USA
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"Give me your tired, your poor/Your huddled masses yearning to breathe free" steht auf der Freiheitsstatue. Und das taten die Armen, Unterdrückten und Verfolgten auch: Sie kamen aus allen Ecken und Ende der Welt massenweise in die USA. Die aufeinanderfolgenden Wellen ehrgeiziger Einwanderer gaben den USA ihre Dynamik. Daher ist die Immigration auch eines der charakteristischsten Merkmale der amerikanischen Identität. Wenn man die USA aber ein "Einwandererland" nennt, übergeht man die Indianer (die bereits vor den Pionieren da waren und im eigenen Land nicht viel zu sagen haben) und die afrikanischen Sklaven (die gegen ihren Willen nach Amerika verschleppt wurden).
In den letzten 30 Jahren wurde das Modell Amerikas als "Melting Pot" - eines Schmelztiegels, in dem die Unterschiede zwischen den verschiedenen Einwanderergruppen in der Masse untergehen - abgelöst vom "Salatschüssel"-Modell, bei dem die einzelnen Elemente ihren Eigengeschmack behalten und gleichzeitig zum Ganzen beitragen.
Den Amerikanern wird von der Verfassung die Religionsfreiheit garantiert. Die größten Konfessionen sind der Protestantismus, der Katholizismus und das Judentum. Es gibt aber noch viele andere Glaubensrichtungen wie die Christian Scientists, Jehovas Zeugen und die Mormonen.
Das amerikanische Englisch umfasst eine Menge regionaler Akzente mit unterschiedlichem Verständlichkeitsgrad. Spanisch hat in Teilen von Südkalifornien, in New Mexico, in Texas und in Miami einen offiziellen Status als Sekundärsprache. 400.000 Amerikaner sprechen Indianerdialekte.
Die moderne amerikanische Kultur ist vor allem eine industrielle Massenkultur mit einer Faszination für Berühmtheit. Sie verdankt dem Marketing Know-how, der Kommunikationstechnologie und der Massenproduktion genauso viel wie Künstlern und Entertainern. An welches Produkt man auch immer denkt - es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass ein US-Unternehmen es erfunden hat und es so billig und schnell wie möglich an möglichst viele Verbraucher verkauft.
Das vage Konzept des "Amerikanischseins" wird im Kino und im Fernsehen umfassend definiert. Das Aufkommen des Fernsehens in den 1950er Jahren erschütterte die Vorherrschaft von Hollywood. Beide Medien haben es aber geschafft, zu koexistieren und sogar in Form einer Synergie zusammenzuwirken. Der weltweite Vertrieb von amerikanischen Filmen und Fernsehshows hat in großem Maße beeinflusst, wie die USA in der Welt wahrgenommen werden - obwohl dieses Bild nicht ganz akkurat ist.
Amerika hat die mächtigste Musikindustrie der Welt. Die Triebkraft der amerikanischen Popmusik bleiben aber neue Strömungen. Der Einfluss der afrikanischstämmigen Amerikaner auf Blues, Jazz und Hip-Hop ist heute mehr als bekannt.
Die Rap-Musik - der Sound der amerikanischen Großstädte - basiert auf markanter Rhythmik, Tonmontage, einem Straßengang-Look und Macho-Verhalten. Ihre Beliebtheit in der weißen amerikanischen Mittelschicht wird die Soziologen wohl noch Jahrzehnte beschäftigen.
Amerika hat eine unglaublich reiche Literatur hervorgebracht. Zu den berühmtesten Schriftstellern gehören Walt Whitman, Herman Melville, Nathaniel Hawthorne, Emily Dickinson, Henry James und Edith Wharton. Aus späteren Jahrzehnten sind William Faulkner, Ernest Hemingway, Scott Fitzgerald, John Steinbeck, Jack "Backpack" Kerouac, Arthur Miller, Tennessee Williams, Saul Bellow, John Updike und Toni Morisson zu nennen.
Nach dem 2. Weltkrieg verlagerte sich der Schwerpunkt der Künstlerwelt von Paris in die USA. Künstler, die das vom Krieg zerstörte Europa verließen, brachten Überreste des Surrealismus nach New York und inspirierten eine Gruppe junger amerikanischer Maler. Das Ergebnis war der erste amerikanische Malstil, der abstrakte Expressionismus.
Die absolute Herrschaft der Massenmedien brachte die Pop Art hervor. Sauber ausgeführte, oberflächenorientierte und absichtlich banale Gemälde wie Andy Warhols Campbell's Soup Cans sind heute Amerika-Ikonen.
Wenn man an die amerikanischen Städte denkt, sieht man Wolkenkratzer vor sich, eine architektonische Hommage an die Marktkräfte und Ausdruck des amerikanischen Optimismus. Chicago ist ein lebendiges Museum der Hochhauskonstruktion, doch auch New York hat in diesem Bereich Eindrucksvolles zu bieten. Trotz der zunehmenden Homogenisierung hält das ländliche Amerika an seinen Eigenarten fest, und es gibt noch immer charakteristische regionale Architekturstile wie das Clapboard-Haus in Neuengland, den "Spanish Mission"-Stil in Kalifornien und die Adobe-Häuser in New Mexico.
Der Sport hat sich in den USA getrennt vom Rest der Welt entwickelt. Daher treiben die Amerikaner vor allem spezifisch amerikanische Sportarten wie Baseball, Football und Basketball. Fußball und Eishockey werden aber immer beliebter. In den amerikanischen Großstädten wurden die großen Indoor-Sportarten erfunden: Aerobic und Fitness, Indoor-Skifahren und -Klettern - das Ergebnis der Kombination eines hohen frei verfügbaren Einkommens mit wenig Freizeit.
Weitere Regionen
Preisniveau
Mahlzeiten
- Einfache Mahlzeit: 3-10 US$
- Mittlere Preisklasse: 10-15 US$
- Luxusrestaurant: ab 20 US$
Übernachtung
- Einfache Unterkunft: 12-60 US$
- Mittlere Preisklasse: 60-100 US$
- Luxushotel: ab 180 US$
Währung
US-Dollar (USD)








