Indien

Uhrzeit 11:45

Temperatur gleich: 24 °C

kachelmannwetter.com

Gut zu wissen

Sprachen
Hindi und Englisch; außerdem 21 weitere regionale (Amts-) Sprachen

Währung
Indische Rupie

Geld
In den meisten städtischen Zentren gibt es  Geldautomaten. Es ist aber ratsam, Bargeld oder Reiseschecks als stille Reserve mitzunehmen. MasterCard und Visa sind am weitesten verbreitet.

Visa
Die meisten Traveller beantragen das sechs Monate gültige Touristenvisum. Die Gültigkeitsdauer beginnt mit dem Tag der Ausstellung und nicht dem der Einreise!

Handys
Mobil zu telefonieren, ist aufgrund von Sicherheitsbestimmungen in manchen Bundesstaaten sehr kompliziert. Um hohe Roaming Kosten zu vermeiden, sollte man lokale Handynetze nutzen.

Zeit
Indien verwendet die Zwölf-Stunden-Skala. Die Indische Standardzeit (Indian Standard Time; IST) ist der MEZ um viereinhalb Stunden voraus. Die ungewöhnliche halbe Stunde wurde hinzugefügt, um das Tageslicht in diesem riesigen Land überall voll ausnutzen zu können.

Zoll
Theoretisch sind Summen von 5000 (Bargeld) bzw. 10 000 US$ (Reiseschecks) bei Ankunft anzugeben. Rupien darf man zwar nicht ausführen, doch wird dies kaum kontrolliert.

Sehr selten müssen Touristen teure Gegenstände wie Videokameras oder Laptops auf einem speziellen Zollformular (Tourist Baggage Re-export) eintragen. So wollen die Behörden sicherstellen, dass die Geräte bei Abreise wieder mit nach Hause genommen werden.

Autofahren
Besser nicht! Es kostet kein Vermögen, einen Fahrer mit Auto zu engagieren. Außerdem hat Indien ein tolles Verkehrsnetz mit unzähligen Bus-, Flug und Zugverbindungen.

Öffnungszeiten
Offizielle Geschäftszeit ist montags bis freitags zwischen 9.30 und 17.30 Uhr. Viele Behörden und Büros öffnen aber später und schließen früher.

  • Die meisten Büros haben eine offizielle Mittagspause (ca. 13–14 Uhr).
  • Die lokal verschiedenen Öffnungszeiten von Bankfilialen erkundet man am besten direkt vor Ort. Wechselstuben haben teilweise täglich und länger geöffnet.
  • Manche größere Postfilialen haben auch den ganzen Samstag und den halben Sonntag geöffnet.
  • In einigen Risikogebieten (Kaschmir, Nordoststaaten) gibt’s Ausgangssperren.
  • Öffnungszeiten variieren regional.

 

Mindestalter

  • Alkoholerwerb: 18–25 Jahre (je nach Bundesstaat; Delhi: 25 Jahre)
  • Autofahren: 18 Jahre
  • Einvernehmlicher Sex: Heterosexuell 16 Jahre, homosexuell 18 Jahre
  • Volljährigkeit: 18 Jahre
  • Wahlrecht: 18 Jahre
  • Traveller sollten zudem wissen, dass sie auch im Ausland gemäß den Strafmündigkeitsbestimmungen ihres eigenen Heimatlands belangt werden können. 

Reisezeit

Hauptsaison (Dez.–März)

  • (Fast immer) angenehmes Wetter. Viele Touristen, hohe Preise.
  • Im Dezember und Januar wird es im Norden kalt, vor allem Richtung Himalaja.
  • Im Februar heizt sich der Subkontinent allmählich auf.

Zwischensaison (Juli–Nov.)

  • Juli, August und die 1. Septemberhälfte eignen sich für einen Trip nach Ladakh.
  • Zwischen Oktober und Anfang Dezember sucht sintflutartiger Regen die Südostküste und den Süden Keralas heim.

Nebensaison (April–Juni)

  • Der April ist heiß; Mai und Juni sind noch heißer. Moderate Unterkunftspreise.
  • Der Monsun wälzt sich von Süden gen Norden. Ermüdend hohe Luftfeuchtigkeit.
  • In den kühlen Bergen entkommt man der Hitze.  

Delhi Nov.–März

Mumbai (Bombay) Nov.–Feb.

Leh Juli–Sept.

Bengaluru (Bangalore) Nov.–März

Kolkata (Calcutta) Nov.–März

Tagesbudget

Preise (vor allem für Unterkünfte) variieren von Region zu Region sehr stark.

Knapp

  • Übernachtung in günstigen Pensionen mit Gemeinschaftsbädern oder in Hostels
  • Verpflegung an Straßenimbissen oder in einfachen Restaurants.
  • Mit Regionalbussen und gelegentlich Autorikschas gelangt man vor Ort von A nach B

Mittel

  • Hochwertige Unterkünfte mit eigenen Bädern und gute Restaurants.
  • Die Reiseziele werden mit Taxi und Autorikscha erkundet.

Üppig

  • Luxushotels und Spitzenrestaurants – nach oben keine Grenzen!
  • Auto mit Fahrer chartern – man sollte sich aber nicht das Abenteuer Autorikscha entgehen lassen

Ankunft in...

Delhi, Mumbai, Chennai, Kolkata
An Indiens großen internationalen Flughäfen gibt es Schalter für Prepaid-Taxis. Hier kann man Taxis zu Festpreisen (inkl. Gepäck) buchen und spart sich dabei Provision und andere Scherereien. Einige Terminals sind auch mit Bus, Zug und/oder Autorikscha zu erreichen. Viele Hotels arrangieren nach Anfrage eine Abholung; bei Spitzenklassehotels ist dies oft kostenlos.

Nicht vergessen!

  • Visum und Reiseversicherung
  • Rechtzeitig über nötige Impfungen informieren 
  • Nicht aufreizende Kleidung – nicht alles zu zeigen bekundet Respekt und ist an heiligen Stätten essenziell
  • Einen gut zu verbergenden Geldgürtel
  • Sonnencreme und -brille
  • Handliche Taschenlampe für schlecht beleuchtete Straßen und/oder Stromausfälle
  • Ohrstöpsel – Lärm kann gehörig nerven
  • Slipper – praktisch, wenn man religiöse Einrichtungen besucht
  • Und stets das Unerwartete erwarten – Indien liebt es zu überraschen

Gefahren und Ärgernisse

In Indiens Großstädten sollte man sich vor Betrügern und Kleinkriminellen in Acht nehmen. Mit etwas gesundem Menschenverstand und entsprechender Vorsicht lassen sich die meisten Probleme jedoch vermeiden. Im Indien-Bereich des Forums von Lonely Planet berichten Traveller oft von Schwierigkeiten, mit denen sie gerade vor Ort zu kämpfen hatten. Auch aktuelle Reisewarnungen des eigenen Außenministeriums sollten unbedingt beachtet werden.

Terrorismus
In Indien kämpfen Separatistengruppen teils bewaffnet für ihre Ziele. Dabei bedienen sie sich sämtlicher Standardmethoden des internationalen Terrorismus: Ermordungen, Bombenanschläge auf Regierungseinrichtungen, öffentliche Verkehrsmittel, religiöse Zentren, Märkte oder Touristenziele .

  • Bestimmte Regionen sind besonders gefährdet. Dazu zählen Kaschmir, die Nordoststaaten, einige entlegene Stammesgebiete, Bihar und (weniger häufig) Teile Westbengalens.
  • In Risikogebieten wie Kaschmir sind Straßen, Banken, Geschäfte und andere Einrichtungen mitunter tagelang wegen Streiks oder Ausgangssperren geschlossen.
  • Auch Europa oder die USA sind grundsätzlich potenzielle Anschlagsziele. Somit gibt’s keinen Grund, um Indien generell einen Bogen zu machen. Vor dem Aufbruch in Risikogebiete ist es aber grundsätzlich ratsam, die aktuelle Sicherheitslage sorgfältig zu checken.

 

Geld und Währung

Eine indische Rupie besteht aus 100 Paisa (P); Paisa-Münzen werden aber immer seltener. Geldstücke gibt’s im Wert von 1, 2 und 5 Rupien. Parallel sind Scheine zu 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 2000 Rupien im Umlauf. Letztere sind praktisch bei großen Rechnungen, verursachen beim Begleichen kleinerer Rechnungen aber oft Wechselgeldprobleme. Der Rupienkurs ist an andere Währungen gekoppelt und schwankte in den letzten Jahren mehrmals.
Im November 2016 wurden neue 500 und 2000 Rupien-Scheine eingeführt, die alten 500er und 1000er wurden für ungültig erklärt, um Geldfälschung zu bekämpfen. Reisende sollten beim Geldwechsel im Land achtsam sein, da vermeintliche Geldwechsler immer noch versuchen, Doller oder Euro gegen die alten ungültigen Scheine zu tauschen.

Bargeld

  • Wichtige Währungen wie US-Dollar, Britisches Pfund und Euro lassen sich in Indien überall leicht umtauschen. Einige Banken nehmen aber nur Reiseschecks an; andere akzeptieren auch weitere Währungen wie den Schweizer Franken.
  • Private Wechselstuben tauschen deutlich mehr Fremdwährungen um. Fernab der Grenzen lässt sich jedoch Geld aus Pakistan, Nepal oder Bangladesch nur schwer umtauschen. Abseits der Standardrouten empfiehlt sich daher stets ein ausreichender Vorrat an Rupien.
  • Bei jedem Geldumtausch unbedingt alle Scheine einzeln kontrollieren: Verschmutzte oder beschädigte Banknoten sollte man ablehnen, da diese eventuell nicht akzeptiert werden.
  • Weil es in Indien bisweilen Probleme mit dem Wechselgeld gibt, ist ein entsprechender Vorrat an kleinen Scheinen, vor allem zu 10, 20 und 50 Rp, sinnvoll.
  • Das offizielle Ausfuhrverbot für Rupien wird kaum kontrolliert. Am Flughafen lässt sich indisches Restgeld am leichtesten in Fremdwährungen zurücktauschen. Manche Banken verlangen dabei einen Mindestbetrag von 1000 Rp, andere auch die Vorlage von Reisepass und Flugticket sowie Wechselbescheinigungen, Kreditkartenoder Automatenquittungen.

Geldautomaten

  • In den meisten Stadtzentren gibt’s Geldautomaten, die meistens Karten von Visa, MasterCard, Cirrus, Maestro und Plus akzeptieren.
  • Die in den Regionenkapiteln aufgeführten Automaten nehmen ausländische Karten (wenn auch nicht unbedingt alle Typen).
  • Geldund Kreditkaren können auch bei indischen Banken wie Citibank, HDFC, ICICI, HSBC oder State Bank of India benutzt werden.
  • Vor dem Start sollte man sich bei der eigenen Bank nach anfallenden Gebühren und zuverlässiger Kartenbenutzung vor Ort erkundigen.
  • Zudem kann es ratsam sein, der eigenen Bank den genauen Zeitraum des Indientrips mitzuteilen. Andernfalls wird die Karte eventuell wegen Missbrauchsverdachts gesperrt. Für alle Fälle unbedingt die Telefonnummer der eigenen Bank mitnehmen! » Wichtig: Notrufnummern für verlorene und gestohlene Bank bzw. Kreditkarten immer sicher an einem separaten Ort verwahren. Den Verlust oder Diebstahl sofort melden!
  • Außerhalb größerer Städte sind stets Bargeld oder Reiseschecks als Reserve ratsam.

Internationale Geldanweisungen

  • Wenn das Geld zur Neige geht, kann man sich über Moneygram (www.moneygram.com) oder Western Union (www.westernunion.com) aus der Heimat Nachschub zu den jeweiligen offiziellen Wechselstuben schicken lassen. Es wird eine Zusatzgebühr fällig.
  • Für die Auszahlungen benötigt man den eigenen Reisepass sowie Namen und Referenznummer der anweisenden Person.

Kreditkarten

  • Immer mehr Geschäfte, gehobene Restaurants sowie Mittel- und Spitzenklassehotels akzeptieren Kreditkarten, mit denen man in der Regel auch Flug und Zugtickets bezahlen kann.
  • Zudem sind bei manchen Banken gegen Vorlage bekannter Kreditkarten Bargeldauszahlungen möglich. MasterCard und Visa werden am häufigsten akzeptiert.

Reiseschecks

  • In Indien werden alle bekannten Reiseschecks akzeptiert. Manche Banken lösen aber nur Exemplare von American Express (Amex) und Thomas Cook ein. Mit Schecks in USDollar oder britischen Pfund Sterling geht vor allem in kleineren Ortschaften am wenigsten schief.
  • Die Seriennummern sollten aufgeschrieben und zusammen mit Kaufquittungen, Wechselbelegen und Passkopien (inkl. Visumseite) getrennt von den Schecks aufbewahrt werden. Bei Scheckverlust bzw. -diebstahl am besten sofort American Express oder Thomas Cook in Delhi kontaktieren!
  • Um Reiseschecks ersetzen zu lassen, benötigt man Originalkaufbeleg und die Seriennummern der fehlenden Exemplare. Eventuell sind auch ein Passfoto und eine Fotokopie des polizeilichen Verlustprotokolls vorzulegen. Bei unbekannten Seriennummern kontaktiert das ausstellende Unternehmen (z. B. Amex) die jeweilige Verkaufsstelle.

Schwarzmarkt
Auch in Indien gibt’s illegale Geldwechsler. Wegen der vielen offiziellen Wechselstuben ist es aber unnötig, auf sie zurückzugreifen – es sei denn, ein Grenzübertritt auf dem Landweg erfordert direkt vor Ort einen kleinen Barbetrag. Allgemein gilt: Wenn Passanten ungefragt anbieten, Geld umzutauschen, steckt dahinter wohl irgendeine miese Masche.

Trinkgeld, Bakschisch & Feilschen

  • In Touristenhotels oder -restaurants enthält die Rechnung meist schon eine Servicegebühr – Trinkgeld ist daher optional. Anderswo wird es aber erwartet. 
  • Gepäckträger in Bahnhöfen, Flughäfen und Hotels rechnen mit ca. 50 Rupien. Hotelpersonal bekommt pro Zusatzdienst etwa dasselbe.
  • Trinkgeld für Taxi oder Rikschafahrer ist dagegen kein Muss. Ehrliche Chauffeure verdienen dennoch einen Obulus. Wer für längere Zeit ein Auto mit Fahrer mietet, sollte sich bei gutem Service ebenfalls erkenntlich zeigen.
  • Der recht breit gefächerte Begriff bakschisch reicht von Almosen für Bettler bis hin zu Schmiergeldern.
  • Viele Inder beknien Touristen, Kindern keine Süßigkeiten, Stifte oder Geld zu geben, um sie nicht im Betteln zu bestärken. Sinnvoller und nachhaltiger sind stattdessen Spenden an renommierte Schulen oder karitative Organisationen.
  • Geschäfte mit Festpreisen (z. B. staatliche Kaufhäuser oder Fair-Trade-Kooperativen) ausgenommen, wird überall gefeilscht.
  • Per Gesetz sind alle Fremdwährungen in Indien stets bei Banken oder offiziellen Wechselstuben umzutauschen.
  • Nach jeder (legalen) Transaktion gibt’s eine Wechselbescheinigung (Beleg), mit der sich Rupien bei der Abreise wieder in Euro oder Schweizer Franken zurücktauschen lassen.
  • Der Betrag, der zurückgetauscht werden soll, darf nicht die Summe der vorgelegten Belege überschreiten.
  • Alternativ akzeptieren viele Banken auch Automatenquittungen als Nachweise für internationale Transaktionen.

Wechselstuben

  • Private Wechselstuben gibt’s in Indien fast überall. Sie haben meistens länger als Banken geöffnet und fungieren oft auch als Reisebüros oder Internetcafés.
  • Manche Hotels tauschen ebenfalls Bares um – in der Regel aber zu schlechteren Konditionen als Banken oder Wechselstuben.

Versicherung

  • Dringend empfohlen wird eine umfassende Reiseversicherung, die Diebstahl, Verlust, medizinische Behandlungen und Notfallflüge in die Heimat abdeckt.
  • Manche Verträge schließen Folgekosten bei Risikosportarten (z. B. Tauchen, Ski und Motorradfahren, Gleitschirmfliegen oder sogar Trekking) grundsätzlich aus – daher unbedingt das Kleingedruckte sorgfältig lesen.
  • Manche Trekkinganbieter akzeptieren nur Kunden, deren Versicherung für Rettungsflüge per Hubschrauber aufkommt.
  • Wer in Indien ein Motorrad ausleihen möchte, sollte sich vergewissern, dass der Mietvertrag zumindest einen Haftpflichtschutz umfasst.
  • Vorab sollte auch ermittelt werden, ob der Versicherer direkt mit medizinischen Einrichtungen im Ausland abrechnet. Andernfalls muss man in Vorleistung gehen. In diesem Fall alle erforderlichen Dokumente unbedingt sorgfältig aufbewahren!
  • Bei Diebstählen in Indien sind Polizeiprotokolle ein absolutes Muss. Ansonsten verweigert der Versicherer eventuell den Schadenersatz.
  • Auch wenn man schon unterwegs ist, kann die weltweit gültige Reiseversicherung jederzeit online abgeschlossen, erweitert und in Anspruch genommen werden. 

Visa und Einreise

Dringend empfohlen wird eine umfassende Reiseversicherung, die Diebstahl, Verlust, medizinische Behandlungen und Notfallflüge in die Heimat abdeckt.
Bis auf wenige Ausnahmen müssen alle Ausländer (auch Deutsche, Österreicher und Schweizer) bereits vor Ankunft in Indien ein gültiges Visum besitzen. Dieses wird weltweit von diplomatischen Vertretungen Indiens erteilt. Achtung: Der Reisepass muss auch nach der geplanten Abreise aus Indien noch mindestens sechs Monate lang gültig sein und noch über mindestens zwei leere Seiten verfügen.

Einreisebestimmungen

  • 2009 erwischten die indischen Behörden viele Ausländer mit Touristenvisa beim Arbeiten. Seitdem gelten verschärfte Visumbestimmungen, was berechtigte Personen und Gültigkeitsdauer angeht. Da sich der Regelkatalog aber jederzeit ändern kann, sollte der aktuelle Stand unbedingt vor dem Start über eine diplomatische Vertretung Indiens in der eigenen Heimat ermittelt werden. Dies gilt vor allem für die strengen Regularien bei Studenten und Geschäftsvisa.
  • Die meisten Traveller wählen ein normales Touristenvisum mit sechsmonatiger Gültigkeitsdauer, die ab dem Tag der Ausstellung (nicht der Einreise!) läuft. Während dieser Zeit kann man insgesamt 180 Tage in Indien verbringen.
  • Aktuell sind Visumanträgen zwei farbige Passfotos (Format: 5,08 x 5,08 cm) beizulegen.
  • Die meisten Visa erfordern offiziell ein Rückflug oder Anschlussticket. Dies wird jedoch nicht immer kontrolliert – vorher erkundigen!
  • Visa müssen in der jeweiligen Landeswährung bezahlt werden. Eventuell fällt zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr an. Diplomatische Auslandsvertretungen Indiens im eigenen Heimatland informieren über alle aktuellen Preise.
  • Das Visum verlängern dürfen Menschen indischer Abstammung, die als Staatsbürger anderer Nationen (außer Pakistan und Bangladesch) im Ausland leben.
  • Wenn das Visum länger als ein halbes Jahr gültig ist, muss sich der Inhaber spätestens 14 Tage nach Ankunft bei einem Büro der Ausländerbehörde (Foreigners’ Regional Registration Office, FRRO) anmelden. Auch in diesem Fall informieren indische Auslandsvertretungen über alle Details.

Visum verlängern

  • Zum Recherchezeitpunkt gewährte das indische Innenministerium (Ministry of Home Affairs; Tel. 011-23385748; Jaisalmer House, 26 Man Singh Rd, Delhi; hAnfragen Mo–Fr 9–11 Uhr) keine Visumverlängerungen. Mögliche, aber defi nitiv sehr seltene Ausnahmen sind: extreme medizinische Notfälle und Situationen wie Reisepassdiebstahl kurz vor Abreise bei gleichzeitigem Ablauf des Visums.
  • Bei derartigen Problemen sollte man sich an die Ausländerbehörde (Foreigners’ Regional Registration Office, FRRO; Tel. 011-26195530; frrodelhi@hotmail.com; Level 2, East Block 8, Sector 1, Rama Krishna (RK) Puram, Delhi; Mo–Fr 9.30–17.30 Uhr) in Delhi, nahe dem Hotel Hyatt Regency, wenden. Das FRRO stellt auch Ersatzvisa aus, falls verlorene oder gestohlene Reisepässe ersetzt müssen. Ohne diese Dokumente kann man Indien nicht verlassen. Regionale Büros des FRROs verlängern Visa noch widerwilliger.
  • Wenn die strengen Auflagen allesamt erfüllt sind, erhalten Deutsche, Österreicher und Schweizer vom FRRO eine 14-tägige Visumverlängerung (Kosten vor Ort erfragen). Neben einem gültigen Rückflugbzw. Anschlussticket wird hierfür auch ein Passfoto (besser zwei) sowie eine Kopie der Personalien und Sichtvermerkseite des Reisepasses benötigt. Achtung: Die Regelung dient ausschließlich dazu, alle offiziellen Ausreiseformalitäten zeitnah und korrekt zu erfüllen – und nicht zur zweiwöchigen Verlängerung eines Indientrips! Wiedereinreise
  • Gemäß den aktuellen Bestimmungen erhält der Pass bei der Ausreise einen Stempel, der eine Wiedereinreise innerhalb von zwei Monaten verhindert – und zwar unabhängig davon, wie lange das alte Visum noch gelten mag.
  • Wer indischen Boden schon vor Ablauf der Zweimonatssperre erneut betreten möchte, muss eine Genehmigung zur Wiedereinreise beantragen. Hierfür sind indische Hochkommissariate und Konsulate in dem Land zuständig, in dem man sich aktuell als Tourist oder Einwohner aufhält. Eine solche Genehmigung gibt’s aber nur in absoluten Notfällen und Ausnahmesituationen. Nach Erteilung hat die Anmeldung beim FRRO/FRO innerhalb von 14 Tagen zu erfolgen.
  • Bei Trips durch mehrere Länder entfällt die Genehmigung, wenn den Einwanderungsbeamten eine feste Reiseroute präsentiert werden kann (Beispiel: Indien als Transitland zwischen Nepal und der eigenen Heimat).

Gesundheit

Indien hat eine riesige geografische Bandbreite zu bieten. Deshalb gibt es auch extreme Umweltbedingungen: Hitze, Kälte und Höhenluft können Gesundheitsprobleme verursachen. Der Hygienestandard ist in den meisten Regionen niedrig, sodass Krankheiten durch infizierte Lebensmittel oder Wasser recht häufig auftreten.

Außerdem übertragen Insekten viele Krankheiten, besonders in den tropischen Gebieten. Die medizinische Ausstattung ist in vielen Gegenden unzureichend (besonders außerhalb der Großstädte), man sollte sich also gut vorbereiten. Für die meisten lebensbedrohlichen Probleme sind ein von vornherein schlechter Gesundheitszustand oder Verletzungen durch Unfälle (besonders Verkehrsunfälle) verantwortlich. Einmal während der Reise krank zu werden, ist dagegen durchaus üblich. Die meisten Krankheiten kann man aber durch den Einsatz des gesunden Menschenverstandes vermeiden oder mithilfe einer gut ausgestatteten Reiseapotheke behandeln. Allerdings sollte man auch nicht zögern, im Ernstfall einen Arzt aufzusuchen – sonst könnte es gefährlich werden. Die folgenden Hinweise sind als allgemeine Ratschläge zu verstehen und ersetzen keineswegs den Rat eines Arztes, der auf Reisemedizin spezialisiert ist. 
In Indien kann man viele Medikamente rezeptfrei kaufen, aber manchmal ist es schwierig, neuere Arzneimittel aufzutreiben, besonders Antidepressiva, Blutdruckmedikamente und Antibabypillen. Folgendes sollte man mitnehmen:

  • Medikamente in ihrer beschrifteten Originalverpackung
  • ein unterzeichnetes, datiertes Schreiben des Hausarztes, in dem des Gesundheitszustand und die jeweiligen einzunehmenden Medikamente einschließlich ihrer generischen Namen beschrieben werden
  • einen Brief des Arztes, der die medizinische Notwendigkeit der Spritzen bestätigt, die eventuell mitgenommen werden
  • wer Herzleiden hat, nimmt die Kopie eines EKGs mit, das vor der Abreise gemacht wurde
  • sämtliche Arzneimittel, die man regelmäßig einnehmen muss (am besten in doppelter Menge)

 

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