Zagreb

Auf nach Zagreb Jeder kennt Kroatiens Küste und Inseln, doch was die Hauptstadt betrifft, wird immer wieder gefragt: „Ist Zagreb schön?“ oder: „Lohnt sich ein Wochenende dort?“ Ja! Zagreb ist ein tolles Reiseziel. Die Stadt bietet Kultur, Musik, Kunst, Architektur, Gastronomie und alles, was zu einer attraktiven Hauptstadt gehört. Optisch ist Zagreb eine Mischung aus altmodischer österreichisch-ungarischer und kantiger kommunistischer Architektur. Die kleine Metropole ist wie geschaffen zum Bummeln, für Besuche im Café oder Streifzüge durch Museen und Galerien, Theater, Konzerte und Kinos. Dank ihrer schönen Umgebung hat die Stadt einen hohen Freizeitwert: Im Frühling und Sommer strömen die Einwohner zum Jarun-See im Südwesten. Dort gehen sie baden, paddeln oder tanzen in einer Diskothek die ganze Nacht durch. Im Herbst und Winter lädt die Medvednica zum Wandern oder Skifahren ein. Auch das nahe gelegene Samobor bietet tolle Wandermöglichkeiten.


Zagreb in zwei Tagen

Der Tag beginnt mit einem Spaziergang über den Strossmayerov Trg, die grüne Oase Zagrebs. Unterwegs besucht man die Strossmayer-Galerie der Alten Meister, dann geht’s weiter zum Trg Josipa Jelačića. Auf dem Kaptol-Platz angekommen, besichtigt man die Kathedrale, das Zentrum religiösen Lebens in der Hauptstadt. In der Oberstadt kann man sich etwas Obst auf dem Dolac-Markt holen oder im Kerempuh zu Mittag essen. Danach lohnt sich ein Besuch des Meštrović-Ateliers, um das Werk des besten Bildhauers Kroatiens kennenzulernen. Naive Kunstwerke gibt’s im Kroatischen Museum für Naive Kunst zu sehen, Zeitgenössisches in der Galerija Klovićevi Dvori. Einen tollen Ausblick hat man vom Lotrščak-Turm, danach locken die Bars auf der Tkalčićeva. Am zweiten Tag geht’s auf eine Tour durch die Museen der Unterstadt; für das Museum Mimara sollte man zwei Stunden einplanen. Im Tip Top speist man zu Mittag, danach bietet sich der Botanische Garten für einen Verdauungsspaziergang an. Am frühen Abend lohnt sich ein Bummel über den Preradovićev Trg, nach dem Abendessen kann man sich ins Nachtleben Zagrebs stürzen.


Zagreb in vier Tagen

Den dritten Tag sollte man für einen Besuch des zauberhaften Mirogoj-Friedhofs reservieren und unterwegs einen Zwischenstopp im Medvedgradoder MaksimirPark einlegen. Am vierten Tag geht’s raus nach Samobor, um den Charme dieses kleinen Städtchens zu genießen.

Reisezeit

April & Mai: Die Stadt legt ihren Wintermantel ab und Straßencafés laden wieder zum Verweilen ein. Juni: Einige der besten Feste Zagrebs beleben die Straßen. September & Oktober: Das Ende der Urlaubszeit. Nun brummt die Stadt vor Energie.

 

Istrien

Istrien (kroatisch: Istria), die herzförmige, 3600 km2 große Halbinsel, ragt südlich von Triest in das Adriatische Meer. Das malerische Hinterland mit Hügeln und fruchtbaren Ebenen lockt zunehmend kunstinteressierte Besucher in die Bergdörfer, Landhotels und Restaurants, während die grüne, zerklüftete Küste mit ihren riesigen Hotelkomplexen unzählige Sonnenanbeter anzieht. Die felsigen Strände sind nicht die besten Kroatiens, aber es gibt viele Unterkünfte, das Meer ist sauber und noch findet man zahlreiche einsame Flecken. Die Küste oder das "Blaue Istrien", wie es das Fremden- verkehrsamt nennt, wird im Sommer von Touristen überflutet. Im "Grünen Istrien", dem Inselinneren, ist man jedoch selbst im August noch ungestört. Dazu kommen historischer Charme und eine viel gepriesene Gastronomie (mit frischen Meeresfrüchten, edlen weißen Trüffeln, wildem Spargel, exzellenten Olivenölen und preisgekrönten Weißweinen) – man ist im Paradies gelandet.

Reisezeit

April: Im Frühling kann man in den Feldern wilden Spargel stechen
Juli & August: Jede Menge Festivals mit klassischer Musik, Jazz, Filmen und Kunst
September: Die Saison der weißen Trüffeln beginnt mit dem Subotina-Festival in Buzet

 

Dubrovnik

Dubrovnik ist einzigartig. Lord Byron nannte die Stadt „Perle der Adria“, George Bernard Shaw sprach vom "Paradies auf Erden". Angesichts ihrer Schönheit und traumhaften Lage verschlägt es vielen Besuchern erst einmal die Sprache. Dabei ist Dubrovnik kein Geheimtipp, ganz im Gegenteil: Tausende von Besuchern flanieren Tag für Tag über die Marmorstraßen, staunen und starren. Trotzdem findet man problemlos menschenleere Orte zum Durchatmen. Die bemerkenswerte Altstadt, von gewaltigen Verteidigungsmauern umgeben, ist das eigentliche Highlight. Wie eine Zeitkapsel bewahrt sie faszinierende Beispiele barocker Architektur. Dubrovnik eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Inseln und Küstenstreifen in der Umgebung, darunter das idyllische kleine Lokrum, Korčula (berühmt für exzellente Weißweine und die Zitadelle), der Mljet-Nationalpark, die bergige Pelješac-Halbinsel und die umwerfend schönen Trsteno-Gärten.

Egal, ob man Dubrovnik nun zum ersten oder zum hundertsten Mal besucht, angesichts der traumhaft schönen Stradun wird es einem jedes Mal aufs Neue die Sprache verschlagen. Kaum vorstellbar, dass sich irgendjemand je an den Marmorstraßen, Barockgebäuden und der funkelnden Adria sattsehen kann oder einen der Anblick der 500 Jahre alten Stadtmauern kaltlässt. Die Bombenangriffe auf Dubrovnik 1991 schockierten die Welt, doch die Stadt hat inzwischen zu ihrer alten Lebendigkeit zurückgefunden und verzaubert Reisende von nah und fern. Der Aufstieg und Niedergang Dubrovniks wird in Museen mittels Kunstwerken und Artefakten illustriert, und mit der neu hergerichteten Seilbahn geht’s auf den Berg Srđ hinauf. Besucher dürfen in den mediterranen Lifestyle eintauchen und sich am Zusammenspiel von Licht und Schatten auf den steinernen Gemäuern erfreuen. Wenn man genug über die Geschichte gelernt hat, ist es Zeit für ein Bad im azurblauen Meer.  

Reisezeit

März oder April: Spektakuläre Osterprozessionen in den Straßen von Korčula Juli & August: Beim Sommerfestival in Dubrovnik wird der Hunger nach Kultur gestillt
Oktober: An diesem Küstenabschnitt ist das Wasser noch warm genug zum Schwimmen

Split & Mitteldalmatien

Mitteldalmatien ist Kroatiens vielfältigste Region mit der meisten Action und den meisten Sehenswürdigkeiten: hübsche Inseln, idyllische Häfen, Berge, Dutzende Burgen und eine aufstrebende kulinarische Szene. Ganz zu schweigen vom Diokletianpalast in Split und dem mittelalterlichen Trogir (beides Welterbestätten). Römische Ruinen, eine mediterrane Stadt, erstklassige Gastronomie und das Nachtleben auf der glamourösesten Insel der Adria machen die Region zum beliebten Reiseziel. Zur Attraktivität tragen zudem wunderschöne feine Sandstrände, abgeschiedene Kiesbuchten auf den Inseln der Umgebung sowie versteckte FKK-Oasen bei. Mit dem zerklüfteten, bis zu 1500 m hohen Dinarischen Gebirge, das die dramatische Kulisse der Küstenlinie bildet, überzeugt dieser Teil Kroatiens auch den anspruchsvollsten Besucher. Und das Beste: Hier ist es immer wärmer als in Istrien oder in der Kvarnerbucht. Daher lädt die kristallklare Adria von Mitte Mai bis Ende September zum Baden ein.

Split (italienisch: Spalato) ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens und eignet sich hervorragend, um das echte dalmatinische Leben kennenzulernen. Frei von Massentourismus, aber immer voller Leben, bietet die Stadt die richtige Balance zwischen Tradition und Moderne. Wer den Diokletianpalast – Unesco-Weltkulturerbe und eines der eindrucksvollsten römischen Monumente weltweit – betritt, sieht Dutzende von Bars, Restaurants und Geschäften, die innerhalb der geschichtsträchtigen alten Mauern florieren. Hier pulsiert das Leben seit über 1700 Jahren! Seine einzigartige Lage und sein lebenslustiges Naturell machen Split zu einer der reizvollsten Städte Europas. Das imposante Küstengebirge bildet die perfekte Kulisse zum türkisfarbenen Wasser der Adria; die wunderschöne Skyline Splits zeigt sich gut von der Fähre aus. Split wird oft in erster Linie als Hafenstadt für Fahrten zu den beliebten Inseln vor der Küste wahrgenommen (was sie genau genommen auch ist). Aber die Stadt hat sich ordentlich herausgeputzt: Die alte Riva (Seepromenade) wurde verschönert, ihr Betonbelag durch einen Boden im Marmorlook ersetzt. Auch wenn diese Modernisierung nicht bei allen Einheimischen auf Gegenliebe gestoßen ist, ist die neue Riva doch eine Prachtstraße geworden. Die zunehmende Nachfrage seitens der Urlauber hat die Stadtväter auch unter Druck gesetzt, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. So gibt es Gerüchte, dass der zentral gelegene Busbahnhof stadtauswärts verlegt werden soll, um Platz für eine Hafenerweiterung und Luxushotels zu schaffen.  

Reisezeit

Mai: Das Meer hat Badetemperatur und man kann vor dem Massenandrang Sonne tanken
Juli & August: Bei traumhaftem Wetter gibt’s überall jede Menge Festivals und Aktivitäten
September: Das Meer ist warm, der Besucheransturm vorüber und die Preise sinken

Norddalmatien

Norddalmatien, vom Rest Europas durch das Velebit-Gebirge abgeschirmt, ist klimatisch mild und hinreißend malerisch. Kein Wunder, ist es in erster Linie ein Feriengebiet, lockt es doch mit einer hübschen Küste, historischen Städten, schönen Inseln und Nationalparks. Dennoch ist Norddalmatien alles andere als überlaufen: Weite Teile sind unberührt und von bezaubernder Schönheit. Die Kulturstadt Zadar, das Tor zu Norddalmatien, ist reich an Museen, römischen Ruinen, Restaurants und Musikfestivals. Das nahe Šibenik hat eine entzückende mittelalterliche Altstadt. Von den Dutzenden Inseln in der Adria ist Pag im Sommer das Top-Ziel für Partygäste, während Dugi Otok und die Kornaten paradiesische Ruhe bieten. Auch die hiesigen Nationalparks beeindrucken: Paklenica eignet sich hervorragend zum Wandern und Klettern; Krka und Plitvice warten mit einer Vielzahl an Wasserfällen und Seen auf.    

Reisezeit

April & Mai: Das milde Wetter garantiert angenehmes Wandern in den hiesigen Nationalparks
Juni & Juli: Bei dem berühmten Kinderfestival zeigt sich Šibenik von seiner besten Seite
August & September: In Petrčane steigen etliche Musikfestivals

Kvarner

Die von hoch aufragenden Bergen geschützte Kvarnerbucht zieht mit ihrem milden Klima und dem kobaltblauen Meer schon seit langer Zeit Besucher an. Alte Beziehungen zu Österreich und Ungarn hinterließen an der Küste Spuren in Form von prachtvoller Architektur: etwa Opatijas Habsburger Villen oder die Häuser im venezianischen Stil auf den Inseln. Bis heute besteht ein reger Austausch mit Mitteleuropa und Italien, schließlich stammen von dort viele der Besucher, die in der Hochsaison die Badeorte füllen. Die Region hat jedoch mehr zu bieten als schöne Strände. Über Rijeka gelangt man in die kulinarische Hochburg Volosko und zu den Wanderwegen in den Nationalparks Učka und Risnjak. Die Inseln Krk, Rab, Lošinj und Cres locken mit atmosphärischen Häfen, unberührten Küstenstreifen und abgelegenen Buchten. Auch die Tierwelt kommt nicht zu kurz: Auf Cres gibt es ein Projekt zum Schutz von Gänsegeiern und im Marinezentrum von Lošinj kümmert man sich um den Erhalt der Delphine in der Adria.  

 

Radtouren in der Region Kvarner

Die Region Kvarner bietet Fahrradfans eine Vielzahl von Möglichkeiten, die von sanften Hügeln bis zu anspruchsvollen Anstiegen auf steilen Inselstraßen reichen. Rund um Opatija starten zwei einfache Routen auf dem Berg Kastav (360 m), eine sportlich anspruchsvolle 4½-stündige Tour führt von Lovran in den Naturpark Učka. Auf Lošinj bietet sich die 2½-stündige mittelschwere Rundfahrt ab Mali Lošinj an. Auf Krk kann man auf einer entspannten zweistündigen Fahrt von der Stadt Krk durch Wiesen, Felder und Weiler in das selten besuchte Inselinnere radeln. Ab Rab erschließt eine Route die noch recht ursprünglichen Wälder der Halbinsel Kalifront. Auf Cres führt ein 50 km langer Trail von der Marina der Stadt Cres über die mittelalterliche Bergsiedlung Lubenice zum malerischen Küstenort Valun.Details zu allen genannten Touren finden sich in der Broschüre Kvarner per Rad, die in den Touristeninformationen erhältlich ist und 19 Routen in der Region beschreibt. Weitere Infos zu Fahrradrouten gibt’s unter www.kvarner.hr und www.pedala.hr.  

 

Reisezeit

Januar bis März: Im Karneval verwandelt sich Rijeka in das europäische Rio
Mai & Juni: Jetzt sind die Chancen hoch, bei Lošinj Delphine zu sichten
Juli & August: Auf Rab sorgen die Modewoche und das DJ-Festival für Stimmung

Beste Reisezeit

Die beste Zeit für eine Kroatienreise sind die Monate Mai bis September. Während man sich im Juli und August entlang der Adriaküste mit den Nachteilen der Hauptsaison abfinden muss, hat der Touristenstrom im September bereits nachgelassen, es gelten die Preise der Nebensaison und Früchte wie Feigen und Trauben gibt es in Hülle und Fülle. April und Oktober sind wohl zu kühl zum Zelten, doch an der Küste herrscht meistens Sonnenschein und es stehen reichlich preisgünstige Privatunterkünfte zur Verfügung. Baden im Meer kann man etwa von Mitte Juni bis Ende September.

Aktivitäten

Segelfreunde zieht es zu den lang gezogenen, felsigen Inseln vor der Küste Kroatiens, wo man idyllische Häfen und eine ordentliche, stetige Brise vorfindet. Wer Kajakfahrten auf dem Meer bevorzugt, kommt vor allem in der Gegend um die Elafiti- und Kornati-Inseln auf seine Kosten. Das Tauchgeschäft steckt in Kroatien noch in den Kinderschuhen, aber Taucher mit eigener Ausrüstung können sich an glasklarem Wasser und nahezu jungfräulichen Revieren erfreuen. Landratten finden in den Nationalparks Risnjak und Paklenica hervorragende Wandergebiete.

Natur & Umwelt

Kroatien liegt an der Nordostküste des Adriatischen Meeres. Seine Nachbarstaaten sind Slowenien und Ungarn im Norden, Jugoslawien im Osten und Bosnien-Herzegowina im Süden und Osten. Kroatien ist doppelt so groß wie Belgien und erstreckt sich in der Form eines Bumerangs von den pannonischen Tiefebenen Slawoniens über das hügelige Zentralkroatien bis zur Halbinsel Istrien und der zerklüfteten Adriaküste. Der südlichste Abschnitt der kroatischen Adria (einschließlich der Stadt Dubrovnik), ist durch einen nach Kroatien hereinragenden, zum Staatsgebiet von Bosnien-Herzegowina gehörenden Korridor vom Rest des Landes getrennt.

Die große Anziehungskraft für Touristen verdankt Kroatien seit jeher seinen Stränden. Das Land hat 1778 km Küste (5790 km, wenn man die Inseln dazuzählt). Die kroatischen Inseln - 1185 an der Zahl, davon 66 bewohnt - stehen an Schönheit den griechischen Inseln in nichts nach.

In Kroatien gibt es sieben hervorragende Nationalparks, von denen der am liebevollsten gepflegte, Brijuni in der Nähe von Pula, gut erhaltene mediterrane Steineichenwälder beherbergt. Im gebirgigen Risnjak-Nationalpark gibt es noch Luchse und die dichten Wälder des Paklenica-Nationalparks werden von Insekten, Reptilien und Vögeln bewohnt, darunter auch der vom Aussterben bedrohte Gänsegeier. Im Plitvice-Nationalpark leben noch Bären, Wölfe und Hirsche.

Die Adriaküste wird von mediterranem Klima geprägt, während im Landesinnern ein kontinentales Klima vorherrscht. Die sonnigen Küstenregionen haben heiße, trockene Sommer und milde, regnerische Winter. Die hohen Gebirgszüge schirmen die Küste von den kalten Nordwinden ab, so dass der Frühling zeitig einsetzt und der Herbst lange dauert. In Zagreb liegen die höchsten Tagestemperaturen durchschnittlich bei 27°C im Juli und 2°C im Januar.

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