Ungarn

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Beste Reisezeit

 

Obwohl es im Mai und Juni recht feucht sein kann, ist der ungarische Frühling einfach fantastisch. In dem ungewöhnlich langen Sommer ist es dann heiß und sonnig, jedoch sind die Badeorte Ende Juli und im August sehr voll. Wie Paris und Rom kommt Budapest im August zum völligen Stillstand.

Auch der Herbst ist schön, besonders in den Bergen um Budapest herum und im nördlichen Mittelgebirge. Der November ist jedoch einer der regnerischsten Monate des Jahres. Im Winter ist es kalt, oft ziemlich trübe, und Museen und viele touristische Einrichtungen sind geschlossen.

Kultur in Ungarn

 

Ungarische Kunst und Architektur ist von romanischen, gotischen, barocken und Jugendstil-Einflüssen geprägt. Zu den eindrucksvollen Volkskunsttraditionen zählen wunderschöne Stickereien, Töpfereien, Decken- und Wandmalereien und Holz- und Knochenschnitzereien. Genauso reich ist Ungarns Beitrag zur Musikgeschichte, angefangen mit den Rhapsodien eines Franz Liszt über die Opern von Ferenc Erkel bis hin zu Zigeuner- und Volksmusik; bekannte ungarische Komponisten sind außerdem Béla Bartók und György Ligeti. Die Literatur des Landes ist in großen Teilen von den historischen Ereignissen geprägt und hat leidenschaftliche Oden, aufrührerische Freiheitsgedichte, düstere realistische Geschichten und scharfe Polemiken produziert. Auch in deutschsprachigen Ländern bekannte ungarische Autoren sind zum Beispiel György Konrád und Imre Kertécz. Fußball ist der bei weitem beliebteste Zuschauersport, und auch Schach ist sehr populär.

Ungarn stehen Fragen des Glaubens sehr skeptisch gegenüber - einige Zeitgenossen meinen, dass sie aus diesem Grund in den Naturwissenschaften und der Mathematik so erfolgreich seien; diejenigen, die sich zu einer Religionsgemeinschaft zugehörig erklären, sind zumeist katholisch, kalvinistisch oder evangelisch-lutherisch. Das Land beherbergt zudem eine kleine griechisch-katholische und griechisch-orthodoxe Gemeinde sowie in Budapest eine lebendige jüdische Gemeinde.

Die ungarische Küche ist üppig und recht fleischlastig. Meist wird Schweinefleisch verwendet, aber auch Rind, Geflügel und Fisch stehen auf der Speisekarte, dazu gibt es Kartoffeln, Nockerln oder Reis; Gemüse (Paprika, Tomaten, Gurken, Weißkohl, Bohnen) spielt im Allgemeinen eine eher untergeordnete Rolle und wird oft eingemacht serviert. Die bekanntesten Gerichte sind pörkölt (was überall außerhalb Ungarns "Gulasch" genannt wird), gulyás (im Ausland als "Gulaschsuppe" bekannt) und halászlé, eine scharfe Fischsuppe mit Paprika. Man sollte nach jokai bableves (Bohnensuppe), hideg gyümölcsleves (kalter Fruchtsuppe aus Sauerkirschen) oder palacsinta (gefüllten Crêpes) Ausschau halten. Guter Wein ist nicht schwer zu finden, obwohl man nach dem richtigen edlen Tropfen schon länger suchen muss, und auch das Bier ist gut, und der Schnaps, pálinka, ist stark.

Natur & Umwelt

In der Mitte Europas gelegen, ist Ungarn von sieben Nachbarländern umgeben: Österreich, der Slowakei, der Ukraine, Rumänien, Jugoslawien, Kroatien und Slowenien. Das Land wird von drei großen Landschaftsformen geprägt: den Tieflandgebieten des Großen Ungarischen Tieflands (Alföld) im Osten, in der Mitte und im Südosten des Landes und des Kleinen Ungarischen Tieflands (Kisalföld) im Nordwesten, dem Nordungarischen Mittelgebirge mit der höchsten Erhebung Ungarns, dem 1015 m hohen Kékes, und dem Transdanubischen Mittelgebirge im Westen und Südwesten. Die größten Flüsse sind die Donau und die Theiß, die das Land in Drittelportionen zerschneiden, sowie die Drau, die die südwestliche Grenze zu Kroatien bildet. Im Land gibt es über 1000 Seen; der größte, der Plattensee (Balaton), ist von Heilbädern umgeben.

Fast 70% der Bodenfläche Ungarns werden bewirtschaftet, nur 14% sind noch bewaldet. Die meisten Wälder sind Buchen- und Eichenwälder mit einem kleinen Anteil an Tannen. Zu den am weitesten verbreiteten Tieren gehören Rotwild, Wildschweine, Hasen und Otter, und es gibt auch seltene Tierarten wie Wildkatzen, Seefledermäuse und die Tieflandform der Waldeidechse. Beeindruckend ist die Vielzahl der Vogelarten, insbesondere Wasservögel, die von den vielen Flüssen, Seen und Feuchtgebieten angezogen werden. Es gibt fünf Nationalparks und fast eintausend geschützte Gebiete im Land.

Ungarns Klima ist gemäßigt, wobei das Land grob in drei Klimazonen unterteilt werden kann: eine mediterrane Klimazone im Süden, eine kontinentale im Osten und eine atlantische im Westen. Im südlichen Transdanubischen Mittelgebirge sind die Sommer lang und die Winter mild und feucht. Mit kalten und windigen Wintern und heißen, normalerweise trockenen Sommern weist das Große Ungarische Tiefland die größten jahreszeitlichen Unterschiede auf. Auch in Budapest und im westlichen Transdanubischen Mittelgebirge können die Sommer sehr heiß sein, wobei die Winter relativ kurz sind, mit häufiger Bewölkung, aber manchmal auch mit klaren Sonnentagen. Der Januar ist mit minus 2°C Durchschnittstemperatur der kälteste Monat, der Juli mit 28°C der wärmste.

Aktivitäten

Zu den im Lande sich anbietenden Aktivitäten zählen Vogelbeobachtung und Reiten in der Region Hortobágy, Wandern in den Mátra-Bergen und in den Zemplén-Bergen bei Tokaj, Kanufahren auf der Theiß und Höhlenerkundung in Aggtelek. Am Plattensee kann man Fahrrad fahren, windsurfen oder mit Ultraleicht-Flugzeugen Rundflüge unternehmen.

Verkehrsmittel

An- & Weiterreise

Die ungarische Fluggesellschaft Malév sowie Lufthansa, Austrian Airlines und Swissair bieten Flüge von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Budapest. Außerdem ist Ungarn mit allen seinen sieben Nachbarstaaten durch Zug- und Straßenverbindungen verbunden. Von zahlreichen deutschen Städten verkehren Linienbusse der Deutschen Touring, von Süddeutschland auch das ungarische Busunternehmen Volánbusz, was soviel wie "Bus mit Lenkrad" heißt, und von Wien aus unterhält Blaguss-Reisen eine Busverbindung. Von Hamburg und Dortmund verkehren durchgehende EuroCitys nach Budapest. Mit dem Auto wird man je nach Ausgangspunkt die Strecke Nürnberg-Regensburg-Passau-Wien oder Stuttgart-München-Salzburg-Wien wählen. Der weitere Streckenverlauf und der gewählte Grenzübergang richten sich nach dem Reiseziel. Österreiche Autobahnen sind mautpflichtig. Eine etwas ungewöhnliche Alternative ist die Anreise per Linienschiff ab Straubing über Deggendorf, Passau, Linz, Krems und Wien.

 

Unterwegs vor Ort

Das öffentliche Verkehrsnetz Ungarns ist effizient, flächendeckend und billig. Zwischen benachbarten Städten und Orten verkehren die gelben Volán-Busse, zu entlegeneren kleineren Orten die gelb-roten Überlandbusse. Das von MÁV betriebene Zugnetz ist weniger umfassend, doch sind einige schöne Ausflüge im Angebot, darunter im Sommer eine nostalgische Dampfzugfahrt um den Plattensee. Auf dem Plattensee, auf der Donau zwischen Budapest und Esztergom und auf der Theiß verkehren zudem Fähren, aber diese sind zumeist eher Ausflugsboote als echte Alltagstransportmittel.

Innerhalb Ungarns gibt es zur Zeit keine regelmäßigen Flugverbindungen, obwohl mehrere Strecken geplant sind. Die größeren internationalen Autoverleihfirmen unterhalten Vertretungen in Budapest, und außerdem gibt es im ganzen Land zahlreiche örtliche Verleihhäuser. Die Straßen sind gut, Benzin ist überall erhältlich, und es gibt Tankstellen, die rund um die Uhr geöffnet sind.

Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut, mit Bussen und Trolleybussen und Straßenbahnen in Budapest, Debrecen, Szeged und Miskolc. Budapest verfügt zudem über eine U-Bahn und Vorortzüge (HÉV). Es gibt jede Menge Taxis, die nicht zu teuer sind - falls der richtige Fahrpreis verlangt wird, was in Budapest nicht immer der Fall ist.

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