Russland

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Das kulturelle Erbe Russlands ist überwältigend, besonders im 19. Jahrhundert wurde auf Gebieten der Literatur, der Architektur, des Balletts und der Komposition hervorragendes geleistet. Die Schule des St. Petersburger Marientheaters brachte die Tänzerin Anna Pawlowa und den Tänzer Vaclav Nijinski sowie die Choreographen Marius Petipa und Michail Fokine hervor. Die Ballets Russes nahmen Paris 1909 im Sturm und später ernteten die Ensembles des Kirow-Theaters und des Moskauer Bolschoi-Theaters Ruhm und Ehre - obwohl sie darunter litten, dass sich immer wieder einzelne Mitglieder bei Auslandstourneen absetzten. So bekannte Komponisten wie Rimski-Korsakow, Tschaikowsky, Rachmaninow, Strawinsky und Schostakowitsch schufen Konzerte, Symphonien und andere Orchesterwerke. Zu den bekanntesten russischen Schriftstellern gehören Dostojewski, Gogol, Puschkin, Gorki, Tschechow, Pasternak und Tolstoi.

Das Markenzeichen russischer Architektur sind die Zwiebeltürme der Kirchen, die sich zum typischen Stilmittel entwickelten, als die Holzkirchen des Nordens durch Kirchen aus Backstein und farbigen Ziegeln abgelöst wurden. In der Welt der bildenden Kunst sind religiöse Ikonen, der Futurismus und revolutionäre grafische Kunst klassische Richtungen. Der Film ist seit seinen Anfängen sowohl eine bedeutende Kunstform als auch ein wichtiges Freizeitvergnügen in Russland, wobei die revolutionäre Ära am besten durch Sergei Eisensteins epochalen Film "Panzerkreuzer Potemkin" und auch "Iwan der Schreckliche" repräsentiert wird. In jüngerer Vergangenheit trat vor allem Andrei Tarkowski mit seinen sehr symbolistischen Arbeiten hervor. Die Volkskultur findet sich noch in den martialischen Stampftänzen des Staatlichen Georgischen Tanzensembles, in regionaler Stickerei und Holzschnitzerei, in den bemalten russischen Puppen und den mit Schnitzereien verzierten Holzhäusern des Ostens.

Russisch ist die Amtssprache Russlands wie auch die Muttersprache von mehr als der Hälfte der Bevölkerung. Die zentralasiatischen Bewohner des Landes sprechen Turksprachen und sind Muslime. Obwohl die russisch-orthodoxe Kirche unter dem Kommunismus schwere Zeiten über sich ergehen lassen musste, hat sie überlebt und ist heute wieder eine wichtige gesellschaftliche Institution. Die jüdische Bevölkerung Russlands hat sich auf Grund eines starren Antisemitismus erst in der Sowjetunion und dann in Russland - soweit möglich - größtenteils für die Auswanderung entschieden, vor allem nach Israel, aber zum Teil auch nach Deutschland.

Lange der Gegenstand von Witzen über Kohl und noch mehr Kohl, verfügt die russische Küche über eine große Bandbreite von Vorspeisen, darunter die berühmten Rote-Beete- und Kohlsuppen. Diesen folgt normalerweise ein großes Stück zerkochtes Fleisch, das in einer dicken Sauce schwimmt und mit ebenfalls zerkochtem Gemüse garniert ist. In den großen Städten scheint sich die einheimische Küche gegenüber der internationalen Küche auf dem Rückzug zu befinden, da sich von Pizza über Hamburger bis hin zu Sushi alles ausbreitet. Vegetarier müssen den Gürtel enger schnallen, ihr Speiseplan beschränkt sich weitestgehend auf Salat und Sandwiches. In Moskau und St. Petersburg findet man viele Supermärkte im westlichen Stil, in denen man sich mit frischen Lebensmitteln versorgen kann. Kwass ist mit Wasser verrührtes fermentiertes Roggenbrot, ein Getränk, das nur wenig Alkohol enthält und im Sommer sehr erfrischend ist. Das wahre russische Nationalgetränk, Wodka, wird sowohl pur getrunken als auch mit Pfeffer, Beeren, Bisongras, Apfelblättern, Zitrone, Ingwer oder Gewürznelken verfeinert.

Weitere Regionen

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 110-200 R
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 200-280 R
  • Luxusrestaurant: ab 440 R

Übernachtung

  • Einfache Unterkunft: 10-45 US-Dollar
  • Hotel mittlerer Kategorie: 45-80 US-Dollar
  • Luxushotel: ab 100 US-Dollar

Währung

Rubel (R)


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