Hamburg

Lichtshow und klassische Musik

In der U-Bahn Station „HafenCity Universität“ in Hamburg finden aufregende Lichtshows statt, an manchen Tagen sogar begleitet von klassischer Musik. Der reguläre Betreib wurde im August 2013 aufgenommen. Aber schon Monate vorher wurde die Station an Wochenenden für interessierte Besucher freigegeben. Zur Zeit ist „HafenCity Universität“ die Endstation der U4, in Zukunft soll die Linie die Stadtteile Wilhelmsburg und Harburg erschließen.

Neben dem Architekturbüro Raupach aus München, waren auch die Lichtplaner von Pfarré Lighting Design/Döring D-Lichtvision sowie Design Stauss Grillmeier an der Gestaltung der Haltestelle beteiligt.

Hamburg

Hafenatmosphäre unter der Erde

Christian Raupach ist Architekt und Stadtplaner (raupach-architekten.de)

„Bei der Gestaltung der Haltestelle „Hafencity Universität“ in Hamburg inspirierte uns die Umgebung. Die zwölf großen Lichtbehälter an der Decke können ihre Farbe ändern und haben die Ausmaße von Schiffscontainern. Bräunlich schillernde Stahlplatten erinnern an den für die Stadt typischen Rotklinker. Dadurch herrscht in der Station ein wenig Hafenatmosphäre.“

London

Die Tube ist nichts für Langweiler

Die U-Bahn ist nichts für Langweiler, hat sich die Künstlergruppe "Prankster Art Collective" gedacht und die Londoner „Tube“ kurzerhand mit Stickern aufgepeppt. Sitze für "Menschen, die rauchen, trinken und Unzucht treiben wollen" und die Station „Charles und Camilla“ sind die Folge. Mit trockenem britischem Humor und einer Prise Sarkasmus zaubern die Sticker dem verärgerten Pendler ein Lächeln ins Gesicht. Mehr davon auf stickersonthecentralline.tumblr.com

Paris

Außergewöhnliche Ideen für außergewöhnliche Orte

Das Pariser U-Bahn-Netz birgt einige Schätze. Acht U-Bahnhöfe stehen in der französischen Hauptstadt seit mehr als 70 Jahren still. Die Kommunal-Politikerin Nathalie Kosciusko-Morizet schlug vor, den Stationen neues Leben einzuhauchen. Die außergewöhnlichen Ideen reichen vom Schwimmbad bis zum Theater.

Paris

Alter Bahnhof - neues Leben?

Im Auftrag von Kosciusko-Morizet entwarfen die Architekten Manal Rachdi und Nicolas Laisné am Computer die Konzepte. Als Beispiel haben sie die U-Bahn-Station „Arsenal“ genommen. Im Jahre 1906 eröffnet, wurde der Bahnhof mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieg geschlossen und nie wieder benutzt.

London

Regionales Gemüse aus dem Bunker

In einer anderen Bunkeranlage bauen ambitionierte Engländer Gemüse an. Nahe der „Clapham North“-Station im Londoner Underground wachsen 33 Meter unter der Erde Erbsen, Rucola, Rettich und Brokkoli. Im Tunnelsystem herrscht eine konstante Temperatur von 16 Grad und die sparsamen LED-Leuchten geben den Pflanzen die Energie zum Wachsen. Growing Underground – regionales Gemüse mal anders!

Stockholm

U-Bahn als öffentliches Museum

Die „Tunnelbana“ in Stockholm ist ein öffentliches Museum: 90 der 100 Stationen wurden künstlerisch gestaltet, es finden wechselnde Ausstellungen statt. Ein bemerkenswertes Beispiel: die Station Kungsträdgården. Wie viele andere Haltestellen der Stockholmer U-Bahn wurde Kungsträdgården in den Felsen gesprengt. Auf die Verkleidung von Decken und Wänden wurde verzichtet, sodass der Eindruck einer Grotte entsteht. Der U-Bahnhof wurde 1977 eröffnet und vom Künstler Ulrik Samuelson in einen geheimnisvollen unterirdischen Steingarten verwandelt.

München

Design fährt ein

Münchens U-Bahn hat nicht nur schöne Bahnhöfe: Die neuen Münchner U-Bahn-Züge wurden mit dem German Design Award ausgezeichnet. Die Jury betonte besonders den „tollen Umgang mit Licht im Interieur” der neuen Fahrzeuge vom Typ C2. Ohne den Raum einzuschränken böten die Wagen den Fahrgästen zahlreiche Sitz- und Haltemöglichkeiten. Im Sommer dieses Jahres sollen die neuen Züge den Betrieb aufnehmen.

Die kuriose Welt der U-Bahnen

Weitere spannende Fakten zu Subway, Metro und Co. finden Sie in der Juli/August-Ausgabe des Lonely Planet Traveller.

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Text: Alexander Salenko

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