Kaliforniens Küste entlangcruisen

„California dreamin'“ sangen „The Mamas & Papas“ 1965, und bis heute inspiriert die Coastal State Route 1, wie der Highway am Meer offiziell heißt, Schriftsteller und Filmemacher. Zwischen Monterey und Morro ersteckt sich der schönste Abschnitt der spektakulären Küstenstraße: Big Sur, der große Süden, hohe Berge, schroffe Felsküste, tosende Pazifikbrandung und mittendrin ein schmales Asphaltband, das sich durch eine atemberaubende, unberührte Natur windet. Fahren Sie zum Point Lobos State Reserve, wo Seelöwen in der Sonne dösen (baden sollte man hier nicht!). Oder zum Hearst Castle, das der Zeitungsverleger William Randolph Hearst 1919 auf einen Hügel setzte und Orson Welles in „Citizen Kane“ als Kulisse diente. Schwindelerregend ist auch die 218 Meter lange Bogenbrücke Bixby Creek Bridge (Foto), die mit tollen Aussichten ein steiles Tal überspannt. Wer den besonderen Adrenalinkick sucht, stürzt sich hier nachts beim Bungee-Jumping 80 Meter hinab in die Dunkelheit (bungeeamerica.com).

WEITERE INFOS

  • 121 km lang folgt der Highway No. 1 von Monterey bis nach Morro der spektakulären Küste von Big Sur (bigsurcalifornia.org).
  • Ab Frankfurt a. M. geht es mit Lufthansa nonstop nach San Francisco, ab Wien via Frankfurt (lufthansa.com). Ab Zürich fliegt Swiss direkt nach San Francisco (swiss.com). Leihwagen gibt es z. B. ab ca. 23 €/Tag bei enterprise (enterprise.com).

Im Ballon über Namibia schweben

Blau und grau liegt die älteste Wüste der Welt im Morgengrauen, schemenhaft erkennt man die ersten Dünen. Von der Hitze, die hier tagsüber herrscht, ist noch nichts zu spüren. Noch vor Sonnenaufgang starten die Heißluftballons in der Namib-Wüste zu einer Safari durch die Lüfte. Der bunte Nylonstoff bläst sich auf, bis der Korb sanft vom Boden abhebt. Oben wird die Stille nur durch das Nachfeuern des Gasbrenners unterbrochen. Wenn sich die Sonne dann langsam hinter den (spärlichen) Wolken hervordrängelt, genießt man die 360-Grad-Sicht auf die gigantischen rostroten Sanddünen, auf die zerklüfteten Naukluft-Berge und das Sossusvlei, eine verkrustete Salz-Ton-Pfanne, in der Spießbockherden zwischen gespenstischen toten Akazien umherziehen. Wasser führt die Senke nur nach langem Regen. Die Trockenwüste vor der Westküste Afrikas erstreckt sich auf über 95.000 Quadratkilometern und sieht aus der Vogelperspektive aus wie eine Marslandschaft. Beste Fotomotive sind garantiert!

WEITERE INFOS:

  • Je nach Windbedingungen starten die Touren der „Namib Sky Balloon Safaris“ von verschiedenen Orten gut 45 Minuten vor Sonnenaufgang. Der Anbieter steuert Lodges zur Abholung an. Unbedingt eine Jacke anziehen, die Wüste ist morgens kalt (ab ca. 340 € p. P. inkl. Champagner-Frühstück; namibsky.com).
  • Ab Frankfurt a. M. geht’s mit Air Namibia nonstop nach Windhoek (airnamibia.com), South African Airways fliegt ab Wien via München und Johannesburg, ab Zürich nur über Johannesburg (flysaa.com).

Bären gucken in Kanadas Wildnis

Nirgendwo leben so viele Bärenarten wie in British Columbia: weiße „Geisterbären“, die auf den Fjordinseln umherstreifen, kleine Schwarzbären und natürlich die gewaltigen, bis zu 680 Kilo schweren Grizzlys. Die Könige der Wildnis halten sich eher versteckt und meiden Menschen. Beste Chancen, sie aus nächster Nähe zu sehen, hat man in der „Great Bear Lodge“, die in einem Flussdelta vor der Westküste verankert ist. Auf Bären-Safaris geht es von hier tief in den pazifischen Regenwald mit seinen riesigen Hemlocktannen zu einer Stromschnelle, an der die Tiere zuverlässig auftauchen. Dort haben Tom Rivest und Marg Leehane, die Betreiber der Lodge, spezielle Beobachtungshütten aufgestellt. Besonders im Herbst, wenn die Lachse flussaufwärts wandern, tummeln sich hier ganze Bärengruppen und lassen sich den Fisch direkt ins Maul springen. Auch Touren im Boot sind möglich. Ist das nicht gefährlich? Tom beruhigt: „Grizzlys greifen nur an, wenn sie Futter oder Süßes riechen.“

WEITERE INFOS:

  • Die „Great Bear Lodge“ hat nur acht Zimmer und liegt 80 km nördlich von Port Hardy. Im Preis eingeschlossen sind der Transfer per Wasserflugzeug, Vollpension und Bärensafari (3 Tage ab ca. 890 €; greatbeartours.com).
  • Nach Vancouver an die Pazifikküste fliegt Lufthansa nonstop ab Frankfurt a. M., mit Zubringern ab Wien und Zürich (lufthansa.com).

Auf Tuchfühlung mit Walen in Neuseeland

Blauwale, Delfine, Schwert- und Buckelwale, Pottwale, die größten Raubtiere der Erde – sie alle tummeln sich vor der Ostküste Neuseelands, einem der besten Whale-Watching-Spots der Welt. Zwei Meeresströmungen treffen hier an einem tiefen Meeresgraben aufeinander und sorgen für äußerst nährstoffreiches Wasser. Wer im Hafen von Kaikoura mit einem der Katamarane hinaus aufs Wasser fährt, sollte seinen Fotoapparat griffbereit haben. Oder einfach nur demütig staunen, wenn die imposanten Meeressäuger zum Luftholen auftauchen und ihre Nebelfontäne in die Höhe sprühen. Um dann in einem eleganten Bogen wieder hinab in die Tiefen des Pazifiks zu gleiten, die fotogene Schwanzflosse zuletzt.

WEITERE INFOS:

  • Der Ökotourismus-Anbieter Whale Watch bietet verschiedene Touren an, die aber aus Wettergründen jederzeit abgesagt werden können. Planen Sie also flexibel! Eine dreistündige Tour kostet ab ca. 190 € p. P. (whalewatch.co.nz).
  • Emirates fliegt ab Frankfurt a. M., Wien und Zürich via Dubai nach Christchurch (emirates.com). Der Bus bis Kaikoura fährt etwa drei Stunden (intercity.co.nz).

Durch Norwegen kurven

Um mit angehaltenem Atem über schmale Felspfade und abenteuerliche Passstraßen zu fahren, muss man nicht auf ferne Kontinente reisen. Eine der spektakulärsten Strecken liegt quasi vor unserer Haustür. In Westnorwegen schlängelt sich die Trollstigen-Bergstraße (Foto) zwischen dem See Langvatnet und Romsdal durch elf Haarnadelkurven an schwindelerregenden Abgründen entlang. Den aus der nordischen Mythologie stammenden Namen „Troll“ trägt der Weg übrigens nicht zu Unrecht: Die grün bewachsene Bergkette mit dem rauschenden Stigfossen-Wasserfall sieht aus wie aus dem Fabelbuch. Am besten wirkt die mystische Kulisse von einer der Plattformen am Rand der Strecke. Wichtig für die Reiseplanung: Aus Witterungsgründen ist die Straße nur von etwa Mitte Mai bis Oktober geöffnet. Wer nicht so lange warten will: Auf nasjonaleturistveger.no findet man ebenso schöne Landschaftsrouten als Alternative.

WEITERE INFOS:

  • Mehr Infos zur Route und 360Grad-Panoramafotos unter visitnorway.com/de.
  • Mit KLM geht es von Frankfurt, Zürich und Wien via Amsterdam nach Trondheim (klm.com), via Oslo mit Scandinavian Airlines (flysas.com). Von dort mit dem Mietwagen weiter, z. B. von Europcar (europcar.de) oder Sixt (sixt.de).

Wandern auf dem West Highland Way

Still und geheimnisvoll liegt der Loch Lomond im Morgennebel. An den Ufern von Schottlands größtem See beginnen die legendären Highlands – das Land der grasgrünen Bergkuppen, den über 900 Meter hohen „Munros“, und der „Glens“, der wildromantischen Täler. Der West Highland Way führt in das Herz dieser einzigartigen Region voller Mythen und Legenden. Auf 154 Kilometern wandert man von den flachen Lowlands bei Glasgow durch ursprüngliche Dörfer in den Loch-Lomondand-the-Trossachs-Nationalpark. Dort quert man einsame Hochmoore, mit blühender Heide bedeckte Ebenen, glasklare Bäche und Täler wie das berühmte Glen Coe, das schon als Filmset für „Braveheart“ und „Rob Roy“ diente. Whisky-Liebhaber besuchen am Wegesrand die „Glengoyne Distillery“ (glengoyne.com) und kosten nach einer Brennereiführung ein Gläschen Single Malt. Am Ziel, im Städtchen Fort William, bucht man eine Fahrt mit dem „Jacobite Steam Train“ nach Mallaig (westcoastrailways.co.uk). Der Museumsdampfzug fuhr bereits als „Hogwarts Express“ in „Harry Potter“ über das spektakuläre Glenfinnan-Viadukt. Zauberhaft!

WEITERE INFOS:

  • Für den West Highland Way (west-highland-way.co.uk) von Milngavie nach Fort William braucht man bis zu neun Tage. Am besten gen Norden wandern, dann blendet die Sonne nicht. Eine Tour inkl. Gepäcktransport und Übernachtung offeriert Kleins Wanderreisen (ab ca. 895 €; kleins-wanderreisen.de).
  • Flüge nach Glasgow bietet von Frankfurt a. M., Wien und Zürich z. B. British Airways via London an (britishairways.com) und KLM via Amsterdam (klm.com). Von Glasgow geht es per Bahn nach Milngavie und zurück ab Fort William (scotrail.co.uk).

Im Campervan durchs australische Outback

„Going Bush“ im VW Bulli: So haben Sie das Outback noch nicht erlebt! Weite gibt es im Überfluss. Neugierige Kängurus auch. Die Tiere kommen ganz nah an den Campervan heran, mit dem Sie irgendwo in Australiens unberührter Natur Halt machen und Ihr Nachtlager aufschlagen. Etwa nahe dem Uluru (Ayers Rock), dem Wahrzeichen des Kontinents. Oder im Kakadu-Nationalpark im tropischen Norden, wo sich Paperbark-Bäume und Wasserbüffel in der amphibischen Landschaft spiegeln. Vorher aber erkundigen, wo Campen erlaubt ist (parksaustralia.gov.au).

WEITERE INFOS:

  • Den legendären VW Bulli gibt es bei „Go Kombi“ (ab ca. 150 €/Tag, gokombi.com) oder „Hire a Kombi“ (ab ca. 120 €/Tag, hireakombi.com).
  • Von Frankfurt a. M., Wien und Zürich jettet Emirates via Dubai nach Melbourne (emirates.com). Von dort geht‘s mit Inlandsflügen weiter ins Outback nach Ayers Rock oder Alice Springs.

Auf Tiger-Safari in Indien

Lautlos pirscht ein Tiger durchs Dickicht. Sekunden später raschelt es, dann hört man furchterregendes Brüllen und Fauchen. Die Beute der Raubkatze, ein Sumpfhirsch, hat keine Chance. Szenen wie diese gehören zum Alltag im Pench National Park im Süden des indischen Bundesstaates Madhya Pradesh. Angeblich inspirierte die exotische Flora und Fauna des Parks Rudyard Kipling zu seinem Weltbestseller „Das Dschungelbuch“. Heute leben hier noch immer Bengalische Tiger, Gaure (eine asiatische Rinderart), Leoparden und über 280 Vogelarten. Stressfrei und sicher erkundet man die Tierwelt auf einer geführten Jeep-Safari oder auf dem Elefantenrücken. Bei Sonnenaufgang schaukelt man durch die Büsche und erlebt, wie der Park erwacht. Erholung bieten abends komfortable Wald-Lodges, wo man auf dem Dach zwischen Baumkronen im Fackellicht den Stimmen des Urwalds lauscht.

WEITERE INFOS:

  • Schicke Suiten, gutes Essen und Safaris bietet das „Baghvan Resort“ (ab ca. 300 € p. P. pro Nacht; tajsafaris.com). Günstige Lodges (ab ca. 63 €) unter penchnationalpark.com.
  • Von Frankfurt a. M., Zürich und Wien fliegen Air France (airfrance.de) und Jet Airways (jetairways.com) via Paris und Mumbai nach Nagpur. Von dort kommt man in zwei Stunden mit dem Mietwagen nach Pench (savaari.com).

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