Jamaika

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Kolumbus beschrieb Jamaika als "die reizvollste Insel, die je ein menschliches Auge gesehen; gebirgig ... und reich an Tälern, Feldern und Ebenen". Diese drittgrößte, annähernd ovale Karibikinsel liegt 145 km südlich von Kuba. Obwohl sie relativ klein ist, bietet sie abwechslungsreiche Landschafts- und Vegetationsformen, was leider viel zu wenige Touristen in Erfahrung bringen.

Bis auf ihre streckenweise schnurgerade Südseite, an der sich weites Flachland erstreckt, wird die Insel von einem schmalen, buchtenreichen Küstenstreifen begrenzt. Die meisten Touristenzentren konzentrieren sich an der Nordküste mit ihrer üppigen Vegetation und den weißen Sandstränden. Das Landesinnere ist geprägt von einer bizarr erodierten Karstlandschaft mit tief eingeschnittenen Tälern und steil aufragenden Bergrücken. Im unzugänglichen Cockpit Country, einer Hochebene, die von keiner einzigen Straße durchquert wird, entstand im Verlauf der Jahrtausende eine Hügellandschaft mit tiefen Dolinen, unterirdischen Höhlen sowie Flüssen, die plötzlich ihr Bett verlassen und unter der Erdoberfläche verschwinden, um später wieder aufzutauchen. Das zentrale, von Westen nach Osten langsam ansteigende Gebirge kulminiert im Blue Mountains Peak, mit 2220 m dem höchsten Gipfel Jamaikas.

Im idyllischen Tropenklima der Karibik sind Jahreszeiten mit deutlichen Temperaturdifferenzen weitgehend unbekannt. Wohl aber wechselt die Intensität der Niederschläge, die sich auf die nur wenig ausgeprägte Regenzeit zwischen Mai und Dezember konzentrieren. Die Hurrikan-Saison dauert von Juni bis November, wobei Jamaika relativ selten von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht wird. Der letzte große Hurrikan auf Jamaika war Gilbert im Jahr 1988, der enorme Schäden verursachte, 45 Menschen das Leben kostete und ein Viertel der Bevölkerung obdachlos machte.

In Jamaikas Klima fühlt sich eine unendlich große Zahl an Pflanzen- und Tierarten heimisch - obwohl der Mensch in den letzten 500 Jahren manche Landstriche verwüstet und diverse Arten völlig ausgelöscht hat. In entlegenen Gegenden findet man noch einige wenige Wildschweine; von den Fledermäusen, die sich von Insekten und Früchten ernähren, existieren noch gut 20 Arten. Einziges endemisches Landsäugetier ist das Wildkaninchen, ein großes, braunes Nagetier, das unserem Meerschweinchen ähnelt und vom Aussterben bedroht ist. Kein Mangel herrscht dagegen an importierten Nutztieren wie Rindern, Ziegen und Mungos, wieselartige Säugetiere, die man gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus Indien einführte, um den als blinden Passagieren auf die Insel gelangten Ratten Herr zu werden. Darüber hinaus beherbergt Jamaika reichlich Kreaturen der glitschigen und schleimigen Art: Krokodile kommen in den Feuchtgebieten und Mangrovensümpfen entlang der Südküste vor, die letzten Leguane überleben in entlegenen Altgewässern und Eidechsen, Frösche und - ungiftige - Schlangen sind überall anzutreffen. Reich vertreten ist auch die Vogelwelt, wenngleich einige endemische Arten ausgestorben bzw. vom Aussterben bedroht sind. Reiher machen es sich häufig auf dem Rücken von Rindern gemütlich. Den so genannten John Crow -Vogel, einen plumpen Truthahngeier, trifft man ebenfalls überall auf der Insel an. Das Gleiche gilt für die bunt gefiederten Kanarienvögel wie den Banana Quit, die vorwitzigen Antillendrosseln (Kling Klings), die sich bei Picknicks als raffinierte Diebe herausstellen, sowie für Eulen, Tauben, Spechte, Pelikane und Kolibris.

Eine nicht weniger aufregende Tier- und Pflanzenwelt verbirgt sich unter der Wasseroberfläche - dank ihres glasklaren Wassers hat sich besonders die nördliche Küstenregion unter Schnorchlern und Tauchern einen Namen gemacht. In den Korallenriffs, die in allen Regenbogenfarben leuchten und über 700 Fischarten als Lebensraum dienen, sind winzige Polypentierchen am Werk, die an Fächer oder riesige Wälder erinnernde Gebilde schaffen. Auch Meeresschildkröten kommen zur Eiablage an Jamaikas Küsten, obwohl ihre Zahl durch Jäger stark dezimiert wurde. Vom Aussterben bedrohte Manatis - warmblütige Rundschwanz-Seekühe mit riesigem, schwerfälligem Körper, stumpfem Maul und paddelartigem Schwanz - gibt es in den Sümpfen im südlichen Inselteil zu sehen.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 120-300 J$
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 300-800 J$
  • Luxusrestaurant: ab 1200 J$

Übernachtung

  • Billigunterkunft: 900-1500 J$
  • Hotel mittlerer Kategorie: 1500-2000 J$
  • Luxushotel: ab 3600 J$

Währung

Jamaika-Dollar (J$)


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