Neuseeland

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Neuseeland liegt rund 1600 km südöstlich von Australien im Pazifischen Ozean und besteht aus zwei großen sowie ein paar kleineren Inseln - einige davon befinden sich nahe der Küste, andere sind Hunderte von Kilometern entfernt. Von Nord nach Süd misst das Land etwas über 1700 km. Die beiden größten Landmassen sind die Nordinsel mit 115 000 qkm und die Südinsel mit 151 000 qkm; danach kommt Stewart Island mit 1700 qkm, welche direkt unterhalb der Südinsel liegt. Auf der Nordinsel findet man eine Reihe großer Vulkane - u. a. den zurzeit aktiven Mt Ruapehu - sowie dampfende Thermalgebiete. Die Südinsel wird von den Southern Alps beherrscht, eine Kette grandioser Berge, die sich fast die gesamte Insel entlangzieht. Ein weiteres Merkmal Neuseelands ist die Vielzahl der Flüsse und Seen, von denen der Whanganui River, der Lake Taupo sowie die atemberaubenden Seen Waikaremoana und Wanaka besondere Erwähnung verdienen.

Ein Großteil der neuseeländischen Flora ist endemisch und weist eine enorme Artenvielfalt auf: gigantische, Kautschukharz produzierende Kauri- und Kohekohe-Bäume; von Rimu, Buche, Tawa, Matai und Rata dominierter Regenwald; Farne und neuseeländischer Flachs; alpine und subalpine Felder mit krautartigen Gewächsen; Gebüsch und Tussock-Gras. Einer der auffälligsten Bäume ist der Pohutukawa, der im Dezember leuchtend rote Blüten entwickelt - nicht von ungefähr trägt er auch den Beinamen Christmas Tree. Etwa 10 bis 15% der gesamten Landfläche Neuseelands sind von einheimischer Flora bewachsen, der überwiegende Teil davon gehört zu Nationalparks und Naturschutzgebieten.

Überraschenderweise ist die Bandbreite der einheimischen Fauna eher gering - einziges endemisches Säugetier ist beispielsweise eine Fledermausart. Dafür legt die Vogelwelt einen gewissen Variantenreichtum an den Tag - allen voran das Nationalsymbol des Landes, der nachtaktive, flugunfähige und etwas tollpatschig wirkende Kiwi. Sehr viel häufigere Arten sind der Kuckuckskauz (Morepork) sowie Tui, Weka und Kea. Letzterer ist ein lärmender Bergpapagei, der allerhand Schabernack treibt - mit Vorliebe schleicht er sich an Menschen heran, wirft Mülleimer um und saust nachts mit lautem Geschrei die Wellblechdächer hinunter. Eingeführte Tierarten wie Schweine, Ziegen, Opossums, Hunde, Katzen, Wild und die allgegenwärtigen Schafe findet man im gesamten Land, jedoch hatte ihre Verbreitung in der Wildnis eine verheerende Wirkung auf die einheimische Tier- und Pflanzenwelt: Über 150 Pflanzen, das sind 10% aller endemischen Arten, und viele Vögel sind derzeit vom Aussterben bedroht. In den Küstengewässern vor Neuseeland tummelt sich eine Vielzahl von Fischarten wie etwa Thunfisch, Marlin, Schnapper, Trevally, Kahawai oder der Hai; die Meeressäugetiere - Delphine, Robben und Wale - ziehen Naturliebhaber aus der ganzen Welt an. Insgesamt gibt es in Neuseeland zwölf Nationalparks, zwanzig geschützte Waldgebiete, fünf Meeresparks sowie zwei als Weltnaturerbe eingestufte Gebiete: den Tongariro National Park auf der Nordinsel und Te Waihipouna-mu auf der Südinsel.

Neuseeland erstreckt sich zwischen dem 34. und 47. südlichen Breitengrad und liegt somit mitten in den stürmischen "roaring forties". Infolgedessen ist es über dem Land ununterbrochen windig, insbesondere aus westlicher Richtung. Dabei kann es sich um eine leichte Sommerbrise handeln, aber auch um einen peitschenden Wintersturm, der manchmal sogar Dächer abdeckt. Wegen ihrer unterschiedlichen geologischen Merkmale haben die Nord- und Südinsel gegensätzliche Niederschlagsmuster: Auf der Südinsel fungieren die Southern Alps als Hindernis für die feuchtigkeitsbeladenen Winde, die von der Tasmanischen See kommen. Während auf der Westseite der Alpen also ein eher feuchtes Klima herrscht, erfreut man sich auf der Ostseite eines trockenen Klimas. Da die Nordinsel kein vergleichbares geologisches Merkmal aufweist, sind die Niederschläge hier gleichmäßiger verteilt. Die Temperaturen fallen auf der Südinsel durchschnittlich ein paar Grad niedriger aus und auf beiden Inseln kann es im Winter schneien. Man sollte außerdem immer daran denken, dass Neuseeland ein Seeklima und kein Kontinentalklima hat, d. h. das Wetter kann sich erstaunlich schnell und dramatisch ändern. Die geschäftige Hochsaison fällt in die wärmeren Monate zwischen November und April - der klassische Sommer dauert von Dezember bis Februar -, aber auch in den Wintermonaten zwischen Juni und August muss man in Skizentren wie beispielsweise Queenstown mit ausgebuchten Hotels rechnen.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Einfache Mahlzeit: 7-15 NZ$
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 15-35 NZ$
  • Luxusrestaurant: ab 50 NZ$

Übernachtung

  • Billigunterkunft: 15-30 NZ$
  • Hotel mittlerer Kategorie: 30-80 NZ$
  • Luxushotel: ab 150 NZ$

Währung

Neuseeland-Dollar (NZ$)


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