Irland

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Willkommen in Irland

Kleines Land ganz groß: Dank seiner zeitlos schönen Landschaft und der charmanten, gastfreundlichen Einheimischen genießt Irland einen erstklassigen Ruf.

Postkartenmotive
Ja, es gibt sie wirklich, die wunderschönen Postkartenmotive, z. B. entlang der Halbinseln im Südwesten, im einsam vor sich hinbrütenden Connemara oder in der herrlich urtümlichen Wildnis des Countys Donegal. Fündig wird man auch in den Seegebieten der Countys Leitrim und Roscommon sowie in den sanft geschwungenen Hügeln des sonnigen Südostens (wobei „sonnig“ natürlich ein ziemlich dehnbarer Begriff ist). Irland wurde stark modernisiert, doch manche Dinge ändern sich nie. Wahrscheinlich ist genau das einer der großen Anziehungspunkte dieses Landes. Wenn man zur Skellig Michael übersetzt, tost der Atlantik mit altbekannter Urgewalt, und in den Höfen reetgedeckter Pubs hat man schon vor Generationen gemütlich beieinandergesessen.

Reiche Geschichte
Die Geschichte folgt einem auf Schritt und Tritt, egal welche Gegend man besucht. Zu den beeindruckendsten historischen Sehenswürdigkeiten gehören die atemberaubenden Kultstätten von Brú na Bóinne aus prähistorischer Zeit und die Klosterruinen in Glendalough und Clonmacnoise. Der neueren Geschichte widmet man sich in Cobh’s Hungersnotmuseum und auf dem Vinegar Hill im County Wexford. Gegenwartsgeschichte zum Anfassen kann man an Bord eines black taxi in West Belfast oder beim Betrachten der knallbunten politischen Wandmalereien in Derry erleben.

Kulturelles Potpourri
Irland ist ein absolutes kulturelles Highlight und erschlägt einen fast mit dem gewaltigen Angebot: Theaterstücke mit berühmten Darstellern in Dublin, traditionelle Pub-Musik im Westen des Landes oder Rocksessions in Limerick – alles ist möglich. Im Sommer finden zudem jede Menge Festivals statt, bei denen alles Mögliche von Blumen bis zur Weltliteratur gefeiert wird.

Tá Fáilte Romhat
(To fol-tschä ro-ät) – „Du bist willkommen“ oder, noch beliebter, céad míle fáilte, „hunderttausendmal willkommen“. Aber warum gleich so oft? Anderswo reicht doch auch ein einziges Mal? Die Freundlichkeit der Iren ist ein ausgelutschtes Klischee, das die komplexe irische Seele auf einen viel zu einfachen Nenner bringt, dabei sind die meisten Einwohner nach anfänglicher Reserviertheit zweifellos sehr warmherzig und gastfreundlich. Überall stehen die Chancen gut, in ein Gespräch verwickelt zu werden, und wenn man fremd in der Stadt ist, bietet einem unter Garantie irgendjemand Hilfe an. Trotzdem ist dieses Verhalten keine Art uneingeschränkter Altruismus. Tatsächlich geht’s den Iren darum, sich wohlzufühlen, was sie jedoch nur dann können, wenn ihr Umfeld ebenfalls glücklich ist – deshalb also die besagten Hunderttausendmal. Moderate Übertreibung, Freundlichkeit, die nicht ins Schleimige überschwappt: Genau dafür steht Irland.

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