Chile und die Osterinsel
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Chiles schmaler Landstreifen erstreckt sich entlang der Westküste des südamerikanischen "Zipfels" und wurde von dem Schriftsteller Benjamín Subercaseaux als ein Staat beschrieben, der mit einem Übermaß an "bizarrer Geografie" gesegnet ist: Von den wüstenhaften Gebieten im Norden bis zu den Gletschern im Süden misst Chile satte 4300 km, im Westen wird das Land vom Pazifik und im Osten durch die Anden begrenzt. Den Großteil seiner langen Ostgrenze teilt Chile mit Argentinien, im Norden stößt es an Peru und Bolivien. Was ihm an Breite fehlt - die selten mehr als 200 km beträgt - macht Chile in Höhe wieder wett, indem es von Meereshöhe unheimlich schnell auf 6000 m ansteigt. Diesen extremen Höhenunterschieden verdankt das Land auch seine Vielzahl landschaftlicher Formen. Schneebedeckte Vulkane blicken in tiefe Schluchten hinab; das Gegenstück zum so genannten "Großen Norden" (El Norte Grande), wo manche Wetterstationen noch nie Regen gemeldet haben, bildet das stürmische, schneereiche Patagonien; und die wunderbar geformte Küstenlinie beschert Chile traumhafte Strände und Buchten. Darüber hinaus beansprucht der Staat mehrere Inseln: die Osterinsel (3700 km westlich), Juan Fernández (700 km westlich) sowie die Hälfte der südlich von Chile liegenden Insel Feuerland (Tierra del Fuego), die es sich mit Argentinien teilt.
Dank seiner unterschiedlichen Vegetationszonen bietet Chile Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna, die durch ein weit reichendes Netz von Nationalparks geschützt wird - einer der größten Anziehungspunkte für Besucher. In den Parks leben Tiere wie die vom Aussterben bedrohten Vikunjas (wild lebende Verwandte der Alpakas), patagonische Guanakos (wild lebende Verwandte der Anden-Lamas), Flamingos, Pelikane, Pinguine, Otter und Seelöwen. Zur typisch chilenischen Pflanzenwelt zählen Araukarien (Araucaria imbricata), Zypressen und Lärchen. Außerhalb der Naturschutzgebiete werden die Baumbestände allerdings mit erschreckender Geschwindigkeit abgeholzt.
Auch das chilenische Klima entspricht dem abwechslungsreichen Terrain: Im Norden ist es trocken, aber erstaunlich gemäßigt; das Zentrum genießt ein freundlich-mediterranes Klima; und im südlichen Patagonien und Feuerland bläst ein eisiger Wind und Regen oder Schnee sind fast an der Tagesordnung. Die feuchte Jahreszeit im Zentrum dauert von Mai bis August, dann sinken die Temperaturen und erreichen im Juli nur noch einen durchschnittlichen Höchstwert von 10°C; im Januar kann das Thermometer wieder auf 28°C steigen. Während des (chilenischen) Sommers in Patagonien und Feuerland wird es kaum wärmer als 11°C, aber ausgerüstet mit einem dicken Pulli und einer winddichten Jacke übersteht man auch diese Widrigkeiten.
Preisniveau
Mahlzeiten
- Einfache Mahlzeit: 3-5 US-Dollar
- Mittelklasserestaurant: 5-20 US-Dollar
- Luxusrestaurant: ab 30 US-Dollar
Übernachtung
- Einfache Unterkunft: 10-20 US-Dollar
- Mittelklassehotel: 20-35 US-Dollar
- teures Hotel: ab 60 US-Dollar
Währung
Peso (Ch$)








