Indonesien

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Beste Reisezeit

Obwohl man die meisten Regionen Indonesiens auch in der Regenzeit bereisen kann, sind einige Aktivitäten wie Bergsteigen oder Dschungelwanderungen dann nur sehr bedingt durchführbar und Touren, die über unbefestigte Pisten in abgelegene Gebiete führen, enden nicht selten in einem Schlammloch. Generell ist die beste Zeit für eine Reise nach Indonesien die Trockenzeit von Mai bis Oktober.

Während in den Weihnachtsferien die australischen Touristen überwiegen, besonders auf Bali, sind in den Sommermonaten die Besucher aus Europa in der Überzahl. Die Hauptferienzeit für Indonesier kommt mit dem Ende des Fastenmonats Ramadan an Idul Fitri; dann sind sämtliche Transportmittel hoffnungslos ausgebucht, Ferienorte überfüllt und die Preise drastisch überhöht.

Sept. – März
Zwischen September und März herrscht Regenzeit, im Südosten beginnt sie später. Im Januar und Februar regnet es überall.

April – Juni
Trockene, heiße Tage. In Bergstädten wie Ubud auf Bali kann es nachts kühl sein.

August
Im August herrscht Hauptsaison. Hohe Preise auf Bali und den Gili-Inseln; hier sollte man unbedingt vorab buchen. Menschenmassen.

Gesundheit

Welche Impfungen braucht man in Südostasien? Welche Medikamente gehören ins Gepäck? Und vor allem: Was macht man, wenn's hart auf hart kommt? Wie sieht die medizinische Versorgung vor Ort aus? Wir haben gesammelt, was man über Gesundheit & Medizin in Südostasien wissen muss.

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Kultur in Indonesien

Die von den Ahnen übernommenen, ungeschriebenen Gesetze und Verhaltensweisen sowie sozialen und religiösen Traditionen fasst man unter dem Begriff adat zusammen. Der Islam ist zwar die dominierende Religion im Archipel, hat sich aber mit hinduistischen und buddhistischen Elementen, Adat und Animismus vermischt. Speziell auf Java gibt es Hunderte von Plätzen, z. B. Höhlen, wo man bei nächtlicher Meditation mit mächtigen Naturgeistern Kontakt aufnehmen und spirituelle Energie tanken kann. Trotz langer Kolonialzeit waren christliche Missionare nur bei einigen wenigen der zahlreichen Völker Indonesiens erfolgreich, z. B. bei den Batak auf Sumatra, den Niah auf Nias, den Toraja und Minahasa auf Sulawesi und in Flores.

Über 250 Sprachen werden im Archipel gesprochen, die hauptsächlich zur austronesischen (auch malayo-polynesischen) Sprachfamilie gehören. Als lingua franca der indonesischen Inselwelt hat sich über Jahrhunderte das Malaiische etabliert, es diente letztendlich auch als Grundlage bei der Schaffung der offiziellen indonesischen Nationalsprache Bahasa Indonesia. Die Fülle der darin enthaltenen Fremdwörter aus dem Sanskrit, dem Arabischen und europäischen Sprachen dokumentiert die zahlreichen Kulturkontakte in der Geschichte Indonesiens. Als alltägliche Umgangssprache hat sich eine vereinfachte, nicht mehr so offiziell klingende Version der Bahasa Indonesia durchgesetzt.

Die künstlerische Vielfalt Indonesiens äußert sich vor allem in seinen prächtigen Textilien. Aus Zentral-Java stammt die Kunst der Batik, ein mehrfacher Färbeprozess, bei dem die jeweiligen nicht einzufärbenden Muster mit Wachs abgedeckt werden. Älter und mindestens ebenso arbeitsintensiv ist die besonders in Nusa Tenggara verbreitete Technik des ikat, bei dem die Fäden schon vor dem Weben im gewünschten Muster eingefärbt werden, indem man sie gebündelt stellenweise abbindet. Songket, mit Gold- oder Silberfäden durchwirkte Stoffe, sind vor allem auf Bali beliebt. Die indonesische Schmiedekunst gipfelt im kris, einem Dolch mit meist geflammter Klinge, der nach einem äußerst komplizierten, nur noch wenigen Schmieden bekannten Verfahren hergestellt wird. Wayang kulit, das Schattenspiel mit flachen, bemalten Lederpuppen, ist ein typischer Vertreter der javanischen Kultur, während auf Bali die von der hypnotischen Musik eines Gamelan-Orchesters begleiteten Maskentänze sehr populär sind.

Die indonesische Küche ist weitgehend chinesisch beeinflusst; eine Ausnahme bilden z. B. die Kochkünste der Minangkabau von Sumatra, bekannt als Masakan Padang, die wegen ihres großzügigen Gebrauchs zahlreicher, verschiedenartiger Gewürze berühmt sind. Überall in Indonesien sieht man Straßenhändler, die Snacks wie gebackene Bananen, Kekse, Erdnüsse, Nudelsuppen, Fleischspieße anbieten. Reis als Grundnahrungsmittel Nummer eins bildet den Hauptbestandteil eines fast jeden indonesischen Essens, mit mehr oder weniger scharf gewürzten Gerichten aus Fleisch, Fisch, Gemüse, Sojabohnen usw. als Beilage. Nasi goreng (gebratener Reis) ist fast überall in Indonesien zu bekommen, sehr populär sind auch sate (Fleischspieße mit einer scharf gewürzten Erdnussoße) und gado-gado, ein kalter Salat aus gekochtem Mischgemüse in Erdnussoße. Fast unüberschaubar ist die Liste der in Indonesien wachsenden tropischen Früchte, von denen man schon mal einige probieren sollte: Kokosnuss, Durian, Guave, Mango, Papaya, Rambutan, Mangosteen, Ananas, Banane, Avocado usw.

Natur & Umwelt

Der indonesische Archipel setzt sich nach letzten Satellitenzählungen aus 17 508 Inseln zusammen, Landgrenzen bestehen zu Malaysia, Papua-Neuguinea und Ost-Timor. Eine fast 1800 km lange Gebirgskette zieht sich die gesamte Westküste der Insel Sumatra entlang, durchsetzt von zahlreichen aktiven und erloschenen Vulkanen. Dieser Vulkangürtel erstreckt sich weiter durch Java, Bali und Nusa Tenggara, um dann in einem Bogen über die Molukken bis hinauf nach Nordsulawesi zu führen. Nur knapp 10% der gesamten Landfläche ist landwirtschaftlich nutzbar, während zwei Drittel aus Dschungel und Mangrovensümpfen bestehen.

Indonesiens abwechslungsreiche Landesnatur sorgt für eine entsprechend vielfältige Fauna und Flora. Noch gibt es Elefanten, Tiger, Leoparden, Nashörner und Orang Utans, in den Gewässern vor Bali tummeln sich Delphine und Seeschildkröten und auf der Insel Komodo findet man die bis zu 3 m langen Komodo-Warane. Die größten Blumen der Welt, Rafflesia arnoldii und Amorphophallus titanum, wachsen in Sumatra. Nationalparks wurden in Java, Sumatra, Kalimantan, Sulawesi, Papua Barat und anderen Inseln eingerichtet. Denn immer mehr Regenwald verschwindet unter den Sägen der Holzgesellschaften oder durch großflächige Waldbrände, besonders in Kalimantan.

Die Äquatornähe beschert Indonesien ein ziemlich einförmiges Klima - es ist heiß. Es ist feucht und heiß während der Regenzeit von Oktober bis April und trocken und heiß während der Trockenzeit von Mai bis September. Die Temperaturen klettern für gewöhnlich bis auf 32°C im Tiefland, nehmen in den Bergen aber deutlich ab. Die beste Zeit für einen Besuch ist April bis Oktober.

Aktivitäten

In Indonesien gibt es zahllose ausgezeichnete Plätze zum Tauchen und Schnorcheln, z. B. in Bali (Pulau Menjangan, Tulamben, Candi Dasa, Lovina), bei Labuan Bajo an der Westküste und vor Waiara an der Nordküste von Flores, um die Banda-Inseln in Maluku, vor der Insel Biak an der Nordküste Irian Jayas und in Sulawesi (Bunaken in Nord- Sulawesi, Tanjung Karang und die Togian-Inseln in Zentral-Sulawesi, Tukang-Besi-Inseln in Südost-Sulawesi). Wellenreiter finden geeignete Spots vor der Insel Nias an Sumatras Westküste, bei Grajagan in Ost-Java, vor Ulu Watu in Bali und an der Südküste von Sumbawa. Windsurfing wird vor allem in Tanjung Benoa auf Bali angeboten, Wildwasserrafting auf dem Alas-River in Nord-Sumatra und dem Yeh Ayung in Bali.

An vielen Orten des Archipels bieten sich hervorragende Möglichkeiten zum Wandern. Dschungel-Trekking ist besonders beliebt in Sumatra, vor allem im Gunung Leuser Nationalpark; gute Startpunkte sind Bukit Lawang und Ketambe. Anspruchsvoller sind die Touren durch den Dschungel von Kalimantan oder Irian Jaya. Fast alle der zahllosen Vulkane Indonesiens können bestiegen werden; die Palette reicht von einfachen Tagestouren auf den Gunung Sibayak in Nord-Sumatra oder auf den Gunung Bromo in Ost-Java bis zu anstrengenden, mehrere Tage dauernden Touren auf den 3800 m hohen Gunung Kerinci in Sumatra oder auf den 3726 m hohen Gunung Rinjani in Lombok.

Verkehrsmittel

An- & Weiterreise

Die wichtigsten „Eingangstore“ Indonesiens sind Jakarta und Bali. Jakarta wird von mehr Fluggesellschaften angeflogen, aber fast ebenso viele Flüge gehen nach Bali – dem wichtigsten Touristenziel der Nation. Seit 2003 betreiben Air Paradise und Australian Airlines (Qantas-Konzern) neue Flugverbindungen zwischen Australien und dem balinesischen Denpasar. Die Ausreisesteuer von Jakarta und Denpasar beträgt 100 000 Rp und von anderen Flughäfen ungefähr 75 000 Rp.

Es gibt drei Einreisemöglichkeiten auf dem Landweg: in Entikong, dem Grenzort zwischen West-Kalimantan und Sarawak; in Motoain zwischen West-und Ost-Timor und per Straße von Jayapura oder Sentani in Papua bis nach Vanimo in PNG. Visavorschriften ändern sich momentan unaufhörlich und man sollte rechtzeitig (nicht erst an Grenze!) in Erfahrung bringen, ob ein Visum im Voraus zu besorgen ist.

Die meisten Seeverbindungen verlaufen zwischen Malaysia und Sumatra. Zwischen Penang und Medan verkehren moderne Fähren, die schnell und bequem sind. Die andere Hauptfährverbindung besteht zwischen Dumai (Sumatra) und Malaka. Weitere Fähren fahren vom südlichen Malaysia (Johor Bahru) bis zu der Riau Inselgruppe. Schnellboote verbinden die Ostküste von Kalimantan mit Sabah in Malaysia.

 

Unterwegs vor Ort

Inlandsflugverbindungen hängen seit der Wirtschaftsflaute in den späten 90er Jahren sozusagen in der Schwebe. Dank dem Markteintritt einiger neuer Fluggesellschaften und der Aufhebung festgesetzter Flugpreise ist langsam wieder Wettbewerb auf dem Binnenmarkt angesagt. Am Ausland erworbene Inlandsflüge werden in US-Dollar veranschlagt und sind ca. 50% teuerer als die in Indonesien mit Rupien gekauften. Selbst Inlandsflüge müssen in Indonesien unbedingt per Anruf bestätigt werden, sonst besteht das Risiko, von der Passagierliste gestrichen zu werden, da die Flüge stets überbucht sind. Die Ausreisesteuer variiert zwischen 12 000 Rp und 20 000 Rp.

Auf allen indonesischen Inseln, die zumeist ein sehr gut ausgebautes Straßennetz besitzen, erfolgt der Personenverkehr in Bussen; die meisten Städte haben einen Busbahnhof (Terminal Bis). Während man im Nahverkehr und auf weniger gut ausgebauten Strecken oft mit recht altersschwachen, kleinen Bussen, die eventuell auch Hühner und Schweinen befördern, rechnen muss, werden im Fernverkehr häufig luxuriösere Expressbusse eingesetzt, die über Klimaanlage, breite Liegesitze, Video-Unterhaltung und Toilette verfügen.

Besonders in Java, mit Einschränkung auch in Süd-Sumatra, ist die Eisenbahn eine günstige Alternative zum Bus. Man hat die Wahl zwischen unbequemen, langsamen, aber billigen 3. Klasse-Zügen, günstigen 2. Klasse-Zügen und schnellen, komfortablen, aber auch teuren 1. Klasse-Zügen. Autos, Motorräder und Fahrräder können in den Großstädten und Touristenzentren gemietet werden. Moderne Passagierschiffe pendeln regelmäßig zwischen über 75 Häfen von Sumatra bis Irian Jaya; einige Inseln sind durch Autofähren verbunden. Da Kalimantan noch nicht über ein zusammenhängendes Straßensystem verfügt, erfolgt hier der größte Teil des Transports auf den Flüssen.

Der öffentliche Nahverkehr bzw. Stadtverkehr wird hauptsächlich von Minibussen bewältigt. Das sind meist Kleintransporter, genannt bemo, microlet oder angkot (kurz für Angkutan Kota), bei denen sich die Passagiere auf schmalen Bänken gegenüber sitzen. In vielen Städten sind kunstvoll bemalte Fahrradrikschas (becak) das gängige Transportmittel; hierbei sollte man sich vor Antritt der Fahrt mit dem Fahrer auf einen Preis einigen. In Bergorten, wo Becaks wegen der Steigungen unbrauchbar sind, findet man stattdessen von kleinen Pferden gezogene Karren oder Kutschen, die allgemein dokar genannt werden, auch wenn die örtlichen Bezeichnungen stark variieren: bendi, delman, cidomo, andong. In größeren Städten gibt es auch Taxis, die aber nicht immer mit Taxameter ausgestattet sind; in diesem Fall muss der Preis vorher ausgehandelt werden.

Reiserouten

Eine Woche

Erstes Ziel dieser straffen Route ist Bali. Zunächst verbringt man einige Tage im Süden und kann z. B. in Seminyak Partys feiern sowie auf der Halbinsel Bukit surfen und relaxen. Dann geht’s nach Ubud, um bei Streifzügen durch die Reisfelder die berauschende Kultur kennenzulernen. Anschließend nimmt man ein Schnellboot zu den Gili-Inseln, um die aufregende Travellerszene zu erleben.

Ein Monat

Bali und die Gili-Inseln sind ein Muss, aber als Erstes steht Java mit der Kulturstadt Yogyakarta sowie der Unesco-Welterbestätte Borobudur auf dem Programm. Dann fährt man von Lombok mit Fähren und Bussen durch Sumbawa nach Flores und legt unterwegs an Stränden und in Komodo Zwischenstopps ein. Man kann die Reise auf Sulawesi abschließen, aber auch weiter nach Osten zu den idyllischen Banda-Inseln Malukus fahren oder sich auf Kalimantan oder Sumatra Orang-Utans ansehen.

Indonesische Superlative

Der größte Archipel
Mit einer Fläche von 1,92 Mio. km² und insgesamt 17.000 (manche reden von 20.000) Inseln ist Indonesien der größte Archipel der Welt.

Die größte Eidechse
Weltweit gibt’s keine größere Eidechse als den Komodowaran (Varanus komodoensis). Das größte beurkundete Exemplar war 3,1 m lang und ein Geschenk des Sultans von Bima an einen US-amerikanischen Wissenschaftler.

Die größte Blume
Häufig blüht in den dichten Wäldern Sumatras (nahe Bukittinggi) zwischen August und November die größte Blume der Welt, die Rafflesia arnoldi.

Die größte Schlange
Der in Indonesien beheimatete Netzpython ist die längste Schlange auf dem gesamten Erdball. Ein Vertreter dieser Gattung, der 1912 auf Sulawesi getötet wurde, soll 9,85 m lang gewesen sein.

Die größte Biodiversität
Kalimantan zählt zu den Regionen mit der beeindruckends- ten Artenvielfalt weltweit. Dort sind zweimal so viele Pflanzenarten heimisch wie auf dem gesamten afrikanischen Kontinent!

Die größte Bevölkerungszahl
Auf Java leben 140 Mio. Menschen. Keine andere Insel hat mehr Einwohner.

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