Mini-GuideGeheimtipps in Dresden

Märchenhaft: das Panorama der Elbmetropole

Dresden beeindruckt durch seinen Reichtum an Baudenkmälern, Kunst und Kultur. Abseits dieser Schätze zeigt sich die Metropole aber auch als Szenestadt, in der die Elbe das Lebensgefühl prägt.

Feiern

Scheune

Der ehemalige DDR-Jugendklub zählt seit über 60 Jahren zu den Kultur-Hotspots der Stadt. Hier finden neben Konzerten unterschiedlichster Stilrichtungen auch Lesungen, Theater- und Kabarett-Vorstellungen sowie Filmvorführungen statt. Im hauseigenen „Scheunencafé“ werden hauptsächlich indische Spezialitäten serviert (Alaun­str. 36–40, scheune.org).

Times Club & Groove Station

Das Viertel Neustadt ist das Szene-Herz Dresdens. Mittendrin werden im „Times Club“ vorwiegend Black Music und Urban Sounds aufgelegt, manchmal wird auch zu Salsa- und Disco-Rhythmen die Nacht durchgetanzt (Königsbrücker Str. 13, timesclub-dresden.de). Wer es eher rockig mag, ist bei Live-­Musik in der „Groove Station“ gut aufgehoben (Katharinen­str. 11–13, groovestation.de).

Mycroft’s Fine Books & Coffee

Im „Mycroft’s“ kann man buchstäblich den ganzen Tag verbringen: Tagsüber ist es ein gemütliches Lesecafé und Antiquariat im Stil österreichischer Kaffeehäuser, abends eine lässige Kneipe, in der sich Studenten, Lehrer, Handwerker und Künstler jeglichen Alters treffen, um bei Kaffee oder Wein und guter Musik abseits der Neustadt-Hektik zu entspannen (Rudolf-Leonhard-Str. 38, mycrofts.de).

Schlemmen

Luisenhof  

Unter den zahlreichen Dresdner Restaurants mit Aussicht steht der „Luisenhof“ unangefochten an der Spitze. Der Blick ist atemberaubend, die Küche bodenständig und regional, die Kuchen sind ein Gedicht. Für den überaus beliebten Sonntagsbrunch reserviert man am besten einen Fensterplatz (Bergbahnstr. 8, Tel. +49-351-214 99 60, luisenhof-dresden.de).

Fischhaus Dresden

Das „Fischhaus Dresden“ liegt malerisch am Rand der Dresdner Heide im König-Albert-Park. Hier trifft altsächsische auf moderne, saisonale Landhausküche. Gewürzt wird mit Kräutern aus dem eigenen Garten. Bei schönem Wetter wärmt die Sonne im lauschigen Biergarten, bei kühlem das Feuer in den romantischen Kaminstuben. Wer möchte, kann hier sogar übernachten (Fischhausstr. 14, Tel. +49-351-89 91 00, historisches-fischhaus.de).

Rauschenbach-Deli 

Egal ob zum Cappuccino oder Tee am Morgen oder zum Absacker auf dem Heimweg: In dem Lokal am Eingang zum Kneipenviertel Weiße Gasse kann man von früh bis spät verweilen. Serviert werden 170 Kaffeespezialitäten, hervorragende Weine und geschmackvoll interpretierte internationale Gerichte. Jeden Samstag und Sonntag von 9 bis 14 Uhr kann man ausgiebig brunchen (Weiße Gasse 2, Tel. +49-351-821 27 60, rauschenbach-deli.de).

Entdecken

Brühlsche Terrasse

Zehn Meter über der Elbe, 500 Meter lang und 200 Meter breit liegt die Brühlsche Terrasse zwischen der Augustus- und der Carolabrücke wie ein Balkon über der Altstadt. Während man an historischen Bauten wie dem Albertinum und der Hochschule für Bildende Künste vorbeispaziert, genießt man eine spektakuläre Aussicht auf den Fluss und das Neustädter Elbufer.

Kunsthofpassage 

Schon zu DDR-Zeiten entwickelte sich in der Äußeren Neustadt eine eigenwillige Alternativ­kultur, noch heute leben dort vor allem junge Kreative. Wer ausgefallene Läden und gemüt­liche Cafés sucht, ist in der „Kunsthofpassage“ an der richtigen Adresse. In dieser urbanen Oase shoppt man in lässiger Atmosphäre Handgefertigtes und Einzigartiges (Görlitzer Str. 21–25, kunsthof-dresden.de).

Panometer „1756 Dresden“

Ein ehemaliger Gasspeicher dient dem Künstler Yadegar Asisi als Projektionsfläche für ein 360°-Panorama, das ins barocke Dresden entführt. Dabei trifft man auf große Figuren der Zeitgeschichte, wie den russischen Zar Peter I. oder Johann Sebastian Bach. Die Nachtvariante lässt das beeindruckende Rundbild erstrahlen (Gasanstaltstr. 8 b, Eintritt ca. 10 €, asisi.de).

 

Text: Julia Holzapfel, Fotos: Anja Upmeier, PR

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Dresden Basics

Hinkommen

Deutschlandweit erreicht man Dresden bequem mit der Bahn (bahn.de). Ab Wien und Zürich fliegen Air Berlin (airberlin.com) und Germanwings (germanwings.com) mit Zwischenstopps in die Elbmetropole. Vor Ort kommt man gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln voran. Auf der Internetseite der Verkehrsbetriebe gibt es unter „Tickets & Tarife“ Infos über spezielle Touristentickets, etwa über die 2-Tages-Dresden-City-Card, mit der man auch freien Eintritt in die zwölf
Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erhält (ab ca. 26 €, dvb.de).

Übernachten
  • Unter all den barocken Gebäuden sticht das Art’otel Dresden mit modern designten Zimmern heraus. Das Haus dient auch als Ausstellungsraum, gezeigt werden u. a. Werke des Dresdner Künstlers A. R. Penck (DZ ab ca. 71 €, artotels.com).
  • Am belebten Fetscherplatz fällt das Hotel Artushof mit seiner dekorativen Fassade sofort ins Auge. Einige der charmanten Zimmer haben Stuckdecken und Kachelöfen aus Meißener Porzellan (DZ ab ca. 109 €, artushof.de).
  • Idyllisch und ruhig liegt die Hotel-Pension Therese-Malten-Villa nahe Schloss Pillnitz. Das Haus gehörte einst der Kammersängerin Therese Malten. Die Zimmer bestechen mit stilvollem Ambiente (DZ ab ca. 90 €, dresden-pension.net).

    Top-Tipp

    Bei schönem Wetter macht eine Radtour auf dem Elberadweg Spaß, der sich am Fluss entlang 30 Kilometer durch das Stadt­gebiet windet (elberadweg.de). Leihräder gibt es z. B. bei „nextbike“ (Tagesmiete ca. 9 €, nextbike.de). 

    Zum Weiterlesen

    Der Marco-Polo-Reiseführer Dresden/Sächsische Schweiz (Mairdumont,
    11,99 €) bietet detaillierte Infos im praktischen Handtaschenformat. Auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten entdecken Sie die Metropole mit dem literarischen Reisebuch Dresden – Eine Stadt in Biographien (Merian Porträts, 16,99 €). Das beste Party-Portal der Stadt ist banq.de, Nachrichten aus Dresdens Szeneviertel gibt’s auf dieneustadt.de.

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