Nah an der Natur

Bäuerin Margot und die Beeren

Margot Wikström berichtet, dass sie allein in dem großen Bauernhaus lebt. Im Sommer erntet sie Beeren, im Winter beforstet sie den Wald. Margot hat ihre kleine Landwirtschaft aus dem Nichts aufgebaut. Vor zehn Jahren kündigte sie ihren Job als Bankerin und zog in die Natur, um Bäuerin zu werden.

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Die Fahrt mit dem Speedboot

Auf nach Bengtskär!

Das Eiland liegt südlich von Nagu und wird von einem offenen Speedboot angesteuert. „Einsteigen und festhalten!“, heißt es noch im Hafen. Als das Wassergefährt kurz hinter Nagu so richtig auf Touren kommt, weiß man, warum: Während der einstündigen Fahrt schießt das Boot förmlich übers Wasser.

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Leuchtturm von Bengtskär

Am Horizont ragt der Leuchtturm von Bengtskär empor. Er ist mit 52 Metern der höchste der nörd­lichen Länder und wurde 1906 erbaut. Heute funktioniert er automatisch, früher wurde er noch per Hand betrieben.

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252 Treppenstufen

Will man die Landschaft in voller Pracht genießen, muss man nach ganz oben. Insgesamt 252 Treppenstufen führen in die Spitze des Leuchtturms auf Bengtskär.

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Schlafen im Leuchtturm

Im Leuchtturm gibt es sechs Räume. In ihnen lebten einst die Leuchtturmwärter mit ihren Familien, doch heute können Feriengäste sie mieten – ein lauschiges Urlaubserlebnis!

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Durchgeschwitzt

Die Einheimischen sind geradezu fanatische Hobbyschwitzer. Sauna ist nicht ohne Grund ein finnisches Wort. In fast allen Privat-Häusern und -Wohnungen (seien sie auch noch so klein) findet man so eine Hitzestube. Also tut man es den Skandi­naviern gleich und lässt sich einmal so richtig aufheizen, um dann splitternackt ins kalte Gewässer vor der Tür abzutauchen.

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Und die Seele baumelt

Nach dem Sprung ins Meer stellt man fest, dass man hier durchaus noch länger als eine Schrecksekunde verweilen kann. Die Wellen wogen sanft vor sich hin und die Sonne hat das Wasser angewärmt. So ein Tag mit Saunagängen zieht vorbei wie dicke, romantische Schönwetterwolken …

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Ben im Hotel "Nestor"

Die perfekte Unterkunft zum Entspannen auf dieser Insel Korpo wird von dem Künstlerpaar Pia Rousku und Frank Hellgren betrieben. Die beiden haben eine Scheune zum gemütlichen Hotel „Nestor“ umgebaut.

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Künstlerin Pia Rousku

Mitten im Nirgendwo der Ostesee ein Anlaufpunkt für kulturliebende Großstädter, die Frischluft atmen wollen. Kultur? Hier?!? Aber ja, Pia organisiert jedes Jahr eine Ausstellung in den nahe gelegenen Wäldern.

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Barfuß-Wanderweg

Die Kunstwerke platziert Pia entlang eines Barfuß-Wanderweges. „Ich möchte, dass die Menschen die Natur unter ihren Fuß­sohlen spüren“, sagt sie. „Für viele ist das eine ungewohnte Erfahrung.“ Stimmt, das Moos fühlt sich schwammig-kalt an und die Füße versinken darin wie in einem dicken Teppich.

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Kajaken mit Kaj

Wer Ruhe statt Abwechslung sucht, sollte die Insel Pensar von Nagu aus anpeilen. Bei einer Kanutour in der Bucht im Süden bekommt man langsam ein Gespür für diese einzigartige Inselwelt, in der man gefühlt ein Leben lang umherpendeln könnte, ohne je alles gesehen zu haben. „Ja, es dauert eine Weile, bis man versteht, wie besonders dieses Archipel ist“, sagt Kaj Arnö, der die Tour veranstaltet.

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Krebstfest

Im Spätsommer ist es Brauch, ein Krebsfest zu feiern – mit viel Schnaps und ganzen Schalentieren, die mit Dill in Salzwasser gekocht und danach kalt verzehrt werden. Diese gesellige Tradition führte die Schwedisch sprechende Bevölkerung in Finnland ein.

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finnische Lebensfreude

So sieht Lebensfreude aus! Tourguide und Köchin Katariina Havukainen sorgt für die Reisenden. 

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Die Kirche auf Själö

Die Holzkirche auf Själö wurde 1733 erbaut und ist eine der lokalen Sehenswürdigkeiten. Eines an ihr ist nicht wie in den anderen Gotteshäusern.

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Schatten der Vergangenheit

Der Innenraum der Kirche ist holzverkleidet und recht kühl. Es fällt auf, dass das westliche Ende der Kirche vom Rest getrennt ist und es einen separaten Eingang gibt. Um diese Konstruktion zu verstehen, muss man mehr über die Historie des Ortes wissen: Ab dem Jahr 1619 gab es auf der Insel eine Lepra-Kolonie. Die Kranken durften zwar in dem Gotteshaus beten, aber nur isoliert vom Rest der Gemeinde. Der letzte Kranke starb 1785. Die ehemalige Unterkunft wurde danach zu einer Psychiatrie umfunktioniert, die 1962 geschlossen wurde.

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Vergangene Zeiten

"Meine Familie lebt seit drei Generationen auf der Insel", erzählt der Rentner Kejo Alastalo. Sein Vater war Pfleger in besagter Psychiatrie. Keijo half als Junge in der Landwirtschaft und seine Augen funkeln, wenn er sich erinnert, wie er damals das Pferdegespann durch duftende Heuwiesen lenkte. Die seien inzwischen von den Wäldern verschluckt worden.

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Finnland - Ein Sommer in den Schären

Die gesamte Reportage

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Den vollständigen Artikel mit Infos zu dem Leuchturm von Bengstkär, einer  Kajakfahrt durch die Schären und der geheimnisvollen Insel Själö finden Sie in der Juni-Ausgabe des Lonely Planet Traveller.

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