Mexiko

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Sehenswertes

Mexiko-Stadt

La Ciudad de México, wie die Mexikaner ihre Hauptstadt nennen, kann man gleichzeitig lieben und hassen - sie besitzt alles, was man sich von der flächenmäßig größten Metropole und der zweitgrößten Stadt der Welt erwartet. Das Hochtal, über das sich Mexiko-Stadt erstreckt, ist ein wahres Sammelbecken des Schönsten und Besten, Schlimmsten und Hässlichsten, was das Land überhaupt zu "bieten" hat. Ergebnis dieser Mischung ist eine quirlige, umweltverschmutzte Riesenstadt voller Musik und Lärm, Smog und grüner Lungen, voller Kolonialpaläste, weltberühmter Museen und unüberschaubarer Elendsviertel.

Das historische Zentrum von Mexiko-Stadt bildet die Plaza de la Constitución, besser bekannt als der Zócalo. Der Platz wurde in den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts unter Cortés angelegt, der ihn mit Steinen aus den Ruinen der Tempel und Paläste der Aztekenstadt Tenochtitlán pflastern ließ, auf deren Grundmauern Mexiko-Stadt errichtet wurde. Tenochtitlán lag inmitten eines Sees, daher versinken viele ältere Gebäude und Kirchen der heutigen Stadt langsam, aber sicher im morastigen Boden. Die gesamte Ostseite des Zócalo nimmt der Palacio Nacional(Nationalpalast) ein, der auf den Grundfesten eines Aztekenpalasts ruht und früher Sitz der Vizekönige von Neuspanien war. Heute beherbergt er die Amtsräume des Präsidenten, ein Museum sowie ausdrucksstarke Wandgemälde von Diego Rivera, auf denen die Geschichte Mexikos dokumentiert wird. Die Catedral Metropolitana an der Nordseite des Zócalo wurde in den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts von den Spaniern genau dort erbaut, wo früher eine aztekische Tzompantli oder Schädelmauer (eine Art Altar, auf dem die Schädel von Geopferten ruhten) stand. Unmittelbar östlich der Kathedrale befinden sich die Überreste des Templo Mayor, des wichtigsten Aztekentempels, sowie ein besuchenswertes Museum mit Fundstücken der Ausgrabung.

Die Alameda, früher ein aztekischer Marktplatz, ist heute ein hübscher, schattiger Park. Die Straßen rings um die Alameda säumen Kolonialvillen, Wolkenkratzer, Cafés, Restaurants, Geschäfte und Märkte. Ein weiteres, absolutes Muss für Besucher sind der Bosque de Chapultepec, der größte Park der Stadt, in dem sich eine Hand voll Museen, Rummelplätze und die Residenz des Präsidenten befinden; die Basilica de Guadalupe, eine Kirche, die an jener Stelle erbaut wurde, wo die mexikanische Schutzheilige erschienen sein soll; die Kolonialhäuser von San Ángel; die Cuicuilco Pyramide und die Kanäle von Xochimilco.

Auf der Plaza Garibaldi versammeln sich allabendlich die Mariachi-Musiker und die Zona Rosa ist das Vergnügungsviertel, wo es nachts hoch hergeht. Die besten erschwinglichen Hotels liegen in den Gegenden westlich des Zócalo und südlich der Alameda. In fast allen Teilen der Stadt kann man ausgezeichnet und preiswert essen.

Die Umgebung von Mexiko-Stadt

Nur 50 km nordöstlich des Stadtzentrums liegen die Ruinen der ältesten Stadt Mexikos, Teotihuacán, die während ihrer Blütezeit im 6. Jahrhundert schätzungsweise 200 000 Einwohner zählte. Teotihuacán war die Hauptstadt der ersten großen mexikanischen Zivilisation; von ihrer Bedeutung zeugen atemberaubende Überreste. Wer es schafft, den Möchtegern-Fremdenführern zu entkommen, kann in Ruhe die Straße der Toten, die 70 m hohe Sonnenpyramide, die Mondpyramide und den Palast von Quetzal Schmetterling auf sich wirken lassen. Tula, wahrscheinlich die Hauptstadt des Toltekenreichs, liegt 65 km nördlich von Mexiko-Stadt und ist vor allem ihrer gewaltigen, 4 m hohen steinernen Krieger wegen berühmt.

85 km südlich der Hauptstadt befindet sich die Stadt Cuernavaca, deren mildes Klima schon seit Kolonialzeiten die Oberen Zehntausend von Mexiko-Stadt anzieht. Ein Großteil ihrer Eleganz liegt hinter hohen Mauern verborgen, doch einige Villen wurden zu Galerien, Hotels und Restaurants umfunktioniert. Cuernavaca ist nichts für Reisende mit schmaler Börse, aber ihrer Annehmlichkeiten wegen sehr beliebt bei Sprachschülern, die hier einen Spanischkurs absolvieren. Die alte Silberminenstadt Taxco, 180 km südwestlich von Mexiko-Stadt, verfügt über ein wunderbares koloniales Erbe und ist mit ihrem kopfsteingepflasterten Labyrinth von Sträßchen, altehrwürdigen Häusern und freundlichen Plazas einer der malerischsten, einladendsten Orte von ganz Mexiko. Die gesamte Stadt wurde zum historischen Nationaldenkmal erklärt.

Baja California

Trotz ihrer herrlichen Küste mit weißen Sandstränden, stillen Buchten und schroffen Klippen ist das Landesinnere von Baja wild und unerschlossen und stellte von jeher ein beliebtes Versteck dar. Die Halbinsel diente als Fluchtort für Magonista-Revolutionäre sowie für Schmuggler und Säufer während der Prohibitionszeit in den USA. Heutzutage sind es die Touristen, die nach Baja flüchten. Zu den Highlights zählen San Borja, ein abgeschiedenes, von Jesuiten gegründetes Missionsdorf; die Sierra de San Francisco in der Nähe von San Ignacio, ein Vulkanplateau mit ungewöhnlichen, versteckten Felszeichnungen, das vor kurzem von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde; und die Sierra de la Laguna, ein botanisches Märchenland an der Südspitze der Halbinsel, wo Zitterpappeln, Kakteen, Eichen und Palmen nebeneinander wachsen und Gebirgsbäche durch Granitschluchten tosen - ein Paradies für Wanderfreunde.

Von Chihuahua per Bahn zum Pazifik

Die Bahnfahrt zwischen Los Mochis und Chihuahua zählt zu den landschaftlich reizvollsten Touren, die man in Mexiko unternehmen kann. Sie führt durch 88 Tunnel und über 38 Brücken durch die schmalen Schluchten der Sierra Tarahumara und an den Abgründen mächtiger Felshänge vorbei. Diese Bahnstrecke ist ein wahres Wunderwerk technischer Erfindungskraft und hat nicht umsonst 90 Jahre bis zu ihrer Fertigstellung gebraucht. Unterwegs bieten sich faszinierende Ausblicke; der allerschönste ist der auf die Kupferschlucht, tiefer und aufregender als der Grand Canyon. Unerschrockene, gut ausgerüstete Wanderer können mit Führern aus den nahe gelegenen Orten Creel oder Divisadero in die 2300 m tiefe Schlucht hinabsteigen.

Puerto Vallarta

Am Río Caule, zwischen von Palmen bedeckten Bergen und der tiefblauen Bahía de las Banderas liegt das malerische, weiß getünchte Puerto Vallarta, ein Lieblingsreiseziel sowohl von Superreichen als auch von Rucksacktouristen. Hier findet man schneeweiße, palmenbestandene Sandstrände, gut besuchte Bars und Restaurants sowie jede Menge Kunstgalerien und Kunstgewerbeläden. Die Stadt hat sich in so atemberaubendem Tempo vom verschlafenen Fischerdorf zu einem Badeort von internationalem Rang gemausert, dass es regelrecht in Mode gekommen ist, über dessen verloren gegangenen Charme zu klagen. In Wirklichkeit ist es jedoch fast unmöglich, nicht von der Atmosphäre, den Stränden, der großen Bucht und dem artenreichen maritimen Leben begeistert zu sein. Das ganze Jahr über tummeln sich Delphine in der Bucht und zwischen Februar und April Grind- und Grauwale. Die Einheimischen schwören, dass man im April vom Ufer aus riesige Mantas während ihres "Liebesspiels" in die Luft springen sehen kann.

Guadalajara

Viele der Bilder und Traditionen, die allgemein als typisch mexikanisch gelten, haben ihren Ursprung in Guadalajara, der zweitgrößten Stadt Mexikos. Dazu zählen Mariachi-Musik, Tequila, breitrandige Sombreros und das mexikanische Rodeo. Der Reiz Guadalajaras besteht zum Teil darin, dass die Stadt vieles von dem zu bieten hat, was die positiven Seiten von Mexiko-Stadt ausmacht: eine lebendige Kulturszene, ausgezeichnete Museen und Galerien, ein aufregendes Nachtleben sowie hervorragende Hotels und Restaurants. Guadalajara ist hell, modern, gut organisiert und sauber und bietet eine solche Auswahl an Sehenswürdigkeiten, dass einfach keine Langeweile aufkommt. Zu den Highlights zählen die gewaltige Kathedrale mit ihren Zwillingstürmen und den sie umgebenden, herrlichen Plazas, das Instituto Cultural de Cabañas, die Plazuela de los Mariachis, wo Tag und Nacht Mariachi-Kapellen spielen - und nicht zuletzt die kostenlosen Probeschlückchen während einer Besichtigung der Abfüllanlage von Tequila Sauza.

Acapulco

Der erste und berühmteste mondäne Badeort an der mexikanischen Pazifikküste war früher einmal das Tor der Neuen Welt zum Osten. Heute ist Acapulco eine schnell wachsende Stadt mit weit über einer Million Einwohner und einer verrückten Kulisse aus Hoteltürmen, schicken Einkaufszentren und Restaurants, hinter der sich kleine Autowerkstätten, verdreckte Flüsse und die Wohnsilos der Armen verbergen. Acapulco ist wirklich nicht jedermanns Geschmack, aber die meisten Urlauber geben sich damit zufrieden, an den zahlreichen Stränden zu faulenzen und sich mit Wassersport die Zeit zu vertreiben.

Schon seit den 30er Jahren ziehen die berühmten Felsenspringer von La Quebrada Besuchermassen an, wenn sie mit einem graziösen Sprung aus einer scheinbar selbstmörderischen Höhe von 45 m in ein schmales Becken tauchen, das gerade einmal genügend Wasser zum Füßewaschen zu enthalten scheint. Da ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass sie vorher an einem kleinen Altar ein Gebet sprechen. Eine tolle Sicht auf die Taucher hat man von der Bar des El Mirador Hotels aus. Wer einen weniger überfüllten Strand sucht, begibt sich am besten zum Pie de la Cuesta, 8 km nordwestlich der Innenstadt. Ein wunderbarer Blick über die Bucht von Acapulco bietet sich von der Straße nach Puerto Marqués, 18 km südöstlich der Stadt. Unmittelbar südlich der Península de las Playas liegt der so genannte Unterwasserschrein, eine Bronzestatue der Jungfrau von Guadalupe, die auf dem Meeresgrund steht.

Oaxaca

In dieser von den Spaniern erbauten Stadt mit ihren engen Straßen herrscht eine besondere Atmosphäre: beschaulich und energiegeladen, weltfern und kosmopolitisch zugleich. Das im gebirgigen Bundesstaat gleichen Namens gelegene Oaxaca besitzt einen hohen indianischen Bevölkerungsanteil und zwischen die wunderschöne Kolonialarchitektur mischen sich bunte Märkte. Zum Charme dieser Stadt tragen nicht zuletzt die zahlreichen Kunsthandwerksstände und immer gut besuchten Straßencafés unter den Arkaden an der Plaza bei. In der Umgebung von Oaxaca liegen faszinierende Orte, die jeweils im Rahmen eines Tagesausflugs erreichbar sind, insbesondere die Ruinen von Monte Albán, Mitla, Yagul und Cuilapan sowie kleine Marktflecken und Kunsthandwerkszentren.

Die Halbinsel Yucatán

Überquert man den Río Usumacinta in Richtung Yucatán, betritt man das Gebiet der Maya. Noch heute leben die Maya, Erben einer glanzvollen, oft kriegerischen Geschichte, auf dem gleichen Grund und Boden, den vor mehr als tausend Jahren ihre Vorfahren besiedelten. Yucatán ist überraschend vielfältig. Hier gibt es zahllose Kolonialstädte, Badeorte, abgeschiedene Küstenstriche, deren einzige "Bewohner" tropische Vögel sind, und sagenhafte Maya-Stätten in der Nähe von Mérida: Uxmal und Chichén Itzá. Der Küstenstaat Quintana Roo zieht mit seinen Inseln und weißen Sandstränden Scharen sonnenhungriger Touristen an.

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Santa Rosalía

Liebhaber von Industriedenkmälern werden von Santa Rosalía begeistert sein. In dem kleinen, ehemals französischen Industrieort in der Zentralwüste von Baja California, rund 50 km östlich von San Ignacio, kann man die "Ruinen" einer gewaltigen Kupferschmelze besichtigen. Außerdem gibt es ungewöhnliche Wohnarchitektur sowie eine Kirche zu sehen, die nach einem Entwurf von Alexandre Gustave Eiffel gebaut wurde. Eigentlich sollte die vorfabrizierte Kirche nach Westafrika verschifft werden, landete aber irgendwie in Mexiko. Und noch etwas anderes hinterließen die Franzosen: In der hiesigen Bäckerei bekommt man die größten Baguettes von ganz Baja.

Die Yucatán-Küste

Die Strände zwischen Cancún und Tulum zählen zu den märchenhaftesten der Welt. Xcaret bietet sowohl Maya-Ruinen als auch eine wunderschöne Lagune, eine so genannte caleta, in der es von bunten Tropenfischen nur so wimmelt (Schnorchel nicht vergessen!). Ein paar Meter landeinwärts befindet sich der cenote, ein Wassersammelbecken in einer Kalksteinhöhle, in dem man ebenfalls herrlich baden kann. Die Laguna Yal-Ku, eine der allerbesten Stellen zum Schnorcheln, ist noch nicht einmal ausgeschildert; mit etwas Glück hat man das kristallklare Gewässer ganz für sich allein.

Basaseachic

Der 245 m hohe Basaseachic Wasserfall ist der zweithöchste der Erde (nach den Angel Falls in Venezuela). Er liegt 140 km nordwestlich von Creel und ist sowohl die einstündige Fahrt als auch jeden Schritt der erforderlichen, fast eine Stunde langen Wanderung wert. Creel bietet sich darüber hinaus auch als Ausgangspunkt für einen Abstecher zu dem kleineren, 22 km südlich der Stadt befindlichen Cascada Cusárare an.

Palenque

Inmitten feuchtheißen, sattgrünen Dschungels liegen die sagenhaften Maya-Ruinen von Palenque. Aus hier gefundenen Tonscherben geht hervor, dass der Ort vor mehr als 1500 Jahren zum ersten Mal bewohnt war. Ihre Glanzzeit erlebte die Stadt in der Zeit von 600-800 n.Chr., damals entstanden viele der Plazas und Bauten, darunter der kunstvoll gestaltete Templo de las Inscriptiones, eine Begräbnispyramide. Die beste Zeit für einen Besuch dieses ausgedehnten Ruinenkomplexes ist der frühe Morgen, wenn die Nebel steigen und die alten Tempel in mysteriöse Schwaden hüllen. Von den annähernd 500 mächtigen Gebäuden sind nur 34 freigelegt worden; sie alle wurden ohne Hilfe von Metallwerkzeugen oder Lasttieren errichtet und auch das Rad war damals unbekannt.

Die heutige Stadt Palenque, wo sich die meisten Hotels und Restaurants befinden, liegt rund 7 km von der Ausgrabungsstätte entfernt, aber zwischen beiden Orten verkehren tagsüber im Viertelstundentakt Pendelbusse. Sofern die politische Lage in Chiapas es zulässt, ist Palenque leicht per Bus erreichbar. Es besteht außerdem eine Bus-/Fährverbindung nach Tikal jenseits der Grenze in Guatemala (mit Zwischenstopp im Grenzort La Palma), so dass, wer schon einmal hier ist, gleich zwei der atemberaubendsten Maya-Stätten Zentralamerikas besuchen kann.

Preisniveau

Übernachtung

  • Billigunterkunft: 10-20 US-Dollar
  • Mittelklassehotel: 20-70 US-Dollar
  • Luxushotel: Ab 200 US-Dollar

Mahlzeiten

  • Preiswertes Essen: 2-8 US-Dollar
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 8-20 US-Dollar
  • Luxusrestaurant: ab 50 US-Dollar

Währung

Peso ($)


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