Itatiaia-Nationalpark

Willkommen im Garten Eden Brasiliens!

Wer sonst morgens gern länger in den Federn liegt, erlebt im Itatiaia-Nationalpark ein furioses Erwachen. Sobald es in der Frühe dämmert, ertönt in den Wäldern nämlich ein regelrechtes Vogelkonzert. Ein zartes Zirpen bei Sonnenaufgang mündet in einem Höllenlärm zur Frühstückszeit. Dann sausen prächtige Goldtukane, win­zige Kolibris und leuchtende Tangaren zwischen den Bäumen des Hotels umher, trällern, krächzen und tschirpen, was das Zeug hält – ein Spektakel.

Wasserfall "Veu de Noiva"

Wasserfälle wie den "Veu de Noiva" gibt es im Itatiaia-Nationalpark reichlich. Das Wasser ergießt sich über mehrere Kaskaden in ein türkis schimmerndes Becken.

Pfadfinder Edson Teixeira am Itaporani-Wasserfall

Pfadfinder Edson Teixeira schwärmt und zeigt auf die umliegende Bilderbuchnatur: „Der Fluss, der Wald, der Wasserfall – das ist doch ein Geschenk Gottes. Jeder freut sich darüber. Also sollte man diesen Ort so hinterlassen, wie die Natur ihn geschaffen hat.“ 

Altstadt von Tiradentes

Dorfleben mit Kultur

Die herausgeputzten Städte und Dörfer der Kolonialzeit sind eine Attraktion im Bundesstaat Minas Gerais. Besonders in Tiradentes sieht man immer wieder Filmteams, die das gut erhaltene Stadtbild als Set für historische Tele­novelas nutzen

Bildhauer João Goulart Silva

Früher war Tiradentes eine Goldgräber-Stadt. Heute siedeln sich Künstler und Stadt-Flüchtlinge in dem Ort an. Entlang der Straßen findet man kleine Ateliers, in denen hochwertige Gemälde, Holzskulpturen und Tonarbeiten angeboten werden. João Goulart Silva ist ein wahrer Meister der Holzschnitzerei.

Die historische Santo-Antonio-Kirche

Die historische Santo-Antonio-Kirche zählt zu den schönsten Brasiliens. Entworfen wurde sie von dem Künstler Aleijadinho. Der Sohn eines portugiesischen Architekten und einer Sklavin prägte den „Barroco Mineiro“, eine feinere, weniger pathetische Form des Barock. Im Inneren der Kirche glänzen üppig vergoldete Altäre.

Töpfer Sebastião Augusto de Freitas in seiner Werkstatt

Töpfer Sebastião Augusto de Freitas fertigt am Ortsrand hübsche Vasen und Keramikpfeifen. „Wenn du in Tiradentes geboren bist, hast du einen kreativen Geist“, sagt der 80-Jährige.

Landleben in Tiradentes

In den gepflasterten Gassen mit ihren schmucken weißen Häuschen und den gepflegten Blumenbeeten klackern die Hufe von Pferden. Der Ort wirkt wie die beschauliche Kulisse eines brasilianischen Heimatfilms.

Neu angepflanzter Regenwald im Regua-Reservat

Weit über 130.000 junge Bäume haben die Urwaldretter in neun Jahren gepflanzt und neue Feuchtgebiete mit dem Bagger geschaffen. Seit der atlantische Regenwald Verfassungsschutz genießt und 1999 von der Unesco zum Welt­naturerbe erklärt wurde, tut sich was.

Artenvielfalt im Regenwald

900 der über 2000 Schmetterlingsarten leben nur in der Mata Atlântica.

Kolibris im Regua-Reservat

Regua ist auch Heimat von Kolibris, die wahre Könige der Flugkunst sind.

Marli - die Urwaldretterin

Früher arbeitete Marli als Köchin. Heute engagiert sie sich im Regua-Reservat für den Erhalt des atlantischen Regenwaldes. Jedes Jahr pflanzt sie mit vielen anderen Umweltschützern Tausende Bäume – mit großem Erfolg.

Beobachtungsstation im Reservat

Noch vor zehn Jahren war das Areal ein ödes Grasland. Heute können Be­sucher bereits durch richtigen Regenwald spazieren. Zahlreiche Tiere haben sich ohne Zutun wieder angesiedelt: Am Ufer des Feuchtbiotops sonnen sich Kaimane, durch das Schilf stapfen ­Wasserschweine. Zikaden zirpen, Vögel sausen umher.



Der perfekte Trip Brasilien

Die gesamte Reportage

Zur Reportage "Der perfekte Trip - Brasilien"

Den vollständigen Artikel mit Infos zum Itatiaia National Park, dem ehemaligen Goldgräberdorf Tiradentes und zum Regenwald von Regua finden Sie in der März-Ausgabe des Lonely Planet Traveller.

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