Schweden

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Schweden ist mit einer Fläche von 450 000 qkm das größte der skandinavischen Länder. Die vorherrschenden Landschaftsmerkmale gehen auf Gletschertätigkeit zurück, die felsige Ostseeküste im Südwesten und die Küste um Stockholm sind von Fjorden und vorgelagerten Schären geprägt. Landratten haben das Nachsehen, denn auch im Binnenland ist es nicht viel trockener: Schweden ist mit rund 100 000 Seen gesegnet. Die Inseln Öland und Gotland, südlich von Stockholm gelegen, bestehen aus flachem Kalksteinboden, sind jedoch von Stränden gesäumt und haben sich zu Erholungsgebieten für Stadtflüchtige entwickelt. Norrland (die nördlichen 60% des Landes) ist dünn besiedelt und bildet eine nahezu ununterbrochene Fläche aus Wäldern, Flüssen und Stromschnellen. Im Westen stellt der Skanderna, Schwedens bescheidener Gebirgszug, eine natürliche Grenze zum Nachbarland Norwegen dar. Der höchste Punkt Schwedens ist mit 2111 m der gletschergekrönte Gipfel des Kebnekajse.

Elche, Rotwild und Füchse, die es in ganz Schweden gibt, wird man am ehesten zu Gesicht bekommen - hoffentlich nicht auf dem Weg frontal durch die Windschutzscheibe. Der Bestand an Wölfen, Luchsen und Braunbären hat durch die sich ausbreitenden Landwirtschaft und übereifrige Jäger gelitten, erholt sich jedoch in einigen westlichen Provinzen sowie in den Bergregionen allmählich wieder. Die bärenähnlichen Vielfraße können in den Bergen nur überleben, indem sie Vieh reißen, womit sie sich im Kampf gegen ihre Ausrottung unter den Bauern natürlich keine Freunde machen. Von der Küste bis zur Schneegrenze trällern, flattern und schwingen sich zahlreiche Vogelarten durch die Lüfte, der schönste davon ist vielleicht der Eisvogel, und der größte Baumeister ist der Specht. An den Seen und Flüssen im Norden übertreffen sich die schwedischen Angler gegenseitig mit Geschichten über märchenhaft fette Lachsforellen.

Wer die Sonne liebt, sollte Schweden zwischen Ende Mai und Ende Juli besuchen und sich aus dem Staub machen, bevor im August der Himmel die Schleusen öffnet. Die durchschnittliche Monatstemperatur in Stockholm ist im Juli mit ca. 17°C am höchsten, und dann darf man sich auf neun Sonnenstunden freuen. Die Durchschnittstemperatur in den Bergen des Nordens liegen in dieser Zeit bei ca. 11°C, doch muss man selbst im Sommer auf Schnee und Minusgrade gefasst sein. Schwedens Lage im hohen Norden hat zur Folge, dass es von Mitte Mai bis Ende Juli nachts nie richtig dunkel wird, doch als Ausgleich dafür wird es den ganzen Dezember über nie richtig hell. Die jährliche Niederschlagsmenge ist mit gut über 700 mm in der Gegend um Göteborg am größten, und auf Lappland fallen die Niederschläge zumeist in Form von Schnee, der diese Region 200 Tage im Jahr bedeckt. Viele Küstenhäfen sind im Winter zugefroren, und auch das Stockholm-Archipel kann gut zwei Monate lang unter einer Eisdecke liegen.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 35-50 Sk
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 50-110 Sk
  • Luxusrestaurant: ab 350 Sk

Übernachtung

  • Einfache Unterkunft: 75-150 Sk
  • Hotel mittlerer Kategorie: 150-500 Sk
  • Luxushotel: ab 800 Sk

Währung

Schwedische Krone (kronar/Sk) = 100 Öre


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