Peru
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Die prähispanische Kunst fand ihren Niederschlag vor allem in den Bereichen der Töpferei, Metall- und Steinbearbeitung sowie der Herstellung von Textilien. Die Spanier führten eine urbane Architektur ein, mit schachbrettförmig angelegten Straßen, eleganten Wohnhäusern sowie Kirchen und Klöstern im Stil der spanischen Renaissance oder des ziemlich behäbigen, frühspanischen Barock. Im Laufe der Zeit machten sich im Bauwesen zunehmend indianische Einflüsse bemerkbar, aus denen sich ein Stil entwickelte, der mestizo genannt wird. Beste Beispiele für Mestizoarchitektur sind die zahlreichen Kirchen in Puno und Arequipa. Auch die Malerei orientierte sich eine Zeit lang am europäischen Vorbild, doch mit wachsendem Selbstbewusstsein der einheimischen Künstler entstand eine neue, ganz eigene Kunstform, die so genannte Schule von Cuzco. Ihr Stil ist gekennzeichnet durch eine Vermischung indianischer und europäischer Motive sowie eine Abwendung von der sichtbaren Welt hin zu einer Märchen- und Fabelwelt. Der Einfluss dieser Schule auf Paul Gauguin, der seine Kindheit in Lima verbrachte, ist unverkennbar.
Die peruanische Musiklandschaft wird vor allem von folkloristischer (Anden-) Musik geprägt, doch es gibt auch ein paar sozialkritische zeitgenössische Komponisten wie Andrés Soto und eine kleine, aber sehr interessante "schwarze" Musikszene. Eine ihrer renommiertesten und engagiertesten Vertreterinnen ist Susana Baca. Auch auf dem Gebiet der Literatur hat Peru Spannendes zu bieten, von Schriften, die vom Gedankengut der Unabhängigkeitsbewegung beseelt sind, über zahlreiche, oft regimekritische Poeten und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wie Javier Heraud, Flora Tristan oder Cesar Vallejo bis zu den fesselnden Romanen des international bekannten Autoren Mario Vargas Llosa.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist römisch-katholisch, doch bei der offiziell katholischen indianischen Bevölkerung und der schwarzen Minderheit ist der Katholizismus oft von traditionellen, vorchristlichen Glaubensvorstellungen und Bräuchen durchsetzt. Die Amtssprache ist Spanisch. Die meisten Hochlandindianer sind zweisprachig. Ihre Muttersprache jedoch ist Ketschua. Daneben gibt es noch rund 70 andere Sprachen. In abgelegenen Gebieten des Amazonastieflands wird kaum Spanisch gesprochen. Mit Englisch kann man sich in Hotels der oberen Kategorie und in Reisebüros verständlich machen.
Die peruanische Küche ist sehr schmackhaft und regional verschieden. Meeresfrüchte schmecken natürlich am besten an der Küste. Im Hochland wird auf Wunsch das Lieblingsgericht der Inka serviert: gebratenes Meerschweinchen. Weitere Spezialitäten sind lomo saltado (mit Zwiebeln gebratene Rindfleischstücke), ceviche de corvina (weißer Seebarsch, in Limonensaft, Chili und Zwiebeln mariniert, der kalt gegessen und mit gekochten Kartoffeln oder Süßkartoffeln serviert wird) und sopa a la criolla (eine mild gewürzte Nudelsuppe mit Rindfleisch, Ei, Milch und Gemüse).
Preisniveau
Mahlzeiten
- billiges Essen: 2-5 US-Dollar
- Mittelklasserestaurant: 5-10 US-Dollar
- Luxusrestaurant: ab 25 US-Dollar
Übernachtung
- Einfache Unterkunft: 5-25 US-Dollar
- Mittelklassehotel: 25-40 US-Dollar
- Luxushotel: ab 140 US-Dollar
Währung
Nuevo Sol








