Auf dem Weg nach Istanbul

Wir brechen auf zur finalen Etappe in unserem Wagen - oder "Tiny Wheeler", wie wir ihn als Hommage an den Lonely-Planet-Gründer Tony getauft haben. Seine Schrullen haben wir längst lieb gewonnen: das zwitschernde "Ping", wenn wir uns nicht anschnallen, das gut gelaunte "Bing-Bong", wenn wir mit offener Tür auf die Straße schießen.

Erster Eindruck von Istanbul

Bei den Straßenständen vor der 400 Jahre alten Yeni Camii Moschee herrscht reges Treiben.

Vorbereitung beim "Meisterfeilscher"

Der selbsternannte "Meisterfeilscher" Kubilay Tunçer ist Dramatiker, Schauspieler, Magier und fasziniert von der Psychologie des Umeinanderher-Getanzes von Käufer und Verkäufer. Vor dem Besuch im Großen Basar von Istanbul nehmen wir bei ihm Unterricht.

"Feilschen ist wie Poker"

"Es ist eine Art Glücksspiel" sagt Kubilay Tunçer. "Und es macht Spaß, denn das Gehirn produziert dabei Oxytocin, ein Wohlfühlhormon. Man möchte etwas unbedingt, aber muss das vor dem anderen verbergen, und der Verkäufer will gern dein Geld muss aber auch das verbergen. Das ist wie Poker."

Bunt und würzig

Gleich am Anfang des Basars treffen wir auf diesen Gewürzhändler, doch wir sind auf der Suche nach etwas ganz anderem...

Von der Theorie des Feilschens zur Praxis

Wir sind auf der Suche nach einem schönen Schal und werden fündig: ein weicher Seiden-Paschmina in Violett-Tönen. Der Trick, erklärt Kubilay, ist die Kunst der Ablenkung: Interesse an Teil B vortäuschen, obwohl man hinter Teil A her ist. Wir verwickeln den Standbesitzer in einen Feilsch-Kampf, geben unser Bestes, den Preis zu drücken, und kriegen wirklich einen kleinen Rabatt. Aber wir werden trotzdem das Gefühl nicht los, noch immer zu viel bezahlt zu haben.

Der Große Basar - Das Herz von Istanbul

Ganz klar, feilschen ist nicht unser Ding. Aber so selbstsicher und nonchalant, wie die Händler mit den Kunden Katz und Maus spielen, wirkt es eh, als müsse man das schon im Blut haben. Der Große Basar ist das Herz der Istanbuler Altstadt. Mehr Infos unter grandbazaaristanbul.org

Mehr als jeder andere Ort auf der Welt hat Istanbul das Reisen in den Genen.
Die Stadt spannt sich über eine schmale Meerenge zwischen zwei Kontinenten und war so schon immer ein Nadelöhr für Menschen, die von Osten nach Westen wollten oder umgekehrt. Das Bild zeigt Passagiere, die auf eine der Bosporus-Fähren warten.

Türkisch essen

Der Betreiber eines Essensstandes in Istanbul wartet auf Kundschaft. Mezze (Vorspeisen) und Minztee gibt es überall zu kaufen.

In der Moschee des Rüstem Pasa

Kostbare Iznikkacheln schmücken die Wände der kleinen Rüstem-Pasa-Moschee. Die Moschee mitten im lebhaften Tahtakale-Viertel wird kaum besucht - dabei ist sie ein wahres Schmuckstück.

Die blaue Moschee

Istanbuls Wahrzeichen: Die blaue Moschee. Den schönsten Blick auf die Gesamtanlage hat man übrigens, wenn man sich vom Hippodrom nähert.

In einem Café am Ufer des Bosporus lassen wir den Tag vorbeiziehen und genießen den Ausblick. Unsere Lungen quälen wir mit einer Shisha, während wir unseren 4800-Kilometer-Road-Trip durch Europa Revue passieren lassen. Next Stop: Asia.

Auf der Lonely Planet Jubiläumstour fahren Christa Larwood und Oliver Smith von London bis nach Sydney.

Die nächste Etappe führt sie nach Dubai.

Hier die ganze Weltreise in der Übersicht:


Etappe 1: London bis Istanbul (erschienen in Lonely Planet Traveller 1-2/2014)
Etappe 2: Dubai bis Indien (erschienen in Lonely Planet Traveller 3/2014)
Etappe 3: Von Myanmar bis Singapur (erschienen in Lonely Planet Traveller 4/2014)
Etappe 4: Von Bali bis Sydney (erschienen in Lonely Planet Traveller 5/2014)

 

nach oben