Kanada

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25 Top Erlebnisse

Die Rocky Mountains (British Columbia/Alberta)

Die gezackten, weißen Gipfel an der Grenze zwischen Alberta und British Columbia lösen Staunen und den Drang aus, aktiv zu werden. Vier Nationalparks (Banff , Yoho, Kootenay, Jasper) bieten hier Möglichkeiten zum Wandern, Paddeln und vor allem zum Skifahren. Auch Zugreisen durch diese grandiose Landschaft sind beliebt: Gen Osten oder Westen rattern die stählernen Waggons Bergpässe hinauf und Flusstäler hinunter, wobei sie schimmernde Seen, Unmengen von Wildblumen und glitzernde Gletscher passieren.

Haida Gwaii (British Columbia)

Die früher Queen Charlotte Islands genannten Inseln liegen 80 km vor British Columbias Küste. Der dolchförmige Archipel ist ein magisches Reiseziel: Riesige Fichten und Zedern bedecken die regenverhangene Landschaft. Weißkopfseeadler und Bären tummeln sich im uralten Wald, Seelöwen und Orcas im Meer. Die eigentliche Seele der Inseln bilden aber die wieder auflebenden Haida, die man wegen ihrer geschnitzten Kriegskanus und Totempfähle kennt. In der Gwaii Haanas National Park Reserve sind verlassene Haida-Dörfer, Begräbnishöhlen und Thermalquellen sowie einige der besten Kajakmöglichkeiten des Kontinents zu finden.

Vancouver (British Columbia)

Zu Recht landet Vancouver auf der Liste der „besten Orte zum Leben“ stets ganz oben: Die relaxte, cocktailverliebte Metropole zwischen Himmel und Meer ist von Schönheit umgeben. Berge mit Skipisten in den Außenbezirken und elf Strände am Rand des Zentrums – Stadt und Natur verschmelzen hier. Von den verglasten Wolkenkratzern sind es nur ein paar Blocks bis zum dichten Regenwald des Stanley Park, und Hollywood-Chic (Filmdrehs en masse) trifft auf lebendige Chinesenviertel und lässige Gegenkultur (FKK-Strand bzw. die Parteizentrale der Marijuana Party).

Niagarafälle (Ontario)

Überfüllt? Kitschig? Ja, durchaus. Und noch dazu niedrig – bei der Fallhöhe kommen die Niagarafälle kaum auf Platz 500 unter den Wasserfällen der Welt. Doch wenn die kraftvollen Wassermassen wie flüssiges Glas über die Fallkanten in die Tiefe rauschen und man sich ihnen durch die Gischt in einem kleinen Boot nähert, ist das schon überwältigend. In Sachen Wasserdurchfluss ist die donnernde Kaskade die größte Nordamerikas: Pro Sekunde stürzen hier über 1 Mio. Badewannen voll Wasser zu Tal.

Cabot Trail (Nova Scotia)

Der Cabot Trail (300 km) windet sich durch und über die Küstenberge. Dabei wartet an jeder Ecke ein herrlicher Meerblick (z. B. auf auftauchende Wale in Küstennähe), Elche grasen am Straßenrand und viele Pfade laden zu Zwischenstopps mit Wanderung ein. Unbedingt die Tanzschuhe einpacken: Keltische bzw. akadische Gemeinden sprenkeln die Region, und deren Fiedel-und-Stampf-Musik bringt die hiesigen Kneipen zum Vibrieren.

Nahanni National Park Reserve (Northwest Territories)

Die Thermalquellen, Schluchten und Grizzlys dieses entlegenen Nationalparks an der Grenze zum Yukon Territory erreicht man nur per Flieger oder Kajak. Die Hälfte der nur ca. 1000 Besucher pro Jahr sind Paddler, die den South Nahanni River bezwingen wollen. Der braust ungezähmt über 500 km durch die Mackenzie Mountains. Hohe Wasserfälle, tiefe Canyons und Legenden von Riesen oder verschollenem Gold runden die Reise nach Norden ab.

Trans-Canada Highway

Auf den 7800 km zwischen St. John’s (Newfoundland) und Victoria (British Columbia) führt Kanadas Hauptverkehrsader an den Highlights des Landes vorbei – darunter die Nationalparks Gros Morne, Banff und Yoho, Cape Breton Island, Québec (Stadt) oder Großstädte wie Montréal, Ottawa, Calgary und Vancouver. Die meisten Traveller brauchen von Küste zu Küste gut einen Monat. Also nichts wie los: Volltanken, Musik an und Gas geben!

Das alte Québec (Québec)

Québecs Hauptstadt ist über 400 Jahre alt. Steinmauern, Kathedralen mit schimmernden Türmen und Jazzmusik in Eckcafés verleihen ihr Atmosphäre, Melancholie, Exzentrik und Faszination nach Art europäischer Großstädte. Am besten genießt man das Flair beim Bummeln durch das Gassengewirr der Altstadt, in dem man sich zwischen Straßenkünstlern und gemütlichen Gasthäusern verirrt. Frische Energie liefern Café au lait, Blätterteiggebäck oder Poutine (Pommes mit Frischkäse und Bratensauce) in üppigen Portionen.

Montréal (Québec)

Wo sonst kann man zusammen mit über 2 Mio. ruhigen, respektvollen Musikfans (keine Slamdancer oder betrunkenen Chaoten) den weltbesten Jazz- und Blues-Musikern lauschen? Bei 500 Konzerten, von denen viele gratis sind? Nur in Kanadas zweitgrößter Stadt Montréal, dem kulturellen Herz des Landes. Beim elftägigen Montréal Jazz Festival (Ende Juni) waren schon B. B. King, Prince und Astor Piazzolla dabei. Nach einer kostenlosen Trommelstunde und einer Jam-Session am Straßenrand möchte manch einer es ihnen gleichtun. Hier ist rund um die Uhr was los.

Museum of Civilization (Ontario/ Québec)

Die ganze Landesgeschichte plus ein Überblick über Kanadas Hauptstadt und Parlament unter einem einzigen schmucken Museumsdach – hier erfährt man alles über indigene Schöpfungsmythen, Bürgerrechte, baskische Walfangschiffe und Jackrabbit Johannsen. Auch die Architektur lehrt etwas: Legenden der Ureinwohner zufolge leben böse Geister in Ecken, deshalb gibt es im Museumsbau eben keine. Man blickt auf Ottawa, doch das Gebäude steht in Québec.

Manitoulin Island (Ontario)

Die weltgrößte Süßwasserinsel, das beschauliche Manitoulin mit seinen Stränden und Ferienhäusern, liegt mitten im Lake Huron. Am Ufer finden sich schroffe Felszungen aus weißem Quarzit und Granit, von denen der Blick über schimmernde Weiten schweift. Hier blüht die Kultur der First Nations: Acht Inselgemeinden bieten lokaltypisches Essen (Wildreis, Maissuppe) und Öko-Abenteuer (Kanutrips, Ausritte, Wanderungen) an – ergänzt durch Pow-Wows mit Trommeln, Tänzen und Geschichten.

Die Prärien (Saskatchewan, Manitoba)

Kanadas Mitte ist von Einsamkeit geprägt: In den Ebenen Manitobas, Saskatchewans und Albertas fährt man an Weizen, wogendem Weizen und noch mehr Weizen vorbei. Gelegentlich ragen Getreidespeicher daraus auf. Starke Stürme wirken hier wie Schmiedehämmer und sind noch Kilometer entfernt am Horizont zu erkennen. Atempausen gewähren verstreute Städte wie das künstlerische Winnipeg, das trinkfreudige Moose Jaw oder die Mountie-Hochburg Regina. Dazwischen liegen ukrainische und skandinavische Dörfer.

Bay of Fundy

Das ist keine normale Bucht, trotz der Leuchttürme und Fischerdörfer: Die einzigartige Geografie der Bay of Fundy sorgt für die stärksten Tidenhübe der Welt. Diese wirbeln prima Futter für gefräßige Finn-, Buckel- und Blauwale oder bedrohte Atlantische Nordkaper auf – ein super Ort für Walbeobachtungen! Einzigartig sind auch die Möglichkeiten zum Gezeiten-Rafting, die dem starken Wasserdruck in der Bucht zu verdanken sind.

Nordlicht

Zwischen der Prärie Saskatchewans, der Küste Labradors und den arktischen Dörfern Kanadas liegen viele Orte mitten im Nichts – unscheinbar bei Tag, doch umso toller bei Nacht: Dann sorgt das Nordlicht bzw. Aurora borealis für kunterbunte Schleier in Grün, Gelb, Aquamarinblau, Violett und anderen Farben. Das tanzende Geflimmer am Nordhimmel wirkt geradezu magisch.

Viking Trail (Newfoundland)

Der Viking Trail (Rte 430) verbindet die beiden Welterbestätten auf Newfoundlands Northern Peninsula. Der Gros Morne National Park an deren Basis umfasst fjordartige Seen und geologische Kuriositäten. An der Halbinselspitze steht derweil mit dem 1000 Jahre alten Wikingerdorf L’Anse aux Meadows das Ehrfurcht gebietende Expeditionslager Leif Erikssons. Die küstennahe Straße ist eine Sehenswürdigkeit an sich: Auf direktem Weg nach Norden führt sie z. B. an den uralten Begräbnisstätten von Port au Choix und dem Abfahrtspunkt der Fähren zum großen, bösen Labrador vorbei.

Drumheller (Alberta)

Im staubigen Drumheller bekommen Dinofans weiche Knie: Eine der führenden Fossiliensammlungen der Welt, das Royal Tyrell Museum, ist hier der paläontologische Stolz der Bürger. Hier steht auch der weltgrößte Dinosaurier – ein riesiger, gruseliger T-Rex aus Fiberglas, den man erklimmen kann, um mal aus dem Maul zu gucken. Abseits des Dino-Hypes hat die Region auch faszinierende Einöden und gespenstische, pilzartige Felssäulen namens Hoodoos zu bieten. Panoramastrecken verbinden alle Highlights.

Calgary Stampede (Alberta)

Im boomenden, ölreichen Calgary wirbeln immer ein paar Cowboys Staub auf. Doch während der Stampede (Mitte Juli) tragen hier alle spitze Stiefel: Bei der „weltgrößten Outdoor-Show“ sind bockende halbwilde Pferde, wütende Stiere und lassoschwingende Stetsonträger zu sehen. Zu den Topattraktionen zählen Chuckwagon-Rennen, Western-Rodeos sowie der breite, familienfreundliche Midway mit Fahrgeschäften und Spielen.

Green Gables (Prince Edward Island)

Wie wurde das Landnest Cavendish zu einer der größten Geldquellen Prince Edward Islands? Durch die Geschichte einer rothaarigen Waise namens Anne: Beim Schreiben ihres Buches ließ sich Lucy Maud Montgomery 1908 vom ländlichen Bauernhaus ihres Cousins inspirieren. Dass Fans hierher strömen, um die von Bächen durchzogene Waldlandschaft zu bewundern, hätte sie wohl nie zu träumen gewagt. Zusatzbonus: Überall gibt’s Hummer, Jakobsmuscheln und frische Austern.

Churchill (Manitoba)

Die erste Begegnung mit einem Eisbären lässt einem den Atem stocken: Vergessen ist die strapaziöse zweitägige Zugfahrt, die durch die Tundra jenseits der Baumgrenze an den äußersten Rand der Hudson Bay führte. Hier liegt der einsame Außenposten Churchill, genau an der Wanderroute der Bären. Tundra-Buggys suchen draußen nach den Tieren mit den scharfen Krallen (Ende Sept.–Anfang Nov.) – und manchmal kommen sie ihnen ganz nah. Im Sommer kann man mit Belugas schwimmen.

CN Tower (Ontario)

Die 553 m hohe Nadel überragt Torontos Skyline unübersehbar als höchster Turm der westlichen Hemisphäre. Wer mit dem Glasaufzug zur Spitze hinauffährt, kann Kanadas größte Stadt in all ihrer Multikulti-Herrlichkeit bewundern. Etwa die Hälfte der Menschen im Großraum Toronto stammt aus anderen Ländern und wohnt in Enklaven wie Little Italy, Chinatown, Little Korea, Greektown und Little India. Torontos Weltklasseruf festigen zudem Märkte, tolle Läden, Künstlerviertel und viel Kunst.

Eishockey

Eishockey ist Kanadas Nationalleidenschaft: Der Besuch eines Spiels (Saison Okt.–April) ist Pflicht, genauso wie das 2010er-Olympiagold der Nationalmannschaft zu bejubeln. Vancouver, Edmonton, Calgary, Toronto, Ottawa und Montréal haben NHL-Teams, deren Mitglieder beim harten Schlittschuhfight schon mal einen Zahn einbüßen. Unterliga-Profiteams und Jugendmannschaften locken ebenfalls viele Fans in weitere Sportarenen. Immer noch rauflustig? Landesweit werden die Schläger auch beim kommunalen Pond-Hockey geschwungen.

Vancouver Island (British Columbia)

Kann ein Ort wirklich einfach alles bieten? Ja, wenn er Vancouver Island heißt: Victoria, das pulsierende, idyllische Herz der Insel, bietet unkonventionelle Läden, Cafés mit Holzfußböden und eine teegetränkte englische Geschichte. Entlang dem West Coast Trail in der Pacific Rim National Park Reserve trifft windgepeitschtes Meer auf Wildnis à la Paul Bunyan, und für Tofinos Wellen stehen die Surfer Schlange. Zudem machen einladende, kleine Bauernhöfe und edle Weingüter das Cowichan Valley zu einem großartigen Ziel für wandernde Gourmets.

Baffin Island (Nunavut)

Das einsame, erbarmungslose Land der Inuit, Baffin Island, beheimatet himmelhohe Berge und die Hälfte aller Einwohner Nunavuts. Kronjuwel der Insel ist der Auyuittuq („Land, das niemals schmilzt“) National Park. Der scheinbar endlose Landstrich im Osten wird von Gletschern, Fjorden und ultrasteilen Felswänden geprägt – unwiderstehlich für hartgesottene Wanderer oder Kletterer und zahlreiche Eisbären. Baffin ist auch ein Zentrum der Inuit-Kunst: Viele kleine Dörfer haben Werkstätten, in denen hochwertige Schnitzereien, Drucke und Webwaren hergestellt werden.

Herbstlaub

Dass der Herbst Kanada intensiv leuchten lässt, kann in einem Land, das zur Hälfte aus Wald besteht, kaum überraschen. Besonders schön sind die vielen Zuckerahorne der Laurentian Mountains (Québec), die auch Kanadas Pfannkuchen versüßen. Das Laub von Cape Breton (Nova Scotia) leuchtet so herrlich, dass es mit dem Festival Celtic Colours (Mitte Okt.) geehrt wird. Die Küste der Bay of Fundy (New Brunswick) zieht ebenfalls zahllose Blätterfans an.

Rideau Canal (Ontario)

Dieses 175 Jahre alte, 200 km lange System aus Kanälen, Flüssen und Seen verbindet Ottawa und Kingston über 47 Schleusen. Am tollsten ist es im winterlichen Ottawa: Dann sausen auf der weltlängsten Eisbahn, einer präparierten Strecke von 7 km, Schlittschuhfahrer dahin und erquicken sich mit heißem Kakao und leckeren Beavertails (frittierten Teigfladen). Zum Winterlude-Festival im Februar bauen Einheimische ein großes Eisdorf. Wenn er wieder aufgetaut ist, wird der Kanal zum Paradies für Bootsfahrer.

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