Wie plant man eine Reiseroute?Routenplanung leicht gemacht

Schild | © SoleilC/iStockphoto

Das Reiseziel steht fest, die Routen sind gegeneinander abgewogen und das Zeitkontingent ist vom Arbeitgeber genehmigt. Jetzt geht es an die eigentliche Arbeit. Denn Flug, Mietwagen und Unterkünfte wollen tagesgenau gebucht werden. Wir zeigen euch, wie das möglichst einfach geht.

Wir plane ich meine Reiseroute?

Schritt 1: Besorgt euch eine Übersichtskarte, die das gesamte Wunschgebiet abdeckt – am besten eine Straßenkarte, die Auskunft über die Befahrbarkeit der einzelnen Streckenabschnitte gibt.

Schritt 2: Sucht euch anhand des Lonely-Planet-Reiseführers USA Westen die Highlights heraus, die euch am meisten interessieren.

Schritt 3: Zeichnet – gut sichtbar – diese Sehenswürdigkeiten in die Karte ein.

Schritt 4: Gebt diesen Attraktionen Prioritäten und teilt sie ein in „Prio 1“ und „Prio 2“.

Schritt 5: Nun startet eine erste grobe Hochrechnung: Zählt die Tage, die ihr für die Highlights aufwenden wollt, und addiert die Fahrtage. Bekommt ihr als Ergebnis einen Wert, der von euren Urlaubstagen nur minimal abweicht, könnt ihr zu Schritt 7 springen. Sonst weiter mit Schritt 6.

Schritt 6: Jetzt heißt es eindampfen. Als Erstes fallen Punkte weg, die weit abseits der restlichen Route liegen. Weiters könnt ihr auch auf Prio-2-Highlights verzichten. Damit wird so lange weitergemacht, bis die Anzahl der genehmigten Urlaubstage erreicht ist.

Schritt 7: Ganz wichtig: die abschließende Überprüfung unter Beachtung der nachfolgenden Hinweise.

Wichtige Hinweise für die Routenplanung

  • Häufigster Fehler bei der Routenplanung: ein zu knappes Zeitkontingent. Plant Reservetage für Unvorhergesehenes ein. Das kann eine Autopanne sein, aber auch ein wunderschöner Ort, an dem ihr noch länger verweilen wollt. Auch Kleinigkeiten wie  Einkaufen, Essen und sich Zurechtfinden dauern im Urlaub einfach länger als zu Hause.
  • Die Fahrtage dürfen nicht unterschätzt werden. Am Ankunftstag ist man meist zu müde, um sich mit dem Mietwagen gleich ins Großstadtgetümmel zu werfen, deshalb ist eine erste Übernachtung nie verkehrt. (Manche Vermieter verleihen ihre Wagen nach einem Langstreckenflug grundsätzlich erst nach einer Übernachtung!) Aber auch „on the road“ will man im Urlaub nicht nur Kilometer schrubben, sondern eher wie ein Sonntagsfahrer unterwegs sein.
  • Die Entfernungen auf amerikanischen Karten sind meist in Meilen angegeben. Das wird schnell mal vergessen, hat aber unangenehme Konsequenzen, denn der Umrechnungsfaktor ist mal 1,62.
  • Achtet genau auf die Kartenlegende, sprich auf die Klassifizierung der Straßen: Sind es Mautstraßen oder unterliegen sie einer Beschränkung? Sind alle Abschnitte geteert? (Bei vielen Mietwägen wird hier eine Haftung ausgeschlossen.) Führen sie über Pässe und sind deshalb saisonbedingt zeitweilig gesperrt? Sind die Straßen für den Mietwagen (z.B. Wohnmobil) zugelassen?

Die richtige Reisezeit

Bloß nicht in der Hauptsaison, lautet für viele die Devise, denn das heißt Parkplatzprobleme, ausgebuchte und teure Unterkünfte, am Vormittag schon besetzte Campingplätze und viel Betrieb. Wann also sollte man den Westen der USA meiden? In der Regel gelten die gut drei Monate zwischen Memorial Weekend (letztes Wochenende im Mai) und Labor Day (erster Montag im September) als Haupturlaubssaison der Amerikaner. In diese Zeit fallen die Universitäts- und die meisten Schulferien. Zwischen Ende Juni und Mitte August erreicht diese Feriensaison ihren Höhepunkt. Davor und danach ist allenfalls am Wochenende mit verstärktem Betrieb zu rechnen, denn die Urlaubsregelung der US-Amerikaner ist bei weitem nicht so großzügig wie die unsere.

Zu weit abseits der Saison zu planen, hat allerdings auch seine Tücken, denn gerade in Utah, wo sich die meisten Nationalparks befinden, sind viele Passstraßen noch schneebedeckt und gesperrt. Selbst im April kann es auf Höhe des Bryce Canyon zum Beispiel noch bitterkalt werden und Minusgrade haben. Etliche Routen zu und in National und State Parks sind im Winterhalbjahr nicht oder nur beschränkt zugänglich. Abgesehen davon wird in der touristischen Saison auch ein attraktiveres Programm geboten, zum Beispiel geführte Wanderungen, Ranger Talks und vieles andere.

Ideal sind also die Monate April und Mai unmittelbar vor Beginn der Hauptsaison für die Küste und September oder Oktober fürs Landesinnere, wenn der letzte Schnee weggeschmolzen und der erste Schnee (hoffentlich) noch nicht da ist. In diesen Monaten kann man sich abseits der großen Städte aufwändige Reservierungen für Übernachtungen sparen, was die Spontanität und Freude am Reisen sehr positiv beeinflussen kann.

von Solveig Michelsen

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