Kanarische Inseln

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Symbol des musikalischen Erbes der Kanaren ist der gitarrenähnliche timple, ein der Ukulele verwandtes Instrument. Man vermutet, dass es ursprünglich auf die Berber zurückgeht, die im frühen 15. Jahrhundert von Normannen als Sklaven auf die Inseln verschleppt wurden. Der Timple kam viel herum und hielt schließlich auch Einzug in die Musik Kubas und anderer lateinamerikanischer Länder. Bei traditionellen Festen begleitet das Instrument Tänze wie isa oder folía und, wenn man Glück hat, auch den tajaraste, den einzigen überlieferten Tanz der Guanche.

Die Guanche hinterließen überall auf den Inseln Höhlenmalereien (13. und 14. Jahrhundert), vor allem in den cuevas von Barranco de Balos, Agaete, Gáldar, Zarza und El Julán. Größtenteils handelt es sich um Darstellungen von Menschen oder Tieren. Nach der spanischen Eroberung dauerte es Jahrhunderte, bis ein Künstler von Bedeutung auf der Bildfläche erschien; der größte war Gaspar de Quevedo, ein Maler des 17. Jahrhunderts. In späteren Jahrhunderten folgten weitere namhafte Künstler, u. a. Valentín Sanz Carta, der im 19. Jahrhundert durch Darstellungen seiner Heimat glänzte, und Manuel González Méndez, wichtigster kanarischer Vertreter des Impressionismus im 20. Jahrhundert. Alle bedeutenden Strömungen der europäischen Kunst wurden auch auf die Kanaren gespült. Unter den abstrakten Künstlern genoss César Manrique das größte internationale Renommee; auf dem Archipel verehrt man ihn für seine fantasievollen Arbeiten und seine unermüdlichen Bemühungen zum Erhalt der kanarischen Kultur unter dem Druck des Massentourismus.

Die Guanche scheinen keine Schrift gekannt zu haben, aber der italienische Historiker Leonardo Torriani übersetzte viele ihrer mündlich überlieferten Balladen. Benito Pérez Galdós (1843-1920), der als einer der größten spanischen Romanautoren seit Cervantes gilt, wuchs in Las Palmas auf und zog 1862 nach Madrid. Isaac de Vega zählt zu den bemerkenswertesten Schriftstellern dieses Jahrhunderts; sein Roman Fetasa ist eine bestürzende Studie über Entfremdung und Einsamkeit.

Spanisch, oder präziser Kastilisch, ist die offizielle Sprache der Kanarischen Inseln; von den Guanche wurden lediglich die Ortsnamen überliefert. Der Katholizismus fasste schon sehr früh Fuß auf den Inseln und obwohl der religiöse Glaube vieler Kanarier nur wenig Substanz hat, spielt die Kirche immer noch eine wichtige Rolle im Leben der Menschen. Die meisten Insulaner sind getauft und ihre Hochzeiten und Beerdigungen finden in der Kirche statt - zu den sonntäglichen Messen erscheint allerdings weniger als die Hälfte von ihnen regelmäßig.

Soziale Kontakte werden in der Regel außerhalb der Wohnungen gepflegt, kleinere Einladungen oder gesellschaftliche Veranstaltungen zu Hause sind eher die Ausnahme. Auf den Kanaren herrscht der mediterrane Rhythmus: Der Morgen beginnt spät, von etwa 14 bis 17 Uhr gibt es eine lange Mittagspause mit Siesta und gemeinsamem Familienessen und dann wird noch ein paar Stunden gearbeitet; die geselligen Abende dehnen sich oft bis zu später Stunde.

Preisniveau

Übernachtung

  • Preisgünstiges Zimmer: 20-30 Euro
  • Hotel mittlerer Kategorie: 30-80 Euro
  • Hotel gehobener Kategorie: ab 80 Euro

Mahlzeiten

  • Preisgünstige Mahlzeit: 3-5 Euro
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 5-20 Euro
  • Restaurant gehobener Kategorie: ab 20 Euro

Währung

Euro (EUR)


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