Kanada
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Sehenswertes
Montréal
Von Montréal geht ein herzliches, entspanntes und zugleich prickelndes Flair aus - Stolz und Leidenschaft sind in dieser stilvollen, zweisprachigen Inselmetropole mit stark europäischem Einschlag tief verankert. Nach reichlich Blutvergießen in der Vergangenheit wird die Schlacht zwischen Franzosen und Engländern heutzutage mit dem Stimmzettel für das Volksbegehren ausgetragen: Die Weltstadt ist zwar das Zentrum des Québecer Separatismus, doch ihre gute Laune lassen sich die Einheimischen von ein paar kulturellen Animositäten nicht verderben.
Der Name der Stadt geht auf den höchsten Berg der Umgebung zurück, den Mont Royal. Aus der Nähe betrachtet hat Montréals Altstadt einige architektonische Perlen aus dem 18. Jahrhundert zu bieten, z.B. das Museum für Archäologie und Geschichte (Pointe-à-Callière). Wem das Wetter zu ungemütlich wird (der Januar in Montréal ist berüchtigt), dem bietet der gemütliche unterirdische 'Kaninchenbau' der Stadt zahlreiche Möglichkeiten zum Essen, Trinken und Bummeln.
Vancouver
Vancouver ist für viele die schönste Stadt Kanadas und erobert Touristenherzen im Sturm. Die hügelige Lage und zahlreiche Brücken bieten atemberaubende Ausblicke auf den Pazifik, die Buchten und die eigentliche Stadt. Angesichts des für kanadische Verhältnisse milden Klimas und der heiteren, kalifornisch anmutenden Atmosphäre geraten selbst die Nachbarn jenseits der nahe gelegenen US-Grenze ins Schwärmen. Die Innenstadt ist ein buntes Nebeneinander von Sehenswürdigkeiten, vom alten viktorianischen Charme des restaurierten Bezirks Gastown bis zu den smaragdgrünen Flächen des Stanley Park, eines der größten Stadtparks der Welt. Berühmte Sand- und Surfstrände wie Wreck Beach liegen direkt um die Ecke, und in unmittelbarer Nähe der Stadt gibt es zahlreiche Wanderwege, Rafting-Möglichkeiten und Picknickoasen. Das nahe gelegene Vancouver Island bietet eine Fülle an großartigen Naturerlebnissen, inklusive Walbeobachtungen. Es versteht sich von selbst, dass es im Sommer in Vancouver schon mal ein wenig eng werden kann.
Die Rocky Mountains
Wo die Rocky Mountains die Grenze zwischen Alberta und British Columbia bilden, wurden zwei gigantische Nationalparks eingerichtet: Banff im Süden und Jasper im Norden. Banff war Kanadas erstes offizielles Wildschutzgebiet. Die Stadt, Namensgeber des Parks, ist heute im Sommer wie im Winter der bedeutendste Erholungsort des Landes. Der Jasper-Nationalpark bietet dagegen eine ausgedehntere, wildere und weniger erforschte Naturlandschaft. Im Banff-Park liegt der herrliche, türkisfarbene See Moraine Lake, der zwar mit allerlei Klischees behaftet, aber dennoch einer der idyllischsten Naturschauplätze Kanadas ist. Zwischen Banff und Jasper liegt ein Überbleibsel aus der letzten Eiszeit: das aus ca. 30 Gletschern bestehende Columbia Icefield. Wem Eisfelder nicht zusagen, der kann in den Rockies wilde Tiere bestaunen, schwimmen, Höhlen erkunden, wandern, Kanu fahren, in heiße Quellen eintauchen, bergsteigen und findet dabei zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Die Preise für Unterkunft liegen in diesem Teil des ultimativen kanadischen Gebirgserlebnisses im Allgemeinen niedriger als in Jasper.
Die Prärie
Vom Fuß der Rockies erstreckt sich über die Provinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba im Herzen Kanadas die Prärie. Endlos ziehen sich goldene Weizen- und Sonnenblumenfelder über das weite Land, wo die Einheimischen seufzen: "Die Rocky Mountains sind ja ganz schön, aber sie versperren den Blick". Albertas beliebteste Prärie-Attraktion ist das in der Nähe von Fort Macleod gelegene UN-Welterbe mit dem kuriosen Namen Head-Smashed-In Buffalo Jump. Der 3000 qkm große Riding Mountain National Park, eine waldbedeckte Oase in der Prärie Manitobas, ist Heimat zahlreicher Bisons und lässt sich gut mit dem Fahrrad erkunden. In der Prärie des benachbarten Saskatchewan finden sich viele Nationalparks mit wohlklingenden Namen, in denen es nicht selten mehr Kanustrecken als Straßen gibt. Zu den ausgesprochenen Überraschungen in dieser Gegend zählt das nördlich des Crooked Lake Provincial Park gelegene Yorkton, dessen zwiebelförmige Kirchtürme vom ukrainischen Erbe der Stadt zeugen. Wer mit seinem UFO unmittelbar östlich von Yorkton in dem winzigen Städtchen Rocanville landet, stößt auf einen der jüngsten Kornkreise Kanadas.
Noch mehr Sehenswertes
Arctic Northern Games
Die 'Arktisspiele' finden meistens nur einen Steinwurf von Alaska entfernt im kälteklirrenden Inuvik statt und bieten neben den traditionellen Dene- und Inuit-Sportwettkämpfen auch Tanz, Musik und Kunsthandwerk. Im 'Good Woman'-Wettstreit messen sich die Frauen in verschiedenen Disziplinen, z.B. dem Häuten von Tieren.
Wells Gray Provincial Park
Dieser riesige, unberührte und relativ wenig besuchte Wildpark liegt in den Cariboo Mountains abseits des Yellowhead Highway in British Columbia. Der spektakulärste der zahlreichen schönen Wasserfälle des Parks ist Helmcken Falls, wo der Murtle River 137 Meter in die Tiefe stürzt.
PEI Potato Museum
Auf dem abgelegenen Außenposten Prince Edward Island (PEI) im äußersten Osten Kanadas belohnt das Städtchen O'Leary seine spärlichen Besucher mit einem Kartoffelmuseum. Hier erfährt man alles, was man eigentlich noch nie über das allgegenwärtige Knollengewächs wissen wollte - so etwa, dass 85% aller in Nordamerika angebauten Kartoffeln als Pommes frites enden. Das Museum umfasst mehrere historische Gebäude und eine Küche mit Kartoffelspezialitäten. Spaß beiseite - ein Besuch lohnt sich.
Narcisse Wildlife Management Area
In der Stadt Narcisse in Manitoba treffen sich die Schlangenliebhaber der Welt. Die Provinz ist Heimat für über 10 000 rote Strumpfbandnattern - und möglicherweise einen launenhaften Verwandten im Wasser. Denn Lake Manitoba ist die Heimat der kanadischen Version des Ungeheuers von Loch Ness. Die Einheimischen schwören, dass kürzlich eine riesige schlangenartige Kreatur, mit einem Kopf so groß wie der eines Pferdes, bei Nacht und Nebel von bewaffneten Agenten der Regierung getötet, auf einen Lastwagen verladen und weiß der Schwan wohin transportiert wurde. Seit den 70er Jahren gelangen immer wieder seltsame Geschichten über den See und das Geheimnis, das er birgt, an die Oberfläche. Man kann sie glauben, oder auch nicht...
Preisniveau
Mahlzeiten
- Günstige Mahlzeit: 7-15 US-Dollar
- Mittlere Preisklasse: 15-30 US-Dollar
- Gehobenes Restaurant: ab 30 US-Dollar
Übernachtung
- Einfache Unterkunft: 20-40 US-Dollar
- Mittlere Preisklasse: 40-70 US-Dollar
- Komfortables Hotel: ab 70 US-Dollar
Währung
Kanadischer Dollar








