Namibia

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Sehenswertes in Namibia

Windhoek

Die kleine, deutschtümelnde Hauptstadt Windhoek liegt auf 1650 m Höhe mitten im geographischen Herzen des Landes und ist das Nervenzentrum für jeglichen Handel und jegliche kommerzielle Aktivität, die in Namibia stattfindet. Eingebettet zwischen niedrigen Hügeln und Bergketten bietet die Stadt ein angenehmes Hochlandklima mit beträchtlichen Temperaturschwankungen und häufigen Regenfällen. Obwohl hier nur 160 000 Menschen leben, fördert der ethnische Mix ein äußerst buntes Straßenbild zu Tage, und es macht Spaß, zu Fuß die lebhafte Stadt zu durchstreifen. Der internationale Flughafen liegt 40 km außerhalb der Stadt in östlicher Richtung.

Das Zentrum von Windhoek ist eine Mischung aus kolonialer Architektur deutschen Ursprungs und pastellfarbenen modernen Gebäuden. Über der Skyline erhebt sich auf einem Hügel die Christuskirche, ein neugotisches Bauwerk mit Art-Nouveau-Anklängen, das als deutsch-lutherisches Gotteshaus dient. Der Tintenpalast ist ein weiteres bedeutendes historisches Bauwerk, ebenso die Alte Fest, ein Fort aus kolonialer Zeit, das heute ein Museum beherbergt. Der Bahnhof entstand im Stil der Kapholländer und geht auf das Jahr 1912 zurück. Im Zentrum lädt die Fußgängerzone Post Street Mall zum Bummeln und Einkaufen ein. Dort steht auch eine Skulptur aus Brocken eines Meteoritenschauers, der 1837 im Süden des Landes niederging. 33 Stücke mit einem Gewicht von annähernd 21 Tonnen fielen bei Gibeon auf die Erde, ein Teil ist hier zu bestaunen. Wunderschöne Blicke über die Stadt offeriert der einstündige Hofmeyer-Walk durch das Tal Klein Windhoek.

Etoscha-Nationalpark

Der Etoscha-Nationalpark ist einer der weltbesten Plätze, um Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, und damit die Touristendestination in Namibia schlechthin. Während man im westlichen Teil des Parks hauptsächlich mit Busch bewachsene Savanne findet, überwiegen weiter im Osten Wälder mit unterschiedlichen Hölzern. Im Herzen des Parks liegt die Etoscha-Pfanne, nach der das gesamte Gelände benannt wurde.

Die riesige, flache Salzpfanne ist nur gelegentlich mit Wasser gefüllt, aber die Quellen an ihrem Rand ziehen insbesondere in den trockenen Wintermonaten eine bunte Tierwelt an: Elefanten, Giraffen, Löwen, Zebras, Geparde, Leoparden sowie Vögel und Antilopen der verschiedensten Arten, darunter die Schwarzfersenantilope, leben im Park. Auch schwarze Nashörner sind hier zu sehen. Nach besonders heftigen Regenzeiten steigt der Wasserspiegel in der Pfanne manchmal bis zu einem Meter an und dann kann man einer enormen Zahl von Flamingos und Pelikanen beim Brüten und Fressen zuschauen. Die besten Chancen, die gesamte Bandbreite der Tiere an den Wasserlöchern zu sehen, bieten die Monate Mai bis September.

Obwohl Etoscha auch auf einem Tagesausflug besucht werden kann ist es praktisch unmöglich, den Park in weniger als drei Tagen ausreichend zu würdigen. Die meisten Besucher bleiben einige Nächte und quartieren sich in einem der drei Camps ein: Namutoni, Okaukuejo und Halali. Sie liegen etwa 70 km auseinander und haben eine ausgezeichnete Infrastruktur. Etoscha liegt über 500 km nördlich von Windhoek. Der nächstgelegene kommerzielle Flughafen befindet sich in Tsumeb, aber die Landepiste von Mokuti am östlichen Parkeingang wird im Linienverkehr von Air Namibia angeflogen. Von Windhoek nach Tsumeb verkehren auch Busse. Im Park gibt es keine öffentlichen Transportmöglichkeiten, so dass man entweder an einer organisierten Tour teilnehmen muss oder aber ein eigenes Fahrzeug benötigt.

Lüderitz

Lüderitz ist ein surreales Relikt aus der Kolonialzeit - ein bayerisches Dorf an der windgepeitschten Atlantikküste der Namib-Wüste, an dem das 20. Jahrhundert scheinbar spurlos vorübergegangen ist. Hier gibt es alles, was man von einer deutschen Kleinstadt erwarten würde: Delikatessenläden, gemütliche Cafés und protestantische Kirchen. So gar nicht in dieses Bild passen die Pinguine, Delphine und Robben im Küstengewässer und die Flamingos und Strauße, die an den Stränden in trauter Harmonie leben. Am eindrucksvollsten erlebt man die Tierwelt auf einem der Segeltörns zum Robbenfriedhof, die im Hafen angeboten werden. Kurz hinter Lüderitz beginnt das Diamanten-Sperrgebiet, das sich in südlicher Richtung an der Küste entlangzieht. Im Norden wird die Stadt von dem ebenfalls nur unter Restriktionen zugänglichen Namib-Naukluft-Nationalpark begrenzt.

Auf dem Diamond Hill thront die lutherische Felsenkirche über der Stadt, die einige wunderschöne Schmuckfenster besitzt. Das Museum von Lüderitz veranschaulicht die Stadtgeschichte und das Leben der frühen Bewohner der Region. Natürlich ist ein Bereich auch den kostbaren Steinen gewidmet, die dem Land so viel Reichtum brachten.

Lüderitz ist zwar weit weg von allem, wird aber mehrmals pro Woche von Windhoek aus angeflogen. Die nächstgelegene größere Stadt ist das 425 km entfernte Keetmanshoop. Da es zwischen diesen beiden Orten keine regelmäßige Zugverbindung gibt, betreibt Transnamib einen Busservice.

Fish River Canyon

Der Fish River Canyon ist für Afrika einzigartig. In mehreren Tausend Jahren hat sich der Fish River seinen Weg durch die Landschaft gegraben und dabei eine Schlucht geschaffen, die 160 km lang und bis zu 27 km breit ist. Doch Größe alleine kann die Faszination nicht erklären - man muss den Canyon mit eigenen Augen gesehen haben, um seine Schönheit zu begreifen.

Das Hauptinformationsbüro für die Gegend befindet sich bei Hobas an der nördlichen Seite des Parks. Mit seinen Picknickplätzen, Campingmöglichkeiten und Wanderwegen bietet der Ort eine gute Infrastruktur und ist zugleich eine perfekte Basis für Ausflüge zu den schönsten Aussichtspunkten. Von Hobas aus kann man in fünf Tagen durch den Canyon wandern. Der 85 km lange Fish River Hiking Trail folgt dem sandigen Bett des Fish River - der teilweise bis in den Juni hinein noch Wasser führt - und endet bei Ai-Ais. Die Route ist nur im Winter, d. h. von Mitte April bis Mitte September, geöffnet und wegen des großen Andrangs sollte man den erforderlichen Erlaubnisschein im Voraus buchen. Mitzubringen sind Schlafsack, Essen und viel Wasser; ein Zelt ist zwar nicht unbedingt nötig, bietet allerdings Schutz vor Schlangen und anderen unangenehmen nächtlichen Besuchern. Wem all dies zu abenteuerlich ist kann auch Tagesausflüge unternehmen, entweder im Norden bei Hobas oder im Süden bei Ai-Ais. Dieser Ort lockt außerdem mit einer der angenehmsten heißen Quellen des Landes - besonders die Wanderer wissen nach ihrem langen Marsch das schöne Thermalbad mit Innen- und Außenpool zu schätzen, aber die Thermalquellen sollen auch Rheuma und nervöse Leiden lindern. In Ai-Ais gibt es einen Zeltplatz, Zimmer und Bungalows. Zum Canyon selbst verkehren keine öffentlichen Transportmittel und Tramper werden nur selten mitgenommen, da die meisten Fahrzeuge voll belegt sind.

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