Spanien

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Spanien hat ein außergewöhnliches künstlerisches Erbe aufzuweisen. Die herausragenden Künstler des Goldenen Zeitalters waren die aus Toledo stammenden Maler El Greco und Diego Velázquez. Im 18. Jahrhundert tat sich Francisco Goya als einer der schaffensfreudigsten Maler Spaniens hervor und erstellte einige köstliche Portraits von Mitgliedern des Königshauses bar jeder Schmeichelei. Eine ganze Reihe namhafter spanischer Künstler beeinflussten nachhaltig die internationale Kunstwelt des 20. Jahrhunderts: Pablo Picasso, Juan Gris, Joan Miró und Salvador Dalí. Die in Spanien vorkommenden Architekturstile reichen von prähistorischen Monumenten auf der Insel Menorca (Balearen) über die römischen Ruinen von Tarragona, der bis ins Detail hispano-maurisch verzierten Alhambra in Granada, Mudéjar-Bauten, gotischen Kathedralen, Schlössern und Palästen bis zu fantastischen modernistischen Denkmälern und Gaudís kühnen Skulpturen.

Eines der größten Werke der Weltliteratur ist der von dem Spanier Miguel de Cervantes im 17. Jahrhundert verfasste Roman Don Quijote de la Mancha. Zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts zählen Miguel de Unamuno, Federico García Lorca und Camilo José Cela, Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1989. In den letzten 25 Jahren machten spanische Schriftstellerinnen wie Adelaida Garcia Morales und Ana María Matute von sich reden. Lange Zeit stand spanisches Filmschaffen gleichbedeutend mit den Produktionen des surrealistischen Genies Luís Buñuel, der die meiste Zeit seines Lebens außer Landes verbrachte. Heute denkt man eher an die bizarren Gesellschaftssatiren von Pedro Almodóvar, die internationale Kinokassenschlager sind.

Der Flamenco erlebt momentan ein Revival, und in Andalusien, seiner traditionellen Heimat, kann man garantiert eine mitreißende Tanzvorstellung erleben, begleitet von hervorragender Gitarrenmusik. Flamenco gehört auch zu jeder echten spanischen Fiesta, ein Schauspiel, das man nicht verpassen darf. Die Spanier sind begeisterte Sportanhänger, und vor allem Fußball spielt eine wichtige Rolle. Ein Besuch in einem brodelnden spanischen Fußballstadion ist ein unvergessliches Erlebnis. Ungeachtet aller Proteste internationaler Tierschützer ist der Stierkampf hierzulande immer noch sehr populär.

Der Katholizismus spielt zwar in sämtlichen Bereichen der spanischen Gesellschaft eine tragende Rolle, aber nur rund 40% der Spanier gehen regelmäßig zur Messe. Viele Landesbewohner hegen der katholischen Kirche gegenüber ein tiefsitzendes Misstrauen; während des Bürgerkrieges wurden Kirchen in Brand gesteckt und Priester erschossen, da sie stellvertretend für Unterdrückung, Korruption und die ungeliebten alten Machthaber standen.

Die spanische Küche genießt zu Recht einen hervorragenden Ruf - Tapas kann dabei als eine der höchsten kulinarischen Errungenschaften gelten. Paella, Gazpacho und Chorizo sind den meisten Besuchern aus der westlichen Welt wahrscheinlich ein Begriff, aber die Landesküche hat bei weitem mehr zu bieten, darunter köstliche Eintöpfe, Suppen, Bohnengerichte, Meeresfrüchte und Fleischspeisen, die ihrerseits die lateinamerikanische Küche nicht unwesentlich beeinflusst haben. Spanienbesucher sollten ihren Essensrhythmus am besten umstellen, denn die Hauptmahlzeit des Tages wird zwischen 13.30 und 16 Uhr eingenommen. Das Abendessen fällt ein bisschen leichter aus, aber dafür ist auch erst die Zeit zwischen 22 und 23 Uhr vorgesehen.

Weitere Regionen

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 5-10 Euro
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 10-15 Euro
  • Luxusrestaurant: ab 20 Euro

Übernachtung

  • Einfache Unterkunft: 15-40 Euro
  • Hotel mittlerer Kategorie: 40-70 Euro
  • Luxushotel: ab 100 Euro

Währung

Euro


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