- Inspiration
- 7 Tipps zum Sterne beobachten
7 Tipps zum Sterne beobachten
Mini-Guide
basierend auf einem Text von Lonely Planet International
Im Mai 2020 schickte SpaceX zum ersten Mal zwei Menschen zur ISS ins All – laut Elon Musk der erste Schritt zur Zivilisierung des Mars. Es ist also höchste Zeit, unsere zukünftigen Nachbarn kennenzulernen. Mit diesem Lonely Planet Crashkurs zur Sternenbeobachtung zeigen wir, was es im Weltraum außer der ISS noch alles zu entdecken gibt und helfen dir mit 7 knackig, kurzen Einstiegstipps etwas davon zu sehen.
1. Öfters nach oben gucken
Es klingt merkwürdig, aber nimm dir die Zeit, einmal bewusst nach oben zu schauen. Geh in klaren Nächten nach draußen und bekomm ein Gefühl dafür, wie sich der Sternenhimmel über der rotierenden Erde bewegt und von Jahreszeit zu Jahreszeit verändert. Je mehr du hinschaust, desto mehr wirst du sehen – mit der Zeit werden die hellen Sterne zu „alten Freunden". Gerade am Anfang hilft das regelmäßige Schauen bei der Orientierung sehr.
2. Karten nicht vergessen
Ohne Karte verlierst du schnell die Orientierung. Eine Planisphäre (rotierendes Sternrad) zeigt, welche Himmelskörper zu bestimmten Zeiten sichtbar sind. Wähle eine mit dem richtigen Breitengrad – der Sternenhimmel sieht überall anders aus. Auch klassische Sternkarten, Astronomie-Bücher oder Apps helfen bei der Navigation durchs All.
3. Apps für Einsteiger
Kombiniere Beobachten mit Lernen und Forschen. Stellarium ist perfekt für Anfänger: Ort, Datum und Uhrzeit eingeben, schon zeigt die App den aktuellen Himmel. SkySafari, SkyView und Star Walk 2 bieten kostenlose Versionen, mit denen du Tausende Himmelskörper identifizieren kannst. PhotoPills hilft sogar bei der Planung von Astrofotografie.
4. Orientierungspunkte
Wie Wahrzeichen in Städten gibt es Fixpunkte am Himmel, die zu neuen Entdeckungen führen. Der Mond ist mit bloßem Auge leicht zu finden. Bestimme seine Position zu Sternenbildern – entdeckst du ihn nach Sonnenuntergang, erkennst du auch nahegelegene Sterne und Planeten. Der Polarstern und das Sternbild Großer Wagen sind weitere zuverlässige Wegweiser.
5. Rotlicht an!
Bei astronomischen Ausflügen nutze rote Taschenlampen statt weißer. Deine Augen brauchen 20-30 Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Weißes Licht zerstört diese Nachtsicht sofort und macht Sterne unsichtbar. Klebe rotes Zellophan vor normale Taschenlampen oder kaufe spezielle Astronomie-Leuchten. Auch Smartphones produzieren zu viel Licht – lass sie in der Tasche oder nutze den Rotlicht-Modus.
6. Einfaches Equipment
Als Hobbyastronom brauchst du anfangs keine teuren Geräte. Das beste "Teleskop" für Einsteiger ist ein Fernglas – perfekt für Himmelsbeobachtung ohne komplizierte Einstellungen. Ein gutes 10x50-Fernglas zeigt bereits Mondkrater, Jupitermonde und Sternhaufen. Galileos Teleskop war nicht viel besser als heutige Ferngläser!
7. Sternenfotografie
Du willst die Schönheit des Nachthimmels festhalten? Moderne Smartphones mit Nachtmodus können bereits akzeptable Sternbilder liefern – iPhone und Samsung Galaxy fotografieren sogar die Milchstraße. Wichtig: Stativ verwenden und Timer-Funktion nutzen, um Verwacklungen zu vermeiden.
Für ernsthafte Astrofotografie brauchst du eine DSLR mit Weitwinkelobjektiv (14-24mm). Grundeinstellungen: ISO 1600-3200, Blende f/2.8, Belichtungszeit 15-25 Sekunden. Die 500er-Regel hilft: 500 geteilt durch Brennweite = maximale Belichtungszeit ohne Sternspuren.
Must-haves: Stabiles Stativ, Fernauslöser, rote Taschenlampe und warme Kleidung. Beginne mit Mondfotos (einfach und spektakulär), dann Milchstraße (am besten im Sommer, fernab von Städten). Apps wie PhotoPills helfen bei der Planung der perfekten Aufnahme – sie zeigen, wann und wo die Milchstraße am besten sichtbar ist.