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Schottland

3 mal 3 außergewöhnliche Pubs in Edinburgh

Digital Redaktion
vom 18.10.2025
© mikemike10, Shutterstock

Mit über 700 Pubs hat Edinburgh die wohl vielfältigste Kneipenszene Schottlands. Vom traditionellen Whisky-Treff über literarisch aufgeladene Bars bis zu modernen Craft-Bier-Hotspots findet hier jeder sein Lieblingsglas. Neben lokalen Manufaktur-Bieren geht natürlich kaum etwas über einen guten Single oder Blended Malt.

In Edinburgh sind Pubs weit mehr als Trinklöcher – sie sind Bühne, Wohnzimmer und Geschichtsbuch zugleich. Ob dramatischer Highland-Malt, literarische Atmosphäre oder hopfenfrischer Ale – hier schmeckt man Schottlands Seele im Glas. In dieser 3 mal 3 Serie nimmt Lonely Planet dich mit in die Pubs von Edinburgh.

Malt-Whisky-Bars

© JJFarq, Shutterstock
Dieser kleine urige Schuppen ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Bow Bar
„Uisge beatha“, Lebenswasser, nennen die Schotten ihren Whisky – und hier versteht man, warum. Hinter der Mahagonitheke der Bow Bar stehen rund 220 erlesene Single Malts, darunter Raritäten von Islay wie ein 30 Jahre alter Port Ellen oder ein junger Kilchoman aus der ersten neuen Brennerei der Insel seit über einem Jahrhundert. (80 West Bow)

Bennets Bar
Seit 1839 treffen sich in dieser viktorianischen Institution Einheimische und Besucher bei Kerzenschein auf ein Glas. Die Karte bietet 150 Single und Blended Malts, darunter Highlights wie ein 15-jähriger Dalmore oder ein 18-jähriger Bruichladdich. Auch internationale Whiskys stehen bereit. (8 Leven Street, bennetsbar.co.uk)

The Black Cat
Grauer Beton statt Pub-Nostalgie: Diese zeitgenössische Bar mit rund 100 Whiskys von unabhängigen Brennereien gilt als Trendsetter. Dazu gibt’s kreative vegetarische Gerichte und Live-Musik dreimal wöchentlich. (168 Rose Street, theblackcatbar.com)

Poeten-Pubs

© Besides the Obvious, Shutterstock
Hier wacht stilecht der weiße Hirsch über den Verzehr der Kaltgetränke.

The White Hart
Einer der ältesten Pubs Edinburghs – seit 1516 geöffnet – und angeblich von Geistern heimgesucht. Robert Burns und William Wordsworth tranken hier schon ihr Pint. Heute fließen lokale Biere wie Belhaven oder Dark Island aus den Zapfhähnen. (34 Grassmarket, whitehart-edinburgh.co.uk)

The Oxford Bar
Bekannt aus Ian Rankins „Inspector Rebus“-Romanen, in denen der Autor seinen alten Lieblingspub verewigte. Schlicht, authentisch und vom literarischen Geist durchdrungen – ein Muss für Krimifans. (8 Young Street, oxfordbar.co.uk)

The Wash Bar
Seit Edinburgh 2004 als erste UNESCO City of Literature ausgezeichnet wurde, hat sich „The Wash“ zum Treffpunkt der Literaturszene entwickelt. Beim monatlichen Literatursalons mischen sich Autoren, Agenten und Leser bei einem „Baby Guinness“ (Kahlua + Bier). (11–13 North Bank Street, washbar.co.uk)

Craft-Bierkneipen

© Graeme J Baty, Shutterstock
Craft-Bierkneipen stehen meist für einen deutlich moderneren Stil.

Guildford Arms
Unter der prächtigen Decke dieses historischen Pubs fließt ausschließlich „real ale“ von schottischen Mikrobrauereien. Empfehlenswert: das Kelpie Ale mit Meeresalgen von Williams Bros. (1 West Register Street, guildfordarms.com)

BrewDog
Was mit Marktständen begann, ist heute eine Biermarke mit Kultstatus. In der Bar im Herzen der Altstadt gibt’s sieben wechselnde Sorten – von Pale Ale 5 AM bis zum kräftigen Libertine Black Ale. (43 Cowgate, brewdog.com)

The Holyrood 9A
Rustikal und herzlich: Hier trifft Craft-Bier auf Gourmet-Burger mit Kreationen von Chorizo bis Seafood. Mit Mini-Pints (0,18 l) zum Einheitspreis lässt sich das Sortiment von 20 Boutique-Bieren bequem probieren. (9A Holyrood Road, theholyrood.co.uk)

Edinburgh Basics

© Flystock, Shutterstock
Feucht-fröhliche Abende sind in diesen Straßen Hochkultur.

Hinkommen

Edinburgh ist von Mitteleuropa aus gut erreichbar: Lufthansa (lufthansa.com) fliegt direkt ab Frankfurt a. M. und München, British Airways (britishairways.com) bietet zahlreiche Verbindungen über London, KLM (klm.com) über Amsterdam. Von Zürich und Wien starten Swiss (swiss.com) sowie Austrian Airlines (austrian.com) mit bequemen Umsteigeverbindungen.

Der Edinburgh Airport liegt rund 13 km westlich des Stadtzentrums. Der Airlink 100‑Bus bringt Reisende in etwa 30 Minuten ins Zentrum (ca. 5 £), die Tram ist mit etwa 7 £ etwas teurer, aber bequem, wenn man nahe der Princes Street wohnt. Mit dem Edinburgh Pass, der rund 30 Attraktionen sowie den Nahverkehr abdeckt, ist die Fahrt inklusive (ab ca. 36 €/Tag; edinburgh.org).

Übernachten

a&o Edinburgh City:
Ehemals Smart City Hostel: zentral, sauber und mit klassischem Backpacker‑Charme. WLAN ist kostenlos, die Gemeinschaftsräume und die Bar 50 sorgen für eine lockere Atmosphäre.
Bett im Mehrbettzimmer ab ca. 20 €, Doppelzimmer ab ca. 55 €; aohostels.com

Claremont Hotel:
Zwei georgianische Stadthäuser nahe dem Zentrum, freundlich eingerichtet im Schotten‑Look. Familien schätzen Zimmer für bis zu fünf Personen.
Doppelzimmer ab ca. 70 €; claremont-hotel.co.uk

Ardmor House:
Stilvolles Boutique‑B&B in einer viktorianischen Villa. Gastgeber Robin und Barry verbinden barocken Glanz mit modernem Design und persönlicher Note.
Doppelzimmer ab ca. 140 €; ardmorhouse.com

Top‑Tipp

Beim Edinburgh Pub Crawl geht es kostenlos (Getränke zahlt man selbst) durch einige der angesagtesten Bars der Stadt – von alten Kellerkneipen bis zu modernen Lounges. Trinkgeld für die freiwilligen Guides ist willkommen.
neweuropetours.eu/edinburgh

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