Amsterdam

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Sehenswertes

Museen

Das Tor zum Museumsviertel von Amsterdam ist das Rijksmuseum, zugleich das bedeutendste Kunstmuseum der Niederlande. So mancher Besucher mag hier vielleicht eine Überdosis alter Meister erwischen, aber neben Werken von Rembrandt, Vermeer, Hals und Steen sind auch Puppenhäuser, Delfter Keramik, asiatische Kunst, wechselnde Ausstellungen von Drucken und Zeichnungen sowie besondere Wanderausstellungen zu sehen. Das nahe gelegene Van Gogh Museum beheimatet rund 200 Gemälde des Künstlers, inklusive berühmter Werke wie Die Kartoffelesser und Das gelbe Haus von Arles. Japanische Drucke, die den Maler beeinflussten, sind ebenfalls ausgestellt. Das Stedelijk Museum, gleich nebenan, konzentriert sich auf die Kunst von 1850 bis zur Gegenwart. Es zählt zu den weltbesten Museen moderner Kunst und beeindruckt durch eine eklektische und provokative Sammlung.

Das Anne Frankhuis, westlich des Stadtzentrums, zieht jährlich über eine halbe Million Touristen an. Wie Pilger drängen sich die Besucher durch das achterhuis (Anbau), in dem sich die jüdische Familie Frank während der Nazi-Besatzung versteckte, um der Deportation zu entgehen. In einem Teil des Hauses, der hinter einem drehbaren Bücherregal verborgen war, lebten die Franks und vier andere von Juli 1942 bis August 1944; dann wurden sie an die Gestapo verraten. Annes Tagebuch wurde zwischen dem Abfall im Anbau gefunden und seither in 55 Sprachen übersetzt. Es lohnt sich, früh hierher zu kommen: Die Warteschlangen können einen zur Verzweiflung treiben.

Andere Amsterdamer Museen sind etwas leichter verdaulich: Das Seksmuseum nahe des Dam zeigt eine bizarre Sammlung pornografischen Materials; im Rotlichtviertel findet man das Hasch- und Marihuana-Museum sowie das Tattoo-Museum ; Amsterdams Historisch Museum, das in einem alten Waisenhaus untergebracht ist, zeigt kreative Ausstellungsstücke über die Stadt; und das Nederlands Scheepvaartmuseum besitzt eine beeindruckende Kollektion maritimer Memorabilia.

Kanäle

Viele von Amsterdams Kanälen wurden um die Jahrhundertwende zugeschüttet, vor allem aus hygienischen Gründen. Die verbleibenden Wasserwege sind zwar immer noch ziemlich schmutzig, aber Amsterdam von einem Boot aus zu sehen ist dennoch ein unvergleichliches Erlebnis - Hauptsache man hält den Blick nach oben gerichtet und verzichtet darauf, die Hand ins Wasser zu halten. Aus der Froschperspektive wirkt Amsterdam nochmals um ein vieles malerischer: Die Häuser auf beiden Seiten des Kanals stehen da wie Kraut und Rüben, schief, wacklig und aneinandergelehnt; Brücken, von denen viele für die größeren Schiffe hochgeklappt werden, ziehen sich in Bögen über das Wasser und man erhascht den ein oder anderen Blick ins Innere der großartigen Hausboote - von restaurierten Lastkähnen, die dicht mit Tomatenpflanzen bewachsen sind und aus deren Bullaugen Katzen spähen, bis hin zu schnittigen, neu gebauten "Archen" mit richtigen Fenstern und Sonnendecks reicht die Palette.

Zahlreiche Touristenboote drehen ihre Runden auf den Kanälen und wer sich entsprechend energiegeladen fühlt, kann auch ein Tretboot mieten. Natürlich wird der Schiffsverkehr lahm gelegt, wenn die Kanäle im Winter zufrieren, dafür erweitert sich das Angebot dann um Schlittschuhtouren. Ein zugefrorenes Amsterdam ist einfach unwiderstehlich: Die Einheimischen stauben ihre Schlittschuhe ab, Kinder wie Hunde tollen übermütig auf allen vieren herum und Straßenstände verkaufen heiße Schokolade, Glühwein und Suppe. Aber aufgepasst auf die dünnen Stellen, besonders unter Brücken und an den Rändern - jedes Jahr fordert das Eis seine Opfer.

Begijnhof

Der Begijnhof ist ein geschlossener Innenhof aus dem frühen 14. Jahrhundert. Versteckt hinter der belebten Einkaufsstraße Spui ist er eine surreale Oase des Friedens, wo sich winzige Häuser um einen gepflegten Patio gruppieren. Früher war der Begijnhof ein Kloster, das von Beginen bewohnt wurde, einem katholischen Orden unverheirateter oder verwitweter Frauen aus wohlhabenden Familien, die sich um die Alten kümmerten und ein religiöses Leben führten, ohne jedoch Nonnenschwüre abzulegen. Die letzten wirklichen Beginen starben in den 70er Jahren. Eines der Häuser hier stammt aus dem Jahr 1465 und ist damit das älteste in den Niederlanden erhaltene Holzhaus.

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Jordaan

In der ehemaligen Arbeitersiedlung leben heute viele Studenten, Künstler und Schickimickis. Jordaan ist ein fantastischer Ort, um herumzuwandern, sich zu verlaufen, Menschen zu beobachten und die Atmosphäre in sich aufzusaugen. Die Häuser hier sind winzig, aber ordentlich, mit Spitzenvorhängen, Blumenkästen und Spionnetje -Spiegeln, in denen Tante Greet sehen kann, wer kommt und geht. Außerdem birgt das Viertel eine Vielzahl von einladenden Pubs und Restaurants, unkonventionellen Geschäften, originellen Kunstgalerien und lebendigen Märkten. Eine weitere Besonderheit von Jordaan sind die vielen hofies (Höfe), die oft zu wunderschön restaurierten Häusern und liebevoll gepflegten Gärten gehören - allerdings sollte man die Privatsphäre der Bewohner berücksichtigen und nicht überall ungefragt herumspazieren.

Amsterdam Noord

Bevor es besiedelt wurde, war Nord-Amsterdam ein düsteres Sumpfgebiet, in dem man hingerichtete Kriminelle den Krähen und Hunden zum Fraß vorwarf. Als Amsterdam sich jedoch allmählich ausbreitete, entstand aus diesen unheilvollen Anfängen eine blühende Arbeitersiedlung. Amsterdam Noord vermittelt Besuchern einen guten Eindruck vom traditionellen holländischen Leben, weit entfernt von den Menschenmengen in der Altstadt. Mittwochs, freitags und samstags finden hier große Märkte statt, auf die sich kaum jemals ein Tourist verirrt. Eine kostenlose Fußgängerfähre überquert das Ijsselmeer hinter der Centraal Station zum Noordhollands Kanaal.

Rotlichtviertel

Amsterdams Rotlichtviertel ist ein wirklich hübscher Teil der Stadt und lohnt allein wegen seiner Architektur - eine brauchbare Ausrede immerhin, wer sie benötigt. Schon im 14. Jahrhundert trieb diese Gegend mit ihren Häusern von zweifelhaftem Ruf und zahllosen Destillerien Matrosen in den finanziellen Ruin. Die Destillerien sind inzwischen verschwunden, dafür stellen sich die Prostituierten in den Fenstern zur Schau. Schlepper von Sextheatern versuchen die Passanten mit "Liveshow fucky-fucky Podium"-Rufen zu locken und in den Sexshops wird rein gar nichts der Fantasie überlassen. Unmengen von Schaulustigen - ausländische und einheimische - mischen sich unter Möchtegern-Zuhälter, Betrunkene, Freaks, Drogendealer und Heilsarmee-Soldaten.

Der Straßenstrich ist illegal, so dass weibliche Besucher keine Probleme haben sollten, aber Besucher sollten unbedingt in den Großstadt-Modus schalten - das bedeutet: keine Fotos von Prostituierten und keine Gespräche mit Drogendealern (die verkaufen einem sowieso nur Mist).

Weitere Regionen

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 5-10 Euro
  • Restaurant mittler Kategorie: 10-20 Euro
  • Luxusrestaurant: ab 60 Euro

Übernachtung

  • Billigunterkunft: 15-50 Euro
  • Hotel mittlerer Kategorie: 50-120 Euro
  • Luxushotel: ab 200 Euro

Währung

Euro


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