Neuseeland
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Sehenswertes
Wellington
Die Hauptstadt von Neuseeland (345 000 Einwohner) schmiegt sich in eine wunderschöne Bucht an der Südspitze der Nordinsel - diese herrliche Lage hat allerdings auch einen Nachteil, wie der Spitzname von Wellington bereits vermuten lässt: Windy City. In der Tat erreicht die stetige Brise im Winter nicht selten Sturmstärke. Wellington ist eine quirlige Stadt voller Kunst und Kultur, mit beinahe monatlichen Festivals, einer großen Auswahl ethnischer Restaurants und einer interessanten Café-Szene. Darüber hinaus beherbergt sie bedeutende neuseeländische Kunstschätze und ist Sitz der Regierung.
Sehenswerte Gebäude sind z. B. der modernistische Beehive ("Bienenkorb"), in dem die Büros der Exekutive untergebracht sind; das Old Government Building, eines der größten Holzgebäude der Welt; die National Library mit der umfangreichsten Büchersammlung im Land; sowie der Katherine Mansfield Birthplace, Geburtshaus der wohl berühmtesten neuseeländischen Autorin (1888-1923). Weitere Attraktionen der Stadt beinhalten das fantastische Nationalmuseum Te Papa, einen Zoo und atemberaubende Ausblicke auf die Stadt vom Mt Victoria. In der Cuba Street und auf dem Lambton Quay kann man gut einkaufen, im Stadtteil Mt Victoria gibt es billige Unterkünfte sowie günstige Restaurants und das Stadtviertel Thorndon bietet sich für einen historischen Rundgang an.
Auckland
Auckland, mit 1,2 Millionen Einwohnern die größte Stadt Neuseelands, ist fast vollständig von Wasser umgeben und wird von einer vulkanischen Hügellandschaft geprägt. Wie Sydney liegt es an einem spektakulären Naturhafen, besitzt eine Brücke über denselben sowie eine Unmenge fanatischer Segelenthusiasten, was ihr den Beinamen City of Sails eingebracht hat. Die Metropole ist ein Magnet für Menschen aus dem Südpazifik und weist heute die weltgrößte Konzentration von Polynesiern auf. Zu den Highlights in Auckland gehören das Auckland Museum mit einer Vielzahl von faszinierenden Ausstellungsstücken zur Kultur der Maori sowie Kelly Tarlton's Underwater World Camp; Antarctic Encounter, ein einzigartiges Aquarium inkl. arktisches Erlebniszentrum.
In den Stadtteilen Parnell und Newmarket lässt es sich hervorragend einkaufen, in Devonport entdeckt man gut erhaltene, viktorianische Gebäude, Ponsonby bietet polynesisches Kunsthandwerk sowie Cafés, Restaurants und Märkte. Von dem erloschenen Vulkan One Tree Hill hat man einen tollen Rundblick über die Stadt, und Strände mit guten Bademöglichkeiten findet man z. B. in Kohimarama oder der Mission Bay. Im Hauraki Gulf vor Auckland liegt eine Reihe von Inseln wie beispielsweise Rangitoto, Great Barrier und Waiheke, auf denen es erschwingliche Unterkünfte, Wander- und Tauchmöglichkeiten sowie exzellente Galerien - insbesondere auf Waiheke Island - gibt. Auckland eignet sich auch gut als Ausgangspunkt für einen Besuch der wunderschönen Coromandel Peninsula oder der Hauraki Plains im Südosten.
Otago
Die Provinz Otago auf der Südinsel wartet mit drei absoluten Höhepunkten Neuseelands auf: Queenstown, Zentrum der Adrenalin-Junkies; die Wanderwege des Fiordland National Park sowie die Otago Peninsula, auf der Neuseelands erste Ansätze in Richtung Ökotourismus zu verzeichnen waren. Queenstown liegt in einem Gletschertal am Ufer des Lake Wakatipu und der Name des Städtchens ist zum Synonym für mitunter recht haarige Abenteuer geworden: Gleitschirmfliegen, Wildwasser-Rafting, Jetboot-Touren über eisige Stromschnellen, Bungyjumping von einer Brücke über den Skippers Canyon - und der letzte Schrei ist ein grausiger 300-m-Bungyjump aus einem Hubschrauber.
Gletscher haben einst die von tief eingeschnittenen Meeresarmen geprägte Küstenlandschaft geschaffen, welcher der Fiordland National Park seinen Namen verdankt. Inmitten dieser Wildnis aus Bergen, Eis und Buchenwäldern befindet sich einer der landschaftlichen Höhepunkte des Parks: der Milford Sound. Spielzeugschiffen gleich tuckern Ausflugsboote am Fuße gewaltiger Bergwände und tosender Wasserfälle entlang. In dieser Gegend findet man auch einige der klassischen Wanderwege Neuseelands, z. B. den Routeburn Track (im Mt Aspiring National Park), den Hollyford Valley Track und den Milford Track, der als schönster Wanderweg der Welt gepriesen wird.
Mit ihren bewaldeten Hügeln, Albatros-, Pinguin- und Robbenkolonien sowie ihren diversen Aquarien zieht die Otago Peninsula besonders Naturliebhaber in ihren Bann. Die Studentenstadt Dunedin ist ein lebendiges Kunst- und Unterhaltungszentrum und u. a. dafür bekannt, eine Reihe international bekannter Rockbands der verschiedensten Stilrichtungen hervorgebracht zu haben. Die von der Kultur der schottischen Einwanderer geprägte Stadt verfügt über ein reiches architektonisches Erbe mit vielen Museen, Galerien und stattlichen Herrenhäusern.
Im südlichen Teil der Südinsel findet man eine Reihe großer Seen wie den Lake Hawea und den benachbarten Lake Wanaka in Otago oder den einst durch einen riesigen Gletscher entstandenen Lake Te Anau in Southland, Neuseelands zweitgrößter See. Zwischen Invercargill und Dunedin liegen die Catlins, die das größte Gebiet einheimischen Waldes an der Ostküste der Südinsel beherbergen. Hier kann man Schutzgebiete für selten gewordene Pflanzen und Bäume aufsuchen oder Tiere wie Seebären, Seelöwen, Pinguine und Enten in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.
Northland
Northland ist die Wiege sowohl der Maori- als auch der Pakeha-Kultur: Hier fanden die ersten Kontakte zwischen Europäern und Maori statt, hier wurden die ersten Walfangstationen errichtet und hier unterzeichnete man den Vertrag von Waitangi. Wegen seiner ganzjährig milden Temperaturen wird dieser Landstrich gerne auch als "winterloser Norden" bezeichnet. Northland bietet eine Reihe interessanter Museen wie das Otamatea Kauri & Pioneer Museum, fantastische, fast weiße Strände wie den Ninety Mile Beach, hervorragende Tauchmöglichkeiten im Poor Knights Islands Marine Reserve (laut Jacques Cousteau eines der zehn besten Tauchreviere dieser Welt), historische Orte wie Pahia und Waitangi, Gelegenheit zum Sportfischen in der Bay of Islands sowie zahlreiche Pflanzen- und Tierschutzgebiete, u. a. den Waipoua Kauri Forest.
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Whangaparaoa
Malerische Buchten flankieren die herrliche Küstenstraße rund um das East Cape auf der Nordinsel. In Whangaparaoa nahe Cape Runaway sollte man unbedingt der alten, schneeweißen Anglikanischen Kirche einen Besuch abstatten. Im Schatten von Norfolk-Araukarien (Norfolk Pines) steht sie einsam und verlassen auf einem kleinen Landvorsprung. Das Cape Runaway ist nur zu Fuß über privates Land erreichbar, für diese Wanderung sollte man eine Erlaubnis einholen.
Great Barrier Island
Diese Insel an der Öffnung des Hauraki Gulf bietet ausgedehnte, weiße Sandstrände an ihrer Ostküste, geschützte Buchten an der Westküste sowie einen zerklüfteten, steil aufragenden Bergkamm in ihrem Innern. Der 80 000 ha große und geschützte Great Barrier Forest wird von einer Reihe von Wanderwegen durchzogen, die teilweise entlang alter Holzfällerpfade und Schienenwege verlaufen. Mit ihren natürlichen Thermalquellen, den hoch aufragenden Kauri-Bäumen und ihrer gelassenen Atmosphäre ist die Insel ideal, um dem Trubel in Auckland zu entfliehen - von der 88 km südlich gelegenen Metropole ist Great Barrier Island per Flugzeug und Fähre zu erreichen.
Harihari
Dieser kleine Ort an der Westküste der Südinsel machte 1931 weltweit Schlagzeilen, als Guy Menzies hier erfolgreich den ersten Soloflug von Australien über die Tasmanische See beendete - zumindest beinahe erfolgreich. Der Flug selbst ging problemlos vonstatten, aber die Landung war ein ziemliches Desaster: Die Maschine überschlug sich in einem Sumpfgebiet und Menzies fiel - sehr zur Erbauung der applaudierenden Einheimischen - nach dem Lösen seines Sicherheitsgurts kopfüber in den Schlamm. Heute ist Harihari besonders beliebt als Ausgangspunkt für Küstenwanderungen, zur Vogelbeobachtung sowie zum Forellen- und Lachsfischen.
Mt Cook National Park
Die hochalpine, vier Tage dauernde Copland Pass Route auf der Südinsel ist ein einmaliges Wanderabenteuer, das jedoch nur bei guten Wetterbedingungen und nur von sehr gut vorbereiteten, erfahrenen Bergsteigern bzw. in Begleitung eines professionellen Führers in Angriff genommen werden sollte. Der perfekte Umgang mit Eispickeln, Steigeisen sowie Karte und Kompass sollte vorausgesetzt werden. Die Wanderung führt über den gleichnamigen, 2150 m hohen Pass durch den Mt Cook National Park. Das Terrain ist mit Gletschern und Schneefeldern einerseits sowie Regenwald und Thermalquellen andererseits höchst unterschiedlich, stetige Kulisse bilden die bis zu 3000 m hohen Gipfel der Southern Alps.
Stewart Island
Die drittgrößte Insel Neuseelands ist ein Paradies für Vogelkundler. Neben den allgegenwärtigen Tuis, Sittichen, Kakas und Bellbirds kann man hier sogar den ansonsten sehr seltenen Kiwi beobachten, besonders in der Nähe von Stränden. Während die nördliche Hälfte der Insel von einem Netz an Wanderwegen und Hütten durchzogen ist, kann man den unzugänglichen Süden als Besucher getrost vergessen. Die weniger als 400 Einwohner sind hart im Nehmen, schweigsam und Festlandbewohnern gegenüber eher misstrauisch. Das Wetter auf Stewart Island kann sehr wechselhaft sein und die Unterkünfte sind mit Ausnahme einiger exzellenter Homestays ziemlich einfach.
Preisniveau
Mahlzeiten
- Einfache Mahlzeit: 7-15 NZ$
- Restaurant mittlerer Kategorie: 15-35 NZ$
- Luxusrestaurant: ab 50 NZ$
Übernachtung
- Billigunterkunft: 15-30 NZ$
- Hotel mittlerer Kategorie: 30-80 NZ$
- Luxushotel: ab 150 NZ$
Währung
Neuseeland-Dollar (NZ$)








