Los Angeles

Uhrzeit 08:09

Temperatur gleich: 14 °C

kachelmannwetter.com

Beste Reisezeit

 

Das vorherrschende Wüstenklima wird dadurch gemildert, dass der größte Teil von Los Angeles durch die Bergketten im Norden und Osten nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern auch vor extremen Temperaturen geschützt wird. August und September sind die heißesten Monate, Januar und Februar die kühlsten und feuchtesten. Eine frische Brise vom Meer sorgt dafür, dass die Strandorte im Sommer kühler und im Winter wärmer sind als die weiter im Inland gelegenen Gebiete. Die durchschnittliche Temperatur in Los Angeles liegt bei ca. 21 °C, doch an smogverhüllten Sommertagen können es auch schon mal über 32 °C werden. Im Winter liegen die Temperaturen häufig um die 12 °C.

Ein Besuch in Los Angeles ist praktisch zu jeder Jahreszeit möglich. Wer im Sommer fährt, kann sich an den belebten Stränden erfreuen, wo die Baywatch-Verschnitte ihre Muskeln spielen lassen und ihre Implantate ausstellen. Wer bei der Vorstellung von bronzefarbenen Sardinen am Strand leichtes Unbehagen verspürt, sollte lieber im Frühjahr (April/Mai) oder im Herbst (September bis November) nach Los Angeles reisen, wenn dort weniger los ist und die Preise günstiger sind.

Aktivitäten

Wer nicht auf knappe Bikinis und Fastfood-Picknicks steht, kann sich am nördlichen Ende der Santa Monica Bay von L.A.s Babewatch-Szene dem Treiben entziehen. Strandliebhaber kommen bei Küstenwandern, Schwimmen, Surfen, Tauchen, Angeln, Sonnenbaden (wahlweise mit oder ohne Kleidung) und dem Beobachten der Meeresbewohner in den Gezeitentümpeln auf ihre Kosten. Zum Klettern eignen sich die Klippen bei Point Dume, während Escondido Beach das beste Tauchrevier in der Bucht bietet.

Am nahe gelegenen Westward Beach gibt es eine Plattform, von der man Wale beobachten kann. Ein Naturwanderweg führt zum einige Kilometer weiter nördlich gelegenen Zuma Beach County Park. Zuma, der größte und sandigste unter den zum L.A. County gehörenden Stränden, bietet eine raue Brandung und den Anblick geölter Muskelpakete.

Zu den Stränden im Süden L.A.s gehört Manhattan Beach, an dem sich im Sommer Surfer, Volleyballer und die durch und durch amerikanischen Einheimischen tummeln. Dies ist der Ort, der dem 'California Dream' wahrscheinlich am nächsten kommt. Direkt südlich an Manhattan Beach schließt sich Redondo an, einer der faszinierendsten Strände von Los Angeles. An seiner Nordspitze liegt der Yacht- und Fischerhafen King Harbor. Huntington Beach, direkt südöstlich von Long Beach und nordwestlich von Newport gelegen, ist einer der beliebtesten Surfstrände.

Los Angeles ist angeblich eine Stadt, in der man morgens am Strand surfen und abends in den Bergen Ski fahren kann - sofern man Frühaufsteher ist und einen Wetsuit besitzt. Das beste alpine Skigebiet ist Big Bear in den San Bernardino Mountains, 90 Minuten Autofahrt östlich von Los Angeles. Die Saison geht von Mitte Dezember bis März/April und bietet, entgegen der landläufigen Meinung, in der Regel nur morgens gute Bedingungen. Die Abfahrten und Buckelpisten sind hervorragend, doch sollte man keinen Pulverschnee erwarten. Das Beste an Big Bear ist das Wetter - die Sonne scheint fast den ganzen Tag und selbst im Frühjahr herrschen T-Shirt-Temperaturen.

Shoppen, Filmstargucken und Achterbahnkreischen sind die beliebtesten Betätigungen in Los Angeles, doch die Stadt hat auch eine Menge Outdoor-Aktivitäten zu bieten. Für Stadtwanderungen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, doch wer auf etwas mehr Freiraum und Grünfläche aus ist, sollte zum Wandern tagsüber einen Ausflug in die Berge der Umgebung machen. Lohneswerte Ziele sind die zerklüfteten Santa Monica Mountains und der Topanga State Park, beide landeinwärts von Malibu gelegen, oder Griffith Park ein paar Meilen nordwestlich der Innenstadt.

Obwohl das vom Smog geplagte Los Angeles nicht gerade zum Radfahren einlädt, gibt es hier mehr als 320 Kilometer Radwege. Der beste von allen ist der South Bay Bicycle Trail, der sich über 35 Kilometer von Santa Monica nach Torrance Beach erstreckt.

Waren da nicht einige unter uns, die lieber auf ihrem Hinterteil sitzen und zusehen, wie andere sich verausgaben? Das Baseball -Team der L.A. Dodgers spielt von April bis Oktober im Dodger Stadium direkt nördlich des Stadtzentrums. Die Basketball -Helden der L.A. Lakers sind während der Wintermonate im Great Western Forum in Inglewood am südlichen Rand der Innenstadt zu bewundern. Der Besuch eines Spiels des College-Basketball-Teams der UCLA (the Bruins), das zu den besten im Lande zählt, ist ebenfalls durchaus lohnenswert.

Verkehrsmittel

An- & Weiterreise

Der Los Angeles International Airport - nach seinem 3-Buchstaben-Code auch LAX genannt - ist nach Abfertigungszahlen der drittgrößte Flughafen der Welt und eine der wichtigsten Drehscheiben der gesamten Pazifikregion. Er liegt ca. 30 Kilometer südwestlich von Downtown L.A. Inlandsflughäfen sind der Burbank-Glendale-Pasadena Airport (BUR) ca. 25 Kilometer nordwestlich der Innenstadt, Long Beach Airport ca. 40 Kilometer südlich, John Wayne Airport/Orange County (SNA) ca. 65 Kilometer südöstlich in Santa Ana oder Ontario International Airport (ONT) ca. 65 Kilometer östlich.

Greyhound-Busse steuern Los Angeles von Städten in ganz Nordamerika aus an. Der größte Busbahnhof in Los Angeles liegt in einem heruntergekommenen Bezirk östlich von Downtown und südlich von Little Tokyo. Die Gegend ist nicht ungefährlich, aber im Innern des Bahnhofs ist es sicher. Weitere Greyhound-Stationen im Großraum Los Angeles gibt es in Hollywood, Santa Monica und Anaheim. Eine Alternative zum Greyhound an der Westküste bietet der 'Magic Bus' der 60er Jahre: Green Tortoise Adventure Travel. Einmal wöchentlich führen die Tortoise-Trips die Westküste rauf und runter, und im Sommer sind auch Fahrten nach Alaska und an die Ostküste möglich. Im Winter führen Touren nach Mexiko und Baja California, und zum Mardi Gras verkehrt Green Tortoise zwischen Los Angeles und New Orleans. Die Busse halten an mehreren Stationen im Großraum Los Angeles.

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Amtrak bedient die gesamte kalifornische Küste. Der Amtrak-Bahnhof in Los Angeles ist Union Station, ein beeindruckendes Art-déco-Gebäude, einen Block von El Pueblo entfernt in Downtown L.A. Zugverbindungen mehrmals in der Woche von und nach Seattle und San Francisco bietet die Gesellschaft Coast Starlight. Von Norden kommend führt die Verbindung durchs Landesinnere bis nach San Luis Obispo und von dort aus parallel zum US 101 die Küste hinunter nach Los Angeles. Regelmäßige Zugverbindungen bestehen auch zwischen Los Angeles und Phoenix, New Orleans und noch weiter entfernten Städten sowie täglich von und nach San Diego.

Der Großraum Los Angeles ist ein Wirrwarr aus Highways und Freeways. Wer einen eigenen fahrbaren Untersatz hat, hat fast immer die Wahl zwischen mehreren Routen. Von San Francisco führt der I-5 Richtung Süden durch das landschaftlich reizlose San Joaquin Valley. Eine etwas kurvenreichere und wesentlich malerischere Alternative bietet der US 101, der fast die gesamte Strecke an der Küste entlang führt und im Zentrum von Los Angeles auf den I-5 trifft. Wer genug Zeit hat, entscheidet sich für eine der beiden schönsten Strecken, den Pacific Coast Highway (PCH) oder den Hwy 1, der in der Gegend um Big Sur an den Klippen klebt und dann die Küste entlang nach San Luis Obispo führt, wo er auf den US 101 trifft. Der kurvenreiche PCH bietet zwar spektakuläre Ausblicke, ist aber anfällig für Nebel, Erdrutsche und andere potenzielle Verzögerungen. Von San Francisco aus braucht man etwa sechs Stunden über den I-5, acht Stunden über den US 101 und mindestens 12 Stunden über den Hwy 1.

Aus Richtung San Diego und Mexiko kommend ist der I-5 die beste Wahl. Bei Irvine zweigt der I-405 (San Diego Freeway) vom I-5 ab und führt in westlicher Richtung nach Long Beach und Santa Monica, so dass man die Innenstadt von Los Angeles komplett umfährt und bei San Fernando wieder auf den I-5 kommt. Aus Richtung Las Vegas oder vom Grand Canyon kommend zweigt der I-15 bei Riverside nach Süden ab und führt bis nach San Diego. Bei Ontario trifft er auf den I-10, die Anbindung ins Zentrum von Los Angeles und nach Santa Monica.

Die Höchstgeschwindigkeit auf den Freeways beträgt im Großraum Los Angeles in der Regel 55 mph (90 km/h) und außerhalb des Stadtgebiets 65 mph (105 km/h). Die meisten Fahrer überschreiten die Geschwindigkeitsbegrenzung um ca. 10 mph (15 km/h). Wer noch schneller fährt, muss damit rechnen, von der stets wachsamen California Highway Patrol (CHP) an die Seite gewunken zu werden.

 

Unterwegs vor Ort

Die von LAX abfahrenden öffentlichen Verkehrsmittel sind oft unerträglich langsam, doch sie sind wenigstens billig. Ein Bus verkehrt gratis zwischen den Terminals und hält am LAX Transit Center, wo man in einen Stadtbus umsteigen kann. Ein Gratis-Shuttle fährt zur Metro Green Line Aviation Station, wo die Metro Anschluss nach Redondo oder Norwalk bietet.

Wer öffentlichen Verkehrsmitteln zurückhaltend gegenübersteht, kann auch einen der privaten Minibus-Shuttles nehmen und sich direkt am Hotel absetzen lassen. Diese Variante ist schneller als der Bus und billiger als ein Taxi. Am Flughafen gibt es außerdem zahlreiche Autovermietungen mit den attraktivsten Preisen der Stadt. Shuttles, Limousinen und Taxis stehen auch an den übrigen Flughäfen bereit. Zusätzlich verfügt der Burbank Airport über Metro- und Amtrak-Anbindung. Mehrere große Autovermietungen haben Büros an allen Flughäfen in der Region.

Obwohl Los Angeles zweifellos eine Autostadt ist, kommt man dennoch auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln voran. In der Stadt gibt es vier öffentliche Busbetriebe: MTA, deren Busse fast überall hinfahren, Big Blue Bus, der den westlichen Teil von Los Angeles abdeckt, Culver City Bus, der in der Stadt Culver und in der Westside verkehrt, und DASH, ein Minibusnetz mit vier Strecken durch die Innenstadt. Die Züge der Metro Rail verkehren zwischen dem Stadtzentrum und Long Beach, Union Station und Western Avenue sowie Norwalk und Redondo Beach.

Die Stadt Los Angeles breitet sich über eine derart große Fläche aus, dass man auf jeden Fall seinen eigenen fahrbaren Untersatz benötigt - es sei denn, Zeit spielt keine Rolle oder das Geld ist extrem knapp. Trotz des überaus dichten Verkehrs fällt die Orientierung im Stadtgebiet nicht allzu schwer, solange man die Hauptverkehrsadern nicht verlässt. Wer einen wirklich detaillierten Stadtplan braucht, sollte sich ein Exemplar der Thomas Guides besorgen.

Aktuell im Nordamerika-Forum Zum Forum
nach oben