Griechenland

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Sehenswertes in Griechenland

 

Athen

Im Hinblick auf seine glorreiche Vergangenheit steht Athen auf einer Stufe mit Rom und Jerusalem - und trotzdem können dieser Stadt nur wenige Besucher einen Reiz abgewinnen. Die meisten sehen von der modernen Metropole nur den nefos, den Smog, und die heruntergekommenen Häuserblocks, die nach dem Bevölkerungsaustausch mit der Türkei in aller Schnelle in die Höhe gezogen wurden, um die Flüchtlinge aus Kleinasien zu beherbergen. Jedoch verbirgt sich hinter dem abweisenden Beton auch ein gewisser Charme: Fast jedes Wohngebäude verfügt über einen Balkon voller Geranien und viele Straßen und Plätze der Stadt sind von Orangenbäumen gesäumt. Athen ist eine interessante Mischung von Ost und West, Erster und Dritter Welt. Die lautstarken Straßenhändler und farbenfrohen Märkte ähneln türkischen Basaren, während neoklassizistische Gebäude an die Zeiten erinnern, in denen die Stadt für eine gewisse Zeit als das "Paris des Mittelmeers" galt.

Über Athen erhebt sich die vom Parthenon gekrönte Akropolis, die von fast überall in der Stadt sichtbar ist. Perikles ließ den Burgberg in eine Tempelstadt umbauen, nachdem er im Jahre 510 v.Chr. vom Orakel von Delphi informiert worden war, dass die Stadt eine Provinz der Götter werden sollte. Athen entwickelte sich zu einer Vorzeigestadt mit kolossalen Gebäuden, verschwenderisch angemalt und vergoldet, und mit riesigen Statuen, einige aus Bronze, andere aus Marmor und mit Gold überzogen und Edelsteinen besetzt. Obwohl jetzt alles in Trümmern liegt, ist die kühle Eleganz des Marmors noch immer atemberaubend. Neben dem an Grazilität und Harmonie unübertroffenen Parthenon steht das Erechtheion, sofort an den vielfotografierten Karyatiden zu erkennen, den sechs Mädchenstatuen, die die Decke der Korenhalle tragen. Das antike Dionysos-Theater, in dem das griechische Drama seine Geburtsstunde erlebte, liegt am Südhang der Akropolis.

Am Nordosthang der Akropolis erstreckt sich das alte Dorf Plaka, die Keimzelle des heutigen Athen. Trotz schrecklicher Kommerzialisierung haben die engen Gassen viel von ihrem ursprünglichen Charme bewahrt. Am Rande der Plaka liegt die Agora, die im antiken Athen den Mittelpunkt des gesellschaftlichen und bürgerlichen Lebens bildete. Andere Sehenswürdigkeiten Athens sind z. B. das Nationalmuseum, das fantastische antike Kunstschätze wie Goldarbeiten aus Mykene und minoische Fresken aus Santorin beherbergt, und das Goulandris-Museum Kykladischer und Antiker Griechischer Kunst, in dem es eine Sammlung eleganter Marmorfigurinen zu bestaunen gibt, von denen sich so berühmte moderne Künstler wie Modigliani, Brancusi und Picasso inspirieren ließen.

Die Plaka ist der beliebteste Bezirk für Unterkünfte; in einigen Billighotels kann man im Sommer auf dem Dach schlafen. Im Juli und August sollte man vorausbuchen, da Athen dann von Touristen überrannt wird.

Der Peloponnes

Der Peloponnes, die südliche Halbinsel Griechenlands, ist reich an Geschichte und überdies landschaftlich sehr abwechslungsreich. In seiner Nordostecke liegen dicht beieinander die antiken Stätten Epidauros, Korinth und Mykene, die alle von Nauplion leicht erreichbar sind. Die byzantinische Geisterstadt Mistra zieht sich am Hang des Bergs Taigetos hinauf, wobei gewundene Pfade und Treppen zu verlassenen Palästen und mit Fresken geschmückten Kirchen führen.

Weiter im Süden kann man die Mani erkunden, eine durch trostlose Berge und kahle Landschaften geprägte Region, die nur durch imposante Steintürme aufgelockert wird, von denen die meisten verlassen sind, aber immer noch wie Wächter in der Landschaft stehen. Zu den anderen Sehenswürdigkeiten auf dem Peloponnes gehören die antiken Stätten von Olympia, die schöne mittelalterliche Stadt Monemvasia und die abenteuerliche Diakofto-Kalavryta-Eisenbahn, die sich in wildem Auf und Ab einen Weg durch die steile Vouraikos-Schlucht bahnt.

Meteora

Die Meteora-Klöster in der Provinz Thessalien gehören zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten auf dem griechischen Festland. Als die Macht des Byzantinischen Reichs gegen Ende des 14. Jahrhunderts im Schwinden begriffen war, boten die auf hohen natürlichen Steinsäulen erbauten Klöster den Mönchen Schutz vor den gewalttätigen Auseinandersetzungen und Kriegen. Die frühesten Klöster waren über einziehbare Leitern zu erreichen. Später benutzte man Winden, um die Mönche in Netzen nach oben zu ziehen, was bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts praktiziert wurde. Ängstlichen Besuchern, die sich danach erkundigten, wie oft die Seile denn ersetzt würden, begegnete man, dass dies geschehe, wenn "der Herr sie reißen lasse". Heutzutage lassen sich die Klöster über in den Fels gehauene Treppen erreichen - die Winden werden nur noch zum Hochziehen von Vorräten benutzt.

Die Kykladen

Die Kykladen verkörpern das Postkartenidyll Griechenlands: Leuchtend blaue Kirchenkuppeln bilden einen eindrucksvollen Kontrast zu blendend weißen Häusern, während sich am blauen Meer goldene Strände entlangziehen. Einige der Kykladeninseln wie Mykonos, Santorin, Paros und Ios haben sich vollständig dem Tourismus verschrieben; andere wie Andros, Kea, Kythnos, Serifos und Sifnos werden zwar weniger oft von ausländischen Touristen besucht, sind stattdessen aber ein beliebtes Urlaubs- und Wochenendziel für Athener.

Mykonos ist die teuerste und meistbesuchte aller griechischen Inseln. Sie bietet die extravagantesten Nachtklubs und ist außerdem das unangefochtene Homosexuellenzentrum Griechenlands. Die kahle, recht flache Insel würde nie einen Schönheitswettbewerb gewinnen, aber sie verfügt über wunderschöne Strände. Der Ort Mykonos ist ein reizendes Gassenlabyrinth voller schicker Boutiquen und weiß getünchter Häuser mit bunt bemalten Balkonen, auf denen Bougainvilleas und Klematis wachsen; manchmal erscheint diese Idylle schon fast zu perfekt. Das auch als Thira bekannte Santorin gilt vielen als die spektakulärste aller griechischen Inseln. Tausende Touristen kommen jedes Jahr hierher, um den vom Meer überfluteten Kraterkessel zu bestaunen, Zeugnis eines Vulkanausbruchs, der vielleicht der gewaltigste aller Zeiten war. Trotz der sommerlichen Besuchermassen übt Santorin mit seinen schwarzen Stränden und steilen Klippen einen ganz besonderen Reiz aus.

Wenn man den Touristenmassen entgehen will, dann bieten Sikinos, Anafi und die winzigen Inseln östlich von Naxos ein bisschen Ruhe.

Kreta

Kreta, die größte griechische Insel, genießt die zweifelhafte Auszeichnung, das Ziel eines Viertels aller Griechenlandbesucher zu sein. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man hier keine Ruhe findet. Vor allem die relativ unerschlossene Westküste, das bergige Inselinnere oder die Dörfer auf der Lassithi-Hochebene bieten sich für Ausreißer vom Massentourismus an.

Kreta war einst das Zentrum der minoischen Kultur, Europas erster Hochkultur, deren Blütezeit von etwa 2800 bis 1450 v.Chr. dauerte. Der Palast von Knossos etwas außerhalb der größten Stadt auf Kreta, Heraklion, ist die großartigste minoische Stätte auf der Insel. Während Heraklion selbst nichts Besonderes zu bieten hat, sind die anderen größeren Städte der Insel, Chania und Rethymnon, voller schöner venetianischer Gebäude. Das an der Südwestküste gelegene Paläochora wurde in den 60er Jahren von den Hippies entdeckt und von da an waren die Tage des Orts als ruhiger Fischerhafen gezählt; trotzdem ist Paläochora noch immer ein angenehmes, vor allem bei Rucksacktouristen beliebtes Ziel. Viele Kretabesucher verbringen einen Tag damit, die 18 km lange Samaria-Schlucht zu durchwandern, um nach Agia Roumeli an der Südwestküste zu gelangen. Etwas weiter im Osten an der Südküste - die hier zu steil ist, als dass es größere Siedlungen gäbe - liegen die Dörfer Loutro und Chora Sfakion, die per Boot zu erreichen sind. Das Klima an der Südküste ist so mild, dass man von April bis November im Meer baden kann.

Der Dodekanes

Der sich an der türkischen Westküste entlangziehende Archipel des Dodekanes liegt viel näher am türkischen als am griechischen Festland. Auf Grund ihrer strategisch wichtigen und aus militärischer Sicht unsicheren Lage haben diese Inseln eine noch turbulentere Geschichte von Invasionen hinter sich als der Rest Griechenlands - Ägypter, Johanniter, Türken und Italiener wechselten sich hier als Besatzer ab. Rhodos ist die größte Insel des Dodekanes und die gleichnamige Stadt ist die größte bewohnte mittelalterliche Ansiedlung Europas. Die Ritterstraße wird von großartigen mittelalterlichen Gebäuden gesäumt, zu deren eindrucksvollsten der Großmeisterpalast gehört, der von den Italienern als Ferienhaus für Mussolini restauriert, aber dann nie als solches benutzt wurde. Die imposante Akropolis von Lindos teilt sich den Felsen, auf dem sie steht, mit einer Kreuzritterburg. Zu ihren Füßen liegt die zweitwichtigste Stadt der Insel, Lindos, die mit ihren leuchtend weißen und reich verzierten Häusern aus dem 17. Jahrhundert durchaus einen Besuch wert ist.

Andere beliebte Eilande des Dodekanes sind Kos, Symi und Patmos. Die weniger touristischen Inseln Lipsi und Tilos bieten fantastische Strände und auf den abgelegenen Inseln Agathonisi, Kastellorizo und Kassos hat man die Möglichkeit, traditionelles Inseldasein zu erleben. Kassos ist ein kleines felsiges Eiland etwas südlich von Karpathos, das nur mit Kakteen, Oliven- und Feigenbäumen bewachsen ist und wo es ansonsten nur Steinmauern, Schafe, Ziegen und einige Fischer gibt.

Die Ionischen Inseln

Die Ionischen Inseln vor der Westküste Griechenlands umfassen u. a. Korfu (oder Kerkyra), Paxoi, Kefallinia, Sakinthos, Ithaki, Lefkas und Kythira. Es sind die einzigen griechischen Inseln, die nicht in der Ägäis liegen und in vielem erinnern sie gar an ihren nahen Nachbarn Italien. Mit Ausnahme der winzigen Insel Meganisi ist keines der Eilande unerschlossen, aber auf Touren ins Hinterland kann man einen guten Einblick in das traditionelle Dorfleben gewinnen. Mit seiner faszinierenden Landschaft voller bunter Wildblumen und schlanker Zypressen, die sich aus den glitzernden Olivenhainen erheben, wird Korfu von vielen als die schönste griechische Insel angesehen.

Die Nordostägäischen Inseln

Zu den wichtigsten Inseln dieses Archipels in der nordöstlichen Ägäis gehören Samos, Chios, Ikaria, Lesbos, Limnos, Samothraki und Thasos. Alle Eilande sind stark vom Tourismus geprägt und teuer. Da sie zudem recht weit auseinander liegen, ist das Inselhüpfen hier nicht so einfach wie in den Kykladen oder dem Dodekanes. Die meisten dieser Inseln sind relativ groß und haben alle einen eigenen Charakter. Samos, Geburtsort des Philosophen und Mathematikers Pythagoras, ist üppig bewachsen und bietet mit Kiefern und Bergahorn bestandene Berge und mit Eichenwäldern überzogene Hügel. Majestätischer Höhepunkt des eiförmigen Samothraki ist der 1611 m hohe Fengari, dessen Gipfel mehrere Monate im Jahr von Schnee bedeckt ist.

Die Sporaden

In diesem gebirgigen, mit Kiefern bestandenen nördlichen Archipel gibt es vier bewohnte, touristisch stark erschlossene Inseln: Skiathos, Skopelos, Alonnisos und Skyros. Nach Skiathos fährt man der wunderschönen Strände und des Nachtlebens wegen; wer hier etwas anderes sucht, wird wahrscheinlich schnell wieder seine Koffer packen. Skopelos ist nur geringfügig weniger kommerzialisiert. Es gibt hier einige schöne geschützte Strände, jedoch sind diese zumeist mit Kieseln und nicht mit Sand bedeckt. Alonnisos ist noch immer eine ruhige Insel, was sie in erster Linie der Tatsache zu verdanken hat, dass man hier wegen des felsigen Terrains keinen Flughafen bauen kann. Die Gewässer um Alonnisos sind zu einem Meeresschutzgebiet erklärt worden und gehören zu den saubersten in der Ägäis. Skyros ist weniger entwickelt als die anderen drei Inseln und zieht deswegen eher Individual- als Pauschaltouristen an.

Die Saronischen Inseln

Die fünf Inseln im Saronischen Golf liegen Athen am nächsten, wobei Salamis fast schon ein Vorort der Hauptstadt ist. Ägina, Hydra, Spetses und Poros unterscheiden sich überraschend stark im Hinblick auf Architektur und Landschaft, werden aber alle von einer ungeheuren Zahl von Touristen angesteuert. Auch Hydra, einst Treffpunkt von Künstlern, Schriftstellern und den Schönen und Reichen, ist mittlerweile sehr überlaufen; trotzdem konnte sich die Insel eine Aura des Glanzvollen erhalten. Motorisierte Fahrzeuge, auch Mopeds, sind hier nicht erlaubt - es regieren die Esel.

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