Costa Rica

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Sehenswertes

San José

Die kosmopolitische Hauptstadt von Costa Rica ist zugleich das Verkehrszentrum des Landes, weswegen viele Besucher ein paar Tage in San José verbringen. Kaufhäuser, Shopping-Malls und Fastfood-Ketten lassen den nordamerikanischen Einfluss erkennen, der hier wesentlich größer ist als in den meisten anderen Metropolen Lateinamerikas. Aber San José bietet auch mehrere hervorragende Museen, exzellente Restaurants, farbenfrohe Märkte und ein herrliches Klima.

Die Highlights unter den Museen sind das Museo Nacional, wo Fundstücke der costaricanischen Archäologie, Möbel aus der Kolonialzeit, historische Kostüme und sakrale Kunst zu sehen sind; das Museo del Oro Precolombino, das eine überwältigende Ausstellung präkolumbischer Schmuckstücke aus Gold beherbergt; und das Museo de Jade mit der weltgrößten Sammlung von amerikanischen Jadeskulpturen. Das beeindruckendste Gebäude der Stadt ist das in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaute Teatro Nacional. Hier werden Theaterstücke, Opern, Ballett und Konzerte des nationalen Symphonieorchesters aufgeführt. Der beste Markt in San José ist der geschäftige Mercado Central, auf dem eine ganze Palette von Waren feilgeboten wird: von lebendigen Truthähnen über Lederarbeiten bis hin zum günstigsten Essen der Stadt.

Ein Großteil der günstigen Hotels und Restaurants liegt westlich der Calle Central zwischen den Avenidas 1 und 2.

Parque Nacional Volcán Arenal

Mit seiner perfekt konischen Form ist er der Inbegriff eines typischen Vulkans: der 1633 m hohe Volcán Arenal im gleichnamigen Nationalpark. Seit 1968 ist der Feuer speiende Berg im Nordwesten Costa Ricas außergewöhnlich aktiv - damals lösten mächtige Explosionen Lavaflüsse aus, die mehrere Dutzend Menschen töteten. Der Grad seiner Aktivität variiert von Woche zu Woche; manchmal lassen sich spektakuläre Ausbrüche beobachten, bei denen Lava ausströmt und rot glühende Felsen durch die Luft fliegen. Zu anderen Zeiten ist der Vulkan friedlicher und leuchtet nur sanft in der Dunkelheit. An einen Aufstieg zum Arenal ist überhaupt nicht zu denken; den besten Blick genießt man bei Nacht von der Nord- bzw. Westseite des Berges. Weil der Nationalpark erst 1995 geschaffen wurde, gibt es bislang nur eine Übernachtungsmöglichkeit, Camping ist nicht gestattet. Als Ausgangspunkt zum Erkunden der Region bietet sich die kleine Stadt La Fortuna de San Carlos an.

Parque Nacional Santa Rosa

Der Parque Nacional Santa Rosa ist der älteste und zugleich einer der am Besten ausgebauten Nationalparks in Costa Rica. Sein Gebiet erstreckt sich über einen Großteil der Península Santa Elena, die im äußersten Nordwesten des Landes in den Pazifik ragt. Mit Hilfe des Parks werden nicht nur der größte in Mittelamerika erhaltene Bestand tropischen Trockenwalds geschützt, sondern auch wichtige Nistplätze für bedrohte Arten der Meeresschildkröte. Darüber hinaus besitzt der Park eine historische Dimension: Hier steht die Hacienda, auf deren Gelände eine costaricanische Amateur-Armee 1856 gegen William Walker kämpfte.

Monteverde

Diese kleine Gemeinde im Nordwesten Costa Ricas wurde 1951 von Quäkern gegründet und ist heute eine bei einheimischen wie internationalen Besuchern gleichermaßen beliebte Destination. Zu den Attraktionen von Monte Verde zählen ein beeindruckender Nebelwald, Wanderwege, Quetzals, eine Käsefabrik, eine Schmetterlingsfarm sowie eine Reihe von Kunstgalerien.

Pazifikstrände

Wer sich nach zahllosen Dschungelwanderungen an den Aras sattgesehen hat, kann an einem der herrlichen Strände Costa Ricas schwimmen und sich entspannen. Die Pazifikküste bietet eine ansprechende Kombination aus Luxusresorts und menschenleeren Stränden vor der Kulisse unberührten Regenwalds. An der südlichen Pazifikküste beispielsweise liegt versteckt in einer kleinen Bucht des Golfo Dulce der Ort Golfito, ein wichtiger Hafen und ein guter Ausgangspunkt für Trips an die fantastischen Strände der Region. In nordöstlicher Richtung reiht sich eine einsame Bucht an die andere, in einigen davon findet man hübsche Dschungel-Lodges. Der Parque Nacional Corcovado auf der Península de Osa lockt mit seiner riesigen Kolonie scharlachroter Aras. Zu den vielen Stränden, die definitiv einen Besuch wert sind, zählen Playa Cativo, Playa Zancudo (von den Einheimischen als bester Badestrand des Landes gepriesen) und Pavones (einer der besten Surfspots des Pazifik).

Die zentrale Pazifikküste beginnt in Uvita und erstreckt sich Richtung Norden bis zum Golfo de Nicoya und der Stadt Puntarenas. Jacó ist ein Badeort für Pauschaltouristen und Partywütige. In Puntarenas selbst ist der Strand den meisten ausländischen Besuchern zu schmutzig, um auch nur ihren kleinen Finger ins Wasser zu halten; anspruchsvollen Schwimmern seien die abgeschiedenen Inseln direkt vor der Küste, wie z. B. die Isla Tortuga, ans Herz gelegt. Wer in der Nähe von Puntarenas surfen möchte, kommt in Boca Barranca und Doña Ana auf seine Kosten.

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Karibikküste

Die Karibikküste ist kulturell weitaus vielfältiger als die pazifische Seite - gut die Hälfte steht unter dem Schutz von Nationalparks und Tierreservaten. So wurden die Erschließung der Region und der Bau von Zufahrtsstraßen verlangsamt und das intensive Grün der Landschaft blieb beinahe durchgängig erhalten. Man kann sich kaum einen schöneren Ort vorstellen, um der Welt zu entfliehen. In Puerto Limón, der größten Stadt an der Karibikküste, gibt es einen tropischen Park mit zahllosen Blumen und Faultieren. Der Parque Nacional Tortuguero ist das wichtigste Eiablagegebiet der grünen Meeresschildkröte in der gesamten Karibik und beheimatet darüber hinaus unzählige Vögel, Affen und Echsen. Auch in der Nähe des kreolischen Strandparadieses Cahuita existiert ein Nationalpark, der sich insbesondere durch seine herrlichen Strände, riesige Korallenriffe und dichten Küstenregenwald auszeichnet. Die Bribri-Kultur lässt sich im Surfmekka Puerto Viejo de Talamanca kennen lernen. Kunsthandwerk, Reggae, Privatunterkünfte und kulturelle Führungen machen Puerto Viejo zu einer besonders interessanten Destination.

Península de Nicoya

Diese Halbinsel an der nordwestlichen Pazifikküste ist mangels befestigter Straßen sehr schwierig zu bereisen. Aber der Abstecher lohnt sich, führt er doch zu einigen der schönsten und unberührtesten Strände des Landes sowie zu kleinen, selten besuchten Parks und Tierschutzreservaten. Der Parque Nacional Marino las Baulas de Guanacaste zum Beispiel, gleich nördlich von Tamarindo, besitzt mit Playa Grande einen bedeutenden Nistplatz der Ledernackenschildkröte (baula), die als größte Meeresschildkröte der Welt gilt und ein Gewicht von über 500 kg erreichen kann. Bei dem schön gelegenen Dörfchen Playa del Coco befindet sich der am besten zugängliche Strand der Halbinsel; am Abend kann man hier sogar ein wenig dem Nachtleben frönen. Surfer und Windsurfer sind in Playa Tamarindo an der richtigen Adresse. Hobby-Höhlenforscher sollten sich den Parque Nacional Barra Honda, nordöstlich von Nicoya, nicht entgehen lassen und das Küstenreservat Refugio Nacional de Fauna Silvestre Ostional, das auf halbem Weg zwischen Sámara und Paraíso liegt, beheimatet zahllose wilde Tiere. Hauptattraktion ist die alljährliche Eiablage der olivenfarbenen Ridley-Meeresschildkröte, aber auch Leguane, Brüllaffen, Nasenbären und Schwärme der verschiedensten Vogelspezies leben hier. Einer der sichersten und attraktivsten Strände des Landes ist Playa Sámara; und Montezuma, nahe der Spitze der Halbinsel, ist ein hübsches, relaxtes Paradies für müde, junge Gringos.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Preisgünstige Mahlzeit: 3-10 US-Dollar
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 10-20 US-Dollar
  • Restaurant gehobener Kategorie: ab 25 US-Dollar

Übernachtung

  • Billigunterkunft: 5-15 US-Dollar
  • Hotel mittlerer Kategorie: 15-40 US-Dollar
  • Hotel gehobener Kategorie: ab 70 US-Dollar

Währung

Costaricanischer Colón (¢)


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