Roberta's Pizza

Umgeben von bunter Street-Art und einer tristen Lagerhalle wirkt die schrammelige Steinfassade von "Roberta's Pizza" nicht gerade vertrauenserweckend. Wer das unscheinbar graue Restaurant in den Straßen von Williamsburg nicht kennt, würde kaum auf die Idee kommen, hier essen zu gehen. Doch genau das lieben Fans von "Roberta's".

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Rustikales Ambiente

In dem urigen Lokal sitzen Locals in T-Shirt und Jeans und blicken neugierig auf die fremden Gäste, die hier immer öfter aufkreuzen. Seit die Küche in der "New York Times" gelobt wurde, sind die raren Plätze an den rustikalen Holztischen heiß begehrt - meist muss man viel Geduld mitbringen und eine Weile am Eingang warten.

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Handarbeit und Steinofen

Im Hinterhofgarten des Restaurants gedeihen frische Kräuter und Gemüse, die man in der Küche zu würzigen Saucen verarbeitet und auf handgerollten Teigfladen verteilt. Im holz­befeuerten Steinofen werden sie dann zu erhabenen Pizzen veredelt.

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Traditionelles Pizza-Handwerk

Während viele Pizzerias rund um den Times Square ihre Traditionen über die Jahre an den Nagel gehängt haben, backt man im "Roberta's" noch so, wie einst die italienischen Einwanderer zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

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Die Kompositionen

Das "Roberta's" vertritt würdig das alte New Yorker Pizza-Erbe. Köstlich und nicht zu vergleichen mit den kuchenartigen Kalorienbomben im California-Style ist die klassische Margherita: ein dünner, knuspriger Teig, belegt mit fruchtigen Tomaten, echtem Mozzarella und Basilikum. Doch wie es sich für ein Williamsburger Lokal gehört, gibt es auch neue Kompositionen. Etwa die Bee Sting Pizza mit Chili und Honig - Schweiß­perlen auf der Stirn sind garantiert.

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"Harry & Sally" nachempfinden

Ein bisschen fremdschämen kann man sich, wenn entfesselte Touristen im "Katz's" die legendäre Orgasmus­szene aus "Harry & Sally" nachkeuchen. Das sollte einen nicht an einem Besuch des Kult-Delis hindern, in dem die Szene mit Meg Ryan und Billy Christal 1989 gedreht wurde.

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Das Pastrami-on-rye-Sandwich

In dem Laden an der Lower East Side bekommt man einen weiteren New-York-Klassiker serviert: das Pastrami-on-rye-Sandwich - Berge von gepökelten, geräucherten, mit Pfeffer ummantelten Rindfleischscheiben zwischen zwei Schnitten Brot. Gewürzt ist das Ungetüm mit Senf und Gurken. Das koschere Rezept hat sich seit mehr als 125 Jahren nicht geändert.

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"Send a salami"

In einer Stadt, in der sich die Viertel ständig wandeln, gehört das "Katz's" zu den wenigen Läden, die bereits seit Generationen bestehen. Gegründet wurde es 1888, als jüdische Einwanderer an der Lower East Side noch Lebensmittel aus Fässern verkauften und an manchen Tagen bis zu 12.000 Immigranten über die Sammelstelle auf Ellis Island in die Stadt strömten. Als Willy Katz' Söhne im Zweiten Weltkrieg kämpften, prägte er den Slogan "Send a salami to your boy in the army". 

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Gegen den Trend

Noch immer gehen hier jede Woche 15.000 Pfund Pastrami über den Tresen. Das Erfolgsrezept: Man ignoriert einfach jeden Trend. Und so zieht man am Eingang des Ladens wie eh und je seine Nummer, wartet, bis man aufgerufen wird, und sucht sich dann samt Plastiktablett einen freien Platz - am besten nicht den markierten, wo einst Harry & Sally saßen.

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Edel-Konditorei

Manhattans Upper East Side zählt zu New Yorks nobelsten Adressen. Zwischen der Fifth- und der Park Avenue spazieren betonfrisierte Ladys mit Designer-Hand­taschen und Klunkern im Wert von Apartments durch die Straßen. An der Ost­seite des Central Parks liegen die renommiertesten Museen: "The Frick Collection", "Metropolitan" und das "Guggenheim". Und umgeben von edlen Bars, teuren Restaurants und Flagship-Stores der großen Mode-Labels spiegelt auch die "Lady M Cake Boutique" den Geist von Uptown.

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High-End-Torten

Die äußerst fantasievollen Torten und Kuchen der "Lady M Cake Boutique" werden wie kostbare Exponate hinter einer langen Glaswand präsentiert. Allein für den Anblick lohnt sich ein Besuch. Das steril weiße Interieur ähnelt einer Galerie, die alle Aufmerksamkeit auf das künstlerisch gefertigte Backwerk lenkt. Darunter fein geschichtete Mille Crêpes aus über 20 Lagen, garniert mit pastellfarbenem Puder aus grünem Tee oder fruchtigen Zitronen­raspeln. Und natürlich der Gâteau au Fromage - der beste Cheesecake, den man in der Stadt finden kann.

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New York Cheescake

Obwohl Käsekuchen in Europa bereits seit Jahrhunderten gegessen wird, behaupten New Yorker gern, die Spezialität erfunden zu haben. Zumindest soll der deutsche Immigrant Arnold Reuben ihn erstmals mit Frischkäse anstatt mit Quark oder Hüttenkäse gebacken haben.

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Käsekuchen ist der Renner

Die Rezeptur des Cheescake, bestehend aus Frischkäse, Sahne und einem Hauch Vanille auf mürbem Keksboden, fand schnell reißenden Absatz und wurde zum Klassiker von Big Apple.


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Üppiger Torten-Genuss

Nach dem üppigen Torten-Genuss in der "Lady M Cake Boutique" werden die Kalorien wieder abgestrampelt.


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Cocktails im "Clover Club"

Er derzeit durch New Yorks Cocktailszene streift, kann sich leicht vorstellen, dass die 1920er-Jahre die goldene Ära des Mixgetränks war: Barkeeper mit Hosenträgern rühren wieder nach alten Rezepten und rappelvolle Speakeasies - "geheime" Bars im Prohibitions-Stil - sind der Hit.

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Historisches Gemäuer

Die Blütezeit des Mixgetränks begann lange vor dem staatlichen Alkoholverbot. Genauer gesagt im Jahr 1874, als in New York Klassiker wie der "Manhattan" und der "Tom Collins" erfunden wurden. Diese kultivierte Zeit lebt heute im "Clover Club" in Cobble Hill auf. Der familiäre Bezirk in Brooklyns Nordwesten ist mit seinen hübschen Brownstone-Häusern, den baumgesäumten Straßen, Antik- und Designläden (Atlantic Ave) fast noch ein Geheimtipp. Der Club liegt direkt an der Restaurant-Meile von Cobble Hill - vor dem Drink lässt sich hier gut dinieren.

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Cocktails schlürfen im Salon

Benannt nach einem vornehmen alten Herrenclub aus Philadelphia schlürft man im "Clover" wunderbare Sours, Fizzes, Juleps und - ganz stilecht - Punsch aus der Kristallschale am gediegenen Mahagoni-Tresen. Der viktorianische Salon ist klassisch mit Holz vertäfelt, um den Kamin stehen altmodische Sofas und elegante Marmortische.

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Wie zu alten Club-Zeiten

Barchef Tom Macy mixt seine Kompositionen wie zu alten Club-Zeiten mit hausgemachten Sirups und frischen Zutaten. Auf seiner Karte steht auch der berühmte "Clover Club Cocktail" aus Gin, Zitronensaft, Himbeersirup und Eiweiß. Macy gibt noch einen Schuss Dry Vermouth hinzu, der dem fruchtigen Drink eine erwachsene Note verleiht. Den ehr­würdigen "Old Fashioned" hat er ebenfalls dezent veredelt.

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Whiskey im "Clover Club"

Rye Whiskey wird aus Roggen gebrannt und gilt als Bourbon-Vorfahre.

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