Grenada

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Sehenswertes

St. George's

In St. George's, einem der landschaftlich am schönsten gelegenen Orte der Karibik, ziehen sich die Häuser rund um einen tiefen, hufeisenförmigen Hafen weit den Hang hinauf. Mit ihren engen, steilen Straßen und den pastellfarbenen, kreolischen Häusern aus dem 19. Jahrhundert, die teilweise noch mit den roten Ziegeln, die einst den Schiffen aus Europa als Ballast dienten, gedeckt sind, macht die Stadt einen äußerst malerischen Eindruck. Frachtschiffe, Kreuzfahrtschiffe und bunt bemalte Schoner aus Carriacou legen in dem lebhaften Hafen namens Carenage an. Er ist umgeben von Handels- und Warenhäusern sowie schönen Cafés; dahinter steigen die Straßen steil an und den Abschluss bilden die Hügel von Grenada, die in satten Grüntönen leuchten.

Es macht Spaß, durch das Labyrinth der engen Straßen und Gassen westlich des Hafens zu schlendern und den Polizisten zuzuschauen, die an unübersichtlichen Ecken den Verkehr regeln. Das Grenada National Museum im Stadtzentrum ist in einer ehemaligen französischen Kaserne aus dem Jahr 1704 untergebracht. Sein Sammelsurium an Ausstellungsstücken umfasst Fragmente indianischer Töpferwaren, einen alten Rumdestillierapparat und eine schmuddelige Marmorbadewanne, die einst Kaiserin Josephine gehört haben soll.

Vom hoch auf einem Hügel oberhalb des Hafens gelegenen, 1705 von den Franzosen erbautenFort George bietet sich ein schöner Blick auf rote Ziegeldächer, Kirchtürme und Hafen. Im Innern der Festung sind am Basketballpfosten die Kugeleinschläge des Exekutionskommandos von Maurice Bishop zu sehen und auf einer Wand das langsam verblassende Graffito No Pain No Gain Brother ("Kein Fortkommen ohne Leid, Bruder").

Von Fort Frederick, das den östlichen Eingang des Hafens bewacht, hat man eine herrliche Aussicht auf die Südwestküste Grenadas. Das Fort aus dem späten 18. Jahrhundert ist in gutem Zustand, was u. a. einem tragischen Irrtum während der amerikanischen Invasion im Jahr 1983 zuzuschreiben ist, als die Amerikaner statt Fort Frederick versehentlich das nahe gelegene Fort Matthew bombardierten, in dem eine Nervenheilanstalt untergebracht war.

Grand Anse und Morne Rouge

Grenadas Touristenzentrum Grand Anse verfügt über einen herrlichen, weißen Sandstrand, türkisblaues Wasser und wird im Hintergrund von tiefgrünen Hügeln überragt. Scharen von Händlern verkaufen am Strand T-Shirts und Gewürzkörbchen, bei anderen kann man sich die Haare flechten lassen. Wer absolute Ruhe und Frieden sucht, sollte die Halbinsel Quarantine Point (eine einstige Leprakolonie) überqueren und die malerische Nachbarbucht Morne Rouge besuchen, die übrigens auch per Boot erreichbar ist.

Grand Etang Road

Diese Straße führt mitten durch das gebirgige Zentrum der Insel zum Grand Etang Forest Reserve mit seinen Wasserfällen und zahlreichen Wanderwegen. Die enge, kurvige, von Farnen, Bambus, Heliconia und Kapokbäumen gesäumte Strecke ist der Inbegriff einer spannenden Fahrt durch den Regenwald. Bei Constantine stürzen die Annandale Falls aus der grünen Hölle 10 m tief in ein Becken, in dem man hervorragend schwimmen kann. Kurz hinter Constantine liegt der Grand Etang National Park, der mit herrlicher Aussicht auf die Westküste, zahlreichen Wanderwegen und einem Kratersee zum Erkunden einlädt.

Sauteurs

Die größte Stadt an Grenadas Nordküste leitet ihren Namen von dem französischen Wort für "springen" ab: Hier stürzten sich einst die in die Enge getriebenen Kariben einschließlich ihrer Frauen und Kinder von den Klippen in den Tod, statt sich den vorrückenden französischen Soldaten zu ergeben. Die 40 m hohen Steilwände, an denen sich das tragische Geschehen ereignete, heißen seitdem Carib's Leap ("Karibensprung"). Von der Felskante genießt man einen schönen Blick auf die Fischerboote am Dorfstrand, auf vom Meer ausgewaschene Felsformationen und nahe gelegene Inseln.

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Bathways Beach

Der Korallenstrand von Bathways Beach glitzert in den verschiedensten Farben und ist vor der starken Atlantikströmung durch eine Felsbarriere geschützt, die ein 9 m breites, natürliches Schwimmbecken geschaffen hat. Bislang ist die Bucht noch relativ unerschlossen, es gibt nur ein kleines Besucherzentrum mit Informationen über Muscheln, Korallen und Ökologie. Direkt vor der Küste liegen drei Inseln: Sugar Loaf ist in Privatbesitz und außer einer Hütte am Südstrand völlig leer; auf Green Island gibt es einige verlassene Gebäude, aber keinen Strand; und Sandy Island besitzt ein verlassenes Hotel und einen schönen Strand zum Schwimmen und Schnorcheln. Bathways Beach lässt sich über eine gute Straße, die von River Sallee Richtung Nordosten führt, gut erreichen. Von Sauteurs aus kann man Fischerboote zu den vor der Küste liegenden Inseln chartern.

Levera Beach

An der Nordostspitze Grenadas, einige Meilen östlich von Sauteurs, erstreckt sich am Fuße zerklüfteter Klippen ein wilder Sandstrand, beinahe in Greifweite davor liegt die raue Felseninsel Sugar Loaf (auch Levera Island genannt). Der Strand, ein Mangrovensumpf und ein nahe gelegener Teich gehören zu Grenadas Levera National Park, der eine große Kolonie von Wasservögeln beherbergt und als Brutstätte für Wasserschildkröten dient. Von Bathways Beach führt in nördlicher Richtung eine Piste zum Levera Beach, die jedoch selbst mit einem Jeep nur schwer passierbar ist; die meisten Besucher entscheiden sich daher für den 30-minütigen Fußmarsch.

Carriacou

Auf dieser kleinen, ländlichen Insel geht alles ein wenig langsamer vonstatten als anderswo, aber genau dieser Lebensrhythmus macht einen großen Teil ihrer Anziehungskraft aus. Carriacou hat 12 000 Bewohner, wovon die Hälfte Ziegen sind, die in dem trockenen Buschwerk, das von vereinzelten Kakteen, Akazien und leuchtenden Bougainvilleas durchsetzt ist, nach Futter suchen. Die beschauliche Atmosphäre und der natürliche Hafen der Insel haben zwar schon immer Segler angezogen, ansonsten ist Carriacou von den Touristen noch weitgehend verschont geblieben. Die herrlichen Strände sind angenehm leer und es ist kaum ein Problem, eine Unterkunft zu finden. Von Carriacou hat man einen herrlichen Blick auf die benachbarten Grenadinen sowie einige Inselchen direkt vor der Küste, auf die man zum Picknicken, Schnorcheln und Tauchen übersetzen kann. Als Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Insel dient Hillborough ; der beliebte JachthafenTyrell Bay hat sich zu einer Art Szenetreffpunkt entwickelt. Carriacou ist 12 km lang und 3,5 km breit. Die Insel befindet sich 27 km nordöstlich von Grenada und kann von St. George's aus per Boot oder von Grenadas Flughafen Point Salines per Flugzeug erreicht werden.

Petite Martinique

Dieser winzige, kreisförmige Vulkankegel ragt 5 km nordöstlich von Carriacou aus dem Meer. Die meisten der 600 Einwohner von Petite Martinique leben vom Fischfang und die Insel hat das höchste Pro-Kopf-Einkommen der Region. Viel gibt es hier nicht zu sehen, doch wer friedliche Stille sucht, kommt voll auf seine Kosten. Die Inselbewohner stehen in dem Ruf, Eigenbrötler zu sein und sich durch Schmuggel gerne ein paar Scheine dazuzuverdienen. Auf Petite Martinique gibt es eine Schule, eine Kirche, ein Gästehaus und einen Laden mit Bar, aber keine Polizei, keinen Zoll und keine Banken. An der Westküste führt zwar eine Straße entlang, doch die meisten Leute gehen zu Fuß. Zweimal pro Woche verkehrt ein Frachtschiff zwischen Petite Martinique und Hillsborough auf Carriacou; von Windward an der Nordküste Carriacous kann man mit dem Schnellboot nach Petite Martinique übersetzen.

Preisniveau

Mahlzeiten

  • Billiges Essen: 5-10 US-Dollar
  • Restaurant mittlerer Kategorie: 10-25 US-Dollar
  • Luxusrestaurant: ab 35 US-Dollar

Übernachtung

  • Billigunterkunft: 30-100 US-Dollar
  • Hotel mittlerer Preisklasse: 100-200 US-Dollar
  • Luxushotel: ab 500 US-Dollar

Währung

Ostkaribischer Dollar (EC$)


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