Die Gipfel der Alaska Range

Into the Wild

Wer Alaska durch die Scheibe eines Autos erlebt, unterschätzt schnell, wie unwirtlich und rau das Land ist. "Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Christopher McCandless", erzählt Rafting Guide Brandon Ferguson beim Frühstück im Örtchen Denali nahe dem Parkeingang. "Der junge Aussteiger verließ nur wenige Meilen von hier den Highway, um durch die Wildnis zu ziehen. Das war vor 22 Jahren. Er kam nie zurück." Sein Schicksal erlangte durch Jon Krakauers Buch "Into the Wild" und den gleichnamigen Film von Sean Penn traurige Berühmtheit.

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Bears in area

Der verrottete Bus von Christopher McCandless steht noch heute auf der kleinen Lichtung in der Wildnis – eine schmerzliche Erinnerung an einen zer­brochenen Traum und ein verlorenes Leben. Mittlerweile dient er als eine Art Wallfahrtsort für Träumer und Trekking-Touristen. "Unterschätz den Weg dorthin aber nicht", rät Outdoor Guide Ferguson. "Das da draußen ist wirklich die Wildnis."

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Relikte der Goldgräberzeit

Ende des 19. Jahrhunderts begann in Alaska der Goldrausch. Tausende amerikanische Abenteuerer strömten mit Dampfschiffen vom Mutterland aus in den Norden. Doch nicht jeder schaffte es zu dem großen Vermögen, viele von ihnen kamen in den Weiten Alaskas um. Das harte Leben am Klondike beschrieb schon der große Jack London.

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Großwild als Zimmer-Einrichtung

Ein amerikanischer Road Trip besteht aus unzähligen Stopps in Rasthäusern und liebenswerten Gesprächen mit Einheimischen. Im "Sourdough Roadhouse" serviert die herzliche Patty Denton vorzüglichen Blaubeerkuchen. "Das hier war mal das älteste Roadhouse in Alaska", sagt die 70-Jährige stolz. "Bis es 1992 niederbrannte. Aber mein Mann und ich haben es wieder aufgebaut."

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Home-Cooking am Rande des High-Ways

"Wer so weit zu uns rauskommt, muss hier wirklich hinwollen", lacht Neil Darish, der das "Ma Johnson’s Hotel" in dem 28-Einwohner-Kaff McCarthy unweit einer Mine leitet. Vom Richardson Highway liegt der Ort am Ende einer 100 Meilen langen Straße, auf der man die letzten 60 Meilen über groben Schotter holpert. Doch der Umweg lohnt sich. Im "Golden Saloon" werden Delikatessen wie sautierte Jakobs­muscheln und Lachs zu erlesenen Weinen serviert.

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Geophysiker Charles „Bucky“ Wilson

In der für Alaska typisch unbeschwerten Art Fremden gegen­über erzählt Bucky aus seinem Leben. Wie er vor über 60 Jahren als Student von der Ostküste hierher kam, und dass ihn die Berge und die Wildnis sofort verzaubert hätten. Mit einigen Kletterkumpels bezwang er 1952 erstmals den Nordweststieg am Mount McKinley. Später wurde er Professor für Geophysik an der Universität von Alaska in Fairbanks.

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Columbia-Gletscher

Der gewaltige Columbia-Gletscher kalbt in den eisigen Gewässern des Prince William Sounds nahe Valdez. Selbst hier fallen im Jahr 8 Meter Schnee. Kein Wunder, dann die nahen Chugach Mountains zählen zu den schneereichsten in Alaska, über 24 Meter rieseln jeden Winter auf ihre Gipfel herab.

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Die verlassene Kennecott-Mine gleicht einer Geisterstadt

Der Bankier J. P. Morgan und die Industriellenfamilie Guggenheim investierten in den Berg, bauten eine Eisenbahnstrecke und schürften aus der Kennecott Mine innerhalb weniger Jahre Kupfer im Wert von 200 Millionen Dollar. Das ist mittlerweile Geschichte, die Mine wurde im Jahr 1938 stillgelegt. Heute gleichen die verlassenen Gebäude einer Geisterstadt mitten im Herzen von Nordamerikas größtem Naturschutz­gebiet.

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Den vollständigen Artikel mit weiteren Infos zu dem abgelegensten Restaurant der Welt, der Natur und den Menschen Alaskas finden Sie in der April-Ausgabe des Lonely Planet Traveller.

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