Sardinien

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15 Top Erlebnisse

Golfo di Orosei

Natürlich kann man an dieser Stelle vom klaren, sanft schäumenden aquamarinblauen Wasser schwärmen und von schwindelerregenden Kalksteinklippen, aber Worte reichen dafür kaum aus – man muss den Golfo di Orosei einfach selbst gesehen haben. Die Berge des Parco Nazionale del Golfo di Orosei e del Gennargentu bilden an dieser Stelle eine weite Meeresbucht. Wer hierherkommt, wandert auf Küstenpfaden am Gipfel steiler Felswände entlang oder erkundet Meeresgrotten und verwunschene Buchten mit dem Boot.

Gola Su Gorroppu

Der erste Blick in die Gola Su Gorroppu auf der Wanderung herunter vom Pass Genna ‘e Silana ist einfach atemberaubend. Die gewaltige Schlucht mit den 400 m hohen Felswänden und den Gesteinsbrocken, die wie Murmeln eines Riesen überall verstreut liegen, gilt als Europas Grand Canyon. An ihrer schmalsten Stelle ist die Schlucht nur 4 m breit, sie verschlingt einen dort förmlich, drängt die Sonne hinaus und lässt einen die Außenwelt vollkommen vergessen. Ist man hier einmal ganz allein, wirkt die Schlucht wie verloren in Zeit und Raum.

Costa Smeralda

Zu Recht ist die Costa Smeralda in aller Munde: Die windgepeitschten Granitberge der Gallura fallen hier steil ab zu fjordartigen Mündungen, und eine smaragdgrüne See liegt vor einer Küste, an der sich Buchten aneinanderreihen, darunter Capriccioli, Cala di Volpe und Spiaggia del Principe. Wer einmal Paparazzo spielen möchte, bewundert die riesigen Yachten der Superreichen in Porto Cervo, und wer es lieber geruhsam mag, der sucht sich eine der stillen Buchten und genießt die großartigen Ausblicke.

Il Castello, Cagliari

Il Castello thront auf einem Felsen in Cagliari; am schönsten wirkt die Burg in der Dämmerung eines warmen Sommerabends. Wenn die untergehende Sonne den Himmel in Purpurfarben taucht, glühen die Wälle, Dächer und Türme in purem Gold. Am besten erwartet man das Schauspiel auf der Terrasse des Caffè degli Spiriti oder des Caffè Librarium Nostrum. Von dort hat man später einen wunderschönen Blick auf die von Lichtern erhellte Stadt.

Nuraghi & Tombe dei Giganti

Wachtürme, Stätten heiliger Rituale, prähistorische Versammlungsräume ...– der Zweck der 7000 nuraghi auf Sardinien ist nicht bekannt. Innerhalb der runden Mauern dieser Steintürme und befestigten Siedlungen spürt man bis heute die Atmosphäre der Bronzezeit. Am besten erhalten ist die Anlage Nuraghe Su Nuraxi, ein Weltkulturerbe der Unesco. Ähnlich geheimnisvoll sind die tombe dei giganti (Hünengräber), Grabanlagen mit steinernen Stelen. Ein schönes Beispiel ist Coddu Ecchju.

Orgosolo

Bemerkungen zur sozialen Lage, zur Politik oder Prophezeiungen zum Weltuntergang – all das findet sich deutlich lesbar an den etwas schäbigen Wänden der Häuser und Cafés von Orgosolo. Einst war der Ort ein verrufenes Banditennest, heute bilden die Mauern der Häuser eine riesige Leinwand für hochemotionale Graffiti. Wer den Corso Repubblica entlangschlendert, entdeckt auf riesigen Wandgemälden Kommentare zu allen Großereignissen des 20. und 21. Jhs., vom Abwurf der Atombombe bis zum Irakkrieg. So spiegelt sich Weltgeschichte in einem kleinen Bergdorf in der Barbagia.

Alghero

Am stimmungsvollsten ist Alghero am frühen Abend, wenn unzählige Passanten durch das Labyrinth der dunklen mittelalterlichen Gassen strömen, während andere auf den großen Terrassen der Cafés an der Piazza Civica sitzen und dem Treiben zusehen. Dort stehen Tische entlang der honigfarbenen Mauern, die im sanften Licht der Laternen schimmern, und die Gäste speisen unter dem Sternenhimmel mit Blick aufs Meer. Hier muss man einfach aragosta alla catalana (Hummer mit Tomaten und Zwiebeln) probieren, ein Gericht, das an die Tage der katalanischen Herrschaft erinnert.

Bosa

Wie so viele große Kunstwerke betrachtet man Bosa am besten aus einiger Entfernung. Nur mit etwas Abstand erfasst man das ganze Bild: die eleganten Häuser mit den unterschiedlichsten Fassadenfarben, die Fischerboote auf dem Fiume Temo und die mittelalterliche Burg hoch oben über der Stadt. Wer die schönste Stadt Sardiniens ohne Touristen erleben möchte, bleibt bis zum Abend und spaziert dann durch die schmalen Gassen, wo kleine Restaurants fangfrischen Fisch von der Westküste zubereiten.

Bergdörfer

Auf einer serpentinenreichen Straße durchs Gebirge hat man die Orientierung verloren, und kein Navigationsgerät, keine Karte und kein Mensch kann einem weiterhelfen. Dann aber hat man den Bergrücken erreicht und blickt auf ein eigenartiges Dorf inmitten von Wäldern hinab, das von hohen Felswänden fast erdrückt wird. So oder ähnlich ergeht es einem oft in den Provinzen Barbagia und Ogliastra. Lust auf ein Abenteuer? Dann nichts wie hin – zu herrlich abgelegenen Dörfern wie Ulassai, Aritzo und Fonni.

Oristano

Oristano, im 14. Jh. Hauptstadt der damaligen Provinz Arborea, ist eine der großartigen mittelalterlichen Städte Sardiniens. Auf den barocken Gassen und Piazzas im Zentrum und im Duomo mit seiner schönen Kuppel ist die Vergangenheit allgegenwärtig. Hier lässt man es ruhiger angehen, und man folgt den Einheimischen, die zur Piazza Eleonora d’Arborea schlendern. Oder man nutzt den Ort als Ausgangspunkt für Fahrten zu den phönizischen und römischen Ruinen von Tharros oder zu den Stränden und Lagunen der Halbinsel Sinis.

Tiscali

Die im Dämmerlicht einer halb zerfallenen Karsthöhle verborgene archäologische Stätte Tiscali gibt viele Rätsel auf. Zwar sind nur noch spärliche Reste erhalten, doch mit ein wenig Fantasie kann man sich das Nuraghen-Dorf der Bronzezeit durchaus vorstellen. Ebenso faszinierend wie Tiscali selbst ist auch der Weg dorthin: Der Pfad führt durch ein grünes Tal, am Fuß hoher Felsen entlang. Greifvögel kreisen in der Luft, und nichts stört die große Stille, die die über allem hängt.

Parco Nazionale dell’Asinara

Isoliert am nordwestlichen Zipfel der Insel liegt der Parco Nazionale dell’Asinara, eine der herrlichsten Küstenlandschaften Sardiniens. In diesem Schutzgebiet lebt der Albino-Esel, der asino bianco, aber auch Wanderfalken, Mufflons, Wildschweine und Unechte Karettschildkröten. Möchte man Tiere zu Gesicht bekommen, wandert oder radelt man auf einer der vielen Strecken, die bis in den letzten Winkel der Insel führen. Oder man taucht im glasklaren Wasser, das Granitklippen und paradiesische Strände umspült.

Grotta di Nettuno

Egal, ob man per Boot von Alghero aus hinfährt oder die 110 m hohe Klippe über schwindelerregende Stufen hinabsteigt, die Ankunft an der Grotta di Nettuno ist in jedem Fall unvergesslich. In der riesigen, kathedralenartigen Höhle scheint es, als habe Meeresgott Neptun höchstpersönlich Hand angelegt. Ein wahrer Wald aus Stalaktiten und Stalagmiten spiegelt sich im unbewegten Wasser. Nichts stört den Zauber dieser Feenhöhle – nicht einmal die Besucherscharen zur Mittagszeit.

Sardinien für Genießer

„Biologisch“ oder „Slow Food“ lauten die Schlagworte für etwas, das auf Sardinien seit Jahrhunderten gepflegt wird. Die Bauernhöfe verkaufen ihren Schafskäse, Salami und Cannonau-Rotwein. In den Bäckereien und Konditoreien bekommt man Brote und ein Gebäck mit Mandeln; und das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten ist reichhaltig. Oder man speist in einer der agriturismo-Unterkünfte, Antipasti, culurgiones (Ravioli) mit Ricotta-Füllung, Spanferkel und Reibeplätzchen mit Ricotta-Füllung, Spanferkel und sebadas (Reibeplätzchen mit Honig).

Feste auf Sardinien

Seien es nun die tollkühnen Reitkünste beim Fest S’Ardia oder die mamuthones, die beim Karneval in Mamoiada die Dämonen des Winters austreiben: Festlichkeiten auf Sardinien sind immer wunderbar und exzentrisch. Wer kann, plant seine Reise so, dass das mittelalterliche Turnier Sa Sartiglia in Oristano im Februar, die Festa di Sant’Efisio (in Cagliari im Mai oder die folkloristischen Umzüge der Sagra del Redentore in Nuoro im August auf dem Programm stehen könnten. Gourmets zieht es sicher zu den gastronomischen Festen, wo von Maronen bis zu Seeigeln so allerlei in den Topf kommt.

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