Bad Gastein, Österreich

Zum „Snow Jazz“ nach Bad Gastein

Warum jetzt?

Für Jazzfans erübrigt sich die Frage, denn das „Snow Jazz Gastein“, das im März zum 14. Mal stattfindet, ist der Kultevent des Jahres. Zehn Tage jammen in dem Jugendstil-Kurort und seinen Nachbardörfern Musiker aus ganz Österreich sowie der Schweiz. Sie treten nicht nur in Hotels und Jazzclubs wie dem „Sägewerk“ auf, sondern auch in Skihütten. Eröffnet wird das Festival von „Depart Refire“, dem Trio um  Harry Sokal, einem der bedeutendsten Saxofonisten Europas. Kenner fiebern dem 21. März entgegen: Dann tritt Jazzlegende Karl Pratzer mit einem hochkarätig besetzten Septett auf. Übrigens mausert sich das kleine Bad Gastein derzeit zum Architektur-Hotspot. (13.–22.3, Festival-Pass ca. 140 €, Weekend-Pass 20.–22.3. ca. 85 €, jazz-im-saegewerk.org)

Los geht’s! 

  • Um nach Bad Gastein zu kommen, fliegt man am besten ins ca. 100 Kilometer entfernte Salzburg. Von da geht’s 90 Minuten mit der Bahn weiter (Ticket ca. 22 €, oebb.at). Von Wien nach Bad Gastein dauert es mit dem Zug ca. vier Stunden. Ticket ca. 87 €. Ab Frankfurt a. M. fliegt Austrian (austrian.com) non- stop nach Salzburg, ab Zürich Intersky (flyintersky.com).
  • Günstige und gemütliche Unterkünfte bietet das nette „Helenenburg Hotel & Spa“, in dem anno dazumal schon Österreichs Kaiserin Sisi residierte. (DZ ab ca. 98 €, helenenburg.at)  
  • Weitere Infos: gastein.com

Lanzarote, Kanarischen Inseln

Frühlingsgefühle auf Lanzarote


Warum jetzt?

Endlos lange Strände, Wohlfühltemperaturen um 20 °C und jede Menge Kunst und Kultur – noch Fragen?! Wem das nicht reicht, der zieht Wanderschuhe an, denn die marsähnliche Vulkanlandschaft eignet sich perfekt für ausgedehnte Touren durch den Nationalpark Timanfaya. Vorher registrieren lassen! Kostenlose Führungen auf Englisch sind möglich (Buchungen: reservasparquesnacionales.es). Ein Erleb-nis ist der Besuch im Restaurant des Infozentrums am Islote de Hilario. Dort werden Steaks über der Hitze aus einem Erdschacht zubereitet. Eine halbe Autostunde von den imposanten Montañas del Fuego entfernt, nächtigt man äußerst stylish in den Apartments der „Finca Malvasia“. (DZ ab ca. 104 €, fincamalvasia.com)


Los geht’s!  

  • Ab Frankfurt a. M. geht’s mit Condor (condor.com) oder TUIfly (tuifly.com) nonstop nach Lanzarote, ab Wien mit Niki (flyniki.com), ab Zürich mit Edelweiss Air (edelweissair.ch).  
  • Im Castillo de San Jose, einer Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert, ist heute das „Museum für zeitgenössische Kunst“ (MIAC) untergebracht, zu dem auch ein Restaurant mit Panorama-Meerblick gehört. (Eintritt ca. 4 €, täglich 11–23 Uhr geöffnet, centrosturisticos.com)  
  • Die nettesten Bars von Arrecife findet man entlang des Charco de San Ginés, einer Salzwasser-Lagune im Herzen der Altstadt.

Färöer-Inseln

Zur totalen Sonnenfinsternis auf die Färöer-Inseln


Warum jetzt?

Am 20. März findet auf der Nord- halbkugel der Erde eine totale Sonnenfinsternis statt – ein äußerst seltenes Naturspektakel! Dabei wandert der 430 Kilometer breite Kernschatten am Morgen zunächst östlich an Neufundland, später dann an Grönland und Island vorbei. Gegen Viertel vor zehn erreicht der Schattenpfad schließlich die Färöer-Inseln, eine Inselgruppe im Nordatlantik. Dort – und nur dort – wird zwischen 09:44:14 und 09:46:36 Uhr der Mond die Sonne dann in Gänze bedecken. Wer nun glaubt, so etwas passiert regelmäßig, der täuscht sich. Es gibt zwar öfter eine partielle und hin und wieder auch eine totale Sonnenfinsternis, aber in Europa kann man diese nur alle Jubeljahre wahrnehmen, das nächste Mal am 12. August 2026. 


Los geht’s!  

  • Die Färöer-Inseln werden täglich von Atlantic Airways (atlantic.fo) aus Kopenhagen angeflogen. Ab Frankfurt a. M. geht’s mit Lufthansa (lufthansa.com) nonstop nach Kopenhagen, ab Wien mit Austrian Airlines (austrian.com). Ab Zürich mit Lufthansa via Frankfurt a. M.  
  • Unter visitfaroeislands.com bekommt man weitere Infos zum Naturspektakel sowie Kontakte zu Reiseveranstaltern. So bietet 62°N (62n.fo) spezielle Sonnenfinsternis-Pakete an. Beliebt ist „Heimablídni“, das gemeinsame Kochen und Essen mit Einheimischen, die ihr Zuhause für Touristen öffnen.

Berlin, Deutschland

Viel Kunst in Berlin


Warum jetzt?

Selbst wenn der Himmel über der Hauptstadt noch grau ist, geht es dort knallbunt zu, auf den Straßen ebenso wie in den großartigen Museen. Eine der spannendsten Ausstellungen des Jahres ist ab 21. März im „Martin Gropius Bau“ zu sehen: In dem imposanten Gebäude werden rund 200 Werke von mehr als 40 Künstlern der „Zero“-Bewegung ausgestellt. Die Düsseldorfer Avantgardegruppe um Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker arbeitete mit Feuer, Wasser und Licht, schuf Werke aus Nägeln sowie Glas und revolutionierte in den 1950er- und 60er-Jahren mit puristischer Ästhetik die moderne Kunst. (21.3.–3.6., Tickets ca. 11 €, gropiusbau.de)


Los geht’s!  

  • Berlin erreicht man deutschlandweit sehr gut per Bahn (bahn.de) und Fernbus (flixbus.de). Ab Wien bietet Lufthansa (lufthansa.com), ab Zürich Swiss (swiss.com) Nonstop-Flüge an.  
  • Top-zentral, schick und sehr angesagt ist das „Hotel Zoo“ am Ku’damm (DZ ab ca. 154 €, hotelzoo.de). Ebenfalls mittendrin gelegen und günstig: „Motel one“ am Hauptbahnhof. (DZ ab ca. 89 €, motel-one.com)  
  • Nicht nur Veganer sollten dem „Lucky Leek“ in Prenzlauer Berg einen Besuch abstatten. Die Küche von Josita Hartanto ist spitze! (lucky-leek.de)

Snowdonia-Nationalpark, Wales

Outdoor-Erlebnis in Wales uriger Landschaft


Warum jetzt?

Weil Wind und Regen in Englands Westen nachlassen und man inmitten der ursprünglichen Natur wunderbar zur Ruhe kommt. Ideale Bleibe für ein Outdoor-wochenende sind die bezaubernd eingerichteten „Alpine Apartments“ in Betws-Y-Coed im Snowdonia-Nationalpark in Wales. (DZ ab ca. 570 €/Woche, betwsaccommodation.co.uk) Auch wenn es hier noch so kuschelig ist, sollte man zwischendurch vor die Tür gehen und die Frischluft genießen, zum Beispiel während einer geführten Klettertour im Bergland (Ticket ca. 64 €, serenventures.com), bei einer rasanten Fahrt auf der längsten Zip-Line-Strecke der Welt (Ticket ca. 76 €, zipworld.co.uk) oder bei einer Wanderung entlang des Flusses Conwy.


Los geht’s!  

  • Betws-y-Coed liegt dreiein-halb Zugstunden westlich vom Flughafen Birmingham (Ticket ca. 54 €, londonmidland.com). Ab Frankfurt a. M. gibt es dorthin Nonstop-Flüge mit Lufthansa, ab Zürich mit Swiss (swiss.com). Ab Wien fliegt KLM via Amsterdam (klm.com).  
  • Traditionelle walisische Küche wird im rustikalen „Bistro Betws-y-Coed“ serviert. Probieren Sie die gebratenen Wild- tauben. (Hauptgerichte ab ca. 16 €, bistrobetws-y-coed.co.uk)  
  • Sehenswert sind die etwa vier Kilometer südlich des Örtchens gelegenen, maleri-schen Wasserfälle Conwy Falls. 

Zeeland, Holland

Hummer satt in Zeeland


Warum jetzt?

Am letzten Donnerstag im März beginnt traditionell im niederländischen Zeeland – traraaa! – die „fünfte Jahreszeit“: die Hummersaison. Mithilfe von Körben, Reusen und Netzen dürfen Fischer die Krustentiere bis Mitte Juli fangen. Die am heißesten gehandelte Delikatesse ist der Oosterschelde-Hummer. Viele Restaurants der Region bieten in diesen Monaten spezielle Menüs an. So auch die „Brasserie Maritime“ in Zierikzee (brasseriemaritime.nl). Vor der Schlemmerei genießt man die frische Meerluft, zum Beispiel beim Kiten am Brouwersdam, wo das örtliche Segel- und Surfzentrum schicke Beachlodges vermietet. (4er-Lodge ab ca. 88 €, brouwersdam.nl; Infos auf vvvzeeland.nl)


Los geht’s!  

  • Die Provinz Zeeland beginnt etwa 160 Kilometer südwestlich von Amsterdam. Ab Wien und Zürich fliegt man zunächst mit KLM (klm.com) in die niederländische Haupt-stadt und reist dann per Zug oder Mietwagen weiter. Von Deutschland aus ist Zeeland gut mit dem Auto oder der Bahn zu erreichen (bahn.de).

Kurztrips im März

In der März-Ausgabe des Lonely Planet Traveller finden Sie weitere Kurztrips und Reise-Ideen. Außerdem im Heft: Wandertour im Frühling auf Mallorca und den perfekten Trip in die Provence

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