält Einblick in jede Phase der Parfümherstellung, von der Extraktion und Destillation bis zur Arbeit des 'nez', und staunt über die Menge an Blüten, die zur Gewinnung von einem Liter Essenz erforderlich ist. Am Ende kann man die Düfte des Hauses testen und einkaufen und verlässt den Ort umweht von einer unglaublichen Duftwolke.

Korsika

Korsika, 170 km südöstlich der Côte d'Azur, ist die geologisch vielfältigste aller Mittelmeerinseln. Von Gebirgsketten mit tosenden Wasserfällen bis zu endlosen feinsandigen Stränden reicht die höchst malerische Kulisse der Insel, die hervorragende Wandermöglichkeiten bietet. Die korsische Kultur ist geprägt durch eine eigene Sprache, Küche und Lebensart. Das vehemente Bestreben einiger Korsen für ihre Unabhängigkeit ist die Kehrseite dieser kulturellen Eigenständigkeit. Die separatistischen Gruppen beschränken ihre Gewalttätigkeiten zwar meist auf interne Racheakte, dennoch sollte man als Reisender eine gewisse Vorsicht walten lassen.

Die Hafenstadt Ajaccio, Geburtsort Napoleon Bonapartes, ist meist der Ausgangspunkt einer Besichtigungstour über die Insel. Trotz jüngster, umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen lässt es sich in dieser pastellfarbenen Stadt mit ihrem mediterranen Flair immer noch wunderbar durch die engen Gassen der Altstadt bummeln. Abgesehen von einer Besichtigung der zahlreichen historischen Stätten und Museen, die Napoleon und seiner Geschichte gewidmet sind, lohnt auch ein Spaziergang zur Pointe de la Parata, einem schwarzen Granitfelsen, der als idealer Standort zum Beobachten von Sonnenuntergängen berühmt ist, oder ein Bad an den Stränden außerhalb der Stadt.

Das berühmteste Naturwunder der Insel ist Les Calanche, eine spektakuläre Felsenlandschaft aus rotem und orangefarbenem Granit, deren bizarre Formen Menschen, Tieren und Gebäuden gleichen. Bei klarem Wetter hat man einen atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer und die Berge im Norden. In der Nähe findet man einige kurze, aber anspruchsvolle Wanderrouten. Die Zitadelle von Bonifacio im Süden Korsikas liegt hoch oben auf einer schmalen, ins Meer ragenden Kalksteinklippe. Die Stadt Bonifacio war im Mittelalter oftmals Ziel grausamer Belagerungen und hat sich mit ihren engen Gassen und den Strebebögen, in denen das Regenwasser abfließt, ihr mittelalterliches Aussehen weitgehend bewahrt. Calvi, dessen Stadtbild ebenfalls von einer Zitadelle geprägt ist, liegt im Nordwesten Korsikas. Zwischen Calvi und Île Rousse, 25 km weiter nördlich, ist die Küste von zahlreichen schönen Stränden gesäumt.

Die beste Zeit für einen Besuch Korsikas ist der Mai und der Juni; dann ist das Wetter meist sonnig, die Wildblumen stehen in voller Blüte und die Anzahl der Touristen hält sich noch in erträglichen Grenzen. Mit dem Flugzeug ist Korsika direkt von den französischen Großstädten sowie auch von anderen europäischen Städten aus zu erreichen. Die Verbindungen mit der Fähre sind günstiger, können aber gelegentlich durch Streiks lahm gelegt sein.

Weitere Regionen

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 4-13 Euro
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 13-24 Euro
  • Luxusrestaurant: ab 30 Euro

Übernachtung

  • Einfache Unterkunft: 15-50 Euro
  • Hotel mittlerer Kategorie: 50-100 Euro
  • Luxushotel: ab 150 Euro

Währung

Euro


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